Freitag, 08.11.2013

Center nur noch "ein Schatten meiner selbst"

Bynum denkt an Karriereende

Trotz seines geglückten Comebacks tut sich Andrew Bynum von den Cleveland Cavaliers offenbar schwer, wieder in Tritt zu kommen. Anhaltende Schmerzen führen dazu, dass der Center immer wieder an ein Karriereende denkt.

Nach über einem Jahr Pause kehrte Andrew Bynum zu Saisonbeginn auf die NBA-Bühne zurück
© getty
Nach über einem Jahr Pause kehrte Andrew Bynum zu Saisonbeginn auf die NBA-Bühne zurück

"Ich möchte so gern wieder frei von Schmerzen sein, die Freude am Spielen wiederfinden", so Bynum nach einem Cavaliers-Training. "Im Moment tut es weh, und das nervt. Ich bin es gewohnt, gewisse Dinge auf dem Court bewegen zu können. Die Situation ist frustrierend für mich."

Mit rund 13 Minuten Spielzeit pro Partie und Durchschnittswerten von 5,5 Punkten, 3,5 Rebounds und 1,3 Blocks ist der 26-Jährige, den die Cavs langsam aufbauen wollen, sehr ordentlich in die Saison gestartet.

Nachdem Bynum die komplette Spielzeit 2012/2013 (damals in Diensten der Philadelphia 76ers) verpasst hatte, konnte man ursprünglich nicht einmal damit rechnen, dass er so schnell fit sein würde. Obwohl, richtig fit ist er ja nicht.

"Ich bin ein Schatten meiner selbst", so Bynum desillusioniert. "Ich tue mich mental schwer. Man kann das Spiel einfach nicht genießen, wenn man physisch so limitiert ist". Seine Wurfquote aus dem Feld von 28 Prozent deutet an, dass Bynum nicht der dominante Center ist, der er in seiner Zeit zumindest in Ansätzen sein konnte.

Wiedersehen mit Sixers am Freitag

Viele sahen in Bynum damals den besten Offensivcenter der Liga und größten Herausforderer von Dwight Howard im Kampf um die Krone als bester Fünfer der Liga.

Auch damals war er allerdings immer mal wieder verletzt, seit dem Sommer 2012 droht Bynum sogar das Karriereende.

"Daran habe ich tatsächlich gedacht", sagt Bynum. "Und ganz ehrlich: Der Gedanke kommt mir auch heute noch immer wieder." Dass ihn die Sixers-Fans zum Großteil verteufeln, weil er kein Spiel für Philly machte, bevor er sich in diesem Sommer den Cavaliers anschloss, stört Bynum dagegen nicht.

"Hätte ich spielen können, hätte ich es getan", sagt der 2,13-Meter-Mann vor dem ersten Wiedersehen mit dem alten Mann in der Nacht von Freitag auf Samstag. "Es ist mir egal, wie ich von den Fans in Philadelphia empfangen werde, aber ich würde mir schon Verständnis wünschen. Ich war verletzt und bin es noch immer. Die Leute müssen einfach akzeptieren, dass meine Knie sind, was sie sind."

Andrew Bynum im Steckbrief

SPOX
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