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Sonntag, 07.04.2013

Denver Nuggets - Houston Rockets 132:114

Trotz Gallinari-Schock - Denver überrollt Rockets

Auch Hiobsbotschaften vermögen die Denver Nuggets (53-24) derzeit nicht aus dem Tritt zu bringen. Nur einen Tag, nachdem bekannt wurde, dass Danilo Gallinari aufgrund eines Kreuzbandrisses für den Rest der Saison ausfallen wird, lieferten die Nuggets beim 132:114 (BOXSCORE) gegen Houston (43-24) eine eindrucksvolle Kostprobe ihres Könnens und setzten gleichzeitig ein Ausrufezeichen mit Blick auf einen mögliches Duell in der ersten Playoff-Runde.

Corey Brewer war mit 22 Punkten Denvers Topscorer gegen die Houston Rockets
© getty
Corey Brewer war mit 22 Punkten Denvers Topscorer gegen die Houston Rockets

Wenn zwei der drei besten Offensivreihen der Liga aufeinandertreffen sollten Punkte garantiert sein - und sie waren es. Speziell Denver lieferte im Angriff ein beinahe perfektes Spiel und gewann schließlich erstmals seit 1985 20 Heimpartien in Folge.

In Abwesenheit ihrer beiden Topscorer Ty Lawson und Danilo Gallinari verteilten die Nuggets dabei die Scoringlast auf die gesamte Breite des Kaders. Neben Topscorer Corey Brewer (22 Punkte) punkteten mit Kenneth Faried (13 Punkte, 6 Rebounds, 3 Blocks), Andre Miller (11 Punkte, 12 Assists), Wilson Chandler (21 Punkte), Anthony Randolph (14 Punkte, 4 Steals), Evan Fournier (17 Punkte, 5 Assists) sowie Andre Iguodala gleich sechs weitere Klumpen zweistellig.

Iguodala übernahm dazu zeitweise die Aufgaben des Spielmachers, verteilte starke 14 Assists und hätte eventuell sogar ein Triple Double aufgelegt, hätte er angesichts des deutlichen Spielstandes nicht weite Teile des Schlussviertels auf der Bank verbracht.

Bei Houston traf James Harden zwar perfekt von der Linie (10/10), erwischte ansonsten aber einen gebrauchten Shooting-Abend und traf nur zwei seiner zehn Versuche aus dem Feld. Jeremy Lin lieferte mit 23 Punkten sowie 8 Assists dagegen eine durchaus ansehnliche Partie. Parsons-Ersatz Francisco Garcia traf zudem stark von jenseits der Dreierlinie (4/8).

Die Reaktionen:

George Karl (Nuggets) über die Leistung seines Teams ohne Lawson und Gallinari: "Ich bin schon ein wenig überrascht. Aber mein Team begegnet Herausforderungen, sei es durch den Spielplan oder Verletzungen, einfach unglaublich gut und hat für ein so junges Team eine sehr starke Wettbewerbsfähigkeit."

Corey Brewer (Nuggets): "Wir haben sie hart verteidigt, sie oft getrapped, sodass sie den Ball häufig verloren und uns damit einfach Punkte ermöglicht haben. Wir spielen gerne schnell. In dieser Höhe kann niemand so schnell spielen wie wir."

Jeremy Lin (Rockets): "Wenn man gegen ein Team spielt wie Denver, das ebenso gern schnell spielt wie wir, muss man es klug angehen. Wir wollen schnell spielen, aber das muss konservativ geschehen, damit wir nicht 20 bis 50 Punkte in Transition zulassen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Nach Danilo Gallinaris Kreuzbandriss ist George Karl gezwungen, seine Starting Five umzustellen. Wilson Chandler startet anstelle des Italieners. Da auch Ty Lawson weiter pausieren muss, beginnt neben Andre Iguodala, Kenneth Faried und Kosta Koufos zudem erneut Andre Miller.

