Das Geheimnis der Pacers-Verteidigung

Defense wins Championships!

Von Philipp Jakob
Samstag, 29.03.2014 | 15:28 Uhr
Roy Hibbert (M.) ist der Anker der besten Defensive in der NBA
© getty
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Mit dem beeindruckenden Sieg gegen die Miami Heat haben die Indiana Pacers ihre Spitzenposition in der Eastern Conference gefestigt. Herausragend war dabei wieder einmal die unglaublich starke Verteidigung der Pacers, die auch am Sonntag gegen die Cleveland Cavaliers überzeugen will. Doch wodurch zeichnet sich die Defense von Indiana aus?

Die Pacers dürfen sich mit Fug und Recht als die Nummer 1 im Osten bezeichnen. Das Team liegt nicht nur mit einer starken Bilanz von 52 Siegen zu 21 Niederlagen auf dem Platz an der Sonne der Eastern Conference, sondern konnte auch durch starke Leistungen zwei Mal gegen die Miami Heat gewinnen.

Das Geheimnis des Erfolges der Pacers liegt dabei ganz eindeutig in der Defensive des Teams von Head Coach Frank Vogel. In beiden Siegen gegen den amtierenden Champion aus Miami hielt man LeBron James, Dwyane Wade, Chris Bosh und Co. bei nur 83 beziehungsweise 84 Zählern.

Wohlgemerkt stellen die Heat die wahrscheinlich beste Offense der gesamten NBA. Normalerweise erzielen die Superstars aus dem Sonnenstaat gut 20 Punkte mehr pro Partie (103,2) und führen die Liga im Offensive Rating mit 109,5 Punkten pro 100 Ballbesitze an.

Die Nummer 1 der Liga

Aber immerhin ist Miami mit seinen Problemen gegen Indiana nicht allein. Frank Vogel hat ein defensives Monster erschaffen, dass die NBA in eigentlich allen relevanten Defensiv-Statistiken anführt.

Die Pacers sind die Nummer 1 im Defensive Rating (der Gegner erzielt 95,5 Punkte pro 100 Ballbesitze), erzwingen die schlechteste gegnerische Feldwurfquote (41,7 Prozent) und die schlechteste gegnerische Effective Field Goal Percentage (45,6 Prozent).

Beyond the Boxscore: So funktionieren die Advanced Stats

Aber wieso schafft es kein Team - nicht die Heat, nicht die Thunder, auch nicht die Clippers - ihre Offensive im Duell gegen Indiana zum Laufen zu bringen?

Roy Hibbert - DPOY?

Einen Grund, einen immens wichtigen Grund, findet man unter dem Korb. Roy Hibbert ist momentan ohne Zweifel der beste defensive Center der kompletten Liga und ein heißer Anwärter auf den Defensive Player of the Year Award.

Der Center ist eigentlich in jeder Verteidigung im Basketball die Schlüsselfigur. Er muss die Defense zusammenhalten und dient als letzter Verteidigungswall vor dem Korb. Sollte ein gegnerischer Guard an seinem Verteidiger vorbeikommen und zum Korb ziehen, dann muss der Center als Hilfe einspringen und den Korb beschützen.

Niemand macht das momentan besser als Hibbert. Das belegen die Statistiken des 27-Jährigen eindrucksvoll. Mit Hibbert unter dem Korb verwandelt der Gegner nur 41,7 Prozent der eigenen Würfe, die direkt am Ring abgegeben werden - also auch Korbleger oder Dunks. Kein Wunder also, dass die Pacers die mit Abstand wenigsten Punkte in der Zone zulassen.

"Zweifellos! Er ist der beste Rim-Protector in der besten Defense der Liga. Ich denke, er sollte den Award gewinnen", schaltete sich auch Vogel in die Diskussion mit ein. "Wenn man sich die Advanced Stats anschaut - es ist noch nicht einmal knapp, wer der beste Rim-Protector ist. Ich wäre sehr enttäuscht, wenn er dieses Jahr nicht gewinnt."

Stichwort: Verticality!

Beeindruckend ist dabei die Art und Weise, wie Hibbert die Gegenspieler verteidigt: Er legt großen Wert darauf, ganz gerade hochzuspringen. Da er so nicht in den Gegenspieler springt, sondern eher umgekehrt, bekommt Hibbert deutlich weniger Fouls gepfiffen als die meisten anderen Center - trotz einer Menge Körperkontakt.

