Atlanta Hawks - Memphis Grizzlies 79:76

21 Turnover! Atlanta schmeißt Sieg weg

Von Max Marbeiter
Sonntag, 09.02.2014 | 04:10 Uhr
Courtney Lee (l.) lieferte gegen die Atlanta Hawks eine ansprechende Leistung
© getty
Advertisement
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Cubs @ Cardinals
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Blue Jays @ Red Sox
MLB
Rays @ Yankees
MLB
Braves @ Marlins
NFL
Bears @ Packers
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
NCAA Division I FBS
USC @ Washington State
MLB
Blue Jays @ Yankees
MLB
Reds @ Cubs
NCAA Division I FBS
Clemson @ Virginia Tech
NFL
Saints -
Dolphins
NFL
RedZone -
Week 4
MLB
Astros @ Red Sox
MLB
Tigers @ Twins
NFL
Colts @ Seahawks
NFL
Redskins @ Chiefs
NBA
Timberwolves -
Warriors
NFL
Patriots @ Buccaneers
NBA
Warriors -
Timberwolves
NFL
Chiefs @ Texans

Nach einer schwachen Leistung unterliegen die Atlanta Hawks (25-24) den Memphis Grizzlies (27-22) mit 76:79. Beide Mannschaften offenbaren dabei große Probleme in der Offense. Die Hawks leisten sich zu viele Ballverluste.

Es war kein sonderlich ansehnliches Spiel. Sowohl Hawks als auch Grizzlies weigerten sich beständig, ihren offensiven Rhythmus zu finden. Mitunter wurden selbst einfachste Würfe vergeben, zudem schmiss speziell Atlanta den Ball zu häufig weg (21).

Memphis' Offense mangelte es zwar ebenfalls an Dynamik, dafür hatten die Grizzlies ihre defensive Identität wieder gefunden. Nachdem sie ausgerechnet von den Mavs 56 Punkte in der Zone eingeschenkt bekommen hatten, ließen die Gäste diesmal nur 34 zu.

Topscorer der Partie waren am Ende Zach Randolph (20 Punkte, 10/16 FG) und Paul Millsap. Courtney Lee lieferte ebenfalls eine starke Vorstellung. Dennis Schröder erlebte das Schauspiel von der Bank aus.

Die Reaktionen:

Zach Randolph (Grizzlies) über den Mangel an Freiwürfen: "Wow, wow, wow! Das ganze Spiele - wow! Ich mag, wenn physisches Spiel zugelassen wird, aber wenn ein Foul da ist, pfeift es. Auf der anderen Seite, lasst uns einfach spielen."

Mike Budenholzer (Hawks): "Ein Team bei 79 Punkten zu halten, ist in dieser Liga eine gute Sache. Offensiv müssen wir allerdings unser Tempo und unsere Art des Spiels durchbringen. Das ist jedoch auch ein Kompliment an Memphis. Sie wollen schließlich langsam spielen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Hawks starten Jeff Teague, Kyle Korver, DeMarre Carroll, Paul Millsap und Gustavo Ayon.

In Abwesenheit des verletzten Mike Conley (Knöchel) startet Nick Calathes erneut auf der Eins. Auch ansonsten bringt Coach Dave Joerger dieselbe Starting Five wie bei Memphis' Niederlage gegen die Mavs. Heißt: Courtney Lee, Tayshaun Prince, Zack Randolph und Marc Gasol begleiten Calathes zum Tipoff.

Folge NBA.de bei Twitter und bekomme alle News - auch Dirk Nowitzki ist dabei!

5.: Carroll verteidigt Prince im Post geschickt, weshalb der Hookshot des Grizzlies auch nicht seinen Weg durch die Reuse findet. Ayon rettet den Ball und leitet so indirekt Millsaps butterweichen Mid-Rang Jumper ein. Lee antwortet jedoch, ebenfalls aus der Mitteldistanz - 13:8 Hawks!

10.: So gut die Hawks aus dem Feld treffen (68,8 Prozent FG bislang), so düster sieht's von der Freiwurflinie aus. Carroll vergibt die nächsten beiden Freebies und lässt Atlantas Quote damit auf unterirdische 20 Prozent fallen.

14.: Die Grizzlies haben sich defensiv inzwischen gefunden. Auch deshalb fallen Atlantas Würfe nicht mehr so häufig, wie noch zu Beginn. Brand arbeitet jedoch gut am Brett und verwandelt den Putback - 31:31!

18.: Koufos beendet eine unglaublich lange Scoring-Dürre der Grizzlies, geplatzt ist der Knoten deshalb aber noch lange nicht. Kurz darauf vergibt Memphis unter dem Korb gleich drei Mal in Folge. Atlanta könnte also davonziehen. Nur stellen sich die Hawks offensiv derzeit ähnlich ungeschickt an wie die Grizzlies - 33:33!

23.: Millsap steckt in der Zone stark auf Brand durch, der den Layup sicher verwandelt. Atlantas frisch gebackener All Star hat damit bereits jetzt 6 Assists verteilt - 41:35 Hawks!

27.: Nach Randolphs wildem Wurf findet Teague Carroll für den leichten Layup. Calathes demonstriert kurz darauf allerdings ebenfalls seine Playmaking-Fähigkeiten. Vom Perimeter erspäht der Point Guard Z-Bo unter dem Korb, der sicher verwandelt. Ayon liefert im Gegenzug den Beweis, dass die Hawks doch fähig sind, ihre Freiwürfe zu treffen - 47:41 Atlanta!

