Donnerstag, 12.12.2013

NBA-Schlaglichter

Rivers weint bei Boston-Rückkehr

Doc Rivers wird im TD Garden unglaublich herzlich empfangen und ringt nach dem Clippers-Sieg mit den Tränen. Russell Westbrook wischt alle Zweifel weg und Tim Duncan legt eine unfassbar effektive Leistung aufs Parkett. Die Knicks und Bulls liefern sich einen ganz zähen Kampf, in dem New York fast einen 23-Punkte-Vorsprung weggeworfen hätte.

9 Jahre arbeitete Doc Rivers in Boston und wurde bei den Celtics zur Trainer-Ikone
© Getty
9 Jahre arbeitete Doc Rivers in Boston und wurde bei den Celtics zur Trainer-Ikone

Charlotte Bobcats (10-12) - Orlando Magic (7-15) 83:92 (BOXSCORE)

Nachdem er zuletzt vier Spiele verletzt gefehlt hatte und schmerzlich vermisst wurde, feierte Center Nikola Vucevic gegen die Bobcats sein Comeback für Orlando und brachte die Magic prompt zurück in die Erfolgsspur. Dabei steuerte der in der Schweiz geborene Montenegriner mit 12 Punkten und 14 Rebounds gleich wieder ein Double-Double bei. Ansonsten punkteten die Magic sehr ausgeglichen. Gleich sieben Spieler legten zweistellige Zahlen auf, doch keiner kam auf 20 Punkte.

Jameer Nelson entschied das Spiel im letzten Viertel als er 12 seiner insgesamt 17 Punkte auflegte. Glen Davis, der mit 17 Punkten und 12 Rebounds ebenfalls ein Double-Double auflegte war nach dem Spiel erleichtert. "Das haben wir gebraucht. Das haben wir so dringend gebraucht. Schaut euch an, was Nik heute für uns getan hat. Genau das haben wir vermisst. Die Leute müssen ihn verteidigen", äußerte sich Big Baby beim ersten Sieg nach zuletzt sechs Niederlagen.

Die Bobcats, die normalerweise die meisten Rebounds der Liga holen, verloren den Kampf an den Brettern deutlich mit 41:52 und das obwohl Al Jefferson 10 Punkte und 11 Rebounds holte. Das fiel auch Head Coach Clifford auf. "Heute waren unsere Starter nicht von Anfang an bereit. Wir wurden am Brett geschlagen. Wir kamen hier als Nummer-1-Reboundteam der NBA hin und haben irgendwie heute unsere Leistung dort gebracht", so der Bobcats-Trainer. Ein weiterer Grund: Kemba Walker erlebte einen schwachen Abend und kam nur auf 10 Punkte (4/18 FG) und 5 Turnover bei 4 Assists.

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Boston Celtics (10-14) - L.A. Clippers (15-8) 88:96 (BOXSCORE)

Was für emotionale Szenen. Erstmals seit seinem Trade im Sommer kehrte Doc Rivers als Clippers-Trainer zurück in den TD Garden und er wurde unglaublich herzlich empfangen. Mit Standing Ovations und einem emotionalen Video wurde seinen Leistungen in Boston Tribut gezollt, so dass Rivers auf der anschließenden Pressekonferenz die Tränen in den Augen standen. Als er auf seine glückliche Zeit in Boston zurückblickte, fing er an zu weinen und gab zu: "Das hier ist einfach ein ganz nobler Ort. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, als ich vor 10 Jahren hierher kam."

Auf dem Feld war alles ein bisschen weniger emotional. Den Celtics ging in der zweiten Halbzeit die Luft aus, nachdem sie nach den ersten zwei Vierteln noch mit 6 Punkten Vorsprung geführt hatten. Doch die Starter konnten irgendwann nicht mehr kompensieren, dass von den Reservisten rein gar nichts kam. Nur 4 Punkte erzielte die gesamte Celtics-Bank, dagegen stehen 34 Punkte der Clippers-Bank. Den Großteil davon erzielte Jamal Crawford (21 Punkte, 2/2 Dreier, 2 Blocks), der den Ausfall von J.J. Redick fast vergessen lässt.

