Samstag, 15.03.2014

Toronto Raptors - Memphis Grizzlies 99:86

Toronto siegt dank Schlussspurt

In einer unglaublich intensiven Partie können sich die Toronto Raptors (37-27) mit 99:86 (BOXSCORE) gegen die Memphis Grizzlies (38-27) durchsetzen. Mit starker Defense und guten Leistungen von Kyle Lowry und Jonas Valanciunas lassen die Raptors bereits im März Playoff-Stimmung in Toronto aufkommen.

Kyle Lowry (M.) führte die Toronto Raptors mit einer starken Leistung zum Sieg
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Kyle Lowry (M.) führte die Toronto Raptors mit einer starken Leistung zum Sieg

Ein 19:6-Lauf in den letzten gut fünf Minuten entschied letztendlich das Spiel zugunsten der Raptors, bei denen besonders Kyle Lowry und Jonas Valanciunas hervorstachen. Der Point Guard kratzte mal wieder an einem Triple-Double (22 Punkte, 12 Assists und 7 Rebounds), während der Litauer 23 Punkte (11/15 FG) erzielte und sich 9 Rebounds schnappte.

Lowry leistete sich zudem keinen einzigen Turnover, ganz im Gegensatz zu DeMar DeRozan. Der 24-Jährige hatte gegen Tayshaun Prince einen schweren Stand und kam überhaupt nicht zum Zuge. 4 Mal gab er den Spalding aus der Hand, holte sich keinen Rebound und verteilte nur 2 Assists. Dank einer guten Freiwurfquote (7/8 FT) kam er aber dennoch auf 16 Punkte.

Auf Seiten von Memphis enttäuschte besonders Mike Conley (10 Punkte, 6 Assists). Aber auch Marc Gasol (8 Punkte, 3 Rebounds, 5 Assists und 4 Blocks) hat schon bessere Spiele gezeigt und konnte die Dominanz der Grizzlies in der Zone (50:34 für Memphis) nicht richtig ausnutzen. Zach Randolph mit 16 Punkten und 8 Rebounds, sowie Nick Calathes (11 Punkte, 8 Rebounds und 3/3 FG) und Tony Allen (10 Punkte) waren noch die besten Grizzlies.

Die Reaktionen:

Greivis Vasquez (Raptors): "Ich und Kyle spielen gut zusammen, wir verstehen uns sehr gut. Wir haben zwei Jungs, die passen und jeden anderen Spieler besser machen können und Kyle punktet momentan ziemlich gut. Es macht Spaß mit jemandem zu spielen, der so heiß ist wie er."

Kyle Lowry (Raptors) über Jonas Valanciunas: "JV hat sich heute einiges an Respekt verdient, so wie er heute gespielt hat. Er hat gekämpft und gegen Zach Randolph großartig verteidigt."

Mike Conley (Grizzlies): "Das ist enttäuschend. Wir haben sehr guten Basketball gespielt, wir haben alles sehr gut umgesetzt."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Conley, Courtney Lee, Prince, Randolph und Gasol starten für die Gäste. Auf Seiten von Toronto gibt es ebenfalls keine Überraschungen: Lowry, DeRozan, Terrence Ross, Amir Johnson und Valanciunas stehen zu Beginn auf dem Parkett.

6.: Schön ist was anderes. Beide Teams haben mit den zu erwartenden Problemen in der Offensive zu kämpfen. Bisher ist eigentlich kein Offensiv-Fluss zu erkennen - 10:10.

10.: Die Grizzlies haben bisher 12 ihrer 18 Punkte in der Zone erzielt und mussten sich jeden einzelnen davon hart erkämpfen. Aber sie selbst machen es den Raptors nicht gerade leichter - 19:14 Memphis.

17.: Die Raptors versuchen, das Spiel ein bisschen schneller zu machen, um so einfache Transition-Punkte zu erzielen. Bisher aber nur mit mäßigem Erfolg - 34:28 Memphis.

24.: Trotz der andauernden Dominanz der Grizzlies in der Zone kann Toronto kurz vor der Halbzeit die Führung übernehmen. Vor allem dank Greivis Vasquez, der mit seinen 12 Punkten für die so wichtige offensive Gefahr bei den Raptors sorgt - 45:44 Raptors!