Das macht es für die kleinen, schnellen Guards, die körperlich nicht gegen Hibbert mithalten können, natürlich ziemlich schwierig zu punkten. "Wenn ich zum Korb ziehe, versuche ich ganz oft, möglichst viel Körperkontakt mit dem Big Man herzustellen, um so entweder das Foul zu erzwingen oder zum Ring zu gelangen", sagt zum Beispiel Isaiah Thomas von den Sacramento Kings.

"Aber da er immer gerade hoch steigt, bekommst du zum einen nicht das Foul und zum anderen ist es wirklich schwierig, den Ball über ihn zu werfen." Die Folge: Die gegnerischen Teams versuchen eher ihr Glück mit dem Jumper von weiter draußen, um Hibbert möglichst zu umgehen.

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Genauso stark auf dem Flügel

Genau da kommen Paul George und Lance Stephenson ins Spiel. Die beiden gelten als extrem starke Arbeiter in der eigenen Hälfte und besonders George hat sich den Ruf als einer der Elite-Verteidiger der NBA erarbeitet. Durch ihre Größe und ihre Athletik machen sie das Leben eines jeden gegnerischen Guards beziehungsweise Forwards unglaublich schwer.

Doch nicht nur das Vorbeikommen gestaltet sich unglaublich hart, die Guards der Pacers nehmen ihrem Gegner auch noch erfolgreich den Dreier weg. Nur 34,1 Prozent treffen die gegnerischen Teams von Downtown. Damit befindet sich Indiana auch in dieser Kategorie in der Top 3 der NBA.

Was also übrig bleibt, sind die Mitteldistanzwürfe - und zwar eine Menge davon. Wie Kirk Goldsberry von "Grantland" Ende Januar feststellte, kommen normalerweise 33 Prozent aller Würfe der NBA-Teams aus der Mitteldistanz. Wenn es aber gegen die Pacers geht, dann steigt diese Zahl auf 40 Prozent.

Dabei ist der Jumper aus der Mitteldistanz eigentlich extrem uneffektiv. Die Wurfquote ist aufgrund der längeren Distanz meist schlechter als in Ringnähe, aber es gibt halt nur zwei Punkte im Gegensatz zu den Versuchen von Downtown.

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Alles eine Frage der Einstellung

So einfach ist es also manchmal. Wenn man den Dreier des Gegners und den eigenen Ring gut verteidigt, dann hat man offenbar gute Chancen zu gewinnen. Was gar nicht mal so überraschend klingt, ist aber unglaublich schwierig umzusetzen.

Wie das Beispiel in Indiana zeigt, ist das richtige Personal - unter dem Brett sowie auf dem Flügel - die wichtigste Voraussetzung für eine gute Defense. Das reicht aber bei Weitem nicht. Wichtig ist auch ein guter Coach und ganz besonders: Die richtige Einstellung.

Das Ziel ist die Meisterschaft

Beides ist bei den Pacers vorhanden. Frank Vogel hat ein formidables Team geformt und darf sich die starke Entwicklung von Spielern wie George und Stephenson auch auf seine Kappe schreiben. Mehr noch: Er kann seine Spieler für die doch eher als unattraktiv geltende Arbeit in der Defense begeistern.

"Wenn Du eine Mannschaft sehen willst, die jeden Abend da raus geht und so intensiv in der Defense spielt wie Du es noch nie gesehen hast, dann schau Dir unser Team an", sagte Vogel voller Stolz, nachdem Indiana am 10. Januar die Washington Wizards mit nur 66 Punkten wieder nach Hause geschickt hat.

"Sie kümmern sich um die Verteidigung, sie haben Spaß damit. Sie arbeiten zusammen und halten den Mitspielern den Rücken frei." Der Zusammenhalt im Team ist dementsprechend groß, alle folgen nur einem Ziel: Der Meisterschaft.

Erst in den Playoffs zählt es

Auch eine kleine Negativ-Serie wie zuletzt kann die Pacers nicht so richtig aus der Bahn werfen. Das hat die beeindruckende Leistung gegen Miami vor einigen Tagen gezeigt. Keine Frage, dass diese Mannschaft in den Playoffs alles geben wird - besonders in der Defensive.

Schon in der letzten Saison konnte man die Heat in den Eastern Conference Finals bis zu einem entscheidenden Spiel 7 zwingen. Gleiches ist auch dieses Jahr nicht ausgeschlossen, vielleicht ist sogar noch mehr drin. Man sagt ja nicht umsonst: Defense wins Championships!

Die Indiana Pacers im Überblick

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