Mittwoch, 11.12.2013

Rookie Watch

Kelly Olynyk: Von null auf hundert

Im Sommer 2012 hatte Kelly Olynyk kaum einer auf dem Schirm, heute ist der First-Round Pick einer der Hoffnungsträger der Boston Celtics. Zu verdanken hat der Kanadier den rasanten Aufstieg einer freiwilligen, einjährigen Auszeit!

Verletzungsprobleme haben Kelly Olynyks Aufstieg bei den Boston Celtics verzögert
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Verletzungsprobleme haben Kelly Olynyks Aufstieg bei den Boston Celtics verzögert

Kelly Olynyk lässt seinen Blick durch die Trainingshalle der Boston Celtics schweifen. An den Wänden hängen die Banner der insgesamt 17 NBA-Meisterschaften. "Wenn du dich hier umguckst, merkst du: Gewinnen hat in Boston Tradition. Wenn du deine Nummer dort an der Wand siehst, hast du das höchste Level erreicht", sagt der 22-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Er ist glücklich. Glücklich darüber, dass er die Chance bekommen hat, für die erfolgreichste Franchise der NBA-Geschichte spielen zu dürfen, den Rekordmeister. Glücklich aber auch, dass er es überhaupt in die beste Basketballliga der Welt geschafft hat. Denn wenn man einen Blick in die Vergangenheit des Kanadiers wirft, wird schnell klar, dass dieser Sprung noch vor 14 Monaten nicht abzusehen war.

Vom Point Guard zum Center

Dabei wird der Basketball Olynyk quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war 13 Jahre Coach der University of Toronto und diverser Jugendnationalmannschaften Kanadas, seine Mutter Schiedsrichterin und im Kampfgericht der Raptors tätig. Dennoch ist es für Kelly nicht leicht, in einem Land, in dem die meisten Jungen Eishockey-Legende Wayne Gretzky nacheifern, ein herausragender Basketballer zu werden.

Olynyk bleibt trotzdem in Kanada und besucht die South Kamloops High School. Obwohl er in der elften Klasse satte 18 Zentimeter in die Höhe schießt, spielt er bis zum Ende seiner Highschool-Zeit als Point Guard.

Um den nächsten Schritt zu machen, entscheidet er sich dann gegen Top-Unis wie Syracuse und geht nach Gonzaga. Dort muss der mittlerweile 2,13 Meter große Kelly gezwungenermaßen den Weg vom Back- in den Frontcourt antreten. Eine erhebliche Umstellung, mit der er gar nicht zurechtkommt.

Nach zwei enttäuschenden Jahren mit nur 3,8 und 5,8 Punkten pro Spiel geht Kelly erneut einen ungewöhnlichen Weg: Anstatt das College zu wechseln oder sich mit der Bankrolle zufriedenzugeben, nimmt der 20-Jährige eine freiwillige Auszeit, ein sogenanntes Redshirt-Year, 2011/12 trainiert Olynyk zwar mit dem Team, nimmt aber nicht an Spielen teil.

Kelly Tyler Olynyk

Daten & Fakten
*19. April 1991 in Toronto/CAN
Größe: 2,13m
Gewicht: 108kg
Position: Power Forward / Center
Draft: 13. Pick 2013 (Dallas Mavericks)
Klub: Boston Celtics
Trikotnummer: 41

Redshirt-Jahr als Schlüssel

Stattdessen zieht er quasi im Kraftraum ein und arbeitet im Training vor allem an seinem Post-Game, seiner Koordination und Beweglichkeit. "Wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es willst, gibst du dich mit dem Ergebnis zufrieden oder musst radikal etwas ändern!" Kelly tut Letzteres, bereitet seinen Körper auf das physische Spiel am Brett vor. Mit beeindruckendem Erfolg.

2012/2013 ist er ein komplett anderer Spieler und mit 17,8 Punkten (bei 62,9-prozentiger Wurfquote!) Topscorer der Bulldogs. Zudem holt er 7,3 Rebounds, wird ins All-America First Team und zum WCC-Spieler des Jahres gewählt. Das nächste Level ist erreicht. Zeit für den nächsten Schritt.