Auch die Rockets plagen Verletzungsorgen. Chandler Parsons (Wade) ist zum zweiten Mal in Folge nicht dabei und wird von Francisco Garcia ersetzt. Auch Carlos Delfino (Grippe) fehlt. Die übrigen Starter: Jeremy Lin, James Harden, Greg Smith und Omer Asik.

5.: Denvers Defense funktioniert bereits richtig gut. Vorne sorgen Iguodala und Miller derzeit für die nötigen Punkte. Die Rockets verlassen sich noch auf Freiwurf-Künstler Harden. Der Guard steht bereits bei 4/4 von der Linie. Iguodala baut die Nuggets-Führung von Downtown jedoch auf 12:4 aus.

10.: Ein 16:0-Run inklusive altbekanntem Dreierregen der Rockets hat Denvers Defensive mächtig durcheinandergebracht. Houston scort derzeit bei beinahe jeder Possession, der Nuggets Offensivmaschinerie merkt man das Fehlen der beiden Topscorer Lawson und Gallinari dagegen noch deutlich an.

14.: Die Nuggets ziehen die Zügel an, zwingen Houston zu zwei schnellen Ballverlusten. Den ersten nutzt McGee zum Monster-Slam, Nummer zwei schickt Brewer Coast-to-Coast. Layup. Timeout Rockets!

16.: Das Pepsi Center steht Kopf. Nach Farrieds Block trifft Fournier auf der Gegenseite von Downtown. Genug? Nein! Brewer und Farried zwingen Harden zum Ballverlust, den McGee schließlich zum nächsten Highlight-Dunk nutzt. Plötzlich führt Denver mit drei, McHale nimmt die nächste Auszeit.

21.: Lin dribbelt einmal quer durch die Zone, findet jedoch keinen Abnehmer. Also nimmt er den schweren Fadeaway gegen Chandler - und trifft. Auf der anderen Seite vergibt Miller seinen zweiten Freiwurf, doch die Nuggets schnappen sich den Rebound. Miller marschiert erneut an die Linie, trifft allerdings abermals nur einen von zwei Versuchen - 56:52 Denver!

26.: Die Rockets eröffnen die zweite Hälfte mit einem Dreier von Garcia und einem Baby-Hook von Smith. Chandler und Iguodala per Dreipunktspiel antworten jedoch stellvertretend für Denver - 69:61 Nuggets!

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29.: Iguodala! Erst narrt der Swingman die halbe Rockets-Defense per Behind-the-Back-Fake und hat dann auch noch das Auge für den abhebenden Farried. "The Manimal" bekommt den Spalding weit über Ringniveau zu fassen - Alley Oop! Kevin McHale ist weniger begeistert und nimmt die Auszeit.

34.: Fournier mit einer starken Leistung von der Bank. Ohne zu zögern drückt der Rookie von Downtown ab - und trifft. Kurz darauf zieht er beim Break die Defense auf sich und legt im letzten Moment auf Randolph ab - 100:83 Nuggets!

38.: Die Nuggets ziehen immer weiter davon. Hinten sorgt Iguodala für den nächsten Ballgewinn, vorne trifft zunächst Wilson am Brett, Brewer dann von Downtown.

44.: Die Geschichte scheint durch zu sein. Randolph sprintet in den Passweg und bringt die Nuggets per Dunk mit 126:100 in Führung.

Denver Nuggets vs. Houston Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

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Der Star des Spiels: Corey Brewer. Andre Iguodala lieferte eine herausragende Vorstellung, doch Brewer war der Gamechanger. Mit seiner Energie verhalf der Sixth Man den im ersten Viertel strauchelnden Nuggets wieder in die Spur. Wo man in der Defense auch hinblickte, Brewer war zur Stelle - ob beim Annehmen eines Offensivfouls, beim Aushelfen oder Ballklau. Dazu traf er vorne kaum eine schlechte Entscheidung, brachte all die Dinge, die nicht auf dem Scoreboard auftauchen, lieferte starke Quoten (7/16) und war mit 22 Punkten schließlich Topscorer der Nuggets.

