Sonntag, 16.03.2014

Miami Heat - Houston Rockets 113:104

Revanche! Miami ringt Houston nieder

Mit 113:104 ringen die Miami Heat (45-19) die Houston Rockets (44-22) nieder und bringen den Texanern damit die dritte Niederlage in Folge dabei. Dabei lief der Meister im Schlussviertel zunächst Gefahr, den Anschluss zu verlieren, konnte sich allerdings auf Dwyane Wade und Ray Allen verlassen.

Dwyane Wade (l.) führte die Miami Heat zum Sieg über die Houston Rockets
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Dwyane Wade (l.) führte die Miami Heat zum Sieg über die Houston Rockets

Die Revanche ist gelungen. Nachdem die Niederlage in Houston vor knapp zwei Wochen für Miami noch der Auftakt zu fünf Pleiten aus sechs Spielen war, schlug der Meister diesmal zurück. Dabei ließen sich die Heat auch von einem starken Run der Rockets zu Beginn des Schlussviertels nicht aus der Ruhe bringen.

LeBron James (24 Punkte, 8/17 FG) kühlte nach starkem Beginn zwar merklich ab, vor allem Dwyane Wade (24 Punkte, 10/15 FG) und Ray Allen (25 Punkte, 7/11 FG) sprangen jedoch für den amtierenden MVP ein. Topscorer der Partie war dennoch James Harden (30 Punkte), Dwight Howard erzielte mal wieder ein Double-Double (21 Punkte, 14 Rebounds).

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Erik Spoelstra möchte Dwight Howard offenbar ein wenig Masse entgegenstellen. Greg Oden startet für die Heat. An der Seite des Centers stehen Mario Chalmers, Dwyane Wade, LeBron James und Chris Bosh zum Tipoff auf dem Parkett.

Nichts Neues dagegen bei den Rockets. Patrick Beverley, James Harden, Chandler Parsons, Terrence Jones und Howard bilden die gewohnte Starting Five.

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5.: Unfassbarer Beginn! Ein schlechter Pass hier, eine Unachtsamkeit da - Turnover folgt auf Turnover. Bei beiden Teams. Den letzten nutzt Chalmers zum Transition-Layup. Jones antwortet per Babyhook - 10:8 Miami!

9.: Bosh weiß mittlerweile einfach, wie der Dreier zu werfen ist. Der Vierer trifft von draußen. Harden marschiert kurz darauf zwar an die Linie, doch Bosh stellt sein Arsenal an Postmoves unter Beweis. Schöner Spin. Zwei Punkte - 24:21 Miami!

14.: Bei Lin läuft's! Im ersten Viertel traf Houstons Backup-Playmaker den And-One, die zweiten zwölf Minuten eröffnet er mit einem Dreier. Im nächsten Versuch wird Lin bei ablaufender Shotclock allerdings zum wilden Wurf gezwungen. Die Heat lassen den Ball deutlich besser laufen, finden Shane Battier in der Ecke. Splash! - 35:31 Miami!

19.: Die Heat haben in der Defense ein wenig angezogen. Diesmal bringen die Rockets den Ball nicht mal während der vorgeschriebenen fünf Sekunden zurück ins Feld. LeBron trifft dagegen den ganz wilden Jumper mit Ablauf der Shotclock - 42:33 Heat!

23.: Houston ist mittlerweile wieder besser drin. Jones steht in der Ecke nicht völlig frei, steigt dennoch hoch - und trifft den Dreier - 54:50 Heat!

24.: Patrick Beverley, PATRICK BEVERLEY, lässt die komplette Defense stehen, zieht mit Nachdruck in die Zone und drückt Bosh den Slam ins Gesicht. Nicht übel - 57:54 Miami!

29.: Parsons klaut hinten den Ball und schließt vorne per Dunk ab. Die Heat besitzen mittlerweile jedoch ihren ganz persönlichen Dreierspezialisten. Bosh trifft mal wieder Downtown - 68-63 Heat!

35.: Die Rockets sind wieder da, führen sogar kurz. Allen packt jedoch den Runner aus. Im Gegenzug schnappen sich die Rockets jedoch gleich zwei Mal den Offensivrebound. Am Ende steht Howard am Korb völlig freu und drückt den Spalding durch die Reuse - 76:74 Houston!

40.: Der Floater und Beverley pflegen heute eine besonders innige Beziehung. Erneut trifft Houstons Point Guard. Auf der anderen Seite antwortet Wade jedoch mit dem And-One - 92:92!

44.: Beverley macht ein sensationelles Spiel. Nach schönem Ballmovement der Rockets steht der Einser am Perimeter völlig frei. Klare Konsequenz: Drei weitere Punkte für Houston - 102:99 Rockets!

46.: Der Meister ist zurück. In den letzten knapp drei Minuten haben die Heat einen 10:0-Run gestartet. Und jetzt räumt Bosh auch noch Beverley ab - 108-102 Miami!

