Miami Heat - Los Angeles Lakers 107:97

Die Heat lassen die Muskeln spielen

Von Haruka Gruber
Montag, 11.02.2013 | 00:22 Uhr
Mal wieder in MVP-Form: LeBron James war im Topspiel der überragende Mann
© Getty
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Wie stark sind die Miami Heat? So stark, dass sie die Los Angeles Lakers lange an eine Überraschung glauben ließen - nur um am Ende wegzuziehen und mit 107:97 zu gewinnen. LeBron James spielt weiter wie vom anderen Stern und demütigt Metta World Peace.

Für Miami, mit einer 34:14-Bilanz weiter das beste Team im Osten, war es der 5. Erfolg in Serie. James erzielte 32 Punkte bei einer famosen Wurfquote (12/18), ähnlich stark spielte Dwyane Wade (30 Punkte, ebenfalls 12/18).

Bei den Lakers (24-28), deren leichte Aufwärtstendenz mit der 2. Niederlage aus 3 Spielen beendet scheint, überzeugte Kobe Bryant (28 Zähler, 9 Assists).

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Nichts überraschendes in der Startaufstellung beider Teams. Mittlerweile ein gewohnter Anblick bei den Lakers: Earl Clark, der sich in seiner 4. NBA-Saison als wertvoller Rollenspieler etabliert hat.

Bei den Heat melden sich Chris Bosh und Ray Allen (beide Erkältung) zurück.

9.: Steve Nash am Auffälligsten: Nach erfoglreichem Dreier schon bei 8 Punkten. 17:14 Lakers.

10.: LeBron mit zwei tollen Assists, erst auf Mario Chalmers per No-Look, dann zu Norris Cole for three. Und defensiv blockt Birdman Andersen World Peace ordentlich weg. 19:19.

17.: Endlich wird Dwight Howard bei den Lakers mehr in die Offense eingebunden. 3 schnelle Körbe in 102 Sekunden. 40:33 Lakers.

20.: LeBron bleibt die einzige Konstante bei den Heat: Fast Break, schöner Turnaround-Move gegen Nash und Layup. 44:41 Lakers.

29.: Kobe geht locker an Chalmers vorbei, dreht sich in der Luft um Andersen herum und trifft trotz Foul den Circus Shot. Aber der Bonus-Freiwurf geht vorbei. 61:60 Heat.

36.: Jeder weiß, was kommt - und niemand kann es verhindern. LeBron zieht gegen World Peace und trifft, obwohl ihm der Lakers-Forward kräftig am linken Arm zieht. 2+1! 74:71 Heat.

36.: Das tut weh für die Lakers! Aber es ist sinnbildlich für diesen Abend: 4 Sekunden vor dem Ende des 3. Viertels holt Battier für Miami den Offensiv-Rebound, passt raus auf James - der den Dreier reinnagelt. 78:73 Heat.

43.: Das ist ein Statement! James wird ausnahmsweise mal von Clark geblockt. Und wie rächt er sich? Ballgewinn Miami, Fast Break, Cole mit dem Alley-oop-Anspiel - und James stopft den Spalding mit Autorität. 91:84 Heat.

47.: Der 8. Turnover der Lakers im 4. Viertel. Miami sagt Danke und zieht davon. 102:90 Heat.

48.: Wade macht den Sack zu und markiert die 5 letzten Heat-Zähler. Miami gewinnt 107:97!

Der Star des Spiels: LeBron James. Ein Außerirdischer. Ein Alien. Ein Überwesen. Was James derzeit demonstriert, ist mit normalen Maßstäben kaum zu bemessen. Nach den 32 Punkten gegen die Lakers lautet sein Zählerschnitt der letzten 8 Spiele: 29,6. Fast schon normale LeBron-Stats - aber die Wurfquote in dieser Periode ist sagenhaft: 74 von 112 für 66,1 Prozent. Vermutlich hat The King noch nie so effizient gespielt wie derzeit.

Der Flop des Spiels: Metta World Peace. Verharrt weiter im Tief. Traut sich kaum etwas zu, verweigert offene Würfe, wirkt selbst in der Verteidigung nicht so bissig wie sonst. James nicht stoppen zu können, ist das eine. Aber sich derart vorführen zu lassen, das andere. Immerhin: Verwandelte nach 12 Fehlversuchen endlich wieder einen Dreier. Seine Wurfquote war dennoch grausig (3/11).

Die Analyse: Die Lakers bestätigten den leicht verbesserten Eindruck der letzten Zeit und hielten in Miami überraschend gut mit. Auffällig gut funktionierte vor allem die neue Aufgabenteilung: Bryant leitete das Spiel und gab zahlreiche Assists (6 Vorlagen zur Halbzeit), Nash wiederum bewegte sich die meiste Zeit ohne Ball und wartete auf den offenen Wurf (10 Punkte zur Halbzeit).

Doch die neue Balance im Backcourt ändert nichts daran, dass Howard weiterhin kaum eingebunden ist in der Offense. Von einer kurzen Phase im zweiten Viertel abgesehen, als D12 in drei Angriffen gezielt angespielt wurde, kam dieser nur zu seinen Würfen, wenn er sich den offensiven Rebound abgriff - oder der Zufall Pate stand.

Miami glänzte nicht, spielte aber mit dem Selbstverständnis und der Coolness eines Meisters und hielt die Partie offen. Dass die Heat zur Pause fast 60 Prozent der Würfe verwandelten und die Bretter regierten (19:10 Rebounds), obwohl nur James und mit Abstrichen Wade überzeugten, zeugt von der Güte der Mannschaft.

Fast nach Belieben zog Miami im vierten Viertel das Tempo an, so dass sich die Lakers vor allem im Ballvortrag überfordert zeigten. Die 8 Turnover im Abschlussviertel erwiesen sich als folgenschwer, vor allem weil James und Wade jede Schwäche gnadenlos bestraften.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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