Sonntag, 10.11.2013

Rookie Watch

Ben McLemore: Ready or not?

Kings-Rookie Ben McLemore gilt dank seiner überragenden Athletik und seinem blitzsauberen Wurf als einer der besten Scorer des diesjährigen Drafts. Dennoch wird daran gezweifelt, ob sich der erst 20-jährige Shooting Guard in der NBA zu einem Star entwickeln kann.

Ben McLemore ist mit Höhen und Tiefen in seine Rookie-Saison gestartet
© getty
Ben McLemore ist mit Höhen und Tiefen in seine Rookie-Saison gestartet

Jedes Draft-Talent wird von den Scouts mit einem Spieler verglichen, der sich bereits mehr oder weniger in der NBA beweisen konnte. Dabei wird oft ein Best-Case- und ein Worst-Case-Szenario formuliert. Im Fall von Kings-Rookie Ben McLemore bedeutet das: Ray Allen oder J.R. Smith.

Einer der besten Shooter aller Zeiten oder ein wurfgeiler Akteur mit ständigen "Ups and Downs" und Hang zu Ego-Trips auf dem Court. Ein zehnmaliger All-Star oder ein Profi, der noch nie zum Spiel der Besten eingeladen wurde. Es sind die gängigen Gedankenspiele. Doch welche Entwicklung darf man von McLemore wirklich erwarten?

Eine Frage der Konstanz

Fest steht: Sein Wurf ist - anders als bei vielen anderen Rookies - schon jetzt auf einem hervorragenden Niveau. Während sich in den meisten Fällen ein guter Schütze über Jahre entwickelt, ist der 20-Jährige ein geborener Shooter mit blitzsauberen "Mechanics".

In seiner einzigen College-Saison an der University of Kansas traf der Guard 49,5 Prozent aus dem Feld und 42,0 Prozent von der Dreierlinie. Beeindruckende Werte, mit denen er sich als "Next Ray Allen" in die Notizbücher der Scouts spielte und prompt als sicherer Top-Five-Pick gehandelt wurde. Letztlich rutschte McLemore beim Draft jedoch bis auf Rang sieben ab, wo ihn die Sacramento Kings pickten.

Der Grund: Bens NCAA-Performances glichen trotz 15,9 Punkten pro Partie einer Achterbahnfahrt. Mal nahm er Iowa State mit 33 Zählern bei zehn von zwölf Treffern aus dem Feld und sechs von sechs Dreiern auseinander.

Ein anderes Mal versagte er im Spotlight der zweiten Runde des NCAA-Tournaments gegen North Carolina und traf keinen seiner neun Würfe. Ein Stigma der Unkonstanz, das die Vergleiche mit J.R. Smith hervorrief und einige General Manager am Draft-Abend abschreckte.

