Golden State Warriors - Chicago Bulls 102:87

Curry schießt Chicago ab!

Von Stefan Petri
Freitag, 07.02.2014 | 07:25 Uhr
Andre Iguodala steht in der Luft: Gleich scheppert's! Die Bulls können nur staunend zusehen
© getty
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Es gab die fast schon üblichen Anlaufschwierigkeiten, aber dann meisterten die ersatzgeschwächten Golden State Warriors (30-20) ihre Aufgabe beim 102:87 (BOXSCORE) über die Chicago Bulls (24-25) mit Bravour. Wieder mal der überragende Mann: Stephen Curry, der 34 Punkte und 9 Assists verbuchen konnte.

Neben Curry spielt auch sein Backcourt-Kollege Klay Thompson mit 22 Punkten groß auf. Aus der Distanz zeigen sich die Warriors mit 11 getroffenen Dreiern treffsicher, verlieren aber den Kampf um die Rebounds (39:45), da sowohl Center Andrew Bogut als auch Power Forward David Lee nicht mitwirken können.

Die Bulls müssen auf Carlos Boozer verzichten, für ihn rückt Taj Gibson in die Starting Five und zeigt eine bärenstarke Leistung (26 Punkte, 13 Rebounds, 2 Steals, 2 Blocks). Center Joakim Noah schrammt mit 7 Punkten, 10 Rebounds und 11 Assists knapp an einem Triple-Double vorbei.

Durch den Sieg ziehen die Warriors in der Western Conference erstmals an den Phoenix Suns (29-20) vorbei und belegen nun Platz sechs. Die Bulls stehen im Osten ebenfalls auf dem sechsten Rang.

Die Reaktionen:

Mark Jackson (Coach Golden State Warriors): "Man muss mit allen Irrungen, Wirrungen und Widrigkeiten umgehen können. Das ist Teil des Spiels. Einfach gesagt, man muss dran bleiben, weiterkämpfen und gute Dinge werden geschehen. Und das ist, was die Jungs getan haben. Sie haben nicht aufgegeben."

Stephen Curry (Golden State Warriors): "Wir haben einfach versucht, positiv zu bleiben. Es bringt nichts, zu schmollen. Während dem Spiel hat eh keiner Zeit für sowas."

Tom Thibodeau (Coach Chicago Bulls): "Ich denke, wir hätten das Spiel gewinnen können, doch am Ende haben wir es nicht hinbekommen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die ersatzgeschwächten Warriors müssen auf Center Andrew Bogut und Power Forward David Lee verzichten. Für sie rücken Draymond Green und Jermaine O'Neal in die Starting Five. Daneben laufen Curry, Thompson und Iguodala auf.

Bei den Bulls sieht man Derrick Rose vor dem Spiel vorsichtig ein paar Würfe nehmen, aber an Spielen ist natürlich nicht zu denken. Auch Carlos Boozer fehlt. Tom Thibodeau setzt auf Hinrich, Butler, Dunleavy, Gibson und Noah.

5.: Starker Beginn der Gäste. Kirk Hinrich trifft seine ersten drei Würfe, ein 10:2-Run bringt sie gleich mal mit 9 in Führung. 15:6 Bulls.

10.: Offense? Bei den Warriors? Von wegen! Über neun Minuten gespielt, bisher stehen erst 10 Punkte auf der Anzeigetafel. Da fällt noch fast gar nichts. Die Bulls komfortabel vorn, 23:12.

15.: D.J. Augustin räumt für die Bulls ab. 6 schnelle Punkte bringen eine 29:16-Führung nach dem ersten Viertel. Aber Golden State stoppt danach die Blutung, um einen schön eingedeutschten Begriff zu benutzen. Marreese Speights macht den Jumper rein. 34:20 Bulls.

20.: Steph Curry sagt hallo! Der All-Star-Starter macht 9 Punkte für die Warriors in Serie, bei den Bulls gerät die Offense ins Stottern. Das merken auch die Zuschauer in der Halle und werden langsam warm. Nur noch 42:37 für Chicago.

24.: Da ist der nächste 13:4-Run für die Warriors! Zuerst 4 Punkte von Green, dann 4 von Curry - und dann nagelt Steph noch einen Dreier off the Dribble rein. Von ganz weit draußen, wie nur er es kann! Die Halle steht kopf! Halbzeit, 50:46 Golden State.

28.: Hin und her geht es jetzt: Angeführt von Hinrich und Taj Gibson holen sich die Bulls die Führung zurück Aber 8 Punkte der Warriors in Serie drehen das Momentum. Das hat nur 75 Sekunden gedauert. 62:56 Warriors.

