Detroit Pistons - Charlotte Bobcats 101:108 OT

Dank Gordon und Walker - Bobcats siegen

Von Max Marbeiter
Montag, 07.01.2013 | 05:18 Uhr
Ben Gordon überzeugte gegen sein Ex-Team
© Getty
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Ausgerechnet gegen die zuletzt so schwachen Charlotte Bobcats (9-24) haben die Detroit Pistons (13-23) die erste sechs Spiele anhaltenden Heimsiegesserie seit drei Jahren verpasst. Dabei deutete lang vieles auf einen Heimerfolg hin. Ein Ex-Piston sowie Kemba Walker führten die Bobcats jedoch in die Verlängerung und schließlich zum 108:101-Sieg.

 

Dass es im Palace zu Auburn Hills keine allzu deutliche Angelegenheit werden würde, war wenig überraschend. Schließlich führen Charlotte mit 7 und Detroit mit 6 Spielen, die mit zwei oder weniger Punkten entschieden wurden, die Liga in dieser Kategorie an. Und so ging es diesmal in die Overtime, wo die Bobcats vor allem dank Kemba Walker (20 Punkte, 7 Assists) und Ben Gordon (7/12 für 18 Punkte, 3 Steals) die Oberhand behielten.

Unterstützung am Brett erhielt das Backcourt-Duo durch Bismack Biyombo, der sich starke 17 Rebounds schnappte.

Aufseiten der Pistons überzeugten insbesondere Tayshaun Prince (9/15 für 21 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists), Rodney Stuckey (18 Punkte, 3 Steals) sowie Greg Monroe (18 Punkte, 14 Rebounds). Auch Rookie Andre Drummond lieferte erneut eine ansprechende Leistung (5/6 für 10 Punkte, 3 Blocks)

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Die Reaktionen:

Andre Drummond (Pistons): "Sie sind eines dieser Teams, die, wenn du gegen sie punktest, es dir umgehend zurückgeben - nur 100 Mal schneller, als du es vorher getan hast. Deshalb muss man nach jedem Wurf schnell zurück, sonst punkten sie."

Kemba Walker (Bobcats): "Ich versuche immer, das bestmögliche Play zu laufen. Egal, ob Pass oder Abschluss. Heute war es der Abschluss, der uns in die Verlängerung gebracht hat."

Mike Dunlap (Bobcats) über Kemba Walker: "Er hat ein großes Herz und er weiß, wie er ein Spiel entscheiden kann. Er ist ein spezieller Spieler."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Wenig überraschend beginnen die Pistons mit Brandon Knight, Tayshaun Prince, Kyle Singler, Jason Maxiell und Greg Monroe.

Mike Dunlap schickt zum Tipoff Kemba Walker, Michael Kidd-Gilchrist, Jeffrey Taylor, Tyrus Thomas und Bismack Biyombo aufs Parkett.

3.: Starker Beginn der Pistons. Knight nutzt Monroes Block zum Crossover gegen Biyombo, zieht zum Korb und stellt per Layup auf 8:0. Bei Charlotte läuft vorne wie hinten noch nicht viel zusammen, also nimmt Mike Dunlap erst einmal die Auszeit.

8.: Die Bobcats Defense funktioniert inzwischen deutlich besser. Zu Beginn traf Detroit noch 6/6, nun beendet Kemba Walkers Steal inklusive Layup Charlottes 9:2-Run. Singler antwortet auf der Gegenseite allerdings mit einem weichen Jumper aus der Mitteldistanz - 18:15 Pistons!

11.: Tayshaun Prince is on fire! Fünf Mal warf die Pistons-Institution bislang auf den Korb, fünf Mal fand der Ball den Weg durch die Reuse. Neben 12 Punkten weiß Prince jedoch auch als Vorbereiter zu glänzen. Aus dem Drive heraus findet er Stuckey in der Ecke - 27:19 Pistons!

15.: Nach Bynums Lob-Pass lässt es Andre Drummond ordentlich krachen. Gordon hat jedoch die - nicht minder spektakuläre - Antwort parat. Per Fall-Away-Dreier bringt der Ex-Piston die Cats bis auf fünf Punkte heran.

19.: Charlotte gleicht aus, Prince auf der Bank. Was also tun? Nachgefragt bei Charlie V. Mit drei Dreiern kurz hintereinander gestaltet Villanueva das Geschehen aus Pistons-Sicht wieder wesentlich komfortabler - 55:43 Detroit!

24.: Können die Bobcats schnell spielen, funktioniert die Offense. Walker schnappt sich im Anschluss an einen Sprungball in der eigenen Hälfte den Spalding und bringt Charlotte nach einem 13-Punkte-Rückstand kurz vor der Halbzeit bis auf einen Zähler heran.