Die Draft Class von 2013
NBA Draft 2013, 1. Pick: Die Cleveland Cavaliers wählen Anthony Bennett (F, UNLV)
© getty
1/31
NBA Draft 2013, 1. Pick: Die Cleveland Cavaliers wählen Anthony Bennett (F, UNLV)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013.html
2. Pick: Die Orlando Magic wählen Victor Oladipo (SG, Indiana)
© getty
2/31
2. Pick: Die Orlando Magic wählen Victor Oladipo (SG, Indiana)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=2.html
3. Pick: Die Washington Wizards wählen Otto Porter (SF, Georgetown)
© getty
3/31
3. Pick: Die Washington Wizards wählen Otto Porter (SF, Georgetown)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=3.html
4. Pick: Die Charlotte Bobcats wählen Cody Zeller (PF/C, Indiana)
© getty
4/31
4. Pick: Die Charlotte Bobcats wählen Cody Zeller (PF/C, Indiana)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=4.html
5. Pick: Die Phoenix Suns wählen Alex Len (Maryland)
© getty
5/31
5. Pick: Die Phoenix Suns wählen Alex Len (Maryland)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=5.html
6. Pick: Die New Orleans Pelicans wählen Nerlens Noel (C, Kentucky) und schicken ihn wenig später nach Philadelphia
© getty
6/31
6. Pick: Die New Orleans Pelicans wählen Nerlens Noel (C, Kentucky) und schicken ihn wenig später nach Philadelphia
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=6.html
7. Pick: Die Sacramento Kings wählen Ben McLemore (SG, Kansas)
© getty
7/31
7. Pick: Die Sacramento Kings wählen Ben McLemore (SG, Kansas)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=7.html
8. Pick: Die Detroit Pistons wählen Kentavious Caldwell-Pope (SG/SF, Georgia)
© getty
8/31
8. Pick: Die Detroit Pistons wählen Kentavious Caldwell-Pope (SG/SF, Georgia)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=8.html
9. Pick: Die Minnesota Timberwolves wählen Trey Burke (PG, Michigan) und schicken ihn dann zu den Utah Jazz
© getty
9/31
9. Pick: Die Minnesota Timberwolves wählen Trey Burke (PG, Michigan) und schicken ihn dann zu den Utah Jazz
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=9.html
10. Pick: Die Portland Trail Blazers wählen C.J. McCollum (PG, Lehigh)
© getty
10/31
10. Pick: Die Portland Trail Blazers wählen C.J. McCollum (PG, Lehigh)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=10.html
11. Pick: Nach Holidays Abschied wählen die Philadelphia 76ers einen neuen Point Guard, und zwar Michael Carter-Willams
© getty
11/31
11. Pick: Nach Holidays Abschied wählen die Philadelphia 76ers einen neuen Point Guard, und zwar Michael Carter-Willams
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=11.html
12. Pick: Die Oklahoma City Thunder holen mit Steven Adams einen echten Center-Haudegen
© getty
12/31
12. Pick: Die Oklahoma City Thunder holen mit Steven Adams einen echten Center-Haudegen
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=12.html
13. Pick: Die Mavericks ziehen für die Boston Celtics Kelly Olynyk (PF, Gonzaga)
© getty
13/31
13. Pick: Die Mavericks ziehen für die Boston Celtics Kelly Olynyk (PF, Gonzaga)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=13.html
14. Pick: Die Minnesota Timberwolves bekommen über die Utah Jazz Shabazz Muhammad (SG/SF, UCLA)
© getty
14/31
14. Pick: Die Minnesota Timberwolves bekommen über die Utah Jazz Shabazz Muhammad (SG/SF, UCLA)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=14.html
15. Pick: Giannis Antetokounmpo, jüngster Spieler im Draft, darf sich nun ein Buck nennen
© getty
15/31
15. Pick: Giannis Antetokounmpo, jüngster Spieler im Draft, darf sich nun ein Buck nennen
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=15.html
16. Pick: Lucas Nogueira (C, Brasilien) war der Hingucker des Abends. Über die Boston Celtics ging es für den Brasilianer zu den Atlanta Hawks
© getty
16/31
16. Pick: Lucas Nogueira (C, Brasilien) war der Hingucker des Abends. Über die Boston Celtics ging es für den Brasilianer zu den Atlanta Hawks
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=16.html
17. Pick: Die Atlanta Hawks wählen Dennis Schröder (PG, Deutschland)
© imago
17/31
17. Pick: Die Atlanta Hawks wählen Dennis Schröder (PG, Deutschland)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=17.html
18. Pick: Shane Larkin (G, Miami) wurde von den Atlanta Hawks gedraftet, dann aber an die Dallas Mavericks abgegeben
© getty
18/31
18. Pick: Shane Larkin (G, Miami) wurde von den Atlanta Hawks gedraftet, dann aber an die Dallas Mavericks abgegeben
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=18.html
19. Pick: Sergey Karasev (F, Russland) wurde von den Cleveland Cavaliers ausgewählt
© getty
19/31
19. Pick: Sergey Karasev (F, Russland) wurde von den Cleveland Cavaliers ausgewählt
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=19.html
20. Pick: Die Chicago Bulls sicherten die Dienste von Tony Snell (F, New Mexico)
© getty
20/31
20. Pick: Die Chicago Bulls sicherten die Dienste von Tony Snell (F, New Mexico)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=20.html
21. Pick: Gezogen wurde Gorgui Dieng (C, Louisville) von den Utah Jazz, spielen wird er aber für die Minnesota Timberwolves
© getty
21/31
21. Pick: Gezogen wurde Gorgui Dieng (C, Louisville) von den Utah Jazz, spielen wird er aber für die Minnesota Timberwolves
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=21.html
22. Pick: Mason Plumlee (C, Duke) konnte sich gleich schon einmal an die Stimmung gewöhnen. Er wurde vor heimischer Kulisse den Brooklyn Nets gezogen
© getty
22/31
22. Pick: Mason Plumlee (C, Duke) konnte sich gleich schon einmal an die Stimmung gewöhnen. Er wurde vor heimischer Kulisse den Brooklyn Nets gezogen
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=22.html
23. Pick: Solomon Hill (F, Arizona) wurde etwas überraschend von den Indiana Pacers gezogen
© getty
23/31
23. Pick: Solomon Hill (F, Arizona) wurde etwas überraschend von den Indiana Pacers gezogen
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=23.html
24. Pick: Tim Hardaway Jr. (SG, Michigan) spielt künftig für die New York Knicks
© getty
24/31
24. Pick: Tim Hardaway Jr. (SG, Michigan) spielt künftig für die New York Knicks
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=24.html
25. Pick: L.A. Clippers sicherte sich die Dienste von Reggie Bullock (SF, North Carolina)
© getty
25/31
25. Pick: L.A. Clippers sicherte sich die Dienste von Reggie Bullock (SF, North Carolina)
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=25.html
26. Pick: Forward Andre Roberson (Colorado) marschierte als Timberwolve auf die Bühne, aber er wird für die Oklahoma City Thunder spielen
© getty
26/31
26. Pick: Forward Andre Roberson (Colorado) marschierte als Timberwolve auf die Bühne, aber er wird für die Oklahoma City Thunder spielen
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=26.html
27. Pick: An 27. Stelle wählten die Denver Nuggets Rudy Gobert (C, Frankreich) aus, aber später wurde der Franzose zu den Utah Jazz getradet
© getty
27/31
27. Pick: An 27. Stelle wählten die Denver Nuggets Rudy Gobert (C, Frankreich) aus, aber später wurde der Franzose zu den Utah Jazz getradet
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=27.html
28. Pick: Er könnte sich noch als Steal erweisen. Livio Jean-Charles (F, French Guiana) setzt die Tradition der Franzosen bei den San Antonio Spurs fort
© getty
28/31
28. Pick: Er könnte sich noch als Steal erweisen. Livio Jean-Charles (F, French Guiana) setzt die Tradition der Franzosen bei den San Antonio Spurs fort
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=28.html
29. Pick: Archie Goodwin (G, Kentucky) war der vorletzte Pick in der ersten Runde. Die Oklahoma City Thunder wählten ihn für die Phoenix Suns aus
© getty
29/31
29. Pick: Archie Goodwin (G, Kentucky) war der vorletzte Pick in der ersten Runde. Die Oklahoma City Thunder wählten ihn für die Phoenix Suns aus
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=29.html
30. Pick: Nemanja Nedovic (G, Serbien). Gezogen wurde er von den Phoenix Suns, aber spielen wird er für die Golden State Warriors
© getty
30/31
30. Pick: Nemanja Nedovic (G, Serbien). Gezogen wurde er von den Phoenix Suns, aber spielen wird er für die Golden State Warriors
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=30.html
Elias Harris (Bild), Daniel Theis und Bogdan Radosavljevic werden zwar gehandelt, am Ende aber doch nicht gedraftet.
© getty
31/31
Elias Harris (Bild), Daniel Theis und Bogdan Radosavljevic werden zwar gehandelt, am Ende aber doch nicht gedraftet.
/de/sport/diashows/1306/nba-draft-2013/draft-brooklyn-barclays-center-die-picks-2013,seite=31.html
 

