Sonntag, 16.03.2014

NBA-Schlaglichter

Pacers holen irren Rückstand auf

Auch ein 25-Punkte-Rückstand kann die Indiana Pacers nicht stoppen. Gegen Detroit holen sich Paul George und Co. den Sieg in Overtime. Dank der nächsten Monster-Performance von Joakim Noah gewinnen die Bulls gegen Sacramento. Die Hawks und Knicks holen wichtige Siege im Kampf um die Playoffs und Philadelphia stellt einen Franchise-Rekord ein.

Andrew Bynum (M.) und die Indiana Pacers feierten einen irren Sieg gegen Detroit
© getty
Andrew Bynum (M.) und die Indiana Pacers feierten einen irren Sieg gegen Detroit

New York Knicks (27-40) - Milwaukee Bucks (13-53) 115:94 (BOXSCORE)

Die Playoff-Hoffnungen im Madison Square Garden sind weiter am Leben und so groß wie schon lange nicht mehr. Angeführt von Carmelo Anthony fuhren die Knicks ihren 6. Sieg in Folge ein und konnte so auf Platz 9 der Eastern Conference klettern.

"Wir müssen uns wirklich auf die vor uns liegende Aufgabe konzentrieren und die ist immer noch, in die Playoffs zu kommen. Momentan schauen wir nicht auf die kommende Saison", sagte Melo, der 23 Punkte erzielte und 7 Rebounds holte. Neben ihm punkteten noch Tim Hardaway Jr (20), Amar'e Stoudemire (15), J.R. Smith (15) und Iman Shumpert (14) zweistellig.

New York traf 55,3 Prozent aus dem Feld (42/76 FG) und gewährte den Bucks eigentlich zu keinem Zeitpunkt in der Partie eine realistische Siegchance. Pünktlich zur wichtigsten Phase der Saison spielen die Knicks ihren besten Basketball. "Besser spät als nie", meinte Stoudemire.

Milwaukee ist durch diese Niederlage übrigens jetzt auch ganz offiziell ohne Chance auf die Playoffs. Auch die Utah Jazz und die Los Angeles Lakers sind aus dem Playoff-Rennen endgültig eliminiert. Aber wen überrascht das noch.

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Atlanta Hawks (29-35) - Denver Nuggets (29-37) 97:92 (BOXSCORE)

Durch den Lauf der Knicks stehen die Atlanta Hawks gewaltig unter Druck. Gegen Denver wirkte das Team aber zu Beginn besonders motiviert und startete extrem heiß in die Partie. Mit 28:15 entschied Atlanta das erste Viertel für sich und konnte sich kurz nach der Halbzeit einen 21-Punkte-Vorsprung erarbeiten.

Dennoch wurde es noch einmal spannend. "Wir wussten, dass sie nochmal einen Lauf hinlegen würden und mussten einfach zurück zu unserer Aggressivität finden. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir das ganze Spiel aggressiv sein müssen und nicht nur für 36 oder 40 Minuten", sagte DeMarre Carroll nach der Partie.

Der Forward war einer der 5 Starter, die für die Hawks zweistellig punkten konnten. Angeführt wurde die Truppe aber von Paul Millsap mit 24 Punkten und 11 Rebounds. Kyle Korver traf alle seiner 4 Dreier und Jeff Teague kam auf ein Double-Double (15 Punkte und 10 Assists). Dennis Schröder spielte 12 Minuten, traf aber nur 2 seiner 7 Würfe und leistete sich 3 Turnover.

Für die Aufholjagd der Nuggets, darf sich Brian Shaw vor allem bei Kenneth Faried bedanken, der 25 Punkte und 7 Rebounds auflegte und Denver sogar kurz vor Schluss in Führung brachte. Mit einer besseren Leistung von Ty Lawson wäre vielleicht auch der Sieg drin gewesen. Zwar verteilte der Point Guard 11 Assists und schnappte sich 9 Rebounds, an Scoring war für ihn aber nicht zu denken. Er beendete die Partie mit 2 Punkten bei 0 von 12 aus dem Feld.

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Detroit Pistons (25-41) - Indiana Pacers (49-17) 104:112 in OT (BOXSCORE)

Was für ein Spiel der Pacers! Auch von einem zwischenzeitlichen 25-Punkte-Rückstand ließen sich Paul George und Co. nicht entmutigen, schafften es in die Overtime und holten sich den Sieg. George war die komplette Partie über unglaublich kalt von der Dreierlinie (2/10 3FG), kam letztlich aber doch auf 30 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists.

