Dirk Nowitzki im Interview

"Ich vertraue Monta zu 100 Prozent"

Von Für SPOX in Dallas: Tobias Rochau
Mittwoch, 18.12.2013 | 14:24 Uhr
Dirk Nowitzki wurde 1998 von den Milwaukee Bucks gedraftet
© getty
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Dirk Nowitzki spielt bislang mit den Dallas Mavericks eine gute Saison. Im Interview spricht der deutsche Superstar über die neue Hierarchie in der Mannschaft, eine mögliche NBA-Karriere bei den Milwaukee Bucks und Frank Buschmanns neues Buch.

SPOX: Sie waren zuletzt krank und haben gegen die Milwaukee Bucks gefehlt. Wie schlimm war es? Waren Sie richtig ans Bett gefesselt? Ist es schlimmer, ein Spiel an der Seitenlinie oder von zuhause aus zu verfolgen?

Dirk Nowitzki: Es ist beides gleich schlecht. Es macht immer Spass bei der Mannschaft zu sein und der Mannschaft zu helfen, selbst wenn man schlecht spielt. Ich mache da keinen Unterschied. Ich will einfach immer spielen und die Mannschaft unterstützen, aber besonders am Samstag ging es mir richtig schlecht. Ich lag den ganzen Tag auf der Couch und habe mit Magen- und Darm-Problemen gekämpft. Es hat daher natürlich super gepasst, dass Brandan Wright gerade am Samstag zurückgekommen ist. Dazu haben wir auch noch gegen eine Mannschaft gespielt, die im Moment nicht ganz so gut drauf ist. Nach dem Spiel fiel es mir dann nicht ganz so schwer, dass ich mal ein Spiel aussetzen musste.

SPOX: Sie gehören eher zu den zähen Spielern, bei denen schon viel passieren muss, damit Sie mal aussetzen. Hat sich das inzwischen geändert? Sind Sie nach den Knieproblemen vorsichtiger geworden? Spielt da auch die Geburt ihrer Tochter Malaika eine Rolle?

Nowitzki: Die Knieverletzung aus dem Vorjahr macht gar keine Probleme mehr. Ich finde es ganz normal, dass man nach 15 Jahren im Profisport mal eine Knieverletzung erleidet. Das Problem war nur, dass es sich den ganzen Sommer über normal anfühlte und die Schmerzen erst in der Vorbereitung kurz vor der Saison kamen. Das war etwas blöd, aber im Grunde war es nur eine kleine OP. So etwas machen die im Krankenhaus 100 mal am Tag. Leider hat die Reha dann etwas länger gedauert als erhofft. In meiner Karriere hatte ich bis jetzt echt Glück und bin von großen Verletzungen verschont geblieben. Ich hoffe natürlich, dass es auch die letzten Jahre so bleibt, so dass ich auch in zehn Jahren mit der Malaika Tennis spielen kann.

SPOX: Fällt es Ihnen dank ihrer Tochter leichter, auch mal zu Hause zu bleiben?

Nowitzki: Natürlich ist es schön, bei meiner Tochter zu sein, aber nicht wenn ich krank oder verletzt bin. Das bedeutend ja, dass ich meiner Mannschaft nicht helfen kann. Ich bin der Typ der immer auf dem Feld stehen will.

Schaue dir die Dallas Mavericks mit dem League Pass an!

SPOX: Im Meisterjahr war die Zonenverteidigung ein wichtiges Mittel, gerade in den Finals gegen Miami. Die hat man in den letzten zwei Jahren aber kaum gesehen? Warum nicht? Und ist der Eindruck richtig, dass Carlisle sie jetzt wieder häufiger mal auspackt?

Nowitzki: Um die Zonenverteidigung zu spielen, muss man schon eine eingespielte Mannschaft haben. Wir hatten letztes Jahr aber acht oder neun Spieler, die nur Einjahresverträge hatten. Von daher war klar, dass es schwierig werden würde. In den Jahren zuvor hatten wir mit Jason Kidd, Jason Terry, Shawn Marion und mir gleich vier Spieler, die sich blind verstanden haben und schon längere Jahre zusammengespielt hatten. Dazu kam mit Tyson Chandler ein Center, der es verstanden hat, die Jungs richtig zu verschieben. Es gibt Mannschaften gegen die man einfach besser Zone spielen kann als andere. Gegen Denver haben wir in der zweiten Halbzeit fast komplett mit der Zonenverteidigung gespielt und das Spiel fast noch gedreht. Es kommt auf viele Faktoren an. Wenn die Mann-gegen-Mann-Verteidigung nicht funktioniert, probieren wir es halt. Normalerweise sind gute Mannschaften zu erfahren, stellen sich dann darauf ein und schießen dich von außen ab. Man muss einen guten Mix finden.

