Donnerstag, 06.02.2014

NBA-Schlaglichter

Heat-Sieg trotz Griffins 43

Der Clippers-Forward macht eine überragende Partie, hat in LeBron aber einen würdigen Gegenspieler. Die Spurs und Wizards liefern sich ein Wahnsinnsspiel. Die Lakers holen einen bizarren Sieg, bei Boston erinnert Rondo immer mehr an Rondo. Die Knicks verlieren zuhause gegen Portland, OKC schlägt dezimierte Timberwolves. Denver beißt sich gegen die Bucks durch, Toronto verliert bei den Kings und Howard dominiert die Suns.

Blake Griffin und LeBron James waren die Hauptdarsteller beim Showdown in L.A.
© getty
Blake Griffin und LeBron James waren die Hauptdarsteller beim Showdown in L.A.

Cleveland Cavaliers (16-33) - Los Angeles Lakers (17-32) 108:119 (BOXSCORE)

"Das war eins der merkwürdigsten Spiele, die ich je erlebt habe" - diese Worte von Mike D'Antoni passen zu diesem Spiel wie die Faust aufs Auge. Die Lakers fuhren den Sieg nämlich mit einem Spieler (Robert Sacre) ein, der eigentlich schon ausgefoult hatte. Sowas passiert eben, wenn der komplette Kader verletzt ist.

Mit 8 spielfähigen Leuten waren die Lakers in Ohio angetreten, da Steve Nash zusätzlich zu den zahllosen Verletzten eine Pause bekam. Dann verdrehte sich Nick Young das Knie, Chris Kaman foulte aus und Jordan Farmar konnte aufgrund von Krämpfen nicht mehr spielen. Als Sacre auch noch ausfoulte, wurde D'Antoni vom Ref informiert, dass er ihn zum Preis eines technischen Fouls auf dem Feld lassen könne - schließlich müssen beim Basketball pro Team immer 5 Mann auf dem Feld stehen. "Ich wusste nichts von der Regel, aber sie gefällt mir", kicherte der Coach später.

Das Spiel wurde anhand der kuriosen Schlussphase zur Nebensache. Dabei gab es einiges zu vermelden: Ryan Kelly legte mit 26 Punkten ein Career High auf, Steve Blake das erste Triple-Double seiner Lakers-Karriere (11 Punkte, 10 Rebounds, 15 Assists). Noch faszinierender: Die Lakers legten mit 18 von 37 Dreiern einen Franchise-Rekord auf. Und das in dieser Saison.

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Philadelphia 76ers (15-35) - Boston Celtics (17-33) 108:114 (BOXSCORE)

Es wird, es wird. "Ich fange langsam an, mich wieder wie der Alte zu fühlen", sagte Rajon Rondo. "Ich bin noch nicht ganz soweit, aber es geht voran." Mit 8 Punkten, 11 Assists und 9 Rebounds liest sich die Statline des Point Guards auf jeden Fall wieder "Rondo-esque". Jeff Green profitiert schon jetzt wieder enorm von Rondo: "Er verschafft mir die Würfe, die ich brauche, und hilft mir dabei, einen guten Rhythmus zu finden." Dieser Rhythmus liest sich wie folgt: 36 Punkte bei nur 18 Würfen aus dem Feld. 17 Punkte allein im dritten Viertel. Viel besser geht es nicht.

Es war der zweite Sieg in Serie für Boston, nachdem zuvor alle 6 Spiele seit Rondos Rückkehr verloren wurden. Jared Sullinger (19 Punkte, 10 Rebounds) machte dabei wie schon gegen Orlando eine gute Figur, Brandon Bass legte 18 Zähler auf. Der Rondo-Effekt zeigte sich bei den Quoten aus dem Feld (48,8 Prozent) und von der Dreierlinie (42,1). Brett Brown musste anerkennen: "Er ist ihr Kompass. Er ist ein großartiger Point Guard und Anführer."

