NBA-Schlaglichter

Erhitzte Gemüter in NYC- Debakel für Wizards

Von SPOX
Samstag, 22.12.2012 | 10:24 Uhr
Im Madison Square Garden ging es in der Partie zwischen den Knicks und den Bulls heiß her
© Getty
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Im Madison Square Garden hagelt es zwischen den New York Knicks und den Chicago Bulls technische Fouls und Hinausstellungen. Trotz 35 Punkten von Paul Pierce verlieren die Celtics in der Overtime gegen die Milwaukee Bucks. Die LA Clippers feiern den 12. Sieg in Folge und die Washington Wizards erleben ein Debakel.

New York Knicks (19-7) - Chicago Bulls (15-10) 106:110

"Ein hässliches Spiel", resümierte Tyson Chandler treffend. Und der Knicks-Center war daran nicht unschuldig. Er geriet 4:39 Minuten vor der Schlusssirene nach einem Rebound-Duell mit Joakim Noah heftig aneinander. Referee Olandis Poole zeigte keine Gnade, verwies beide des Courts. Zu diesem Zeitpunkt saß Carmelo Anthony bereits frustriert in den Katakomben.

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Auch beim New Yorker Superstar brannten die Sicherung nach 5:15 Minuten im Schlussviertel durch - das zweite technische Foul. Coach Mike Woodson zeigte sich damit nicht einverstanden und durfte sich gleich anschließen. "Ich habe die Menge schreien gehört, plötzlich war Woddy in der Kabine. Als ich aus der Dusche kam, gesellte sich Tyson zu uns", so Anthony. Was war zuvor passiert?

Die Knicks ließen im Madison Square Garden die Selbstverständlichkeit eines Top-Teams vermissen. Zehn von elf Würfen nach dem Tip-Off misslangen, Mitte des zweiten Abschnitts blieb man fünf Minuten ohne Erfolgserlebnis. Angeführt von Luol Deng, mit 29 Punkten und 13 Rebounds Topscorer, profitierten die Bulls.

"Wir führten mit 25 Punkten, machten vieles richtig. Dennoch bin ich enttäuscht, dass wir uns von den Undiszipliniertheiten anstecken ließen", mahnt Bulls-Coach Tom Thibodeau. Die Knicks kamen nochmals heran. Doch ohne ihren besten Werfer Anthony, dessen Serie von vier 30-Punkten-Spielen mit 29 endete, reichte es nicht mehr.

San Antonio Spurs (20-8) - New Orleans Hornets (5-21) 99:94

Home Sweet Home! Nachdem die Spurs sechs der letzten sieben Spiele auswärts bestreiten mussten und dabei zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassierten, durften Tony Parker, Tim Duncan und Co. mal wieder in der heimischen Arena ran.

Und sie schienen das zu genießen. Parker erzielte 25 Punkte, Duncan steuerte 15 Zähler und 10 Rebounds zum Sieg über die immer weiter abrutschenden Hornets bei. Dabei konnte Spurs-Coach Gregg Popovich erstmals seit dem 15. November auf den kompletten Kader zurückgreifen. Nach Stephen Jackson kehrte nun auch Kawhi Leonard (8 Punkte, 2 Rebounds, 1 Assist) nach ausgestandener Knieverletzung wieder aufs Parkett zurück.

Von der Bank steuerten aber vor allem Manu Ginobili (13 Punkte, 2 Rebounds, 7 Assists) und Boris Diaw (12 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists) Punkte bei.

Für New Orleans war es bereits die zehnte Niederlage in Folge, da halfen auch die 18 Punkte und 11 Rebounds von Top-Draft-Pick Anthony Davis nicht.

Los Angeles Clippers (20-6) - Sacramento Kings (8-18) 97:85

Belächelt, ja verschmäht, wurden die Clippers einst. Die Zeiten der ewigen Ernüchterung sind jedoch vorbei. Es wächst ein Team heran, das Großes zu leisten vermag. Im NBA-Westen liegt man auf Rang zwei, Balsam für die geschundene Seele.

"Viele hier mussten schlimme Jahre überstehen. Wir durchleben eine aufregende Phase, vor allem die treuen Zuschauer. Dennoch dürfen wir nicht zufrieden sein, müssen hart arbeiten", mahnte Topscorer Chris Paul (24 Punkten), seit 2011 in Los Angeles. Und das nach einer Rekordnacht. Ihr zwölfter Sieg in Folge bedeutete eine neue Franchise-Bestmarke.

Blake Griffin, mit 21 Punkten und 13 Rebounds abermals überragend, erinnerte sich zurück: "In der Saison, bevor ich gedraftet wurde, feierten sie hier nur 19 Siege. Was wir bisher erreicht haben, ist großartig", freute sich der Nummer-eins-Pick von 2009.

Wenig erfreut traten die Gäste die Heimreise an. Zum fünften Mal gab es für die Kings im Staples Center gegen die Clippers nicht zu holen. Einziger Lichtblick: Jimmer Fredette. Der Bank-Spieler war mit 16 Punkten bester Mann.

Boston Celtics (13-13) - Milwaukee Bucks (14-11) 94:99 OT

Monta Ellis und Larry Sanders waren die Schlüssel zum Sieg der Bucks gegen die enttäuschenden Celtics. Topscorer Ellis erzielte 5 seiner 27 Punkte in der Overtime und sorgte somit für den verdienten Auswärtserfolg.

Bereits zuvor machte Center Larry Sanders eine ganz starke Partie. In der Offensive steuerte er 17 Punkte bei, in der Defense schnappte er sich 18 Rebounds und nahm sein Jugend-Idol Kevin Garnett fast gänzlich aus dem Spiel. KG versenkte nur 6/22 und stand am Spielende lediglich mit 12 Punkten auf dem Scoreboard.