Top-Scorer der Clippers war aber Chris Paul, der mit 22 Punkten und 9 Assists ganz knapp am zur Normalität gewordenen Double-Double vorbeischrammte. Top-Scorer des Spiels war Jeff Green, der auf 29 Punkte (10/23 FG, 3/7 Dreier) kam. Brandon Bass packte aufseiten Bostons das Double-Double mit 17 Punkten und 12 Rebounds. Das alles war nach dem Spiel aber kein großes Thema angesichts der im NBA-Business mittlerweile ungewöhnlichen, tränenreichen Rückkehr des Ex-Coaches.

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Memphis Grizzlies (10-11) - Oklahoma City Thunder (17-4) 100:116 (BOXSCORE)

Russell Westbrook hatte ja in den letzten Spielen angesichts seiner miesen Wurfquoten einige Zweifel aufkommen lassen, ob seine Meniskusverletzung wirklich schon so gut abgeheilt ist. Gegen die Grizzlies belehrte er aber auch den letzten Zweifler eines Besseren. In nur 27 Minuten kam er auf hocheffektive 27 Punkte bei 7 von 12 verwandelten Felwürfen und 11 von 11 versenkten Freiwürfen. Dazu steuerte der Thunder-Spielmacher 9 Vorlagen bei.

Da konnte es auch Kevin Durant ruhig angehen lassen. Der Superstar nahm nur 12 Würfe und kam letztendlich auf 18 Punkte. Das Spiel war eigentlich schon vor dem letzten Viertel entschieden, weil die ersatzgeschwächten Grizzlies kaum noch Widerstand leisteten. Nur Mike Conley (20 Punkte, 9 Assists) und Zach Randolph (17 Punkte, 8 Rebounds) reichten nicht.

Scott Brooks war jedenfalls beeindruckt von seinem Point Guard. "Russell ist ein Spieler, der nie Entschuldigungen akzeptieren würde. Wir können zwei Spiele hintereinander haben, wir können vier Spiele in fünf Nächten haben, wir könnten auch jeden Tag im Monat ein Spiel haben, er würde es einfach lieben zu spielen. Er hat heute den Ton angegeben", frohlockte der Thunder-Coach.

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Milwaukee Bucks (5-17) - San Antonio Spurs (17-4) 77:109 (BOXSCORE)

Höchste Effizienz in Reinkultur. Was Tim Duncan in nur 24 Minuten aufs Parkett feuerte war absolut beeindruckend. Da der Big Man nicht mehr der Jüngste ist, geht Gregg Popovich sehr sorgsam mit den Minuten seines Schützlings um. Da kommen Spiele wie gegen die Bucks natürlich gelegen. Spiele, in denen Duncan nur drei Viertel lang auf dem Feld stehen muss, mal eben 21 Punkte und 16 Rebounds auflegt und 9 seiner 12 Würfe trifft.

"Ich habe paar frühe Würfe getroffen und es hat geholfen", äußerte sich Duncan nüchtern wie immer. Jedenfalls hatte Duncan am Ende zwei Würfe mehr versenkt als die gesamte Starting Five der Bucks zusammen. Gerade einmal 7 Feldwürfe brachten die Starter Milwaukees im Spurs-Korb unter. Der derzeit effektivste und mit Abstand hoffnungsvollste Buck bleibt Griechen-Rookie Giannis Antetokounmpo, der am Ende bei 15 Punkten (5/8 FG) und 8 Rebounds stand.

Bucks-Coach Larry Drew fand nach dem Spiel relativ wenig Kritik am eigenen Team und ging viel mehr auf den Gegner ein. "Sie sind ein verdammt gutes Basketballteam. Anders kann man es nicht sagen. Die Art und Weise, wie sie in der Offensive spielen, wie sie den Ball passen, ihn bewegen, das ist phänomenal", so Drew, der sich auch über die Leistung von Rookie Nate Wolters (18 Punkte, 7 Assists) freuen konnte.

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