Zu viele Dreier, zu wenig Drives

In der Tat vertraut McLemore in erster Linie auf seinen Wurf und sucht trotz seiner überragenden Athletik zu selten den Weg zum Korb. Magere 3,7 Freiwurfversuche erarbeitete sich Ben am College. Zum Vergleich: Er feuerte von der Dreierlinie einen Wurf pro Spiel mehr ab (4,7)!

Das Kreieren aus dem Dribbling heraus sowie die Penetration gehören also zweifellos zu seinen größten Schwächen. Schwächen, die in der vor Athletik nur so strotzenden NBA noch stärker ins Gewicht fallen als am College. Eine Erfahrung, die der Neu-King in der Summer League (15,8 PPS bei 33 Prozent Field Goals) und der Preseason (10,0 PPS; 42,8 Prozent) machen musste, wo er erneut mit schwankenden Leistungen auffiel.

Ben McLemore ist also noch nicht bereit, um auch in der NBA als Topscorer seines Teams zu glänzen. Die Zweifel bezüglich seiner Nervenstärke und Reife sind berechtigt und können nur mit souveränen Vorstellungen und harter Arbeit beseitigt werden. Ob ausgerechnet die Kings die richtige Adresse sind, um die eigene Entwicklung voranzutreiben, bleibt abzuwarten.

Fluch oder Segen?

Denn trotz guter Chancen auf viel Spielzeit ist McLemore von einer Chaos-Franchise gepickt worden, die jüngst um ein Haar von der NBA-Landkarte verschwunden wäre. Von einer Franchise ohne Veterans, ohne Hierarchie und ohne Identität.

Von einer Franchise, deren Go-to-Guy DeMarcus Cousins bisher nach Belieben den schwer erziehbaren Clown mimen konnte und in der mit Thomas Robinson ein anderer Ex-Jayhawk einst jegliche Entwicklung verpasste. Auch Bens Reifeprozess droht in diesem explosiven Umfeld ins Stocken zu geraten.

Daten & Fakten

Ben McLemore III
*11. Februar 1993 in St. Louis, Missouri
Größe: 1,96 m
Gewicht: 89 kg
Position: Shooting Guard
College: Kansas
Draft 2013: 7. Pick (Kings)
NCAA-Stats: 15,9 Punkte, 5,2 Rebounds, 2,0 Assists
Erfolge: All-Big 12 First Team 2013

Doch es ist nicht das erste Mal, dass der 20-Jährige eine schwierige Situation zu meistern hat. Der bescheidene, schüchterne Youngster weiß, wie man sich durchbeißt. Er ist in armen Verhältnissen aufgewachsen. Gemeinsam mit seinen sechs Geschwistern wurde er im kleinen Ort Wellston in der Nähe von St. Louis von seiner alleinerziehenden Mutter Sandy aufgezogen.

Bens älterer Bruder Keith Scott wurde vor rund fünf Jahren wegen bewaffneten Raubüberfalls zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt. Dass "Big Ben" nicht ebenfalls kriminell wurde, ist vor allem dem orangen Leder zu verdanken. Basketball war stets sein Rettungsanker, der ihn letztlich auch zu den Kansas Jayhawks und von dort aus in die NBA führte.

Nummer 16 zu Ehren der Familie

Sein größtes Ziel, "seine Familie stolz zu machen" und finanziell abzusichern, hat er erreicht. In seiner neuen Heimat gibt sich der Guard daher gelöster denn je und hat große Pläne.

"Ich will hier ein Teil des Rebuilds und des neuen Clubs werden und kann Spiele notfalls im Alleingang entscheiden", gibt sich Ben selbstbewusst. In Gedenken an seine Familie (eine Mutter, sechs Geschwister) wählte er die Nummer 16 aus.

Wie sein Start in Sac-Town auch verlaufen mag, mit dem neuen Owner Vivek Ranadive hat Ben einen wichtigen Unterstützer an seiner Seite, der bereits Ähnliches durchmachte.

Ranadive ist McLemore-Fan

Der Inder kam einst mit weniger als 100 US-Dollar in die USA, um sich dort den Traum eines besseren Lebens zu erfüllen. "Bens Geschichte zeigt, dass harte Arbeit gegen alle Widerstände triumphiert", so Ranadive. "Aus diesem Stoff werden Legenden und Filme gemacht."

Ob der Film am Ende einen Ray Allen oder J.R. Smith in der Hauptrolle vorsieht, ist im Drehbuch noch nicht festgelegt. Schließlich hängt eine NBA-Karriere auch von Faktoren ab, die nicht im Scouting-Report auftauchen. Etwa vom Willen.

Ben McLemore muss beweisen, dass er eine tragende Rolle in der NBA spielen kann. Dass er noch nicht satt ist, obwohl er sein größtes Ziel erreicht hat. Sonst wird seine Karriere ähnlich wie sein Leben weiter wie eine Achterbahnfahrt verlaufen.

Scouting-Report

Stärken: Sehr athletisch, zudem mit einem stets gleichen Bilderbuchwurf ausgestattet. War in seiner Freshman-Saison treffsicherer als ein gewisser Stephen Curry. Schneller erster Schritt. Nutzt Screens sehr effektiv.

Schwächen: Es mangelt ihm zuweilen an Durchsetzungsvermögen, er spielt oft zu passiv. Wenn sein Wurf nicht fällt, taucht er ab. Zieht zu selten zum Korb, muss sein Ballhandling und seine Defense verbessern. Noch recht unreif.

Fazit

McLemore hat sein Schicksal selbst in der Hand. Er besitzt alle Anlagen, um ein All-Star zu werden, muss dafür aber hart an sich und seiner Einstellung arbeiten.

Der Artikel erscheint in BASKET 12/2013

Ben McLemore im Steckbrief

Thomas Huesmann

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Reift Harrison Barnes in Dallas zum All-Star?

Ja
Nein
Frühestens 2017

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.