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Denver Nuggets - Golden State Warriors 116:105

Chandler-Comeback macht Nuggets Beine

Von Philipp Dornhegge
Montag, 14.01.2013 | 05:36 Uhr
Jarrett Jack kam gegen Ty Lawson und die Nuggets kaum einmal zum Zug
© Getty
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Mit einem 115:106-Sieg über die Golden State Warriors (23-13) haben die Denver Nuggets (23-16) den fünften Sieg in Folge gefeiert und den Abstand auf den direkten Konkurrenten weiter verkürzt. Im letzten Viertel fertigten die Hausherren ihren Gegner mit 37:18 ab.

Sechs Nuggets-Spieler punkteten zweistellig, allen voran Danilo Gallinari (21) und Ty Lawson (20). Wilson Chandler feierte sein Comeback nach langer Verletzung und markierte gleich 14 Punkte.

Bei den Gästen knackten Stephen Curry (29), David Lee (23 Punkte, 13 Rebounds) und Harrison Barnes (21) die 20-Punkte-Marke.

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Die Reaktionen:

Wilson Chandler (Nuggets): "Es war schwer, so lange zuzusehen. Ich musste mental stark sein und mich heute gegen die Müdigkeit wehren. Ein Spiel nach so langer Pause ist verdammt anstrengend. Ich wollte einfach nur alles geben und meinem Team helfen. Mehr Erwartungen hat man da gar nicht."

Kenneth Faried (Nuggets) über Chandlers Comeback: "Gut zu wissen, dass wenn die Playoffs kommen, wir genug Tiefe haben und Jungs auf der Bank, die auftrumpfen können. Besonders wenn jemand anders nicht gut drauf ist."

Mark Jackson (Trainer Warriors): "Anfang des vierten Viertels waren wir zu sorglos. Mit unseren Ballverlusten haben wir ihnen neues Leben eingehaucht. Diese Mannschaft zieht sich daran hoch, ist ins Laufen gekommen und hat das Spiel gedreht."

Stephen Curry (Warriors): "Das ist schon ärgerlich. Wir hatten sie in der Halfcourt Defense die ganze Zeit im Griff. Und dann schenken wir so oft den Ball her und kassieren Fastbreak-Punkte. Wenn diese tiefe Mannschaft erstmal ins Rollen kommt, ist sie schwer zu stoppen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Die Nuggets sind komplett, selbst Chandler wird zum ersten Mal seit dem 12. November wieder spielen. In der Starting Five stehen Lawson, Iguodala, Gallinari, Faried und Koufos.

Bei den Warriors ist nach wie vor Bogut verletzt, die Starter heißen wie üblich Curry, Thompson, Barnes, Lee und Ezeli.

4.: Den ersten Assist hatte Koufos Gallinari noch mit einem leichten Fehler versaut, dass hält den Italiener aber nicht davon ab, im nächsten Angriff gleich wieder den Pass unter den Korb zu spielen. Curry blockt unfreiwillig Ezeli aus, Koufos steht völlig frei und hat keine Mühe beim Layup. 11:7 Nuggets.

11.: Oh, das tut weh! Green postet gegen Miller auf, wird beim Turnaround Hood aber von McGee abgeräumt. Noch besser ist aber der Block von Ezeli. Der steigt gegen Iguodala hoch und blockt dessen Dunk-Versuch, als wäre es ein Kinderspiel. Weiter 24:23 Nuggets.

14.: Die Warriors im Fastbreak, nur Curry bleibt scheinbar zurück. Aber als alle Verteidiger tief stehen, kommt der Scharfschütze als Trailer hinterher, bekommt den Ball von Jack und nagelt den Dreier rein. Anschließend gibt's warme Worte für Faried, der ihm beim Zurücklaufen einen Rempler verpasst hatte. 30:27 Warriors.

20.: Die Warriors schießen von außen die Lampen aus, namentlich Curry und Thompson. Der Starting Backcourt hat im zweiten Viertel 15 von 19 Punkten für Golden State gemacht, der Gast führt leicht. 48:44 Warriors.

27.: Beide Teams lassen sehr ordentlich den Ball laufen, spielen aber auch zurückhaltende Team Defense. Offene Würfe sind im Pepsi Center bislang die Regel, Gallinari versenkt den nächsten Pflichtdreier. 62:61 Nuggets.

31.: Schocker für die Gäste: Curry zieht in die Zone, verliert beim Spin Move aber die Körperkontrolle. Anschließend humpelt der All-Star-Kandidat merklich, scheint am Knie verletzt zu sein. Nach einer Auszeit gibt's Entwarnung, Curry macht weiter. 73:68 Warriors.

