Freitag, 21.02.2014

NBA-Schlaglichter

Overtime-Thriller in Oakland

Bei den Golden State Warriors und den Houston Rockets gibt es erst nach der Overtime einen Sieger. Stephen Curry mit seinem Clutch-Dreier und Jermaine O'Neal mit seinem Monster-Block sorgen dafür, dass es sich dabei um die Warriors handelt. Und: Die Denver Nuggets haben dank Kenneth Faried keine allzu großen Probleme mit den Milwaukee Bucks.

Jermaine O'Neal dreht die Zeit zurück und lässt Chandler Parsons keine Chance am Ring
© getty
Jermaine O'Neal dreht die Zeit zurück und lässt Chandler Parsons keine Chance am Ring

Milwaukee Bucks (10-44) - Denver Nuggets (25-28) 90:101 (BOXSCORE)

Kenneth Faried ist eigentlich nicht allzu sehr für seine Fähigkeiten in der Offensive bekannt, doch beim Sieg gegen die Bucks sorgte er genau in diesem Bereich für Aufsehen. Mit 26 Punkten (11/15 aus dem Feld) zeigte der 24-Jährige eine der besten Offensiv-Leistungen seiner Karriere.

So scorte er nicht nur mit Tip-In-Dunks oder nach Offensiv-Rebounds wie sonst üblich, vielmehr beeindruckte Faried mit einigen sehr schön anzuschauenden Post-Moves. Neben der guten Leistung von Faried überzeugten auch Wilson Chandler (15 Punkte), J.J. Hickson (14 Punkte und 10 Rebounds), Randy Foye (12 Punkte und 10 Assists) sowie Timofey Mozgov (14 Punkte und 9 Rebounds).

Insgesamt kann Nuggets-Coach Brian Shaw also auf eine gute Teamleistung blicken, sein Fokus nach dem Spiel lag aber auf anderen Dingen. "Es fühlt sich gut an, endlich mal wieder einen Sieg einzufahren. Der letzte ist eine Weile her", sagte der 47-Jährige, nachdem die Nuggets zuvor 5 Spiele in Folge verloren hatten.

Bei den Milwaukee Bucks machte vor allem O.J. Mayo auf sich aufmerksam - allerdings nicht durch seine sportliche Leistung. Vielmehr sorgte er mit einer Aktion kurz vor Ende der ersten Halbzeit für Kopfschüttlen bei den Bucks-Fans. Während seine Teamkollegen sich alle Mühe gaben, den Angriff der Nuggets zu verteidigen, schnürte Mayo erst einmal in aller Ruhe seine Schuhe zu. "Tut mir Leid, ich wollte einfach meine Sicherheit gewährleisten", sagte er nach dem Spiel. Dass die Nuggets in diesem Spielzug gepunktet haben, dürfte wohl niemanden verwundern.

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Golden State Warriors (33-22) - Houston Rockets (37-18) 102:99 in OT (BOXSCORE)

Die Fans in Oakland mussten zwar auf das zu erwartende Offensiv-Spektakel verzichten, bekamen stattdessen aber einen echten Thriller geboten. Erst mit 3,2 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit gelang Stephen Curry der Korbleger zum Ausgleich und damit die Rettung in die Overtime. Dort wurde aber ein ganz anderer zum Helden.

Allerdings nicht durch einen Gamewinner, wie in solch einer Situation zu erwarten wäre, sondern durch spektakuläre Defense. Als Chandler Parsons von der Baseline angeflogen kommt, dreht Jermaine O'Neal die Zeit zurück und blockt den Dunk-Versuch des 25-Jährigen.

Offensiv war aber Stephen Curry erneut der wichtigste Mann für die Warriors. 25 Punkte erzielte der All-Star, sorgte mit einem Clutch-Dreier für die Führung in der Overtime und brachte den Sieg von der Freiwurflinie letztendlich nach Hause. "Wir haben so viele wichtige Plays gemacht, offensiv wie defensiv", zeigte sich Warriors-Coach Mark Jackson begeistert.

Für James Harden reichte es nicht ganz zum Helden, da sein Korb zur Führung 7 Sekunden vor Schluss noch von Curry gekontert wurde. Aber mit 39 Punkten (34 davon in der zweiten Halbzeit) war er trotzdem der beste Akteur der Rockets. Allerdings verletzte er sich in der Overtime am Ellenbogen: "Als es passiert ist, dachte ich es wäre vorbei, er wäre gebrochen oder sowas", sagte Harden. Wie schlimm die Verletzung wirklich ist, steht noch nicht fest.

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