32.: Teague hilft im Lowpost gegen Gasol aus, lässt Calathes dabei aber völlig offen am Perimeter stehen. Gasol erkennt die Situation, doch der Point Guard vergibt den Dreier und lässt sich wenig später auch noch beim Fast-Break Layup den Ball klauen. Als Korver im Gegenzug von Downtown trifft, nimmt Dave Joerger die Auszeit - 52:50 Hawks!

36.: Gasol hat sich im Post eigentlich gut positioniert. Zwei Punkte sind dem Spanier allerdings nicht genug. Per Kickout-Pass bedient er Miller, der knapp zwei Sekunden vor Ende des dritten Viertels den Dreier trifft - 61:54 Grizzlies!

41.: Schön anzusehen ist das Ganze wirklich nicht. Randolph wirkt gegen Millsap etwas hilflos und leistet sich den unnötigen Ballverlust. Scott hofft in Transition auf den leichten Layup, wird von Davis aber unsanft abgeräumt.

47.: Unfassbar! Die Hawks schenken den Ball leichtfertig her, doch Randolph setzt Memphis' Layup-Probleme fort und vergibt. Auf der Gegenseite schmeisst Atlanta den Spalding erneut um ein Haar weg, doch Brand verhindert den nächsten Turnover. Timeout. Duchschnaufen! 77:72 Grizzlies!

Atlanta Hawks vs. Memphis Grizzlies: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Courtney Lee. Memphis' Offense kam lange Zeit überhaupt nicht ins Rollen. Erst gegen Ende des dritten Viertels wurde es zusehends besser - auch dank Lee. Der Ex-Celtic war mit einem verwandelten Dreier und einigen wichtigen Offensivaktionen maßgeblich an jenem Run beteiligt, der den Grizzlies letztlich einen entscheidenden Vorteil bescherte.

Der Flop des Spiels: Jeff Teague. Mit dem einen oder anderen Drive demonstrierte Atlantas Einser zwar, was möglich gewesen wäre. Insgesamt nutzte Teague seine Schnelligkeitsvorteile gegenüber Nick Calathes aber zu selten aus. Noch schlimmer: Er brachte zu keiner Zeit wirklich Struktur ins Spiel der Hawks, leistete sich selbst 4 Turnover und traf nur 3 seiner 10 Würfe.

Das fiel auf:

  • Beide Teams hatten im zweiten Viertel große Probleme in der Offensive. Die unterirdische Wurfquote von 24 Prozent der Hawks wurde von Memphis in negativer Hinsicht sogar noch getoppt: Nur 21 Prozent trafen die Grizzlies aus dem Feld. Allerdings lag dies nicht unbedingt an der überragenden Defense, vielmehr wirkte das Offensiv-Spiel auf beiden Seiten unmotiviert, ja fast schon lustlos. Besonders im Backcourt, wo viel zu statisch und ohne Aggressivität agiert wurde, lief nicht viel zusammen.
  • Memphis ließ den Ball häufig am Perimeter hin und her wandern. Allerdings mangelte es den Grizzlies dabei meist an Dynamik, weshalb wiederum kaum offene Würfe heraussprangen. So musste irgendwann - meist gegen Ende der 24 Sekunden - die Zone attackiert werden. Was Memphis in Sachen Effektivität unter dem Korb anbot, erinnerte gerade in der ersten Hälfte teils allerdings eher an Slapstick als an durchdachten NBA-Basketball.
  • Insgesamt attackierten die Grizzlies den Korb ohnehin zu selten. Dank ihrer Größenvorteile punkteten sie zwar regelmäßig in der Zone (50 Punkte in der Zone), ließen in der Offense aber größtenteils jegliche Dynamik vermissen. Das Ergebnis: Nach den ersten 24 Minuten hatte sich noch kein einziger Grizzly an der Freiwurflinie blicken lassen. Am Ende brachte es Memphis auf lediglich einen Freiwurf, der noch dazu einer Three-Second Violation zu verdanken war.
  • Ob die Hawks sich während der Halbzeit vorgenommen hatten, mehr Risiko zu gehen? So oder so übertrieb es Atlanta im dritten Viertel. Teilweise wurden die unmöglichsten Pässe gespielt und den Grizzlies der Ball so beinahe schon geschenkt. Insgesamt 10 Turnover sammelten die Hawks deshalb allein im dritten Viertel, im gesamten Spiel sogar 21.
  • Im Lowpost doppelten die Hawks Memphis' Big Men ein ums andere Mal. Immer wieder eilten die Guards ihren Kollegen zur Hilfe. Eigentlich ein Fest für die Schützen. Eigentlich. Denn die Grizzlies waren von Downtown völlig ungefährlich. Entweder wurde der Dreier gar nicht erst genommen, oder aber vergeben (33 Prozent 3FG).
  • In der Zone sahen die Hawks offensiv kein Land. Atlanta gelang es einfach zu selten, seine Big Men entscheidend einzusetzen. Auf der anderen Seite hatten die Grizzlies offenbar die richtigen Lehren aus der Pleite gegen Dallas gezogen und verteidigten unter dem Korb wieder mit der gewohnten Intensität und Effektivität (34 Hawks-Punkte in der Zone).

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung