Montag, 30.12.2013

Oklahoma City Thunder - Houston Rockets 117:86

Durant in einer eigenen Liga

Die Oklahoma City Thunder (25-5) haben das Spitzenspiel gegen die Houston Rockets (21-12) souverän gewonnen. Beim 117:86-Sieg (BOXSCORE) war Kevin Durant der überragende Spieler.

Oklahoma Citys Superstar Kevin Durant war von den Houston Rockets nicht zu stoppen
© Getty
Oklahoma Citys Superstar Kevin Durant war von den Houston Rockets nicht zu stoppen

Der MVP-Kandidat spielte Katz und Maus mit der Defense der Texaner, erzielte 33 Punkte und sammelte 13 Rebounds ein. Dazu verteilte er 5 Assists.

Optimale Hilfe bekam Durant von Jeremy Lamb (Career-High 22 Punkte, dazu 5 Rebounds, 5 Assists und 2 Steals) sowie Reggie Jackson (16 Punkte, 8 Assists) und Thabo Sefolosha (13).

Bei den Rockets, die ihre ersten zwölf Würfe versemmelten und früh mit 0:13 hinten lagen, war Aaron Brooks mit 17 Zählern Topscorer. Chandler Parsons und Omri Casspi kamen auf jeweils 15 Zähler. Dwight Howard und James Harden kamen nur auf 9 bzw. 8 Punkte.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Den Gastgebern fehlt - das dürfte sich herumgesprochen haben - Russell Westbrook, der erneut am Knie operiert werden muss. Dafür startet Jackson neben Sefolosha, Durant, Ibaka und Perkins, dem Howard-Stopper.

Die Gäste aus Houston starten ebenfalls ohne ihren Starting-Point Guard Patrick Beverley (Handbruch). Lin, Harden, Parsons, Jones und Howard stehen in der Anfangsaufstellung.

3.: Sahnestart der Thunder! Durant mit 4 Zählern, Sefolosha mit 5, die Rockets mit 0. Macht 9:0 für den Gastgeber, Houston schießt bisher 0/4 aus dem Feld und wirkt ratlos.

6.: Nach 5:20 Minuten schnappt sich Howard einen Offensivrebound, wird gefoult und steht an der Linie. Der erste geht daneben, der zweite ebenfalls. Die Rockets haben noch immer keinen Punkt, 11:0 Thunder.

12.: Brooks ist bisher der Lichtblick im Spiel der Gäste. Mit vier schnellen Punkten gestaltet er das Ergebnis etwas freundlicher, es steht nur noch 14:26.

14.: Durant mit schnellem Zug die Baseline entlang und einem spektakulären Dunk. Die Halle kocht, aber Casspi kontert eiskalt mit einem Dreier. Houston ist jetzt im Spiel, 17:28.

18.: Howard spielt derzeit gegen Collison, doch die Rockets schaffen es nicht, den Ball zu ihrem All-Star zu bringen. Immerhin gelingt Howard jetzt mal ein Offensvrebound und ein Layup. 27:39 Thunder.

26.: Perkins mit einem Jumper von der Freiwurflinie - drin! Den hat der Center neuerdings drauf, und bringt seine Thunder mit 63:47 in Front.

30.: Die Rockets mit drei Ballverlusten hintereinander, die Thunder mit einem Ibaka-Dunk und einem Durant-Dreier. Es steht 71:47 für den Gastgeber, die Partie ist jetzt wohl schon gelaufen...

36.: Das ist doch noch mal ein Highlight! Brooks, heute einer der besseren Rockets-Spieler, trifft mit der Schlusssirene des dritten Viertels von der Mittellinie. Aber: Es steht 70:90, die Niederlage wird er damit nicht verhindern können.

41.: 7:17 Minuten sind noch zu spielen, aber Durants Abend ist wohl beendet. Lamb übernimmt jetzt und schraubt sein Punktekonto gleich im nächsten Angriff auf 20 Punkte - Career-High. 105:78 Thunder.