28.: Unfassbar! Detroit leistet sich drei Offensivfouls in Folge und auch am defensiven Brett läuft es momentan nicht rund. Wirklich profitieren können die Bobcats davon allerdings nicht - 65:63 Pistons!

34.: Es bleibt dabei: Lassen die Pistons Charlotte durch Ballverluste ins Laufen kommen, lassen die Bobcats Detroits Vorsprung zusammenschmelzen. Diesmal findet Walker jedoch den freien Sessions an der Dreierlinie, der wiederum auf 76:79 aus Cats-Sicht verkürzt.

39.: Come fly with me! Bynum hebt den Ball abermals in die Zone, und abermals steigt Drummond höher als der Rest - Alley Oop!

43.: Andre Drummond wird immer mehr zum Faktor. Vorne schnappt sich der Rookie erst den Offensivrebound und versenkt den Leger, hinten räumt er Thomas ab.

48.: Es bleibt eng! Walker lässt sich auch von einem bösen Block durch Drummond nicht aus der Ruhe bringen. Der Aufbau schnappt sich den Ball direkt wieder, schüttelt Knight ab und trifft den Floater über (!) Drummond zum Ausgleich - Overtime!

51.: Charlotte zieht langsam davon. Erst fängt Gordon Knights schwachen Pass ab, dann taucht Walker unter dem Ring durch und trifft den Reverse-Layup - 104:98 Bobcats!

Der Star des Spiels: Ben Gordon. Gut, gegen sein Ex-Team ist man einfach dieses kleine Extrastück mehr motiviert. Das kann jedoch auch leicht nach hinten losgehen. Nicht so bei Gordon. Von der Bank kommend lieferte er eine starke Offensivperformance (18 Punkte), schoss extrem sicher aus dem Feld (7/12) und traf, gerade als es eng wurde, extrem wichtige Würfe für die Bobcats. Dazu lieferte er einige wichtige Defensive-Plays (3 Steals).

Der Flop des Spiels: Brandon Knight. Der Point Guard der Pistons startete gut, verlor im Laufe der Partie aber zusehends das Duell gegen sein Pendant Kemba Walker. Je enger das Spiel wurde, desto unsichtbarer schien Knight zu werden. Die nackten Zahlen lesen sich eigentlich nicht einmal schlecht (5/11, 12 Punkte). 1 Assist gegenüber 4 Ballverlusten ist für einen Playmaker jedoch indiskutabel.

Analyse: Der größte Unterschied zwischen beiden Teams wurde bereits in den ersten Minuten deutlich. Während Detroit stets bemüht war, sich durch gutes Ballmovement freie Würfe herauszuspielen, attackierten die Bobcats so oft es ging den gegnerischen Korb. Insbesondere Kemba Walker zog zu Beginn ein ums andere Mal in die Zone, um dort entweder selbst abzuschließen, oder noch irgendwie auf einen halbwegs freien Mitspieler abzulegen.

Darin lag allerdings auch Charlottes großes Problem begründet: Leisteten sich die Pistons leichte Ballverluste - und das taten sie durchaus - und ermöglichten den Bobcats damit ein schnelles Transition-Spiel, funktionierte die Offense. Musste Charlotte jedoch ins Setplay, blieben häufig nur Einzelaktionen durch Walker, Sessions oder Gordon, die wiederum nicht immer zielführend waren.

Detroit dagegen spielte den wesentlich besseren Teambasketball, brachte deutlich mehr Assists an den Mann (22 zu 14). Dazu fehlte der Bobcats-Defense bei schnellen Passstafetten der Pistons regelmäßig die Orientierung. Gerade am Perimeter ließ Charlotte die Pistons immer wieder offen.

Angesichts Detroits teils unglaublichen Quoten (mitunter 70 (!) Prozent aus dem Feld, 50 Prozent Dreier) durchaus problematisch. Dass die Bobcats dennoch immer wieder zurückkamen, und nach Verlängerung schließlich sogar gewannen, lag zum einen an Detroits bereits angesprochener, unglaublicher Sorglosigkeit mit dem Spalding (22 Turnover).

Zum anderen gewann Charlotte überraschend das Duell in der Zone - eigentlich Pistons-Terrain (56 gegenüber 48 Punkten in der Zone). Zwar lieferte Rookie Andre Dummond gerade in der Crunchtime am Brett eine ansprechende Leistung, das Duo Walker/Gordon war jedoch noch das kleine Quäntchen stärker.

Der Ex-Piston brachte die Bobcats mit wichtigen Würfen und starken Defensive-Plays heran, der Playmaker leitete die Entscheidung ein. Als Detroits Quoten, gerade von Downtown (30,8 Prozent), zusehends abrutschten, rettete Walker Charlotte zunächst in die Overtime und sicherte dort den zweiten Sieg der Bobcats aus den letzten drei Spielen.

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