Die Mavs picken Kelly beim NBA Draft an 13. Stelle und traden ihn umgehend nach Boston, wo er ein wichtiges Puzzleteil des neuen Teams werden soll. Direkt im ersten Summer-League-Spiel legt Olynyk 25 Punkte auf und überzeugt mit insgesamt 18,0 Punkten und 7,8 Rebounds pro Spiel.

Die Draft Class von 2013
NBA Draft 2013, 1. Pick: Die Cleveland Cavaliers wählen Anthony Bennett (F, UNLV)
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NBA Draft 2013, 1. Pick: Die Cleveland Cavaliers wählen Anthony Bennett (F, UNLV)
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2. Pick: Die Orlando Magic wählen Victor Oladipo (SG, Indiana)
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2. Pick: Die Orlando Magic wählen Victor Oladipo (SG, Indiana)
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3. Pick: Die Washington Wizards wählen Otto Porter (SF, Georgetown)
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3. Pick: Die Washington Wizards wählen Otto Porter (SF, Georgetown)
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4. Pick: Die Charlotte Bobcats wählen Cody Zeller (PF/C, Indiana)
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4. Pick: Die Charlotte Bobcats wählen Cody Zeller (PF/C, Indiana)
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5. Pick: Die Phoenix Suns wählen Alex Len (Maryland)
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5. Pick: Die Phoenix Suns wählen Alex Len (Maryland)
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6. Pick: Die New Orleans Pelicans wählen Nerlens Noel (C, Kentucky) und schicken ihn wenig später nach Philadelphia
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6. Pick: Die New Orleans Pelicans wählen Nerlens Noel (C, Kentucky) und schicken ihn wenig später nach Philadelphia
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7. Pick: Die Sacramento Kings wählen Ben McLemore (SG, Kansas)
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7. Pick: Die Sacramento Kings wählen Ben McLemore (SG, Kansas)
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8. Pick: Die Detroit Pistons wählen Kentavious Caldwell-Pope (SG/SF, Georgia)
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8. Pick: Die Detroit Pistons wählen Kentavious Caldwell-Pope (SG/SF, Georgia)
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9. Pick: Die Minnesota Timberwolves wählen Trey Burke (PG, Michigan) und schicken ihn dann zu den Utah Jazz
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9. Pick: Die Minnesota Timberwolves wählen Trey Burke (PG, Michigan) und schicken ihn dann zu den Utah Jazz
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10. Pick: Die Portland Trail Blazers wählen C.J. McCollum (PG, Lehigh)
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10. Pick: Die Portland Trail Blazers wählen C.J. McCollum (PG, Lehigh)
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11. Pick: Nach Holidays Abschied wählen die Philadelphia 76ers einen neuen Point Guard, und zwar Michael Carter-Willams
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11. Pick: Nach Holidays Abschied wählen die Philadelphia 76ers einen neuen Point Guard, und zwar Michael Carter-Willams
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12. Pick: Die Oklahoma City Thunder holen mit Steven Adams einen echten Center-Haudegen
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13. Pick: Die Mavericks ziehen für die Boston Celtics Kelly Olynyk (PF, Gonzaga)
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13. Pick: Die Mavericks ziehen für die Boston Celtics Kelly Olynyk (PF, Gonzaga)
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14. Pick: Die Minnesota Timberwolves bekommen über die Utah Jazz Shabazz Muhammad (SG/SF, UCLA)
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14. Pick: Die Minnesota Timberwolves bekommen über die Utah Jazz Shabazz Muhammad (SG/SF, UCLA)
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15. Pick: Giannis Antetokounmpo, jüngster Spieler im Draft, darf sich nun ein Buck nennen
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15. Pick: Giannis Antetokounmpo, jüngster Spieler im Draft, darf sich nun ein Buck nennen
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16. Pick: Lucas Nogueira (C, Brasilien) war der Hingucker des Abends. Über die Boston Celtics ging es für den Brasilianer zu den Atlanta Hawks
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16. Pick: Lucas Nogueira (C, Brasilien) war der Hingucker des Abends. Über die Boston Celtics ging es für den Brasilianer zu den Atlanta Hawks
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17. Pick: Die Atlanta Hawks wählen Dennis Schröder (PG, Deutschland)
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17. Pick: Die Atlanta Hawks wählen Dennis Schröder (PG, Deutschland)
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18. Pick: Shane Larkin (G, Miami) wurde von den Atlanta Hawks gedraftet, dann aber an die Dallas Mavericks abgegeben
