Dienstag, 09.07.2013

Summer League: NBA-Schlaglichter

Jung-Coach Kidd erneut geschlagen

Die Oklahoma City Thunder bleiben bei der Summer League weiterhin ungeschlagen. Gegen die Magic liegt OKC zwar lange Zeit zurück, Jeremy Lamb rettet seine Teamkollegen allerdings kurz vor dem Ende. Die Pacers und die Celtics feiern derweil Kantersiege gegen überforderte Teams aus Detroit und Philadelphia. Jason Kidd kassiert seine zweite Pleite im zweiten Spiel.

Draft Pick Mason Plumlee gab Jason Kidd trotz der zweiten Pleite einen Grund zum Optimismus
© getty
Draft Pick Mason Plumlee gab Jason Kidd trotz der zweiten Pleite einen Grund zum Optimismus

Orlando Magic (1-1) - Oklahoma City Thunder (2-0) 78:79

Die Oklahoma City Thunder bleiben in der Summer League weiterhin ungeschlagen. Nach dem Auftakterfolg gegen die Pacers setzte sich das Team um Jeremy Lamb auch im zweiten Turnierspiel gegen Orlando durch.

Dabei standen in der Trainingshalle der Magic lange Zeit weniger das Spielgeschehen, als viel eher die zahlreichen Verletzungen im Mittelpunkt. Mit Reggie Jackson, Daniel Orton und Andrew Smith mussten gleich drei Akteure behandelt werden oder gar das Spielfeld verlassen. Vor allem bei Thunder-Big-Man Smith sah es nach einer üblen Verstauchung gar nicht gut aus.

Basketball wurde natürlich auch gespielt und da lagen die Magic bis kurz vor Schluss auf Siegkurs. Dass dem so war, hatte Orlando in erster Linie Andrew Nicholson (19 Punkte, 4 Rebounds), Doron Lamb (16 Punkte) und Maurice Harkless (14 Punkte, 5 Rebounds) zu verdanken. No.2-Pick Victor Oladipo stand am Ende zwar bei 12 Punkten und 5 Assists, eine miserable Wurfquote (2/12 FG) sowie 3 Turnover schmälerten allerdings seine Leistung.

Bei den Thunder, die das letzte Viertel mit 31:21 für sich entschieden und somit die Partie noch zu ihren Gunsten drehen konnten, gaben vor allem Grant Jerrett (14 Punkte, 5 Rebounds) und Dwight Buycks (11 Punkte, 5 Assists) eine gute Figur ab.

Summer League Live: Seht alle Spiele von Schröder, Harris und Ohlbrecht!

Für den alles entscheidenden Treffer zeigte sich jedoch Jeremy Lamb verantwortlich. Obwohl der 21-Jährige zu keinem Zeitpunkt seinen Rhythmus (4/16 FG) fand, schnappte er sich den letzten Wurf und netzte 7 Sekunden vor Schluss zum 79:78 ein.

OKC bleibt damit ungeschlagen und holt 4 Punkte, Den Magic bleiben aufgrund der Tatsache, dass sie die ersten drei Viertel für sich entscheiden konnten, immerhin 3 Punkte.

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Indiana Pacers (1-1) - Philadelphia Sixers (0-2) 96:75

Ganz starke Reaktion der Pacers. Einen Tag nach der Niederlage gegen die Thunder ließ Indiana gegen die Sixers überhaupt nichts anbrennen und feierte einen mehr als deutlichen Erfolg.

Bei den Pacers, die drei der vier Viertel für sich entschieden, konnte dabei gleich eine Handvoll Spieler auf sich aufmerksam machen. Mit Solomon Hill (22 Punkte), Miles Plumlee (16), Micah Downs (14), Orlando Johnson (13) und Donald Sloan (11) scorten fünf Pacers zweistellig.

Während es für Plumlee (16 Punkte, 15 Rebounds) bereits der zweite starke Auftritt innerhalb von zwei Tagen war, zeigte auch Solomon Hill (4/5 Dreier, 9 Rebounds), warum Indiana ihn doch etwas überraschend an 23. Stelle gezogen hat.