29.: Memphis kommt besser aus der Kabine und startet mit einem 7:0-Lauf. Aber es geht weiter wie in der ersten Hälfte: Die Raptors lassen sich einfach nicht abschütteln - 57:54 Memphis.

33.: Lowry nimmt so langsam an Fahrt auf: 8 Punkte und 4 Assists allein in diesem Viertel. Damit führt er die Raptors zu deren größten Vorsprung im Spiel - 65:59 Toronto.

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39.: Die Bank der Grizzlies bringt Memphis wieder heran. Angeführt von Nick Calathes (11 Punkte, 7 Rebounds und 3/3 FG) entscheiden die Reservisten das Duell der Bänke bisher mit 33:14 für sich - 76:75 Memphis.

43.: Jetzt ist auch die Halle da! Vasquez reißt erst mit einem Dreier und dann mit einem Steal und anschließenden Korbleger inklusive Foul die Fans von ihren Sitzen - 85:80 Raptors.

45.: Und da ist DeRozan. Den ganzen Abend wird er von Tayshaun Prince kalt gestellt, aber in den wichtigen Situationen ist er da. Der 24-Jährige wird stark an der Dreierlinie frei gespielt und trifft zum ersten Mal von Downtown - 90:80 Toronto!

48.: Der starke Lowry setzt mit einem Dreier den famosen Schlusspunkt auf diese Partie mit Playoff-Charakter. Mit einem 19:6-Lauf in den letzten gut fünf Minuten fährt Toronto den Sieg ein - 99:86 Raptors.

Toronto Raptors vs. Memphis Grizzlies: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kyle Lowry. Der Point Guard der Toronto Raptors ist definitiv der teaminterne MVP dieser Saison. Das stellte der 27-Jährige auch gegen Memphis wieder einmal unter Beweis. Einerseits ist er unglaublich wichtig für den Spielaufbau, aber auf der anderen Seite funktioniert er auch als Ablenkung für die Verteidigung. Einige Male sahen sich die Grizzlies gezwungen, das Double-Team auf Lowry zu schicken, was dieser aber immer wieder durch den starken Pass zum offenen Mitspieler umgehen konnte.

Der Flop des Spiels: Mike Conley. Keine Frage, wer das Point-Guard-Duell für sich entscheiden konnte. Conley war die gesamte Partie über total unauffällig und wurde von Lowry jederzeit kontrolliert. Der 26-Jährige traf nur 4 seiner 12 Würfe aus dem Feld und erzielte letztendlich 10 Punkte. Viel zu wenig für den Spielmacher der Grizzlies, auch wenn man ihn für seine Arbeit am Brett loben muss (6 Rebounds).

Das fiel auf:

