Chicago Bulls - Houston Rockets 111:87

Rockets erleben Debakel in Chicago

Von Martin Gödderz
Freitag, 14.03.2014 | 03:15 Uhr
Dwight Howard (l.) zog im Duell der Center gegen Joakim Noah den Kürzeren
© Getty
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Was für eine Leistung der Chicago Bulls (36-29)! Gleich von Beginn an haben Joakim Noah und Co die müde wirkenden Houston Rockets (44-21) unter Kontrolle. In der zweiten Halbzeit überrollt Chicago den Kontrahenten aus dem Westen vollständig und siegt am Ende mit 111:87 (BOXSCORE).

Nur 3 Spiele hatten die Houston Rockets bislang gegen Teams aus dem Osten verloren, kein Team in der NBA verlor seltener gegen Teams aus der Eastern Conference. Gegen die Bulls kam nun die vierte Niederlage dazu. Lediglich Jeremy Lin (21 Punkte, 7/13 FG) lieferte ein ordentliches Spiel ab. Dwight Howard kam beinahe auf ein Triple-Double (12 Punkte, 10 Rebounds, 7 Turnover).

James Harden (8 Punkte, 2 Assists) war nahezu unsichtbar, für Chandler Parsons (2 Punkte, 1/11 FG) war der Korb der Bulls wie zugenagelt und auch Patrick Beverley (9 Punkte, 3/9 FG) konnte in seiner Heimat nicht mit der gewohnt intensiven Defensive glänzen.

Dafür erlebten die Bulls allesamt einen bärenstarken Abend. Angeführt von einem abermals überragenden Joakim Noah(13 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists) erarbeitete sich Chicago schon früh eine solide Führung, ehe Mike Dunleavy den Sieg mit 21 Punkten (alle in der 2. Hälfte) zu einem Blowout machte.

Die Bulls verwandelten phänomenale 14 von 24 Dreier. Neben Dunleavy trafen vor allem Kirk Hinrich (19 Punkte, 5/6 Dreier) und D.J. Augustin(13 Punkte, 5/9 FG) hochprozentig aus dem Feld. Jimmy Butler kam auf 11 Punkte und 5 Assists, Carlos Boozer erzielte 18 Punkte un 9 Rebounds.

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Die Reaktionen:

Mike Dunleavy (Chicago Bulls): "Ich wusste direkt, dass ich zurückkomme, sobald die Wunde genäht worden ist. Es war schon ein ziemlicher harter Schlag, mein Nacken schmerzt auch und ich habe Symptome eines Schleudertraumas, weswegen wir ein bisschen besorgt sind, aber trotzdem habe ich mich offensichtlich gut gefühlt in der zweiten Hälfte.

Joakim Noah (Chicago Bulls): "Ich denke, er hat uns inspiriert. Er hatte diesen großen Cut am Auge und sah ein wenig wie die weiße Version von Evander Holyfield aus als er rauskam und sich ein neues Jersey anzog. Es war sehr beeindruckend und es sagt sehr viel über den Charakter dieses Teams aus. So etwas habe ich noch nie gesehen, dass einer so umgehauen wurde wie er."

Kevin McHale (Trainer Houston Rockets): "Wir waren nicht bereit, als wir ins Spiel gegangen sind. Ich habe keine Idee, warum. Da müssen Sie das Team fragen. Wir haben weder offensiv noch defensiv ins Spiel gefunden. Wir sind spaziert, nicht gelaufen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Tom Thibodeau setzt auf bewährtes Spielermaterial. Zum neunten Mal in Folge gehen Hinrich, Butler, Dunleavy, Boozer und Noah von Beginn an aufs Feld. Auch Kevin McHale vertraut auf das Lineup, das im März erst ein Spiel verloren hat. Beverley, Harden, Parsons, Jones und Howard bilden die Starting 5.

4.: Das geht mal anständig los. Boozer setzt von der Freiwurflinie zum Highlight-Dunk an, aber Howard räumt ihn mit einem Monster-Block aus dem Weg. Joakim Noah klaut den Ball aber umgehend, bedient Carlos Boozer und der verwandelt im zweiten Versuch jetzt einfach per Korbleger. 10:4 Bulls.

