New York Knicks - Boston Celtics 108:89

Knicks demontieren schwache Celtics

Von Martin Gödderz
Sonntag, 31.03.2013 | 05:01 Uhr
Carmelo Anthony (m.) war Top-Scorer der New York Knicks beim achten Sieg in Folge
© getty
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Das haben sich die New York Knicks wohl nicht so leicht vorgestellt. Beim 108:89-Heimsieg (BOXSCORE) leisten die Boston Celtics kaum Widerstand. In einer Begegnung ohne Center sorgt Raymond Felton mit einem Buzzer-Beater hinter der Mittellinie für das Highlight des Spiels. Zu allem Überfluss verletzte sich bei den Celtics auch noch Paul Pierce.

Top-Scorer bei den New York Knicks, die keinerlei Mühe hatten und ein wahres Dreierfeuerwerk (14/27 3er) abfackelten, war Carmelo Anthony. Neben 24 Punkten sammelte der Forward auch 10 Rebounds und kam so auf ein Double-Double. Daneben machte insbesondere Chris Copeland ein starkes Spiel. Von der Bank kommend machte der ehemalige BBL-Spieler 22 Punkte und holte 5 Rebounds.

Raymond Felton (18 Punkte, 4 Assists) verwandelte mit dem Buzzer zur Halbzeit einen Halfcourt-Shot noch hinter der Mittellinie. J.R. Smith lief zwar nicht so brutal heiß wie in den letzten Spielen, mit 15 Punkten und 12 Rebounds legte er aber ein starkes Double-Double auf. Abgesehen davon punkteten auch Steve Novak (10 Punkte, 2/3 3er) und Iman Shumpert (10 Punkte, 4 Rebounds) zweistellig.

Bei den Boston Celtics lieferten Jeff Green und Paul Pierce eine Two-Man-Show ab. Pierce stellte mit 15 Rebounds einen persönlichen Saisonrekord auf und erzielte zusätzlich 24 Punkte (6/16 FG, 4/7 3er). Jeff Green kam auf 27 Punkte bei einer sehr starken Quote aus dem Feld (10/14 FG).

Ansonsten lief allerdings wenig bei den Celtics zusammen. Lediglich Jordan Crawford und Courtney Lee (jeweils 10 Punkte) kamen noch in den zweistelligen Punktebereich.

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Die Reaktionen:

Raymond Felton (New York Knicks): "Unsere Defense war klasse, in der Offense hat das Spacing funktioniert. Wir haben als Team agiert. Der Halfcourt-Shot zur Halbzeit hat sich schon gut angefühlt, als er meine Hand verlassen hat. Gegen Miami versuchen wir die Siegesserie auf neun Spiele auszubauen."

Iman Shumpert (New York Knicks): "Ich denke mal, es hat zur richtigen Zeit Klick gemacht. Es geht in die Playoffs, jeder hat jetzt einen ganz anderen Fokus. Die Jungs kriegen noch ein wenig mehr Schub in ihren Aktionen und jeder ist ins Spiel eingeschlossen."

Paul Pierce (Boston Celtics): "Wir haben ihre Schützen einfach nicht zugemacht. Wir haben ihnen so ziemlich alles gegeben, was sie wollten. Wir haben die Schützen offen gelassen, wir haben die Drives zugelassen und wir haben sie zu oft gefoult. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Sie waren einfach schneller als wir."

Jeff Green (Boston Celtics): "Ich fühle mich so, als wären wir gesund und könnten es mit jedem aufnehmen. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen, nur weil sie uns die letzten beiden Male besiegt haben und wir deswegen keine Chance haben, wenn wir wieder gegen sie spielen. Wir haben eine Chance, gegen wen auch immer wir spielen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Teams gehen weiterhin dezimiert an den Start. Die Knicks müssen noch immer auf Tyson Chandler und Amare Stoudemire verzichten. Mit Felton, Prigioni, Shumpert, Anthony und Martin kommt die Starting Five sehr klein daher.

Die Celtics dagegen laufen mit vier Forwards auf. An der Seite von Guard Avery Bradley starten Pierce, Green, Bass und Wilcox. Neben den Langzeitverletzten Rondo und Sullinger fehlt auch Garnett.

