NBA

Howard glänzt als Meisterschütze

Von SPOX
"Guck mal Mama, ich kann auch einhändig!" James Harden steigt hoch zum Slam
© getty
Cookie-Einstellungen

San Antonio Spurs (18-4) - Minnesota Timberwolves (11-12) 117:110 (BOXSCORE)

Kevin Love ist ein Monster - aber die Spurs haben ein dreiköpfiges Monster, und das war an diesem Abend doch noch eine Ecke stärker. Tim Duncan (12 Punkte, 14 Rebounds), Tony Parker (29 Punkte) und Manu Ginobili (20 Punkte, 9 Assists) drehten die Uhr zurück, und das war gegen die 42 Punkte von Love auch bitter nötig. "Er hat einfach unglaublich gut getroffen", lobte Duncan den Gegner - und gleichzeitig seinen Teamkameraden Boris Diaw, der Love in der Schlussphase das Leben schwer gemacht hatte.

Trotzdem kam Love auf eben diese 42 Zähler und 14 Rebounds und traf 8 seiner 9 Dreier. Aber die Spurs haben nunmal jede Menge Erfahrung. "Wir wissen, was sie draufhaben, und wenn es am Ende auf 2 oder 3 Minuten ankommt, dann sind sie unfassbar gut", zollte Love seinerseits dem Gegner Respekt. "Sie spielen schon so lange zusammen und haben einfach alles richtig gemacht, während wir unsere Würfe am Ende nicht getroffen haben."

In einem starken dritten Viertel hatten die Wolves vier Minuten vor dem Ende eine 79:75-Führung herausgespielt. Aber die Spurs drehten den Spieß im letzten Viertel um und gewannen es mit 37:21. Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig, während Love nur von Nikola Pekovic (18 Punkte), Ricky Rubio (15 Punkte, 8 Assists) und Kevin Martin (14 Punkte) unterstützt wurde. Die Spurs trafen über 55 Prozent aus dem Feld, lediglich die Überlegenheit bei den Freiwürfen (26:13 für Minnesota) hielt das Spiel lange spannend.

Denver Nuggets (13:9) - Utah Jazz (6-19) 93:103 (BOXSCORE)

Überraschung: Fallobst Utah gewinnt mal eben in der Höhe von Denver. Es war der 5. Sieg in den letzten 10 Spielen, es geht also aufwärts. "Sie haben uns schon am Anfang erwischt", analysierte Andre Miller. "Vier oder fünf Dreier zu Beginn des Spiels, danach mussten wir ihnen die ganze Zeit nachlaufen."

33 Punkte machten die Jazz im ersten Viertel und trafen dabei 6 von 7 Dreier. Trotzdem war Denver nach drei Vierteln mit zwei Punkten vorn, alles sah nach einem weiteren Heimsieg aus. Doch Utah kam, angeführt von Gordon Hayward (30 Punkte und 13 Rebounds) und Derrick Favors (19 Zähler) wieder zurück. Dabei half ihnen ihre sichere Hand von der Freiwurflinie (19/20), während die Nuggets gleich zehn Freebies verwarfen.

Außerdem blieb der Starting Backcourt der Nuggets unglaublicherweise ohne Punkt, Ty Lawson und Randy Foye trafen keinen ihrer 9 Versuche aus dem Feld. "Ich weiß nicht, ob ich umbauen muss, oder was ich mit unserer Starting Lineup machen soll, aber die Chemie stimmt einfach nicht", verzweifelte Nuggets-Coach Brian Shaw. "Der Druck auf unsere Bank ist Nacht für Nacht einfach zu hoch."

Phoenix Suns (13-9) - Sacramento Kings (6-15) 116:107 (BOXSCORE)

Die guten Leistungen der Phoenix Suns reißen nicht ab. OK, zu den besten Teams der Liga gehören die Kings ja auch nicht, aber der vierte Sieg in Folge war hochverdient. Zu verdanken hatte Coach Jeff Hornacek den Erfolg vor allem seinem "Tag Team" im Backcourt: Goran Dragic machte 29 Punkte, Eric Bledsoe legte mit 28 Punkten eine neue Karriere-Bestmarke auf. "Sie vertrauen sich einfach gegenseitig", lobte Hornacek.