34.: Was macht man als kleinerer Spieler gegen einen Shotblocker? Man schickt ihn per Finte in die Luft und zieht anschließend das Foul. Jack liefert gegen McGee perfekten Anschauungsunterricht und erhöht per Freiwürfe auf 83:75 Warriors.

37.: Thompson hat bei seinen letzten drei Ballkontakten drei Turnover produziert, hier nutzt Chandler den Ballverlust für einen leichten Layup. Denver verkürzt, 87:83 Warriors.

39.: Denver führt! Nach Thompson schenkt auch Jack zwei Mal die Kugel her, Miller per Layup und Brewer von der Linie drehen das Spiel. 90:89 Nuggets.

44.: Die Gäste verlieren völlig die Kontrolle, agieren in der Defense immer kopfloser. Denver spielt Katz und Maus, Gallinari hat bei seinem letzten Dreier mindestens drei Sekunden Zeit, um sich zu konzentrieren. Die Vorentscheidung? Denver führt 108:97.

Der Star des Spiels: Wilson Chandler. Andere Spieler lieferten bessere Stats ab, aber das Comeback von Chandler war trotzdem die Story des Spiels. Von Anfang an war er im Spiel, suchte seinen Wurf, ohne zu überdrehen.

Dem Forward fehlte nach seiner langen Pause hinten raus sichtlich die Kondition, dennoch kämpfte er praktisch bis zum Umfallen. Im dritten Viertel war er es, der sein Team mit seiner Energie im Spiel hielt, als dieses außer Reichweite zu geraten schien. Und so den Weg zum Comeback-Sieg ebnete.

Der Flop des Spiels: Es fing so gut an für Thompson. Gemeinsam mit Curry machte er den Nuggets anfangs die Hölle heiß, warf konstant und nahm gute Würfe. Doch irgendwann kehrte der Schlendrian ein: Der Shooting Guard ballerte fast hemmungslos bei jeder noch so kleinen Chance drauf los, und seine Ballverluste (insgesamt 5 TO) kamen die Warriors teuer zu stehen.

Bitter für Mark Jackson, dass auch Backup Jarrett Jack nicht besser auf die Kugel aufpasste.

Die Analyse: Nach Pleiten gegen die Clippers und Grizzlies widerstanden die Warriors zuletzt nur hauchdünn einem Wahnsinnspiel von Blazers-Rookie Damian Billard, beim fünften Spiel in Folge gegen einen direkten Konkurrenten wollten die Kalifornien gegen Denver endlich mal wieder voll überzeugen.

"Es geht um die richtige Vorbereitung. Um da hinzukommen, wo wir hinwollen, müssen wir in der Lage sein, besondere Spieler zu stoppen", hatte Coach Mark Jackson nach dem Portland-Spiel gesagt. Die Ansprüche in der Bay Area sind gestiegen, und dass sie zurecht gestiegen sind, zeigte das Team in der Mile-High City.

Von Beginn an war der Gast gut im Spiel, lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit den Nuggets, die ihrerseits nach vier Siegen in Folge vor Selbstvertrauen strotzten.

Im zweiten Viertel begann die Stephen-Curry-Show, die sich bis ins dritte Viertel zog. Curry und die Warriors schossen lange Zeit weit über 50 Prozent aus dem Feld, die Nuggets hielten mit vielen Freiwürfen dagegen.

Und trotzdem schienen die Warriors auf dem Weg zum Sieg zu sein, weil phasenweise wirklich jeder Wurf saß. Bis irgendwann der totale Einbruch kam. Ohne erkennbaren Grund - Golden State bekam nach wie vor gute Würfe - wollte nichts mehr fallen, dazu kamen allerdings ein paar verheerende Ballverluste.

Denver zog konsequent im Schlussviertel bei fast jedem Angriff zum Korb, Jackson versäumte es, darauf einen echten Big Man zu bringen. Zu lange ließ er die zu kleinen Lee und Landry gemeinsam spielen, die fehlende Präsenz unter den Körben machte sich bemerkbar.

Als er Ezeli wieder brachte, war es eigentlich schon zu spät. Die Offensivmaschinerie der Nuggets lief, auch von außen saß jetzt alles. Aus einem zwischenzeitlichen 10-Punkte-Rückstand machte der Gastgeber innerhalb der letzten zwölf Minuten einen lockeren Sieg. Den 16. in den letzten 18 Heimspielen gegen die Warriors.

Denver hat nun neun Heimauftritte in den kommenden elf Partien, für Golden State geht es in den nächsten sechs Spielen gegen Miami, San Antonio, New Orleans, die L.A. Clippers, Oklahoma City und Chicago.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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