  • Gegen die anfängliche Dominanz der Grizzlies in der Zone hatten die meisten Spieler der Raptors nicht viel entgegenzusetzen - außer Jonas Valanciunas. Nach den ersten 12 Minuten hatte der Litauer bereits 10 Punkte auf dem Konto (5/8 FG) und überzeugte durch sein vielseitiges Spiel. Egal ob im Post gegen Zach Randolph, nach dem Pick-and-Roll oder mit dem Jumper, für den 21-Jährigen lief es von Beginn an wie geschmiert.
  • Während DeMar DeRozan von der starken Grizzlies-Verteidigung komplett in Schach gehalten wurde und Terrence Ross mit zwei Fouls schon früh in der Partie auf der Bank Platz nehmen musste, konnte Greivis Vasquez richtig auftrumpfen. Der 27-Jährige sorgte mit seinen 12 Punkten in der ersten Halbzeit für die auf Seiten der Raptors so dringend benötigte Offensiv-Gefahr. Nicht nur im Scoring, sondern auch im Ballhandling und Spielaufbau (3 Assists und 0 Turnover) konnte er überzeugen.
  • Defensive Player of the Year seit 1983
    1983 & 1984: Sidney Moncrief (G, Milwaukee Bucks)
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    1983 & 1984: Sidney Moncrief (G, Milwaukee Bucks)
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    1985 & 1989: Mark Eaton (C, Utah Jazz)
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    1985 & 1989: Mark Eaton (C, Utah Jazz)
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    1986: Alvin Robertson (G, San Antonio Spurs)
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    1986: Alvin Robertson (G, San Antonio Spurs)
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    1987: Michael Cooper (G/F, Los Angeles Lakers)
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    1987: Michael Cooper (G/F, Los Angeles Lakers)
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    1988: Michael Jordan (G, Chicago Bulls)
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    1988: Michael Jordan (G, Chicago Bulls)
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    1990 & 1991: Dennis Rodman (F, Detroit Pistons)
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    1990 & 1991: Dennis Rodman (F, Detroit Pistons)
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    Links: David Robinson (1992, C, San Antonio Spurs) Rechts: Hakeem Olajuwon (1993 & 1994, C, Houston Rockets)
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    Links: David Robinson (1992, C, San Antonio Spurs) Rechts: Hakeem Olajuwon (1993 & 1994, C, Houston Rockets)
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    1995: Dikembe Mutombo (C, Denver Nuggets)
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    1995: Dikembe Mutombo (C, Denver Nuggets)
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    1996: Gary Payton (G, Seattle SuperSonics)
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    1996: Gary Payton (G, Seattle SuperSonics)
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    1997 & 1998: Dikembe Mutombo (C, Atlanta Hawks)
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    1997 & 1998: Dikembe Mutombo (C, Atlanta Hawks)
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    1999 & 2000: Alonzo Mourning (C, Miami Heat)
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    1999 & 2000: Alonzo Mourning (C, Miami Heat)
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    2001: Dikembe Mutombo (C, Philadelphia 76ers)
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    2001: Dikembe Mutombo (C, Philadelphia 76ers)
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    2002, 2003, 2005, 2006: Ben Wallace, Detroit Pistons
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    2004: Ron Artest (F, Indiana Pacers)
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    2004: Ron Artest (F, Indiana Pacers)
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    2007: Marcus Camby (C, Denver Nuggets)
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    2007: Marcus Camby (C, Denver Nuggets)
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    2008: Kevin Garnett (F, Boston Celtics)
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    2008: Kevin Garnett (F, Boston Celtics)
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    2009 - 2011: Dwight Howard (C, Orlando Magic)
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    2009 - 2011: Dwight Howard (C, Orlando Magic)
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    2012: Tyson Chandler (C, New York Knicks)
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    2012: Tyson Chandler (C, New York Knicks)
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    2013: Marc Gasol (C, Memphis Grizzlies)
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    2013: Marc Gasol (C, Memphis Grizzlies)
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    2014: Joakim Noah (C, Chicago Bulls)
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    2015 und 2016: Kawhi Leonard (SF, San Antonio Spurs)
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    2015 und 2016: Kawhi Leonard (SF, San Antonio Spurs)
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  • Die Grizzlies zeigten zwar mal wieder eine sehr starke Defensiv-Leistung, aber in der Offensive hatte auch das Team von David Joerger Probleme. Gasol, Randolph und Co. dominierten immerhin noch die Zone (50:34), doch da Memphis von der Dreierlinie partout für keine Gefahr sorgen konnte, wurde es auch für die Big Men der Grizzlies schwierig. Miller und Lee trafen die beiden einzigen Dreier, insgesamt versuchte es Memphis 8 Mal. Das ist zu wenig, um das eigene Post-Game zu entlasten.
  • Tayshaun Prince lieferte eine ganz starke Partie ab. Vor allen Dingen seine Verteidigung gegen DeRozan war klasse. Der Raptors-Guard konnte den 34-Jährigen zu keinem Zeitpunkt in der Partie abschütteln und hatte bei jedem Wurfversuch die Hand von Prince direkt im Gesicht. Offensiv lief es dagegen nicht ganz so gut. Doch auch wenn der Wurf einfach nicht fallen wollte (2/8 FG), sein Auftreten gegen DeRozan war schon recht beeindruckend.
  • In den letzten gut fünf Minuten der Partie legten die Raptors in der Verteidigung noch mal einen Zahn zu und ließen in dieser Zeitspanne nur 6 Punkte von Memphis zu. Mit dieser starken Leistung in der entscheidenden Phase des Spiels, konnte das Team von Coach Dwane Casey letztlich den Sieg einfahren.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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