Miami Heat vs. Houston Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Dwyane Wade war bereits während der zuletzt durchwachsenen Spiele der Heat Miamis große Konstante. Und auch diesmal konnte sich der Meister wieder auf seinen Shooting Guard verlassen. Speziell, als Houston Mitte des Schlussviertels davonzuziehen drohte, LeBron bei der Rockets-Defense in besten Händen war, hielt Wade dagegen und Miami im Spiel. Am Ende kam Flash auf effektive 22 Punkte (10/15 FG) und 7 Assists.

Der Flop des Spiels: Die Rockets brauchen Jeremy Lin. Gegen Miami war Houstons Sixth Man allerdings kaum präsent. Lin traf schlecht aus dem Feld (2/7 FG) und verlieh der Offense der Rockets kaum Struktur. Zu allem Überfluss verlor er Ray Allen auch noch deutlich zu oft aus den Augen.

Das fiel auf:

  • Gegen Miami hat im Grunde jedes Team mit brauchbarem Center einen Vorteil in der Zone - und die Rockets können immerhin Dwight Howard anbieten. Wohl auch deshalb verlegte Houston seine Offense zu Beginn vermehrt in die Zone. Im Grunde scorten einzig Howard und Terrence Jones. Zwischenzeitlich verfielen die Texaner jedoch wieder in alte Muster. Immer seltener wurde der Pass in den Lowpost gesucht, dafür umso häufiger der Wurf von draußen. Als Houston seinem Spiel wieder eine bessere Balance aus Inside-Scoring und Outside-Shooting verpasste, bekamen die Heat allerdings zusehends Probleme.
  • Erik Spoelstra bot zunächst nicht nur Greg Oden gegen Dwight Howard auf, er stellte in den ersten Minuten auch LeBron James gegen James Harden. Wahrscheinlich, umHoustons Topscorer nicht so recht seinen Rhythmus finden zu lassen. Und es gelang - jedenfalls halbwegs. Harden begann unauffällig, wie so häufig holte er sich seine Sicherheit jedoch an der Linie und lief, je länger das Spiel dauerte, immer heißer.
  • LeBron James ist für die Rockets eigentlich ein absoluter Matchup-Albtraum. Im Grunde haben sie keinen effektiven One-on-One-Verteidiger für den amtierenden MVP. Diesmal durfte sich größtenteils Chandler Parsons versuchen. Angesichts LeBrons physischen Vorteilen hatte er im Eins-gegen-Eins zunächst zwar wenig entgegenzusetzen, allerdings machte Parsons die Passwege häufig geschickt zu und ließ James so teils erst gar nicht an den Ball kommen. Sobald LeBron in Lowpost-Nähe angespielt wurde, bewegte sich Dwight Howard zudem häufig in Richtung der beiden Forwards, um Parsons im Ernstfall aushelfen zu können.
  • Allgemein stellte sich Houstons Defense immer besser auf James ein. Je länger das Spiel dauerte, desto besser fand sich Parsons zurecht und biss sich ins Duell. Zudem doppelte Houston immer wieder effektiv, rotierte nach Blöcken gut und machte James das Leben so zusehends schwer.
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    1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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    1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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    2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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    2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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    2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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    2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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    2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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    2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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    2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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    2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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    2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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    2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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    2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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    2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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    2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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  • Die Heat attackierten zunächst konsequent die Zone. Immer wieder wurde der Weg Richtung Brett gesucht. Das funktionierte auch (40 Punkte in der Zone), allerdings hatten die Schützen zunächst Probleme, ihren Wurf zu finden. Selbst offenste Dreier wurden vergeben. So brachten James' starke Kickout-Pässe am Ende zu selten den eigentlich verdienten Erfolg. Als Ray Allen dann allerdings immer heißer lief (4/6 3FG), funktionierte auch das Spacing der Heat deutlich besser, was Houstons Defense wiederum vor einige Probleme stellte.
  • Ray Allen ist noch nicht zu alt für NBA-Basketball. Mr. Shuttlesworth drehte im letzten Viertel noch mal auf, traf insgesamt starke 7 seiner 11 Würfe, darunter 4 von 6 aus der Distanz, und war damit ein wichtiger Faktor während Miamis Run in den finalen Minuten.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Max Marbeiter

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Max Marbeiter(Redaktion)

Max Marbeiter, Jahrgang 1984, ist seit 2012 bei SPOX.com. Während seines Anglistik- und Politikstudiums in Erlangen knapp 3 Jahre lang freier Mitarbeiter bei kicker.de und im Anschluss an ein Praktikum auch einige Monate in der Lokalsportredaktion der Süddeutschen Zeitung. Bei SPOX.com festes Mitglied im Basketball-Ressort. Neben Texten zur NBA zählt der europäische Basketball zum Hauptaufgabenbereich.

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