Der Flop des Spiels: James Harden. Ein perfekter Freiwurfabend (10/10) inklusive Franchiserekord hin oder her, Houstons Topscorer fand zu keinem Zeitpunkt Zugang zum Spiel. Marschierte er nicht an die Linie, traf Harden beinahe nichts. Insgesamt nur zwei seiner zehn Versuche fanden schlussendlich auch ihren Weg durch die Reuse. Damit vermochte der Zweier zu keiner Zeit, seinem Team die nötige Stabilität und Sicherheit zu geben, die es angesichts von Denvers Energieleistung ab dem zweiten Viertel benötigt hätte.

Die Analyse: Wie sollte Denver nur das Fehlen der beiden Topscorer Lawson und Gallinari kompensieren? Die Antwort: Mit Defense. Die Nuggets begannen unter dem eigenen Korb extrem konzentriert, rotierten effektiv und halfen beim Drive der Rockets immer wieder gut aus.

Kaum war es mit 12:4 davongezogen, ereilte das Team von George Karl allerdings dasselbe Schicksal, wie so viele Rockets-Gegner zuvor. Houston fand seinen Rhythmus von jenseits des Perimeters und deckte Denver nur so mit Dreiern ein (6/9 im ersten Viertel). Dazu verlor Denvers Defense zusehends die Orientierung, verteidigte speziell am Perimeter schlecht. Auch die Help-Defense funktionierte plötzlich nicht mehr, ebenso wenig das Spacing in der Offense.

Entsprechend zogen die Rockets dank eines zwischenzeitlichen 28:8-Runs davon. Auch weil sie gerade zu Beginn deutlich häufiger an die Linie marschierten als Denver. Speziell Harden profitierte ein ums andere Mal, blieb beim Freiwurf eiskalt und übertraf schließlich Moses Malones Rekord für die meisten verwandelten Freiwürfe eines Rockets-Spielers in einer Saison.

Mit der ersten Viertelpause nahm die Partie jedoch eine völlig andere Wendung. Getreu dem Motto "Defense leads to Offense" erhöhte Denver, angetrieben von Corey Brewer, der von der Bank kommend unglaubliche Energie ins Spiel brachte, die Intensität unter dem eigenen Brett deutlich. Die Rockets kamen kaum noch zu offenen Würfen und wurden dazu in einige leichte Ballverluste (insgesamt 18) getrieben, die Denvers Offense wiederum ins Laufen brachten.

Einige Highlightplays später stand nicht nur das Pepsi Center Kopf, auch die Angriffsmaschinerie der Nuggets lief mit einem Mal auf Hochtouren. Der Ball lief gut - die Nuggets verteilten überragende 40 Assists (NBA-Saisonhöchstwert) bei lediglich 9 Turnovern - die Würfe fielen - und Houston fand ob Denvers äußerst intensiver Defensivarbeit und geballter Offensivkraft keine Antwort. 39 Punkten im zweiten Viertel ließen die Nuggets 38 im dritten folgen.

Als wäre all das noch nicht genug, schwang sich auch die Bank der Nuggets zu einer im Kollektiv unglaublich starken Leistung auf. Denvers Ersatzleute erzielten insgesamt 63 Punkte. Speziell Back-up-Guard Evan Fournier rechtfertigte seine Spielzeit mit starken Zahlen sowie einem nicht nur für einen Rookie extrem abgeklärten Spiel.

Am Ende berichtete das Scoreboard von 132 Nuggets-Punkten (Seasonhigh) sowie dem 20. Heimerfolg in Serie. Damit gewann Denver nicht nur auch das vierte und letzte Saisonspiel gegen Houston, die Nuggets setzten zudem ein Ausrufezeichen mit Blick auf ein mögliches Aufeinandertreffen mit den Rockets in der ersten Playoffrunde.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Max Marbeiter

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