Rudy Gay kam auf der Gegenseite zu seinem Debüt für die Kings und schaffte gleich eine starke Quote aus dem Feld (8/12 FG, 24 Punkte). Aber die Defense muss sich erst noch finden. "So ist das halt mit Trades mitten in der Saison", stellte Gay fest, "man muss irgendwie reinfinden." Head Coach Michael Malone war da schon kritisicher: "Das ist jetzt schon das zweite Mal in Folge, dass wir niemanden verteidigt haben." Die Defense gegen Dragic und Bledsoe sei "peinlich" gewesen: "Ich kann nicht rausgehen und verteidigen, aber ich wünschte ich könnte."

Neben Gay überzeugte Isaiah Thomas mit 29 Punkten und 6 Assists. DeMarcus Cousins griff sich zwar 16 Rebounds, traf aber nur 5 von 16 aus dem Feld. Unter anderem wurde sein Fastbreak-Layup von Miles Plumlee geblockt, was zu Begeisterungsstürmen in der Halle führte. "Dass er so zurückgerannt ist, das bedeutet viel für das Team", lobte Bledsoe.

Golden State Warriors (13:11) - Houston Rockets (16-8) 112:116 (BOXSCORE)

Warriors gegen Rockets, das bedeutet jede Menge Punkte und jede Menge Dramatik. Als die Warriors mit einem 14:2-Lauf im letzten Viertel die Führung übernahmen, rockte die Oracle Arena. Aber die Rockets, die tags zuvor noch bei den Blazers verloren hatten, bewiesen unglaubliche Coolness und rissen das Spiel in der Schlussphase an sich. "Wenn wir die Ziele, die wir uns in dieser Saison gesetzt haben, erreichen wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen", sagte Assistant Coach Kelvin Sampson, der für Kevin McHale das Ruder übernommen hatte. McHale verpasste aufgrund des Todes seiner Mutter bereits das zweite Spiel.

Die Warriors dominierten unter den Brettern (56:32), hatten aber aus der Distanz an diesem Tag kein Glück: Nur 6 von 22 Dreiern fanden ihr Ziel. Auf der Gegenseite sorgte Dwight Howard für regelrechte Jubelstürme, als er im zweiten Viertel einen Dreier aus der Ecke versenkte. Außerdem blieb der Center (18 Punkte, 11 Rebounds) von der Freiwurflinie ohne Fehl und Tadel. "Ich dachte mir schon, dass es unser Abend wird, als D-12 diesen Dreier aus der Ecke traf und 7 Freiwürfe am Stück reinmachte. Ich weiß nicht, ob er das im Training jemals geschafft hat." In seiner Karriere steht Howard jetzt bei 3 von 42 aus der Distanz.

Steph Curry (20 Punkte, 9 Assists), David Lee (23 Punkte, 10 Rebounds) und Harrison Barnes (20 & 12) mühten sich nach Kräften. Außerdem lief Marreese Speights (16 Punkte) im letzten Viertel heiß. Aber im Schlussspurt war Houston mit James Harden (26 Punkte, 9 Assists) und Patrick Beverley (7/9 FG) abgezockter. "Wir haben uneigennützig gespielt, den extra Pass gespielt und das Spiel so einfach gemacht", freute sich Chandler Parsons (23 Punkte). Auf der Gegenseite beklagte Coach Mark Jackson die 19 Turnover: "Zu viele nachlässige Ballverluste, zum ungünstigsten Zeitpunkt."

Seite 1: Horford trifft den Overtime-Gamewinner

Seite 2: Pistons-Frontcourt knackt die Nets

Seite 3: Howard glänzt als Scharfschütze

Der NBA-Spielplan im Überblick