SPOX: Coach Carlisle hatte im letzten Jahr so seine Probleme mit dem taktischen Verständnis und der taktischen Disziplin von Brandan Wright. Jetzt ist er aber ein Hoffnungsträger. Welche Komponenten bringt er, die andere Big Man der Mavs nicht haben? Welcher passt am besten zu Ihnen?

Nowitzki: Samuel bringt seine Länge mit, Blair ist klein, aber ein sehr physischer Spieler und er hat sehr gute Hände. Brandon ist ein sehr guter Athlet, der über dem Korb arbeitet. Man kann ihm den Ball einfach nur hochschmeißen und er weiß etwas damit anzufangen. Er kann Fastbreaks laufen und ist ein guter Shotblocker. Was wirklich besonders bei ihm ist, wenn er nicht dunkt, hat er butterweiche Hände. Sein linker Hakenwurf ist so sicher wie bei keinem anderen in der Liga. Er hat ja auch in seinem ersten Spiel 9 von 10 Würfen getroffen. Da er so lang und athletisch ist. kann man seinen Wurf fast nicht blocken. Auf der taktischen Seite hat er sehr viel dazu gelernt und da wird es keine Probleme geben. Man kann nicht wirklich sagen, wer am besten zu mir passt, da wirklich alle drei verschiedene Talente besitzen, die wir im Spiel brauchen.

SPOX: Sam Dalembert verliert immer mehr Spielzeit. Was ist da los? Was gefällt Carlisle gerade nicht an ihm?

Nowitzki: Dazu kann ich im Moment nicht viel sagen. Samuel ist aber ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft und wird auch wieder seine Spielzeit bekommen. Wir brauchen ihn genauso wie Blair und Wright.

SPOX: Die Defense galt vor Saisonbeginn als mögliche Achillesferse der Mavs? Wie stark und inwiefern hat sich das Team in der Hinsicht verbessert?

Nowitzki: Ich glaube, wir verbessern uns da von Spiel zu Spiel. Die Saison ist immer noch jung. Jetzt wo Brandan als Shotblocker zurück ist, wird das auch immer besser werden. Wie vorhin erwähnt, wir sind wieder eine komplett neue Mannschaft, die sich auch defensiv erst noch finden muss.

SPOX: Die beiden Rookies Gal Mekel und Shane Larkin streiten sich gerade um die Spielzeit hinter Point Guard Jose Calderon. Wie schätzen Sie die beiden ein?

Nowitzki: Mekel und Larkin sind beide sehr gute Basketballer, die ihren Weg gehen können. Sie wissen beide, dass sie noch viel und hart arbeiten müssen, aber wir unterstützen sie und sie werden beide wichtige Minuten bekommen. Sie wissen beide um ihre Rollen und wissen auch, dass ihre Spielzeit mal schwanken kann. Das wird sie aber sicher nicht aus der Bahn werfen. Es macht mir großen Spaß, den beiden beim Training und im Spiel zuzuschauen.

SPOX: Kommen wir zur Game-Winner-Diskussion: Monta Ellis hat die letzten Würfe genommen, auch Vince Carter durfte schon in diesem Jahr. Früher war das völlig selbstverständlich Ihre Domäne. Wie hat sich da die Hierarchie entwickelt, geht der Coach mehr mit dem demjenigen, der grad heiß ist? Wie sieht das in den Playoffs aus?

Nowitzki: Es gab auch früher nicht wirklich eine Hierarchie. Wenn Jet oder Kidd damals gut drauf waren, haben sie die letzten Würfe genommen. Ich vertraue da Leuten wie Monta und Vince zu 100 Prozent. Vince ist mit seiner Erfahrung eine Option, die andere Mannschaften gerne hätten und Monta mit seinem Speed ist im 1-gegen-1 fast nicht zu stoppen. Er kann sich immer einen guten Wurf kreieren. Ich denke auch, in den Playoffs wird es so sein, dass derjenige, der sich gut fühlt, den Wurf nimmt. Da gibt es keinen Ärger zwischen uns.

Seite 2: Nowitzki über Kobe, Buschi und die Fußball-WM

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