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Hawks-Sieg bei Schröders Rückkehr

Von Ole Frerks
Dienstag, 17.12.2013 | 04:15 Uhr
Kobe Bryant (l.) erlebte gegen die Hawks wieder einen durchwachsenen Abend
© Getty
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Dennis Schröder verfolgte bei seiner Rückkehr aus der D-League von der Hawks-Bank, wie sein Team zuhause gegen die Los Angeles Lakers mit 114:100 gewann (BOXSCORE). Dabei legten sechs Hawks zweistellig Punkte auf und Kyle Korver setzte seine Rekordserie fort. Kobe Bryant erlebte erneut einen durchwachsenen Abend.

Bis zur Halbzeit hatte Atlanta noch mit 7 Punkten hinten gelegen. Im dritten Viertel traten die Hawks jedoch wie verwandelt auf und dominierten die Gäste mit 35:19. Topscorer aufseiten der Hawks war am Ende Al Horford mit 19 Punkten, zudem lieferte der Center 11 Rebounds und 5 Assists. Jeff Teague (17 Punkte, 10 Assists) gelang ebenfalls ein Double-Double.

Atlanta profitierte vor allem von seiner Ausgewogenheit. Paul Millsap legte 18 Punkte und 9 Rebounds auf, Mike Scott (14) DeMarre Carroll (13) und Kyle Korver (11) punkteten ebenfalls zweistellig. Die Hawks-Bank sorgte insgesamt für 36 Punkte. Die Rückkehrer Dennis Schröder und John Jenkins wurden beide nicht eingesetzt.

Bei den Lakers kam ebenfalls ein Großteil der Punkte von der Bank. Nick Young war mit 23 Punkten Topscorer der Partie, Xavier Henry gelangen 18 Punkte. Von der Starting Five konnten indes nur Pau Gasol (16 Punkte, 10 Rebounds, 7/9 FG) und Jordan Hill überzeugen, der 21 Punkte und 9 Rebounds bei 100-prozentiger Wurfquote (8/8) auflegte.

Kobe Bryant machte indes nur 8 Punkte bei 4 von 14 aus dem Feld. Ihm gelangen immerhin 6 Assists, allerdings leistete er sich auch wieder 5 Ballverluste. Noch enttäuschender agierten die anderen beiden Starter Jodie Meeks (2 Punkte, 1/8 FG) und Wesley Johnson (6 Punkte, 3/9 FG).

Die Reaktionen:

Kobe Bryant (L.A. Lakers): "Mein linker Knöchel hat sich ein bisschen steif angefühlt. Der nächste Level wird es sein, locker zu bleiben, auch wenn man nach einer Pause wieder ins Spiel kommt. Das kommt mit der Zeit. Wenn man aktiver ist, gewöhnt sich der Knöchel daran. Ich muss weiter das große Ganze im Auge behalten und mich darauf konzentrieren, besser zu werden."

Mike D'Antoni (Trainer L.A. Lakers): "Sie kamen nach der Halbzeit deutlich aggressiver und physischer heraus, holten sich alle Rebounds und Loose Balls. Wir haben einfach nicht den nötigen Biss gehabt."

DeMarre Carroll (Atlanta Hawks) über seine Defense gegen Kobe Bryant: "Ich wollte ihn übers ganze Feld verteidigen, um ihn müde zu machen. Deshalb waren seine Würfe zu kurz, weil seine Beine müde wurden. Darum bin ich hier, um Defense zu spielen. Ich will ins All-Defensive Team kommen, weil ich glaube, dass ich einer der besten Verteidiger sein kann."

Mike Budenholzer (Trainer Atlanta Hawks): Im dritten Viertel haben unsere Aggressivität und Intensität den Ton für eine gute Halbzeit angegeben. Wir haben den Ball gut bewegt, den offenen Mann gefunden. So wollen wir spielen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Den Hawks-Backcourt formen heute wie üblich Jeff Teague und Kyle Korver. Zudem beginnen DeMarre Carroll sowie Paul Millsap und Al Horford. Dennis Schröder nimmt erstmals nach seinem D-League-Abenteuer wieder auf der Bank Platz. Bei den Gästen aus L.A. macht Kobe wieder den Interims-Einser. Mit ihm starten Jodie Meeks, Wesley Johnson, Jordan Hill und Pau Gasol.

