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Die Wiedergeburt einer Rivalität

Von Martin Gödderz
Sonntag, 14.04.2013 | 12:37 Uhr
Mit Paul George (l.) und Carmelo Anthony treffen zwei der besten Forwards der NBA aufeinander
© getty
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Zwischen New York und Indiana brennt wieder der Baum. Nachdem es jahrelang ruhig um eine der packendsten Rivalitäten der NBA geworden war, spielen beide Teams jetzt wieder um den Titel mit. Ein Playoff-Duell in der zweiten Runde ist wahrscheinlich. Bevor es dazu kommt, treffen die Knicks und Pacers noch in der Regular Season aufeinander (So. ab 21.30 Uhr im LIVE-STREAM FOR FREE mit Kommentator Markus Krawinkel). SPOX vergleicht beide Teams im Head-to-Head.

Point Guard: Raymond Felton vs. George Hill

Felton (14,0 Punkte, 5,5 Assists): Nach seinem Seuchenjahr bei den Portland Trail Blazers, als er sich übergewichtig durch die Saison schleppte und nie zu seiner Form fand, hat Felton seit seinem Wechsel zu den Knicks wieder zu alter Stärke gefunden. Dabei wird der 28-Jährige in diesem Leben wohl nie mehr ein astreiner Floor General a la Chris Paul. In einer derart breiten und mit qualitativ starken Aufbau-Veteranen besetzten Guard-Rotation ist das aber gar kein Problem, zumal Felton durchaus ein sehr solider Passgeber ist.

Der Knicks-Basketball kommt ihm jedenfalls gelegen. Felton trifft den Dreier relativ sicher (35,8 Prozent), kann sich seinen eigenen Wurf kreieren und ist aus nahezu jeder Position gefährlich. Felton harmoniert gut mit Anthony und kann an einem guten Tag definitiv die Lichter ausschießen. Defensiv ragt der Point Guard weder positiv noch negativ heraus und erledigt einen grundsoliden Job.

Hill (14,3 Punkte, 4,7 Assists): Der Einfluss von George Hill auf die Team-Defense der Pacers wird oft noch unterschätzt. Der 26-Jährige, der sein Handwerk bei den Spurs erlernte, gehört mittlerweile zu den defensivstärksten Einsern der NBA. Hill ist relativ groß, kräftig und mit langen Armen ausgestattet. Das weiß er gegen nahezu jeden anderen Einser gewinnbringend einzusetzen. Seine 3,7 Rebounds pro Spiel sind der sechstbeste Wert unter allen Point Guards.

Nebenbei hat sich Hill auch als Spieler gemacht. Während er in seinen ersten NBA-Jahren häufig auch als Shooting Guard eingesetzt wurde, ist er in Indiana fast ausschließlich für den Spielaufbau zuständig und macht da einen soliden Job. In der Offensive ist Hill vor allen Dingen durch seinen Dreier gefährlich (37 Prozent), den er so oft nimmt wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Er kann allerdings ebenso wie Felton auch per Drive abschließen.

Fazit: Vorteil Pacers. Die Zahlen beider Spieler ähneln sich auf den ersten Blick. Hill spielt zwar weniger Assists, ist allerdings auch deutlich weniger turnoveranfällig als sein Gegenüber. Zudem ist Hill der bessere Verteidiger.

Shooting Guard: Pablo Prigioni vs. Lance Stephenson

Prigioni (3,4 Punkte, 3,0 Assists): Gerade einmal 15,8 Minuten steht der älteste Rookie der Liga im Durchschnitt auf dem Feld, mehr fällt neben Smith, Kidd und Co. nicht ab. Der Argentinier macht in seinem ersten NBA-Jahr aber einen soliden Job und besticht durch seine Erfahrung. Selten kommt Prigioni in den zweistelligen Punktebereich, den offenen Dreier weiß er aber zu verwerten.

Die Smallball-Formation der Knicks und die fehlende Wurfform von Kidd spülten Prigioni in den letzten Spielen erst in die Startformation. Der Europa-Import zahlte das Vertrauen bislang zurück und trifft im April durchschnittlich 50 Prozent seiner Dreier. Eigentlich ist Prigioni aber eher ein Aufbauspieler und kaum in der Lage, andere Zweier zu verteidigen.

Stephenson (8,6 Punkte, 3,9 Rebounds): Die Verletzung von Danny Granger brachte Lance Stephenson relativ früh in der Saison in die erste Fünf von Frank Vogel, da Paul George so auf die ihm angestammte Small-Forward-Position rücken konnte. Nachdem seine NBA-Karriere denkbar schlecht begonnen hatte, als er in seiner Rookie-Saison wegen eines Vergehens an seiner Freundin kurzzeitig inhaftiert wurde, hat Stephenson in dieser Saison einen großen Sprung gemacht. Der erst 22-Jährige ist ein absoluter Vorzeige-Athlet.

Das bringt ihm jede Menge Vorteile beim Zug zum Korb. Auch der Midrange Jumper sitzt mittlerweile relativ sicher. Allerdings sollte er die Finger vom Dreipunktewurf lassen. 2,3 Versuche pro Spiel sind einfach zu viel, wenn nur 32 Prozent der Würfe sitzen. Dank seiner Athletik und seinem guten Auge ist Stephenson ein wichtiger Bestandteil der starken Pacers-Defense.

Fazit: Vorteil Pacers. Beide Spieler sind grundverschieden und nehmen eine komplett andere Rolle innerhalb ihrer Teams ein. Weil Stephenson seinem Kontrahenten aber insbesondere in der Verteidigung und beim Zug zum Korb überlegen ist, geht der Vorteil hier an die Pacers.

Teil I: Die Guard-Positionen

Teil II: Die Forward-Positionen und die Center

Teil III: Die Bank, die Coaches und die Prognose

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