12.: Die Rockets erhöhen angeführt von Jeremy Lin die Pace und starten einen 7:0-Lauf. Doch die Bulls bleiben im Angriff effektiv. Jimmy Butler wird von D.J. Augustin bedient und zieht mit raumgreifenden Schritten in die Zone. Korbleger. Drin. 23:18 Bulls.

17.: Parsons zieht zum Korb, wo sich Dunleavy in den Weg stellt und von Parsons Ellenbogen umgehauen wird. Offensivfoul. Sofort blutet Dunleavy stark am Auge und muss schnell in die Umkleide. Das sieht richtig übel aus. Rookie Tony Snell springt für Dunleavy ein und versenkt auf der Gegenseite den Floater. 31:24 Bulls.

24.: Howard rückt immer mehr in den Fokus. Erst leistet er sich ein Offensivfoul und erhält dann zusätzlich das technische Foul wegen Meckerns. Danach versenkt er aber zwei schöne Putback-Dunks. Auf der Gegenseite glänzt Joakim Noah wieder mit Passkünsten. Aus der Zone spielt er raus zum freistehenden Hinrich. Der versenkt den Dreier. 50:42 Bulls.

27.: Die Bulls kommen so richtig heiß aus der Umkleide. Der mit 10 Stichen genähte Dunleavy wirft sich gleich wieder Harden in den Weg und zieht das Offensivfoul. Noah bedient wieder Hinrich, der den nächsten Dreier verwandelt. Dann leistet sich Howard das nächste Offensivfoul gegen Noah. Der Ball geht wieder nach vorne zu Dunleavy. Der Dreier sitzt. Auszeit Rockets. 60:42 Bulls.

32.: Die Rockets fallen völlig zusammen. Mike Dunleavy trifft Jumper um Jumper. Harden leistet sich in der Offensive den Schrittfehler und auf der Gegenseite versenkt Boozer den Wurf aus der Mitteldistanz mit dem Buzzer der Wurfuhr. 72:46 Bulls. Joakim Noah steht unter MVP-Rufen an der Freiwurflinie. Was für ein Schlachtfest.

36.: Dunleavy mit dem nächsten Dreier. Was haben sie mit dem Kerl eigentlich beim Nähen seiner Wunde gemacht? Der Small Forward spielt wie ausgewechselt und trifft nahezu alles. Das Spiel ist durch. Gegen diese phänomenale Bulls-Defense werden die Rockets keine 27 Punkte mehr aufholen. 85:58 Bulls.

40.: Thibodeau denkt natürlich nicht dran, irgendeinen Starter auf die Bank zu setzen. Also dürfen wir dabei zusehen, wie Joakim Noah aus der Mitteldistanz seine Punkte 10 und 11 versenkt und sich auf dem Weg zum Triple-Double befindet oder wie Mike Dunleavy weiter munter Dreier versenkt. 94:70 Bulls.

47.: It's Jimmertime! Unter dem Beifall des United Centers kommt Jimmer Fredette ins Spiel und verwandelt gleich mal einen Dreier. Jetzt feuert das Publikum nur noch Noah an, der lediglich eine Vorlage braucht, um auf ein Triple-Double zu kommen. 105:83 Bulls.

Chicago Bulls vs. Houston Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Mike Dunleavy. Was für eine Geschichte! Im zweiten Viertel wurde Dunleavy so unglücklich von Parsons Ellenbogen erwischt, dass er wild blutend das Feld verließ. Das hinderte ihn allerdings nicht daran, mit 10 Stichen genäht, sich wieder aufs Feld zu stellen und im zweiten Durchgang mit 21 Punkten und 4 von 6 verwandelten Dreier dafür zu sorgen, dass der Bulls-Sieg zum Blowout wurde.

Dunleavy stellte die Rockets gemeinsam mit Hinrich aus der Distanz vor unlösbare Probleme. Beeindruckend, wie er trotz Kopfverletzung weiter Offensivfouls zog. Auch er profitierte natürlich vom abermals sehr umsichtigen Joakim Noah (9 Assists).