4.: Guter Start für Gasol! Der Spanier hat bisher alle sechs Punkte für die Lakers erzielt. Die verlieren zwar permanent den Ball (schon 4 Turnover), bisher macht das aber nichts, weil Korver drei offene Dreier versemmelt hat und auch bei den anderen Hawks noch nichts fällt. Dürfte eher nicht so weitergehen. 6:2 Lakers.

9.: Jetzt ist auch Kobe im Spiel. Die Mamba hat zwar schon vier Ballverluste auf dem Konto, die letzten drei Offensivaktionen Bryants lesen sich jedoch wie folgt: Jumper, Layup nach schönem Drive gegen Carroll, Jumper. 22:14 für die Gäste.

14.: Klasse Aktion von Nick Young! Mit einem Fake lässt er Korver vorbeifliegen und nimmt sich dann alle Zeit der Welt, um den Dreier einzustreuen - der Mann nennt sich eben nicht zu unrecht Swaggy P. Das macht 9 Punkte in fünf Minuten für den Forward. Auf der anderen Seite antwortet Shelvin Mack ebenfalls vom Perimeter. 33:26 L.A.

18.: Elton Brand mag nicht mehr der Jüngste sein, trotzdem sollten die Lakers langsam mal anfangen, den Big Man ein bisschen ernst zu nehmen. Brand bekommt einen offenen Wurf aus der Mitteldistanz nach dem anderen, mit 8 Punkten ist er auf einmal Topscorer der Hawks. Auch hinten hat er großen Einfluss und bereits drei Würfe geblockt. Er führt eine Hawks-Bank an, die bisher wesentlich besser drauf ist als die Starting Five. 41:38 Lakers.

24.: Unnötig wie ein Kropf, Herr Teague! Die Halbzeit ist eigentlich rum, als der Point Guard etwas zu laut über ein nicht gegebenes Foul meckert und sich selbst ein Technisches abholt. Das hätte er sich sparen sollen. Mit 47:54 aus Sicht der Hawks geht es in die Pause, das dritte Viertel wird jetzt mit Freiwurf und Ballbesitz L.A. starten.

27.: Weiter geht's mit der Rebound-Überlegenheit der Gäste. Hill schnappt sich Meeks' Fehlwurf, dreht sich einmal um Millsap und stopft den Ball mit Foul durch den Ring. Der Forward steht bei 6 von 6 aus dem Feld - es geht eben leichter, wenn man seine Punkte alle direkt am Korb macht. 60:52 L.A.

30.: The streak continues! Die ersten vier Versuche gingen daneben, aber jetzt trifft Korver den Dreier. Das macht Spiel 94 in Folge mit mindestens einem, im nächsten Angriff trifft er schon wieder von draußen. Einen Jumper von Horford und einen Leger von Carroll später führen die Hawks auf einmal mit 65:62. Timeout Lakers!

34.: Die Lakers lassen sich jetzt hier völlig den Schneid abkaufen. Vorne ist der ganze Spielfluss weg, hinten entstehen immer wieder teils unfassbare Lücken, die von den plötzlich brandheißen Hawks bereitwillig ausgenutzt werden. 77:68 für Atlanta, Mike D'Antoni nimmt die nächste Auszeit.

42.: Atlanta hält die Führung fest. Auf jeden Korb der Lakers folgt postwendend die Antwort. Jetzt hat Kobe einen schönen Reverse-Layup versenkt, Budenholzer nimmt die Auszeit, bevor L.A. hier nochmal richtig ins Spiel kommt. 101:90 für die Hawks.

Atlanta Hawks vs. L.A. Lakers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Der Turnaround im dritten Viertel ging zum Großteil von Al Horford aus. Mit einigen schnellen Treffern aus der Mitteldistanz und gutem Einsatz am Brett gab der Big Man den Ton an und infizierte mit seinem Willen auch die Teammates. Nach nur sechs Punkten in Halbzeit eins zeigte Horford genau die richtige Reaktion und hatte am Ende 19 Punkte, 11 Rebounds und 5 Assists auf dem Konto. Neben seinem offensiven Einfluss auch wichtig: In Halbzeit zwei nahm er den zuvor starken Gasol fast komplett aus dem Spiel.