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18. Pick: Shane Larkin (G, Miami) wurde von den Atlanta Hawks gedraftet, dann aber an die Dallas Mavericks abgegeben
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19. Pick: Sergey Karasev (F, Russland) wurde von den Cleveland Cavaliers ausgewählt
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19. Pick: Sergey Karasev (F, Russland) wurde von den Cleveland Cavaliers ausgewählt
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20. Pick: Die Chicago Bulls sicherten die Dienste von Tony Snell (F, New Mexico)
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20. Pick: Die Chicago Bulls sicherten die Dienste von Tony Snell (F, New Mexico)
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21. Pick: Gezogen wurde Gorgui Dieng (C, Louisville) von den Utah Jazz, spielen wird er aber für die Minnesota Timberwolves
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21. Pick: Gezogen wurde Gorgui Dieng (C, Louisville) von den Utah Jazz, spielen wird er aber für die Minnesota Timberwolves
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22. Pick: Mason Plumlee (C, Duke) konnte sich gleich schon einmal an die Stimmung gewöhnen. Er wurde vor heimischer Kulisse den Brooklyn Nets gezogen
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22. Pick: Mason Plumlee (C, Duke) konnte sich gleich schon einmal an die Stimmung gewöhnen. Er wurde vor heimischer Kulisse den Brooklyn Nets gezogen
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23. Pick: Solomon Hill (F, Arizona) wurde etwas überraschend von den Indiana Pacers gezogen
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23. Pick: Solomon Hill (F, Arizona) wurde etwas überraschend von den Indiana Pacers gezogen
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24. Pick: Tim Hardaway Jr. (SG, Michigan) spielt künftig für die New York Knicks
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24. Pick: Tim Hardaway Jr. (SG, Michigan) spielt künftig für die New York Knicks
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25. Pick: L.A. Clippers sicherte sich die Dienste von Reggie Bullock (SF, North Carolina)
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25. Pick: L.A. Clippers sicherte sich die Dienste von Reggie Bullock (SF, North Carolina)
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26. Pick: Forward Andre Roberson (Colorado) marschierte als Timberwolve auf die Bühne, aber er wird für die Oklahoma City Thunder spielen
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26. Pick: Forward Andre Roberson (Colorado) marschierte als Timberwolve auf die Bühne, aber er wird für die Oklahoma City Thunder spielen
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27. Pick: An 27. Stelle wählten die Denver Nuggets Rudy Gobert (C, Frankreich) aus, aber später wurde der Franzose zu den Utah Jazz getradet
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27. Pick: An 27. Stelle wählten die Denver Nuggets Rudy Gobert (C, Frankreich) aus, aber später wurde der Franzose zu den Utah Jazz getradet
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28. Pick: Er könnte sich noch als Steal erweisen. Livio Jean-Charles (F, French Guiana) setzt die Tradition der Franzosen bei den San Antonio Spurs fort
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28. Pick: Er könnte sich noch als Steal erweisen. Livio Jean-Charles (F, French Guiana) setzt die Tradition der Franzosen bei den San Antonio Spurs fort
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29. Pick: Archie Goodwin (G, Kentucky) war der vorletzte Pick in der ersten Runde. Die Oklahoma City Thunder wählten ihn für die Phoenix Suns aus
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29. Pick: Archie Goodwin (G, Kentucky) war der vorletzte Pick in der ersten Runde. Die Oklahoma City Thunder wählten ihn für die Phoenix Suns aus
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30. Pick: Nemanja Nedovic (G, Serbien). Gezogen wurde er von den Phoenix Suns, aber spielen wird er für die Golden State Warriors
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30. Pick: Nemanja Nedovic (G, Serbien). Gezogen wurde er von den Phoenix Suns, aber spielen wird er für die Golden State Warriors
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Elias Harris (Bild), Daniel Theis und Bogdan Radosavljevic werden zwar gehandelt, am Ende aber doch nicht gedraftet.
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Elias Harris (Bild), Daniel Theis und Bogdan Radosavljevic werden zwar gehandelt, am Ende aber doch nicht gedraftet.
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Viele Experten stellen sich dennoch die Frage: Hat er das Zeug, um mit den athletischen Big Men in der NBA mitzuhalten? Inzwischen steht fest: Ja! Mangelnde Explosivität gleicht Kelly mit Intelligenz und Skills aus. Mit seiner Vielseitigkeit stellt er gegnerische Teams immer wieder vor Probleme.