Oklahoma City Thunder vs. Houston Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Durant. Wenn der vielleicht beste Scorer der Liga so im Rhythmus ist wie gegen Houston, dann wird es für jede Mannschaft der Welt schwer. Durant zog mit seiner unvergleichlichen Eleganz zum Korb und stopfte mehrmals spektakulär, stoppte aber immer wieder auch in der Mitteldistanz ab und traf außerdem auch von außen nach Belieben.

Freiwürfe sind sowieso keine Herausforderung. Es gibt schlechtere One-on-One-Verteidiger als Chandler Parsons. Doch im Duell mit OKCs Superstar war er auf völlig verlorenem Posten.

Der Flop des Spiels: Jeremy Lin und James Harden. Eigentlich sollte Houston einen der besseren Backcourts der Liga haben. Doch wenn die Beine schwer werden, geht auch bei Harden und Lin nichts. Zusammen schossen sie 4 von 18 aus dem Feld (22 Prozent), erzielten lediglich 14 Punkte und leisteten in der Defense meist keine Gegenwehr. Zu allem Überfluss leisteten sich die Spielmacher mehr Turnover als Field Goals (5).

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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Das fiel auf:

  • Für die Rockets war das Gastspiel in Oklahoma City das 4. Spiel in fünf Tagen. Bisher lautete die Bilanz beim zweiten Spiel eines Back-to-Back-Sets 7-1. Aber nach zahlreichen Verletzungen hat McHale seine Rotation auf nur noch acht Mann zusammengestaucht. Irgendwann rächt sich die große Belastung eben. In Oklahoma City wirkte Houston kollektiv saft- und kraftlos, spielte unpräzise und hatte keinerlei Lösungsansätze.
  • Für Gegner wie Houston und Dwight Howard hatte GM Sam Presti Kendrick Perkins vor einigen Jahren geholt. Der Center wird dafür gerühmt, Howard besser zu verteidigen als jeder andere Big Man der Liga. Zu Beginn sah man sehr deutlich warum. Perkins schob Howard schon vor dem Post-Up weit aus der Zone dorthin, wo er sich nicht wohl fühlt. Effektiv war Howard eigentlich nur nach Offensivrebounds.
  • Thabo Sefolosha ist einer der besten Flügelverteidiger der Liga, das ist bekannt. Aktuell hat er aber auch offensiv einen guten Lauf. Im sechsten Spiel in Folge traf der Schweizer einen Dreier, dazu zog er gegen den defensiv einmal mehr indisponierten James Harden zum Korb, traf seine Freiwürfe und lief Fastbreaks. Ein runder Auftritt von Sefolosha.
  • Ohne Ömer Asik setzt Rockets-Coach McHale bevorzugt auf Terrence Jones als Backup-Center. Der Sophomore ist für diese Rolle eigentlich viel zu klein, doch OKC baut selbst mit Ibaka und Collison auf Power Forwards als Ersatz-Center. Adams spielt derzeit nicht viel, deshalb kam Houston mit Jones locker davon. Der Lefty, der als Power Forward startet, war nicht der Grund für die Pleite der Rockets.
  • In den letzten Partien hatte Jeremy Lin immer wieder Probleme, seinen Rhythmus zu finden. Wohl dem Coach, der dann auf Aaron Brooks vertrauen kann. Der Most Improved Player von 2010 ist eigentlich nur dritter Point Guard hinter Pat Beverley und Lin, profitierte aber von Beverleys Ausfall und ist jetzt wieder gefragt. Nach einer Zeit zum Vergessen zwischen Phoenix, Ausland und Sacramento ist Brooks jetzt wieder voll da.

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Philipp Dornhegge

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Philipp Dornhegge(Verantwortlicher Redakteur NBA.de)

Philipp Dornhegge, Jahrgang 1981, kehrte im Dezember 2012 nach knapp einjährigem Zwischenstopp bei SKY zurück zu SPOX und PERFORM Deutschland, um dort seine aktuelle Aufgabe als verantwortlicher Redakteur für NBA.de anzugehen. Geboren und aufgewachsen im Münsterland, hatte er die Heimat nur für zwei Semester in Vancouver verlassen, bevor er 2008 nach München zog. Studierter Anglist, aktiver Basketballer seit 1992.

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