Die Verletzten und die Comebacker der NBA

Das Warten auf Rajon Rondo

Von Max Marbeiter
Dienstag, 31.12.2013 | 09:46 Uhr
Spielt er, zählt Rajon Rondo zu den aufregendsten Spielern der gesamten NBA
© getty
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Diese NBA-Saison ist von Verletzung geprägt, wie selten eine Spielzeit zuvor. Superstars wie Derrick Rose, Russell Westbrook oder Kobe Bryant mussten ihre Comebacks abbrechen, auch andere Topspieler fehlen. Einige andere sind allerdings wieder dabei und halten sich bestens. Boston freut sich auf die Rückkehr von Point Guard Rajon Rondo.

Die sehnsüchtig Erwarteten

Rajon Rondo: Der 25. Januar 2013 wird sicherlich als eine der größeren Zäsuren in die Geschichte der Boston Celtics eingehen. An jenem Tag riss sich Rajon Rondo gegen die Atlanta Hawks das Kreuzband und leitete damit indirekt den großen Umbruch ein. Mangels Meisterschaftsperspektiven wurden die beiden Legenden Paul Pierce und Kevin Garnett abgegeben. Rebuild lautet seither das Zauberwort in Beantown.

Nun präsentieren sich die Celtics unter Rookie-Coach Brad Stevens erstaunlich stark, sind trotz negativer Bilanz auf Playoffkurs - und dürften irgendwann innerhalb der kommenden Wochen eine zusätzliche Waffe hinzugewinnen. Denn Rondos Comeback lässt wohl nicht mehr allzu lang auf sich warten. Zwar will man in Boston nichts überstürzen, den Point Guard langsam wieder an das Spiel heranführen, mittlerweile ist Rondo jedoch wieder voll belastbar und organisiert nach dem regulären Training sogar noch Fünf-gegen-Fünf-Einheiten mit den Teamkollegen, um schnellstmöglich seinen Rhythmus zu finden.

Überstürzt wird jedoch nichts. "Ich höre einfach auf meinen Körper", sagt er. "Sagte er mir, dass ich bei 100 Prozent bin, würde ich jetzt spielen. Das bin ich aber nicht." Wie Derrick Rose vor knapp einem Jahr möchte auch Rondo nicht voreilih zurückkehren. Sein Knie sei jedoch wieder in Ordnung. "Ich glaube nicht, dass ich noch weitere Tests bestehen muss. Jetzt muss ich mir selbst beweisen, dass ich wieder so spielen kann, wie ich es vor der Verletzung getan habe", erklärt er. Das müsse aber nicht zwingend bereits im Januar sein.

Devin Harris: Mit Devin Harris begrüßten die Dallas Mavericks im Sommer einen alten Bekannten in Texas. Zusätzliche Tiefe auf der Eins sowie Unterstützung der schwächelnden Defense versprach man sich vom Point Guard. Allerdings hat Harris seit seinem Wechsel aus Atlanta aufgrund einer Zehen-OP kein einziges Spiel für die Mavs absolviert.

Dass er derart lange ausfallen würde, hatte beim Champ von 2011 niemand erwartet. Ein Rückschlag macht einen Einsatz derzeit aber unmöglich. Noch. Denn es gibt Hoffnung. "Schmerz ist mein Wegweiser", erklärte Harris kürzlich. "Und momentan verspüre ich keinen Schmerz." Offenbar plant der dynamische Spielmacher, während der zweiten Januar-Woche wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen. Das Comeback steht also unmittelbar bevor.

Danilo Gallinari: Was wäre für Denver möglich gewesen, hätte sich Danilo Gallinari kurz vor Ende der vergangenen Regular Season nicht das Kreuzband gerissen? Vielleicht hätten die Nuggets die erste Playoff-Runde überstanden. Vielleicht wäre George Karl sogar noch Coach in der Mile High City. Doch der Italiener verletzte sich eben und arbeitet derzeit auf seine Rückkehr hin. Immerhin: Gallinari plant sie fest für diese Saison ein. Schließlich waren auch Gerüchte aufgekommen, er könne erst kommende Spielzeit auf den Court zurückkehren.

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Ein fixer Zeitplan existiert zwar nicht, doch der Forward macht Fortschritte. Mitte Dezember begann er wieder mit leichtem Lauf- und Wurftraining. "Das ist ein großer Schritt", sagte der Italiener. "Allerdings mache ich noch keine seitlichen Richtungswechsel, nur vor und zurück." So gebe es nichts, was dem Knie schaden könne. Ein Comeback scheint nicht unmittelbar bevorzustehen, doch Gallinari nähert sich an.

Greg Oden: Ist Greg Oden möglicherweise ein wichtiges Puzzlestück für Miamis Three-Peat? Vielleicht. Allerdings muss der Center dazu erst einmal richtig fit werden. Abgesehen von einigen Minuten in der Pre-Season ist Oden bislang noch nicht weiter für die Heat in Erscheinung getreten. Eilig hat es der zweifache Champion mit seinem Neuzugang zwar nicht, dennoch intensivierte der Ex-Blazer zuletzt sein Programm, arbeitete vor den Spielen ausgiebiger mit den Assistant Coaches Juwan Howard und Dan Craig. Wann Oden, der aufgrund anhaltender Knieprobleme seit Dezember 2009 kein NBA-Spiel mehr absolviert und seine Karriere zwischenzeitlich sogar beendet hatte, zurückkehrt, ist jedoch noch nicht klar.

Nerlens Noel: Eigentlich war er der sichere Nummer-Eins-Pick. Ein Kreuzbandriss ließ Nerlens Noel jedoch bis an die sechste Stelle des vergangenen Drafts abrutschen und brachte ihn nach Philadelphia. Jenes Philadelphia, das diese Saison mehr oder minder offensichtlich nicht als Wettkampf um die beste Position in der Liga, sondern um die beste Ausgangslage im Rennen um die größten Talente im kommenden Draft, begreift.

Entsprechend wurden Gerüchte laut, Noel solle womöglich die gesamte Spielzeit zusehen, um sich vollkommen auskurieren zu können. Zuletzt sprach der Big Man jedoch von einer Möglichkeit, in den nächsten Monaten doch noch sein NBA-Debüt zu feiern. Mehr als eine Chance besteht derzeit allerdings nicht.

Steve Nash: Sehen wir Steve Nash überhaupt noch mal auf den Parketts dieser Erde? Der Point Guard plagt sich seit geraumer Zeit mit schweren Rückenproblemen und entzündeten Nervenbahnen herum und hat in dieser Saison erst sechs Spiele für die Lakers absolviert. Da macht es schon Hoffnung, dass Nash am Wochenende an leichten Shooting-Drills teilnahm. Erst in zwei bis drei Wochen soll der Kanadier jedoch erneut untersucht und ein genauerer Zeitplan für eine Rückkehr erstellt werden.

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