Der Flop des Spiels: Jodie Meeks und Wesley Johnson. Beide Lakers-Flügel trafen extrem schlecht aus dem Feld und verpennten auch defensiv immer wieder ihre Aufgaben. Meeks, der Jeff Teague verteidigen sollte, ließ den Point Guard nach Belieben penetrieren und verlor ihn teilweise komplett aus den Augen. Johnson ließ Kyle Korver immer wieder alleine an der Dreierlinie stehen - nicht zu entschuldigen! Das kann man sich gegen Josh Smith erlauben, aber sicher nicht gegen einen der besten Dreierschützen der Liga. Die schwachen Leistungen der beiden Starter drückten sich auch beim Plus-Minus-Wert aus: Bei Meeks betrug dieser -11, bei Johnson gar -19.

Das fiel auf:

  • In Halbzeit eins half den Lakers vor allem ihre Überlegenheit am Brett dabei, fast permanent vorne zu bleiben. Insbesondere Gasol nutzte seine Größenvorteile gegenüber Horford und Millsap aus und sammelte 9 Rebounds, auch Frontcourt-Partner Jordan Hill griff sich 6 Bretter. Nach zwei Vierteln führte L.A. mit 28:17 am Brett, 8 davon offensiv. Daraus resultierten gleich 15 2nd-Chance-Points, bei Atlanta waren es nur 4.
  • Die Hawks kamen erst durch die Produktion ihrer Bankspieler richtig ins Spiel. Shelvin Mack (9 Punkte), Mike Scott (7) und vor allem Elton Brand (8 Punkte, 5 Rebounds, 3 Blocks) hielten Atlanta in Halbzeit eins in Schlagdistanz und machten die wenig überzeugenden Leistungen der Starting Five weitestgehend wett.
  • In Halbzeit zwei hatte die Lakers-Defense den Namen nicht verdient. Die Hawks bekamen immer wieder völlig offene Würfe von draußen und konnten außerdem penetrieren, wann immer sie wollten. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit verloren die Lakers nun auch den Kampf um die Bretter und ließen ihrerseits viele Offensivrebounds zu. Auf diese Weise ist es unmöglich, einen Rückstand aufzuholen, selbst wenn die Offense einigermaßen läuft.
  • Kyle Korver dürfte selbst davon überrascht gewesen sein, wie offen er bei seinen Versuchen vom Perimeter teilweise war. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass ein Shooter wie er vier offene Dreier zum Anfang an versemmelt hat. Aber wie das eben so ist bei Distanzschützen: Man wirft weiter, und irgendwann klappt es. Bei Korver passierte das im dritten Viertel, als er schnell drei Dreier versenkte und damit entscheidend am Wechsel des Momentums zugunsten der Gäste beteiligt war.
  • Kobe Bryant erlebte einen durchwachsenen Abend. Dem Superstar unterliefen zu Anfang des Spiels abermals vier schnelle Ballverluste. Dies bekam er mit der Zeit zwar in den Griff, allerdings konnte er auch in Sachen Scoring nicht viel beitragen. Seine ersten drei Field Goals erfolgten allesamt binnen zweier Minuten im zweiten Viertel, danach fand nur noch ein einziger seiner 8 Würfe das Ziel. Natürlich ist Kobe nach seiner Verletzung noch in Schutz zu nehmen, zumal er nicht auf seiner eigentlichen Position spielt. Es wurde allerdings erneut klar, dass er noch einiges an Zeit brauchen wird, um wieder ansatzweise an sein altes Niveau anzuknüpfen.
  • Pau Gasol schlägt momentan (mal wieder) extrem viel Kritik entgegen, sein Name taucht (mal wieder) regelmäßig in Tradegerüchten auf. In Atlanta zeigte er im ersten Viertel, dass er trotzdem noch einen hohen Wert besitzt, wenn er motiviert auftritt. Gasol war aggressiv am offensiven Brett, zeigte sein noch immer überdurchschnittliches Passspiel und traf jeden seiner fünf Wurfversuche. Schwer zu erklären ist hingegen, warum er nach dem ersten Abschnitt nicht genau so weitermachte.

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