Samstag, 14.12.2013

NBA-Schlaglichter

Howard glänzt als Meisterschütze

Beim knappen Sieg über die Golden State Warriors bleibt der Center von draußen und von der Freiwurflinie perfekt. Al Horford trifft den Overtime-Winner gegen die Wizards, Kevin Loves Monsterspiel reicht nicht gegen die abgezockten Spurs. Die Knicks ziehen gegen Boston schon wieder den Kürzeren, auch Stadtrivale Brooklyn verliert. Und: Auswärtssiege für Chicago, Utah und Cleveland.

"Guck mal Mama, ich kann auch einhändig!" James Harden steigt hoch zum Slam
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"Guck mal Mama, ich kann auch einhändig!" James Harden steigt hoch zum Slam

Indiana Pacers (20-3) - Charlotte Bobcats (10-13) 99:94 (BOXSCORE)

Am Ende war es viel spannender, als die Zuschauer im Bankers Life Fieldhouse vor der Partie wohl vermutet hätten. Aber die Pacers taten sich gegen ein energisches Bobcats-Team lange schwer - auch, weil Paul George einen ganz miesen Abend hatte. 2 von 12 aus dem Feld, am Ende waren es 10 Punkte. "Er hat nicht viele gute Würfe bekommen. Das ist mein Fehler", entschuldigte Coach Frank Vogel die Performance seines Superstars.

Aber die Pacers sind kein Ein-Mann-Team. Lance Stephenson (20 Punkte, 11 Rebounds, 7 Assists) und Roy Hibbert (18 & 11) legten Double-Doubles auf, so reichte es doch zum Franchise Record: So früh hatte Indy noch nie den 20. Saisonsieg gefeiert. "Das ist ein guter Sieg gegen ein gutes Team", so Vogel, "wir wussten, dass das ein harter Kampf wird, und so war es dann auch."

Kann man so sagen: Kein Team gewann ein Viertel mit mehr als 2 Punkten Vorsprung. 19 Sekunden vor Schluss blockte Hibbert einen Jumper von Al Jefferson (21 Punkte, 9 Rebounds) zum Ausgleich. "Wir hatten sie da, wo wir sie haben wollten", lamentierte er danach. "Wir waren ganz nah dran." Danny Granger verfolgte das Spiel von der Bank aus, sein linkes Knie macht weiter Probleme.

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Orlando Magic (7-16) - Cleveland Cavaliers (9:13) 100:109 (BOXSCORE)

Erst der zweite Auswärtssieg der Cavaliers in dieser Saison. Dabei hatte Orlando gut angefangen: Rookie Victor Oladipo steigerte seine Karriere-Bestmarke auf 26 Punkte, vier weitere Spieler punkteten zweistellig. So war man nach drei Vierteln noch mit 3 Punkten vorn. Aber in den letzten 12 Minuten ging es dahin.

Kyrie Irving (31 Punkte) war von den Magic nicht zu stoppen, von der Bank kommend zeigten Dion Waiters (21 Punkte) und Anderson Varejao (10 Punkte, 14 Rebounds) ganz starke Leistungen. Varejao war es auch, der das Spiel mit einem Korbleger zum 108:100 ins Trockene brachte - und dann kam Andrew Nicholson.

Der Big Man der Magic kam viel zu spät und stieß Varejao nach dessen Korb zu Boden, so dass dieser sich schmerzverzerrt das Knie hielt. "Das war eine billige Nummer", schimpfte Waiters. "Varejao hätte sich schlimm verletzten können. Sowas macht man einfach nicht." Nicholson (12 Punkte, 10 Boards) kassierte eine Flagrant 2 und wurde rausgeworfen. "Wir sind in der Fremde noch nicht so gut, wie wie sein wollen, aber wir machen Schritte in die richtige Richtung", erklärte ein optimistisch gestimmter Irving nach der Partie.

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Toronto Raptors (8-13) - Philadelphia 76ers (7-17) 108:100 (BOXSCORE)

"Man geht raus und fühlt sich innerlich ein bisschen leer." So beschrieb Sixers-Coach Brett Brown die fünfte Pleite seines Teams in Serie. Die guten Zeiten zu Beginn der Saison sind erst einmal vorbei in Philly. Dabei hatte man sich nach einem 15-Punkte-Rückstand nach 12 Minuten mühsam wieder herangekämpft und war im letzten Viertel wieder in Schlagdistanz - aber wer denn Ball ganze 26 Mal herschenkt, der gewinnt in der NBA nicht viel.

Die "Flügelzange" aus DeMar DeRozan (27 Punkte) und Terrence Ross (24) war zu stark, außerdem legte Jonas Valanciunas bei den Raptors ein Double-Double auf (12 Punkte, 13 Rebounds), ebenso wie Amir Johnson (17 & 10). "Wir müssen einfach bessere Starts hinlegen, besonders in der Defensive", monierte Spencer Hawes. "Wir können viel reden, aber wenn wir es nicht tun, dann wird sich auch nichts ändern." Geändert hat sich auch nichts an der Kniereizung von Sixers-Rookie Michael Carter-Williams. Er verpasste sein fünftes Spiel in Serie.

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Atlanta Hawks (12-11) - Washington Wizards (9-12) 101:99 OT (BOXSCORE)

Was für ein Spiel in Atlanta! Overtime, 1,8 Sekunden noch auf der Uhr. Pero Antic mit dem langen Pass zu Al Horford, über die ausgestreckten Arme des Verteidigers Trevor Booker hinweg. Der fängt, wirft im Rückwärtsstolpern - und trifft! "Es sollte eigentlich ein Lob für einen Dunk sein", gab Horford nach dem Spiel zu. "Ich hab sofort geworfen, als ich an den Ball kam." Game Over. "Das tut weh", so ein niedergeschlagener Booker (24 Punkte, 14 Rebounds. "Ich dachte, dass ich den Ball kriegen kann. Aber er war zu hoch."

Zuvor hatten sich beide Teams eine richtige Schlacht geliefert. Zu Beginn des letzten Viertels waren die Hawks dank Horford (34 Punkte, 15 Rebounds) und Paul Millsap (16 & 11) schon auf 15 Punkte weggezogen, aber ein 16:2-Run der Gäste brachte alles wieder in die Reihe. Wizards-PG John Wall vergab mit dem Buzzer die Chance auf den Sieg und hatte insgesamt einen schwarzen Abend zu verkraften (13 Punkte, 6/22 FG). "Wir haben dieses Spiel weggeschenkt", war sein Fazit.

Dabei hatte er in der Overtime Sekunden vor Schluss nach einem Drive perfekt auf Booker abgelegt, der traf per Reverse Layup zum 99:99. Aber es waren eben noch 1,8 Sekunden auf der Uhr. "Wir üben das im Training. Es gibt drei Optionen: Mich, Paul oder Kyle (Korver). Sie haben sich zu sehr auf die beiden anderen konzentriert, der Pass von Antic war super", lobte der Matchwinner seine Teamkollegen. Übrigens: Durch den Sieg hat die Eastern Conference jetzt schon drei Teams mit einer positiven Bilanz.

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Seite 1: Horford trifft den Overtime-Gamewinner

Seite 2: Pistons-Frontcourt knackt die Nets

Seite 3: Howard glänzt als Scharfschütze

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