Donnerstag, 20.03.2014

NBA-Schlaglichter

Guter Start in die Jackson-Ära

Mit ihrem neuen Päsidenten Phil Jackson fahren die New York Knicks den nächsten Sieg ein, bei Gegner Indiana Pacers hängt derweil der Haussegen schief. Rajon Rondo führt seine Boston Celtics zu einem Sieg über die Miami Heat, der Meister muss dabei auf LeBron James verzichten. Während die Phoenix Suns und Memphis Grizzlies den Druck auf die Dallas Mavericks erhöhen, halten die Toronto Raptors bislang dem Ansturm der Brooklyn Nets stand. Die Chicago Bulls gewinnen, die L.A. Lakers verlieren - erwartungsgemäß.

Phil Jackson sah bei seinem ersten Spiel als Knicks-Präsident einen Sieg über die Pacers
© getty
Phil Jackson sah bei seinem ersten Spiel als Knicks-Präsident einen Sieg über die Pacers

Philadelphia 76ers (15-53) - Chicago Bulls (38-30) 94:102 (BOXSCORE)

22 Niederlagen in Folge, es läuft für die Sixers. Die Franchise hat keine ernsthaften Ambitionen, in dieser Saison noch ein Spiel zu gewinnen, um im Draft die bestmöglichen Chancen zu haben, immerhin die Mannschaft hängt sich aber rein. "Das war ein Spiel, das wir gewinnen konnten", so Coach Brett Brown. "Ich sage das, weil wir als Gruppe, die viel verloren hat, trotzdem zusammenhält und dran war. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Apropos Stolz: Den hat Joakim Noah in ganz besonderem Maße, weshalb er auch solche Spiele mit 110-prozentigem Einsatz angeht. Einmal mehr war der Franzose Dreh- und Angelpunkt für die Bulls, die sich nie richtig absetzen konnten, aber das Spiel über die gesamte Dauer im Griff hatten. Noah kam auf 14 Punkte, 10 Rebounds, 6 Assists und 4 Blocks, während die Reservisten D.J. Augustin (20) und Taj Gibson (19 Punkte, 13 Rebounds) das Scoring anführten.

Bei den Sixers war Rookie Michael Carter-Williams nicht weit von einem Triple-Double entfernt (16 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists).

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Boston Celtics (23-46) - Miami Heat (46-20) 101:96 (BOXSCORE)

Für diese Duelle mit dem Meister scheint Rajon Rondo zu leben. Der All-Star der Celtics machte eins seiner besten Spiele der Saison ausgerechnet gegen die Mannschaft, mit der er sich schon so manches denkwürdige Playoff-Duell geliefert hat. In diesem Jahr sind die Celtics im Neuaufbau, Rondo kann also schon die Regular-Season-Spiele als Playoffs betrachten. Die Stimmung im Garden kam einem Playoff-Abend jedenfalls schon gefährlich nah.

Und Rondo war folgerichtig in seinem Element. Nach einem verschlafenen Start lag der Gastgeber nach dem ersten Viertel zurück (22:34), kämpfte sich in der Folge aber in die Partie zurück und nahm eine leichte Führung mit ins letzte Viertel. Es lief auf einen Krimi hinaus, und am Ende trumpfte Rondo (9 Punkte, 10 Rebounds, 15 Assists) auf: Der Point Guard gewann einen Sprungball gegen Big Man Udonis Haslem, griff sich einen wichtigen Rebound und machte mit zwei Floatern höchstpersönlich den Sack zu.

Nachdem LeBron James aufgrund von Rückenschmerzen kurzfristig absagen musste, konnte der amtierende Champion die Leistung von Chris Bosh (6 Punkte) nicht kompensieren. Erst als drittes Team nach Brooklyn und Chicago konnte Boston in dieser Saison zwei Siege gegen Miami einfahren.

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Brooklyn Nets (35-31) - Charlotte Bobcats (33-36) 104:99 (BOXSCORE)

Brooklyn ist zu Hause kaum noch zu stoppen, das Barclays Center gleicht dieser Tage einer Festung. Mit dem zehnten Heimsieg in Folge verschafften sich die Nets Luft im Playoff-Kampf. Dabei ging es nicht darum, die Teilnahme zu sichern - die steht für beide Mannschaften mehr oder weniger fest. Vielmehr geht es für den Rest der Regular Season darum, das Abrutschen auf Platz sieben oder acht zu vermeiden, um einem Erstrundenduell mit den Indiana Pacers oder Miami Heat aus dem Weg zu gehen.

Der Sieg über die siebtplatzierten Bobcats ist daher ein doppelt wichtiger. Und gesichert wurde er von Deron Williams, dessen Jumper in der Schlussphase den Deckel auf die Partie machte und der in den letzten Spielen ohnehin so auftritt, als sei er seiner Form aus Jazz-Tagen nicht mehr allzu fern. Nach eigener Aussage fühlt sich der Spielmacher fantastisch: "Mein Selbstvertrauen kommt wieder. Und wenn ich selbstbewusst bin, spiele ich meist besser", sagte Williams nach seiner 25-Punkte-8-Assists-Performance.

Charlottes Cheftrainer Steve Clifford wollte den Ausgang der Partie nicht einem einzelnen Spieler zuschreiben: "Die Turnover waren der entscheidende Unterschied in der Partie. Wir hatten einige unerzwungene Ballverluste zu wichtigen Zeitpunkten." Bei einem Verhältnis von 15:7 zu Ungunsten der Bobcats mag man nicht widersprechen.

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