Durchwachsener Start - aber schon vier Starts

Vor allem im Fastbreak ist der 2,13-Meter-Mann eine gefährliche Waffe. Seine Schwächen sind die Defense und mangelnde Konstanz. Vor allem im One-on-One kann er Gegner oft nur mit unfairen Mitteln stoppen, in den ersten elf Partien begeht er im Schnitt in nur 22,3 Minuten 3,5 Fouls!

Aufgrund extrem schwankender Leistungen ist sein NBA-Start durchwachsen, doch wie groß die Wertschätzung der Celtics ist, sieht man daran, dass der Kanadier schon vier Mal gestartet ist. "Er weiß einfach, wie das Spiel funktioniert", lobt sein Coach Brad Stevens.

Olynyk dankt ihm das Vertrauen mit Performances wie gegen Orlando (120:105), wo er 16 Punkte, 7 Rebounds und 5 Assists liefert. Es ist ein weiteres Indiz dafür, dass er bereits in Jahr eins nach der Kevin-Garnett-und-Paul-Pierce-Ära in Boston eine wichtige Rolle einnehmen kann.

Viel Raum zur Entfaltung

Hinter dem neuen Alleinherrscher Rajon Rondo, der nach seinem Kreuzbandriss noch außer Gefecht ist, bleibt genug Platz, sich schnell zu etablieren. Aufgrund der namhaften Abgänge lastet zudem erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit kein Leistungsdruck auf den Celtics.

Trotzdem oder gerade deswegen wird Kelly Olynyk weiter hart an sich arbeiten, um sich möglichst schnell einen Namen in der NBA zu machen.

"Es gibt viele Spieler, von denen man sich Dinge abgucken kann. Man sollte sein Spiel aber nicht komplett nach anderen ausrichten. Du hast das nächste Level erreicht, wenn andere sich Dinge von dir abgucken."

Selbstbewusste Worte für einen 22-Jährigen, der erst ein paar NBA-Spiele absolviert hat. Doch Olynyk scheint dafür bereit zu sein, auch diesen Schritt zu machen und das nächsthöhere Level zu erreichen.

Scouting-Report

Stärken: Vielseitiger Big Man. Kann die Vier und Fünf spielen. Für seine Länge sehr beweglich, mit gutem Drive. Skill Player, der von überall effektiv punkten kann. Zudem mit lockerem Händchen, dank dem er auch von jenseits der Dreierlinie gefährlich und dadurch im Pick'n'Roll schwer auszurechnen ist.

Schwächen: Mangelnde Explosivität, blockt kaum Würfe. Kein gutes Defensivbewusstsein. Weiß sich oft nur mit Fouls zu helfen, leistet sich zu viele Turnovers und schließt oft zu überhastet ab. Noch sehr inkonstant.

Fazit

Sehr variabler Big Man mit großem Offensivpotenzial, der sich in der Defense steigern und konstanter werden muss, um sich zu einem guten und effektiven Rollenspieler zu entwickeln.

Der Artikel erscheint in BASKET 01/2014

Kelly Olynyk im Steckbrief

Florian Ring

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