Der Flop des Spiels: James Harden. Der Shooting Guard ist derzeit einer der heißesten Spieler der NBA. Oder muss man nach diesem Spiel vielmehr sagen, er war einer der heißesten Spieler? Die Bulls-Defensive stellte Harden komplett kalt. Der Rockets-Star kam kaum an den Ball, konnte nie aus seinen bevorzugten Situationen agieren und erhielt keinen einzigen offenen Dreier.

Teilweise kam der Eindruck auf, als scheue Harden sich, die Verantwortung zu übernehmen. 2 Assists standen am Ende 5 Ballverluste, eine miserable Wurfquote (2/7 FG) und nur 8 Punkte gegenüber. Außer Jeremy Lin erreichte kein Rocket Normalfrom.

Das fiel auf:

  • Die Bulls hatten von Beginn an die volle Kontrolle über das Spiel. Die Offensive der Rockets sah fürchterlich aus. Keine flüssigen Spielzüge, viele Würfe mit später Wurfuhr aus schlechten Positionen. Chicagos Defense war sofort da und ließ den Rockets keine Luft zum Atmen. Erst nach 8 Minuten im ersten Viertel gab es die ersten einfachen Punkte (Howards Alley-Oop-Dunk im Fastbreak).
  • Mit der Hereinnahme von Jeremy Lin fand die Houston-Offensive etwas besser ins Spiel. Der Point Guard brachte die benötigte Pace in den Angriff der Rockets. Trotzdem arbeiteten die Bulls weiter gut an beiden Enden des Feldes, erlaubten bis zur Halbzeit nur eine Wurfquote von 34 Prozent und schossen selbst vor allen Dingen sehr effektive 53 Prozent, was in Chicago nicht an der Tagesordnung ist. Die hohe Trefferquote und gleichzeitig niedrige Turnoverzahl begünstigte natürlich die Bulls-Defense. Die im Fastbreak so starken Rockets konnten kaum Schnellangriffe ausspielen und waren dazu gezwungen, aus dem Halbfeld zu agieren.
  • Dass die Rockets zur Halbzeit noch halbwegs im Spiel waren, lag vor allen Dingen daran, dass sie gerade dank Howard am offensiven Brett dominierten. Der Center fing viele Fehlwürfe ab und sorgte für eine Reihe an Second-Chance-Points. Das lag wiederum daran, dass mit Jimmy Butler und Taj Gibson früh zwei wichtige, agile Spieler der Bulls in Foulprobleme gerieten, weil Houstons Motiejunas gegen beide Offensivfouls erzwang. Gerade Gibson fehlte in der Verteidigung gegen Howard.
  • Nach der Pause drehten die Bulls noch weiter auf und entschieden das Spiel schnell mit einem 19:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels. Offensiv war das wohl eines der besten Bulls-Spiele in dieser Saison. Am Ende ging 35 der 43 Treffer ein Assists voraus - ein herausragender Wert. Immer wieder fand sich einer der Bulls-Schützen am Perimeter frei vor. Das ligaweit fünftschlechteste Team im Verwandeln von Dreiern traf sagenhafte 14 seiner 24 Distanzwürfe (58,3 Prozent). Dunleavy, Hinrich, Augustin - angeführt von Floor General Noah befanden sich alle Bulls-Schützen in Hochform.
  • Rockets-Coach Kevin McHale äußerte vor dem Spiel noch, dass Joakim Noah für ihn in diesem Jahr die Trophäe für den besten Defensivspieler der Saison erhalten sollte und das obwohl er mit Dwight Howard einen dreifachen Defensive Player of the Year in seinen Reihen hat. Howard sah sich davon wohl angestachelt und blockte 4 Schüsse. Gegen den Dreierregen und die Mitteldistanzwürfe von Boozer war aber auch er machtlos. Noah stellte ihn trotzdem in den Schatten. Der Bulls-Center hielt wieder einmal ein beeindruckendes Defensiv-Gebilde zusammen.
  • Patrick Beverley erlebte ebenfalls einen gebrauchten Abend bei seinem ersten NBA-Spiel in seiner alten Heimat, zu der er noch immer sehr verbunden ist. Etliche Freunde sahen allerdings, wie Beverley offensiv nichts traf und defensiv nach dem Superstar-Point-Guard suchte, den er in den Wahnsinn treiben kann. Leider fand er hier niemanden bei den Bulls vor.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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