Bei den schwachen Sixers stachen einzig und allein Khalif Wyatt (25 Punkte, 11/18 FG) und Power Forward Arnett Moultrie (17 Punkte, 9 Rebounds) heraus.

Michael Carter-Williams zeigte sich nach seinem Neun-Turnover-Spiel gegen die Rockets bei der Ballkontrolle zwar stark verbessert (0 Ballverluste), von einer guten Partie konnte man beim elften Pick dennoch nicht sprechen. Dafür war dies Mal nämlich die Wurfquote (4/20 FG) eine einzige Katastrophe.

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Detroit Pistons (1-1) - Boston Celtics (2-0) 63:93

Völlig ungefährdeter Erfolg der Celtics, die bereits nach dem ersten Viertel mit 30:9 in Führung lagen. Während die Pistons, die ohne den im Auftaktspiel überragenden Andre Drummond aufliefen, vor allem im Ego-Modus agierten (9 Assists) und reihenweise Backsteine warfen (18/65 FG), zeigte Boston eine durchweg engagierte und kollektive Mannschaftsleistung.

Unter den Augen ihres neuen Head Coachs Brad Stevens wussten dabei vor allem Darius Johnson-Odom (22 Punkte, 5 Rebounds) und Kelly Olynyk zu überzeugen (13 Punkte, 6 Rebounds, 5 Steals).

"Darius hat heute großartig gespielt. Ich bin mir sicher, dass er mit seiner Performance einigen Leuten die Augen geöffnet hat", sagte Asisstant-Coach Jay Larranga im Anschluss.

Neben den beiden Big Man hinterließ offenbar auch Aufbauspieler Phil Pressey (12 Punkte, 4 Assists) einen bleibenden Eindruck. Stevens und Larranga lobten den 22-Jährigen nach der Partie auf jeden Fall überschwänglich.

Bei den katastrophalen Pistons durchbrach Kentavious Caldwell-Pope (11) als einziger die Zehn-Punkte-Marke, leistete sich jedoch eine mehr als fragwürdige Schussauswahl. Peyton Siva traf keinen seiner vier Würfe und leistete sich zudem 2 Turnover.

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Miami Heat (1-1) - Brooklyn Nets (0-2) 93:86

Eigentlich hätte Miami das wohl schwächste Team der Summer League stellen sollen, bisher geht dieser Titel aber wohl an Brooklyn. Unter dem neuen Coach Jason Kidd kommen die Nets nichts ins Rollen und verlieren auch ihr zweites Spiel - gegen eben jenes vermeintlich schwache Heat-Team.

Im direkten Duell war vor allem die Defense enttäuschend, 93 kassierte Punkte in der Summer-League gegen so einen Gegner sind zu viel.

Allerdings, und das ist das Positive, interessiert nur absolute Hardcore-Fans bei diesem Event das nackte Ergebnis. Viel wichtiger ist es zu sehen, wie sich die Rookies präsentieren und ob sich irgendein Vertragsloser aufdrängt.

Und Mason Plumlee zeigte erneut, dass er wohl die richtige Wahl im Draft mit Pick Nummer 22 gewesen sein dürfte. Starke 23 Punkte bei einwandfreier Quote (8-8 Field Goals), dazu 9 Rebounds und 3 Assists steuerte der Youngster bei, der für eine Summer League fast schon zu viel spielerische Reife mitbringt.

Auch Sophomore Tyshawn Taylor (25) konnte erneut überzeugen, der vertragslose David Lighty - ungedraftet in 2011 nach seiner erfolgreichen College-Karriere bei Ohio State - kam als Starter auf solide 10 Zähler plus 3 Rebounds und 4 Assists.

Nicht weniger Grund zur Freude hatte allerdings das Heat-Trainerteam. Da spielte sich Scott Hopson mit 22 Zählern in den Vordergrund, aber auch der beim diesjährigen Draft verschmähte Ian Clark (19) und Draft Pick James Ennis (17 Punkte, 5 Rebounds, 3 Steals).

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Der Spielplan der Summer League im Überblick

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Selbst gegen die schwachen Heat gab's für die Nets nichts zu holen, Brooklyn kassiert die zweite Pleite. Jeremy Lamb rettet OKC in der Crunchtime, Indy und Boston siegen.

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