6.: Die Knicks laufen gleich zu Beginn heiß und treffen vier ihrer ersten sechs Dreierversuche. Jetzt kommt J.R. Smith ins Spiel. Zockt der so auf wie zuletzt, sollten die Knicks nicht abkühlen. Doch erst einmal haut Green den Midrange-Jumper mit dem Buzzer der ablaufenden Wurfuhr in die Maschen. 16:14 Knicks.

12.: Was haben die Knicks da eigentlich in der Auszeit besprochen? 26 Sekunden zu spielen, Anthony bekommt den Ball. New York spielt sowas wie eine Isolation und Melo zieht völlig überhastet ab. Dafür kann sich J.R. Smith aber den Offensiv-Rebound schnappen. Dribbling, Täuschung, offener Midrange Jumper. Treffer kurz vor dem Buzzer. So läuft's. Ob das der Plan war? 28:23 Knicks.

17.: Angeführt von einem wieder stark aufgelegten J.R. Smith legen die Knicks einen 8:0-Run hin, den Novak per Dreier vollendet. Auf der anderen Seite setzt aber Crawford den völlig freien Lee per Alley-Oop-Pass in Szene. Der beendet den kleinen Lauf. 42:34 Knicks.

22.: Soeben wurde bekannt, dass sich Kenyon Martin eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hat. Das wäre natürlich bitter, wenn der nächste Big Man der Knicks ausfallen würde. Abgesehen davon, dass Jeff Green ein ums andere Mal frei durch die Zone spazieren kann und per Dunk abschließen darf, läuft es aber gut für die Knicks, die schon 9 Dreier bei 14 Versuchen verwandelt haben und mit 57:44 führen.

24.: Raymond Felton mit dem BUZZER! Tja, wenn's läuft, dann läuft's! Felton nimmt den Halfcourt-Shot noch hinter der eigenen Mittellinie und trifft! Es ist der 11. Knicks-Dreier in der ersten Hälfte. 65:48 Knicks.

30.: Die Knicks straucheln ein wenig. Felton nimmt einen ganz fürchterlichen Dreier aus dem Stand über Bradley. Das ist natürlich ein Airball. Der glänzend aufgelegte Jeff Green macht es besser und steht mit dem verwandelten Dreier schon bei 23 Punkten. Nur noch 73:62 Knicks.

35.: Die Celtics wirken irgendwie nicht so, als würden sie es auch nur annähernd schaffen, das Spiel zu drehen. Pierce tut zwar alles, was in seiner Macht steht, außer dem Small Forward schafft es aber eigentlich kein anderer Celtic, sich einen Rebound zu holen. Die Knicks führen nach einem kurzen Auflodern der Celtics wieder souverän mit 85:67.

41.: Jeff Green macht weiterhin, was er will mit den Knicks, doch seine Mitspieler versagen aus allen Position. Auf der Gegenseite forciert Anthony mit einem Midrange Jumper den Blowout. 94:73 Knicks.

48.: Der Vollständigkeit halber das Endergebnis: 108:89 siegen die Knicks am Ende gegen erschreckend schwache Boston Celtics. Bei denen saß Paul Pierce am Ende mit Eisbeuteln und einer dicken Bandage auf der Bank. Der Small Forward hatte sich am Ende den Knöchel verdreht.

Knicks vs. Celtics: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Chris Copeland. Natürlich kam auch noch der ein oder andere Punkt in der Garbage Time hinzu, doch der Ex BBL-Star (TBB Trier) machte schon vorher ein starkes Spiel und sorgte für ordentlich Power im Frontcourt der Knicks. In der Offensive traf er sicher (6/10 FG), seine Dreierquote war perfekt (3/3 3er).

Zudem war er mit etlichen Hustle-Plays zur Stelle. So holte er 3 seiner 5 Rebounds in der Offensive. Neun Freiwürfe bekam er zugesprochen, weil er unermüdlich auch gegen mehrere Celtics in die Zone zog und clevere Fouls zog. Mit 22 Punkten war Copeland hinter Anthony am Ende der Top-Scorer in einem sehr ausgeglichenen Knicks-Team.

