Montag, 25.11.2013

NBA-Schlaglichter

Brooklyn kassiert fünfte Pleite in Serie

Die Superstar-Truppe der Brooklyn Nets schlittert immer weiter in die Krise. Gegen die Detroit Pistons kassierte das nunmehr schlechteste Team im Osten die fünfte Niederlage in Serie. Die Phoenix Suns holen sich ihre positive Bilanz zurück. Die Thunder machten kurzen Prozess mit den Utah Jazz. Los Angeles gewinnt gegen Sacramento.

Die Startruppe der Brooklyn Nets kommt in dieser Saison einfach nicht in Fahrt
© getty
Die Startruppe der Brooklyn Nets kommt in dieser Saison einfach nicht in Fahrt

Brooklyn Nets (3-10) - Detroit Pistons (5-8) 97:109 (BOXSCORE)

So langsam wird es richtig übel bei den Nets. Brooklyn kassierte gegen die Pistons die fünfte Pleite in Folge und steht auf dem letzten Platz der Eastern Conference. Nur zur Erinnerung: Die Nets sind das mit Abstand teuerste Team der NBA, gespickt mit All-Stars. Kevin Garnett, einer dieser All-Stars, kommentierte die Situation kurz und knapp: "Es sind gerade harte Zeiten."

Sein Coach Jason Kidd war da schon ein wenig auskunftsfreudiger, einen Lösungsansatz präsentiert er aber auch nicht: "Der Ball landet momentan immer in den Händen des Gegners. Wir müssen einfach zusammenhalten."

Dabei führten die Nets zur Halbzeit noch mit 7 Punkten, verspielten den Vorsprung nach dem Wechsel aber innerhalb von wenigen Minuten und lagen dann zurück. Ein Phänomen, das Brooklyn durch die ganze Saison begleitet. "Wir sind das schlechteste Team im dritten Viertel und das ist einfach inakzeptabel", erklärte Garnett.

Da halfen auch die 34 Punkte und 8 Dreier von Joe Johnson nichts. Auf Detroits Seite war es vor allem Rodney Stuckey, der für den Sieg sorgte. Der Guard erzielte 17 seiner 27 Punkte im letzten Viertel. Dazu kam das fast schon obligatorische Double-Double von Greg Monroe (18 Punkte, 11 Rebounds).

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Orlando Magic (4-9) - Phoenix Suns (7-6) 96:104 (BOXSCORE)

Die Phoenix Suns haben wieder eine positive Bilanz. Dabei musste das Team von Jeff Hornacek noch einmal zittern. Orlando verkürzte kurz vor Ende einen 14-Punkte-Rückstand auf 3 Zähler, aber Channing Frye mit einem Jumper und sieben weitere Zähler des überragenden Goran Dragic sorgten für die Entscheidung.

Der Slowene war mit 23 Punkten Topscorer der Partie. Dazu kamen starke 13 Assists. Frye steuerte 14 Punkte und 7 Rebounds zum Sieg bei. Bei Orlando feierte Tobias Harris sein Saisondebüt. Der Small Forward fehlte bislang aufgrund einer langwierigen Knöchelverletzung und hatte noch reichlich Rost angesetzt. In 16 Minuten kam er auf 6 Punkte und 1 Rebound.

Nikola Vucevic legte das nächste Double-Double (20 Punkte, 10 Rebounds) hin und Andrew Nicholson erzielte von der Bank kommend 19 Zähler. Rookie Victor Oladipo, der beachtliche 40 Minuten auf dem Court stand, konnte die Spielzeit nicht wirklich nutzen. Der Combo Guard traf nur 3 seiner 12 Würfe für 6 Punkte. Auch in Sachen Rebounds und Assists (jeweils 5) war der Rookie in diesem Jahr schon produktiver.

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Oklahoma City Thunder (9-3) - Utah Jazz (1-14) 95:73 (BOXSCORE)

Das Spiel war auch ohne Russell Westbrook kein Problem. Der Point Guard durfte beim lockeren Sieg über die Jazz pausieren und sein operiertes Knie schonen. Die Teamkollegen richteten es und sorgten dafür, dass Oklahoma City in der heimischen Chesapeake Energy Arena weiter ungeschlagen bleibt.

Coac Scott Brooks konnte früh seine Starting Five schonen und so spielte Kevin Durant nur 26 Minuten, die er aber äußerst produktiv gestaltete. Der Superstar kam auf 19 Zähler und 9 Rebounds. Serge Ibaka legte mit 17 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double hin. Mitte des dritten Viertels war im Grunde alles gelaufen. Die Thunder führten mit komfortablen 38 Punkten.

Dat Team hat bislang alle sechs Heimspiele in dieser Saison gewonnen. Das ist die beste Bilanz seit dem Umzug von Seattle nach OKC. Die Jazz kassierten dagegen schon die 14. Niederlage in dieser Saison. Rookie Trey Burke legte sein bisher schlechtestes Spiel hin. Er stand am Ende bei 4 Punkten und 4 Assists.

Einen guten Eindruck hinterließ dagegen Rookie-Kollege Rudy Gobert. Der französische Center mit der unglaublichen Spannweite erzielte in nur 10 Minuten 10 Punkte, 3 Rebounds und 2 Blocks. Das reichte, um Topscorer bei Utah zu sein. Enes Kanter kam ebenfalls auf 10 Punkte. Gordon Hayward brachte nur enttäuschende 8 Punkte zustande.

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Los Angeles Lakers (7-7) - Sacramento Kings (4-9) 100:86 (BOXSCORE)

Nach dem hammerharten Auftaktprogramm gegen fast ausschließlich Teams mit einer positiven Bilanz folgen für die Lakers nun vier Spiele gegen Mannschaften mit einer negativen Bilanz. Und der Anfang sieht doch schon einmal ganz gut aus. Mit einem deutlichen Sieg gegen die Kings glich Los Angeles die eigene Bilanz wieder aus und feierte den dritten Sieg in Serie.

Dabei erweist sich Steve Blake immer mehr zum Glücksfall. Der Point Guard vertritt Steve Nash so ausgezeichnet, dass man den zweifachen MVP in Tinseltown fast gar nicht mehr vermisst. Blakes Bilanz über die letzten fünf Spiele ist einfach nur hervorragend. Im Schnitt legt mit 11,2 Punkten und 10,8 Assists ein Double-Double auf. Gegen Sacramento waren es wieder 9 Punkte und 12 Assists.

Auch Pau Gasol kommt immer mehr in Topform. Dem Spanier gelang mit 20 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double. Topscorer war aber Xavier Henry, der von der Bank kommend 21 Punkte erzielte - 12 davon im Schlussviertel. Elias Harris kam nicht zum Einsatz, konnte sich aber immerhin am Abend zuvor bei seinem Debüt in der D-League Selbstvertrauen holen. Dort erzielte er 18 Punkte für die D-Fenders.

Die Kings hielten eigentlich bis Mitte des dritten Viertel gut mit und gestalteten die Partie ausgeglichen, aber ein Run der Lakers brach ihnen dann das Genick. Greivis Vasquez zeigte vor allem in der ersten Hälfte ein starkes Spiel und kam auf 20 Punkte und 7 Assists. Auch DeMarcus Cousins zeigte mal wieder, welches Talent in ihm schlummert. Er holte 17 Punkte, 8 Rebounds und 7 Vorlagen.

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