Freitag, 28.03.2014

NBA-Schlaglichter

Rückschlag für Schöders Hawks

Die Portland Trail Blazers feiern das Comeback von LaMarcus Aldridge mit einem Sieg - auf Kosten der Atlanta Hawks. Dennis Schröder und Co. bangen mehr denn je um die Playoffs. Die Pleitenserie der Philadelphia 76ers erreicht bei den Houston Rockets Rekordlänge, die L.A. Lakers verlieren bei den Milwaukee Bucks.

Dennis Schröder konnte gegen die Portland Trail Blazers überhaupt keine Akzente setzen
© getty
Dennis Schröder konnte gegen die Portland Trail Blazers überhaupt keine Akzente setzen

Atlanta Hawks (31-40) - Portland Trail Blazers (46-27) 85:100 (BOXSCORE)

LaMarcus Aldridge ist wieder da, die Blazers sind zurück in der Erfolgsspur. Und das alles auf Kosten der Atlanta Hawks, die nach der fünften Niederlage in Folge immer mehr um ihren achten Platz in der Eastern Conference bangen müssen. "Diese Truppe hat uns in schwierigen Zeiten so viel gegeben", kann Coach Mike Budenholzer dennoch nichts an seiner Mannschaft bemängeln. Die Hawks sind im Rebuild und müssen seit Monaten ohne Franchise Player Al Horford auskommen. Insofern ist es erstaunlich, dass Atlanta überhaupt noch im Rennen um die Playoffs ist.

In diesem Rennen befinden sich auch die Blazers, die nach acht Niederlagen in den vergangenen elf Spielen dringend ein Erfolgserlebnis brauchten. Da kam Aldridge nach seiner Rückenverletzung und sieben Spielen Pause gerade recht: Mit 25 Punkten und 16 Rebounds führte der All-Star seine Mannschaft zum Sieg. Nach dem Spiel, als Aldridge im Kabinengang Terry Stotts über den Weg lief, fiel dem Head Coach daher nur ein Wort ein: "Danke."

"Mit ihm sind wir ein anderes Team", erklärte auch Damian Lillard (21). "Er ist unser bester Spieler, er sorgt für die richtige Balance. Mit ihm können wir Inside-Out spielen und generieren einfach bessere Würfe." 46,3 Prozent aus dem Feld und 24 Assists sind Belege für die effektive Offense der Gäste.

Ganz anders die Hawks, die in Abwesenheit von Kyle Korver (Rücken) Probleme haben, das Feld breit zu machen. Korver hat bei allen fünf Niederlagen gefehlt. Dennis Schröder verursachte in 11 Minuten Einsatzzeit 1 Turnover und blieb bei zwei Wurfversuchen ohne Punkte.

Portland hat sich im Westen mit dem Sieg etwas Luft verschafft. Der Vorsprung auf Platz neun beträgt aufgrund der fast zeitgleichen Niederlage der Mavericks gegen die Clippers drei Spiele, dazu haben die Blazers ein machbares Restprogramm. "Für unsere Psyche, unser Selbstvertrauen war das ein enorm wichtiger Sieg", so Aldridge.

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Houston Rockets (49-22) - Philadelphia 76ers (15-57) 120:98 (BOXSCORE)

26 Niederlagen in Folge: Die Sixers halten jetzt nicht nur den Rekord für die schlechteste 82-Spiele-Saison aller Zeiten (9-73 in 1973), jetzt haben sie auch die längste Pleitenserie der NBA-Historie eingestellt. Mit einem weiteren Debakel in Houston zog Philly mit den Cavaliers von 2011 gleich und hat im Heimspiel gegen Detroit die "Chance", noch eine Niederlage draufzulegen.

"Auf eine verrückte Art und Weise kann ich diese Saison richtig genießen", sagte Coach Brett Brown allerdings. "Denn ich sehe, was unsere jungen Spieler für Fortschritte machen." Michael Carter-Williams, der auf 4 Punkte und 10 Assists kam, nahm Brown dabei besonders hervor, nachdem der Rookie im Anschluss an das Spiel eine Ansprache ans Team richtete, um es wieder aufzubauen: "Das hätte er vor zwei Monaten nie gemacht, wahrscheinlich nicht einmal vor zwei Wochen", so Brown. "All diese kleinen Dinge, die wir mitnehmen können, sind unser Maßstab für diese Saison. Es geht weiter, wir stehen das als Team durch."

Moses Malone, der für beide Franchises spielte und genauso wie Hakeem Olajuwon im Publikum saß, dürfte der Auftritt der Sixers aber doch weh getan haben. Der Gast verursachte satte 21 Ballverluste und war in der Defense, wie so oft in dieser Spielzeit völlig indisponiert. "Wir haben es gut gemacht und unseren Job erledigt. Wir wussten, dass sie trotz ihrer Bilanz versuchen würden, uns das Leben schwer zu machen", lobte James Harden allerdings auch seine Rockets dafür, dass sie konzentriert blieben.

Der All-Star war mit 23 Punkten, 10 Rebounds und 10 Assists der Mann des Abends. Dwight Howard steuerte 17 Punkte und 13 Rebounds bei. Rund zwei Wochen vor Saisonende ist den Rockets Platz vier im Westen kaum mehr zu nehmen. Houston kann sich vielmehr nach oben orientieren - und eventuell noch die Clippers angreifen.

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Milwaukee Bucks (14-58) - Los Angeles Lakers (24-47) 108:105 (BOXSCORE)

Nach acht Pleiten in Folge "feiert" Milwaukee mal wieder einen Sieg doch was nützt es noch? Mit dem 14. Saisonerfolg rückt man gefährlich nah an die Sixers heran und riskiert, die schlechteste Bilanz der NBA zu verlieren - und damit die besten Chancen in der anstehenden Draft Lottery.

Im Hinblick darauf ist das am Donnerstag verkündete Saisonaus von Ersan Ilyasova sicher etwas Gutes. Für den Türken ist es aber auch nicht so schlimm, immerhin bleibt ihm eine OP erspart. Der behandelnde Arzt in L.A. ist der Meinung, dass Ilyasova seinen angeschlagenen rechten Knöchel ruhen lassen und anschließend mit Rehamaßnahmen auf Vordermann bringen sollte, anstatt sich unters Messer zu legen.

Helfen kann er seinen Bucks also nicht mehr in dieser Spielzeit. Dass jetzt auch noch Giannis Antetokounmpo ausfallen könnte, dürfte die Franchise aber schon ärgern. Der Rookie ist einer der großen Hoffnungsträger für die nächsten Jahre, jedes Spiel bringt den Youngster in seiner Entwicklung voran. Bei einem Zug zum Korb trat Antetokounmpo Nick Young auf den Fuß und knickte um.

Letztlich führte Brandon Knight (30) seine Mannschaft zum Sieg über die Lakers, und dieser Knight scheint hier seinen Lieblingsgegner gefunden zu haben: "Ich weiß auch nicht warum, auch aus irgendeinem Grund war ich in der Lage, in dieser Saison zwei meiner besten Spiele gegen die Lakers zu machen", so der Spielmacher, der L.A. an Silvester bereits mit 37 Punkten (Career-High) abgeschossen hatte.

Ramon Session trug 22 Zähler bei. "Beide haben heute viele Minuten spielen müssen, aber sehr gut darauf reagiert. Und sie haben gut miteinander funktioniert", war Coach Larry Drew hoch erfreut über sein Guard-Duo.

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