Der Flop des Spiels: Jordan Crawford. Der Shooting Guard erhielt nach Pierce, Lee und Green die meiste Spielzeit, stand aber symbolisch für die offensive Ineffizienz und defensive Nachlässigkeit der Celtics. Vorne nahm Crawford zu viele schlechte Würfe und wies schwache Quoten (3/10 FG, 0/3 3er) auf.

Zudem leistete er sich zwei böse Turnover. In der Defensive war er nie dicht genug am Gegenspieler dran. Seine Plus-Minus-Bilanz war die schlechteste aller Spieler (-23). Auch die Big Men Chris Wilcox, Brandon Bass und Shavlik Randolph machten ein schwaches Spiel.

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Analyse: Wer einen defensiven Fight auf Biegen und Brechen zwischen den beiden Rivalen erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Es entwickelt sich vor allen Dingen ein von den beiden Offensivreihen dominiertes Match ohne einen einzigen Center. Durch das enorme Verletzungspech stand in keinem der beiden Kader ein etatmäßiger Pivot. So versuchten die Knicks vor allen Dingen über gutes Spacing und Dreier zum Sieg zu kommen, während die Celtics in der Offensive den Weg in oder durch die Knicks-Zone suchten.

Erfolgreicher waren von Beginn an die Knicks. Weil Bradley in der Verteidigung keinen sonderlich guten Tag erwischte und mit den sehr vielfältigen Guard-Aufstellungen der Knicks nicht zurechtkam, war auch der letzte Funke der defensiven Identität der Celtics verschwunden. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn in Garnett und Rondo zwei der besten Defensivspieler der Liga verletzt fehlen. So stellte der sehr bewegliche Small Ball der Knicks, die teilweise mit vier Guards auf dem Feld standen, die Celtics vor große Probleme.

Alleine in der ersten Hälfte trafen sieben verschiedene Knicks-Spieler mindestens einen Dreier. Das zeigt, wie gefährlich das gesamte Team von außen ist. Abgesehen von Kenyon Martin stellt jeder einzelne Spieler eine ernstzunehmende Gefahr von Downtown dar.

J.R. Smith beispielsweise traf keinen Dreier, ist für gewöhnlich aber auch ein starker Schütze. Bostons Forward-Aufstellung kam häufig mit dem Rotieren gar nicht hinterher. New York spielte gut zusammen (23 Team-Assists, Boston: 12) und öffnete das Feld für Drives von Smith und Anthony oder für die zahlreichen Dreierschützen, die zumeist ungedeckt sehr sicher und effizient trafen (14/27 3er).

Die Celtics dominierten zwar in der Offensive die Zone, das lag aber vor allen Dingen an den starken Drives von Green. Der war eigentlich der einzige Celtic, der ausnutzte, dass die Knicks defensiv weder Länge noch ansatzweise Shotblocker in ihren Reihen wussten. Teilweise marschierte Green wie Butter durch die Defensive der Knicks. Seine Mitspieler allerdings zogen es vor, lange Zweier oder schwierige Dreier zu nehmen.

Viel schlimmer aber: Obwohl die Knicks teilweise verdammt klein und vor allem ohne Tyson Chandler spielten, verloren die Celtics das Rebound-Duell trotzdem mit 37:41. Pierce, der mehr oder weniger als Shooting Guard auflief, hatte am Ende 15 Rebounds auf seinem Konto, kein anderer Celtic sammelte mehr als 4. Sowieso schien Boston offensiv wie defensiv nur aus Pierce und Green zu bestehen, von allen anderen Spielern kam wenig bis gar nichts.

Die Knicks dagegen agierten als Team, sechs Spieler punkteten zweistellig. In der möglichen Playoffserie werden die Celtic, dann mit Garnett, sicherlich anders auftreten. Dennoch sollte die eigene Leistung Kopfzerbrechen machen, schließlich war ein derartiger Blowout sicher nicht der Matchplan von Coach Doc Rivers, der sich immer wieder wild an der Seitenlinie aufregte.

Die Celtics müssen nun auswärts gegen die Wolves ran und haben danach vier Heimspiele in Folge, um die eigene Bilanz aufzupolieren. Dabei hoffen sie, dass sich die Verletzung von Pierce nicht als schlimmer herausstellt. Auf die Knicks wartet dagegen auswärts in Miami ein ganz anderes Kaliber. Eventuell kehrt Center Tyson Chandler dann wieder zurück.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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