Unterstützung bekam der 23-Jährige von Evan Turner von der Bank (20 Punkte und 5 Rebounds) und David West, der in der Overtime das Spiel in die Hand nahm und 6 seiner 15 Punkte in den Extra-Minuten erzielte.

"Ich bin wirklich stolz auf unsere Jungs", zeigte sich Pacers-Coach Frank Vogel zufrieden. "Ich fand es nicht gut, dass wir in der ersten Hälfte in Rückstand geraten sind, aber wir sind im Spiel geblieben und mit mehr Energie zurückgekommen."

Neben dem Schock der Niederlage, mussten die Fans auch um Andre Drummond bangen. Der Center verließ im ersten Viertel die Partie, nachdem er von Roy Hibbert versehentlich am Kopf getroffen wurde. Aber auch ohne den 20-Jährigen dominierte Detroit die erste Halbzeit, nur um dann das Spiel noch aus der Hand zu geben.

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Philadelphia 76ers (15-51) - Memphis Grizzlies (39-27) 77:103 (BOXSCORE)

Franchise-Rekord eingestellt! Glückwunsch! Gegen die Grizzlies hagelte es für die Sixers die 20. Niederlage in Folge. So eine Misere mussten die Fans in der Stadt der brüderlichen Liebe bereits 1973 erleben. Ein NBA-Rekord ist das aber noch nicht. Um den "bangen" die Cleveland Cavaliers, die 2010/11 26 Spiele hintereinander verloren hatten.

Positives gibt es aber von den Memphis Grizzlies zu berichten: Deren 38 Field Goals gingen 27 Assists voraus und sie versenkten 38 ihrer 70 Wurfversuche aus dem Feld (54,3 Prozent). Wirklich herausragend war kein Akteur der Grizzlies - aber wozu auch, es ging ja gegen Philadelphia.

Außerdem wurden alle Starter geschont, Marc Gasol stand mit 28 Minuten noch am längsten auf dem Parkett. Der Spanier füllte das Boxscore mit 11 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assists, 3 Steals, 2 Blocks und 5 Turnover, zufrieden war er aber definitiv nicht: "Wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen. Aber immerhin ist es besser, als zu verlieren."

Für die Sixers kam Michael Carter-Williams auf 23 Punkte und 8 Rebounds bei guten Wurfquoten (10/16 FG) und auch Thaddeus Young zeigte eine recht ansprechende Leistung (20 Punkte, 7 Rebounds und 6 Steals). Ansonsten sind aber nur noch die negativen Höhepunkte wie die Quoten von James Anderson (2/11 FG), Hollis Thompson (0/5 FG) oder Darius Johnson-Odom (0/5 FG) erwähnenswert.

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Chicago Bulls (37-29) - Sacramento Kings (23-43) 94:87 (BOXSCORE)

Defensive Player of the Year? Wohl eher MVP! Zumindest, wenn es nach den Fans im United Center ging, die Joakim Noah ausgiebig feierten. Und das auch zu Recht. Mit 23 Punkte, 11 Rebounds, 8 Assists und 5 Blocks lieferte der Franzose die nächste Monster-Performance ab und führte die Bulls zum Sieg.

"Das ist für mich nicht wichtig", sagte Noah über die MVP-Rufe des Publikums. "Alles dreht sich momentan um das Team. Wir haben zusammen so viel durchgestanden. Es geht nicht um individuelle Auszeichnungen." Neben Noah machte auch Taj Gibson eine starke Partie (19 Punkte, 9 Rebounds und 6/9 FG).

Eine klare Sache war es aber auch trotz der Leistung von Noah und Gibson nicht. Die Kings um DeMarcus Cousins (25 Punkte, 14 Rebounds und 4 Steals) lieferten Chicago starke Gegenwehr und machten das Spiel spannend. Doch der Vorteil an den Brettern (55:40 Rebounds für Sacramento) bringt nichts, wenn man an der Freiwurflinie versagt. Die Kings verschenkten dort 14 Punkte (23/37 FT) und gaben damit den möglichen Sieg leichtfertig aus der Hand.

Neben Cousins überzeugte auch Isaiah Thomas mit 26 Punkten und 5 Assists. Einen schlechten Abend erlebte dagegen Rookie Ben McLemore, der keinen seiner 7 Würfe von der Dreierlinie traf. Aber von Downtown ging in diesem Spiel sowieso nichts: Die Kings trafen 14,3 Prozent (2/14 3FG) und die Bulls 30 Prozent (6/20 3FG).

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