36.: Golden State hält die Führung. "Zwingt ihnen euren Willen auf", beschwört Mark Jackson sein Team. Aber Taj Gibson will es heute wissen: Follow-Dunk nach einem Dreier von Dunleavy. Da war er ganz weit oben! 76:68 Warriors nach drei gespielten Vierteln.

40.: Die Splash Brothers brauchen Unterstützung: Curry und Klay Thompson haben zusammen schon 46 Punkte gemacht, sind aber auch die einzigen, die bisher für das Heimteam zweistellig scoren. Nur noch 4 Punkte vorn - aber endlich versenkt Harrison Barnes den Triple! Thibodeau sieht aus, als hätte er in eine Zitrone gebissen. Auszeit. 81:74 Warriors!

45.: Die fette Frau hat noch nicht gesungen! Thibs bringt Tony Snell für Augustin, der bedankt sich mit einem Dreier. Dann legt Jimmy Butler einen nach. Plötzlich sind es nur noch 8 Punkte - vor einer Minute schien eigentlich schon alles vorbei. Mark Jackson nimmt die Auszeit. Und ratet mal, welcher Bulle schon 11 Assists gesammelt hat? Joakim Noah! 91:83 Golden State.

47.: Naja. Curry halt. Wenn man ihn von der Dreierlinie treibt, trifft er halt den schwierigen Runner. Es ist schon sein dritter an diesem Abend. 96:87, das wird es wohl gewesen sein. Curry hat 34 Punkte. Unstoppable.

Golden State vs. Chicago: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Stephen Curry. Monsterschütze. Bester Vorlagengeber der Liga. Kaum vom Ball zu trennen. Was soll man da machen? Der 25-Jährige zeigte gegen die eigentlich unbequeme Defense der Bulls sein ganzes Waffenarsenal. 34 Punkte, 13 von 19 aus dem Feld, 4 von 6 aus der Distanz. Dazu 9 Assists, 3 Rebounds, nur 2 Ballverluste. Ganz klar der MVP des Abends.

Der Flop des Spiels: Mike Dunleavy. Nur 7 Punkte in 36 Minuten für den vermeintlichen Scharfschützen, 0/3 aus der Distanz. Dreimal so viele Turnover wie Field Goals. Die Bulls hätten ein Gegenstück zum Inside Game von Noah und Gibson gebraucht, aber Dunleavy war ein Totalausfall.

Das fiel auf:

  • Mit Bogut und Lee haben die Warriors eigentlich zwei Double-Double-Maschinen in der Starting Five, die regelmäßig dafür sorgen, dass das Rebound-Battle gewonnen wird. Mit Green und O'Neal (zusammen 12 Rebounds) waren sie den Bulls in dieser Hinsicht unterlegen, schlugen sich aber wacker: 14 Offensiv-Rebounds sicherten sich die Gäste, aber immer 12 waren es bei den Warriors.
  • Den Bulls fehlt einfach das Shooting. Gut, die Warriors sind in dieser Hinsicht wohl eins der besten Teams in der Liga, aber nur 4 verwandelte Triples reichen einfach nicht, um die Zone für Gibson und Noah zu öffnen. Die Warriors verwandelten dagegen 50 Prozent ihrer Versuche von Downtown (11/22).
  • Lange gab es für Curry und Thompson so gut wie gar keine Unterstützung. Im letzten Viertel erwies sich Harrison Barnes dann als X-Faktor: Von der Bank kommend machte er alle seine 11 Punkte im Schlussabschnitt, darunter 3/4 Dreiern, und sorgte dafür, dass die Aufholjagden der Bulls regelmäßig gestoppt wurden.
  • D.J. Augustin zeigte eine starke erste Halbzeit und hatte Anteil an der hohen Führung zu Beginn. Offensiv stark war der Guard - aber gegen Thompson defensiv überfordert. Jackson setzte dann auf Isolation Plays für seinen Shooting Guard, was die Defense der Bulls kompromittierte. Thibs musste reagieren und den defensiv stärkeren Tony Snell insgesamt 18 Minuten einsetzen. Später fielen dann bei Augustin allerdings auch die Würfe nicht mehr (am Ende 5/12 FG).
  • Joakim Noah wird in Abwesenheit von Derrick Rose immer mehr zum Spielmacher umfunktioniert. 11 Assists waren ganz stark, immer wieder fand er den freien Mitspieler. Hätte er ein Field Goal mehr gemacht und statt einem beide Freiwürfe getroffen, wäre immerhin ein Triple Double herausgesprungen. Aber auch so war es ein sehr guter Auftritt.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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