Bei den Sixers, die vier Spiele in Folge verloren haben, machte Thaddeus Young mit 20 Punkten eine solide Partie, Tony Wroten kam auf 18. Spencer Hawes (13 Punkte, 13 Rebounds) und Lavoy Allen (10 und 10) lieferten Double-Doubles ab. Michael Carter-Williams, jüngst zum "Eastern Conference Rookie of the Month" gekürt, zeigte keine allzu gute Leistung (11 Punkte bei 5/16 FG, 4 Turnover).

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Washington Wizards (24-24) - San Antonio Spurs (36-13) 118:125 (BOXSCORE)

Gregg Popovich hat mit den Spurs vier Titel gewonnen und im vergangenen Jahr eine der dramatischsten Finals-Serien überhaupt erlebt. Zudem ist er eher nicht für seinen Pathos bekannt. Folgendes Zitat hat also umso mehr Gewicht: "Das ist einer der schönsten Siege gewesen, mit denen ich je zu tun hatte. Ich könnte nicht mehr Stolz empfinden für die Leistung meiner Jungs." So etwas sagt man wohl nach einem Double-OT-Sieg in fremder Halle, wenn mit Manu Ginobili und Kawhi Leonard zwei absolute Leistungsträger nicht dabei sind.

Um das ganze noch dramatischer zu machen, flog zum Start der zweiten Verlängerung auch noch der bis dahin überragende Tim Duncan (31 Punkte, 11 Rebounds) mit seinem 6. Foul raus. Zuvor musste schon Tony Parker mit Rückenschmerzen das Feld verlassen.

Das Spiel an sich hätte nicht verrückter ablaufen können. Die Spurs lagen zur Halbzeit mit 14 hinten, kamen auf den Schultern von Duncan aber zurück. Die Spurs führten kurz vor Ende der ersten Overtime bei eigenem Einwurf, aber Wall klaute den Ball und glich das Spiel eine Sekunde vor Schluss erneut aus. Dann foulte Duncan aus...aber dank Danny Green (22 Punkte und grandiose Defense gegen Wall) und Patty Mills (11 seiner 23 Punkte in den beiden Overtimes) konnten die Spurs den Sieg irgendwie doch noch mitnehmen.

Bei aller Freude über den Sieg macht die Verletzung von Parker natürlich doch Sorgen bei den ohnehin dezimierten Spurs. Gegen Brooklyn wird er wohl definitiv ausfallen. Damit konfrontiert, kündigte der Trainer an, dass er "dann 48 Minuten von Duncan" erwartet. Das klang dann schon wieder eher nach Popovich.

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Orlando Magic (14-37) - Detroit Pistons (19-29) 112:98 (BOXSCORE)

5 von 27 Würfen hatte Victor Oladipo in den letzten beiden Spielen als Starter getroffen. Gegen die Pistons kam der Rookie von der Bank und zeigte sein anderes Gesicht: 20 Punkte bei 8/10 aus dem Feld legte Oladipo auf und beendete unter anderem einen Comeback-Versuch der Pistons im Schlussviertel per Steal mit darauffolgendem Dunk. "Ich habe Würfe genommen, die ich treffen kann", sagte er, "heute gingen sie rein, in den letzten Spielen nicht. Ich versuche einfach, mein Selbstvertrauen beizubehalten."

Oladipo stand einem Magic-Team vor, dass sich in dieser Partie sehr ausgewogen präsentierte. 5 Spieler in Double Figures, dazu 11 Assists von Jameer Nelson, 6 Blocks von Rookie Kyle O'Quinn, knapp 50 Prozent aus dem Feld vom Team - das kann sich sehen lassen. Die Pistons gaben dagegen ein ganz anderes Bild ab.

Im zweiten Viertel schrien sich Coach Maurice Cheeks und Will Bynum während einer Timeout gegenseitig an - nicht der erste Vorfall dieser Art in Detroit. Bynum wurde danach nicht mehr eingesetzt. Die Auseinandersetzung überstrahlte auch die guten Vorstellungen von Josh Smith (25 Punkte, 12 Rebounds) und Andre Drummond (15 und 14). Das Auf und Ab der Pistons geht weiter.

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