"Ich liebe es gegen KG zu spielen. Er war einer der Stars, die ich in meiner Jugend immer bewundert habe", gibt Sanders nach dem Spiel mit einem Lächeln preis.

Eigentlich war die Partie schon in der regulären Spielzeit entschieden, doch die Bucks vergaben eine Minute vor dem Ende einen 7-Punkte-Vorsprung. Beim Stand von 88:81 erzielte Paul Pierce (35 Punkte, 12 Rebounds, 5 Assists) 5 Punkte und schickte die Partie mit einem Dreier 2,5 Sekunden vor Schluss in die Overtime.

Die Celtics scheinen sich zum Lieblingsgegner der Bucks zu entwickeln. Es war bereits der dritte Sieg im vierten Aufeinandertreffen der Saison.

Detroit Pistons (8-21) - Washington Wizards (3-21) 100:68

Was braucht man, um eine sechs Spiele andauernde Pleiten-Serie zu beenden? Selbstvertrauen. Und wie holt man sich das? Genau: Man sucht sich ein Team, das noch schlechter ist als man selbst. Oder konkret: Man lässt Washington antreten. So geschehen in Detroit. Die Pistons nahmen die völlig chancenlosen Wizards regelrecht auseinander.

Rookie Andre Drummond holte 14 Rebounds (Karriere-Bestwert) und steuerte 11 Punkte bei, Greg Monroe und Brandon Knight kamen auf je 15 Punkte. Rookie Kyle Singler kam auf 11 Zähler. Bei den Wizards, die auf die verletzten John Wall, Trevor Ariza, Bradley Beal und Nene verzichten mussten, überzeugte lediglich Jordan Crawford mit 20 Punkten.

Wie schlecht das Spiel der Wizards war? So schlecht, dass sich Washingtons Coach Randy Wittman nach der Partie dazu angehalten fühlte, sich öffentlich bei den Fans zu entschuldigen. "Das war eine peinliche Vorstellung. Ich entschuldige mich beim Management der Wizards und bei allen Fans", so Wittman. "Besonders bei denen, die das komplette Spiel angeschaut haben. Ich hätte vermutlich nach fünf Minuten abgeschaltet."

Cleveland Cavaliers (5-23) - Indiana Pacers (15-12) 89:99

Sechste Niederlage in Folge für die Cavaliers - und das, obwohl sie über weite Strecken mithalten konnten. Abgesehen vom dritten Viertel. Nachdem Cleveland mit einer Führung in die Halbzeit gegangen war, übernahmen die Pacers das Kommando und erarbeiteten sich mit einem 18-5-Run eine komfortable Führung.

Beste Spieler dabei: Roy Hibbert (18 Punkte, 6 Rebounds), Lance Stephenson (16 Punkte, 2 Rebounds, 7 Assists) und David West (15 Punkte, 10 Rebounds, 2 Assists).

Das absolute Highlight: Gerald Greens (14 Punkte) brutaler Dunk im Schlussviertel. Der Slam-Dunk-Champion von 2007 zeigte, dass er nichts verlernt hat, zog von links zum Korb und überrollte den völlig chancenlosen Samardo Samuels. "Das war einer der besten Dunks, die ich jemals gesehen habe", sagte Pacers-Coach Frank Vogel.

Bei den Cavaliers, die das zweite Spiel in Folge auf Center Anderson Varejao (Knie-Prellung) verzichten mussten, war Kyrie Irving (17 Punkte, 1 Rebounds, 5 Assists) der erfolgreichste Schütze.

Philadelphia 76ers (13-14) - Atlanta Hawks (15-9) 99:80

Kaum ist Jrue Holiday wieder im Team, finden die 76ers zu alter Form zurück. Der Point-Guard musste die vergangenen vier Spiele aufgrund eines verstauchten Fußes verletzt zuschauen. In diesen Partien setzte es für Philly vier Niederlagen. Bei seinem Comeback gegen die Atlanta Hawks riss Holiday das Spiel an sich und steuerte 11 Punkte (4 Rebounds, 7 Assists, 1 Steal) zum Sieg bei.

"Ich denke man kann sehen, welchen Unterschied Jrue ausmacht, wenn er im Team ist. Er sorgt für ständige Präsenz auf dem Court. Durch ihn laufen die Dinge im Angriff viel leichter", schwärmte 76ers-Coach Doug Collins.

Das Mitwirken des Point-Guards machte sich auch positiv bei seinen Mitspielern bemerkbar. Für Thaddeus Young standen am Ende 18 Punkte und 11 Rebounds auf dem Scoreboard. Evan Turner steuerte 21 Punkte zum Erfolg bei und war damit Topscorer der Partie.

Trotz 99 Punkten, laut Jrue Holiday wurde das Spiel nicht in der Offensive gewonnen. "Wir können jederzeit punkten, doch wir vernachlässigen dabei unsere Defense nicht. Auch heute haben wir versucht einzelne Spieler aus der Partie zunehmen, was uns sehr gut gelungen ist."

Über die komplette Partie gesehen, hielten die Sixers Atlanta bei einer Trefferquote von 39 Prozent - sechs Prozent weniger als Atlantas Durchschnitt. Topscorer bei den Gästen war Josh Smith mit 17 Punkten (6 Rebounds, 3 Assists).

Toronto Raptors (9-19) - Orlando Magic (12-14) 93:90

Ungeahnte Höheflüge erleben die Fans im Air Canada Centre. Ihre Raptors eilen derzeit von Erfolg zu Erfolg, gegen die Magic war es der fünfte. Möglich machte dies Terrence Ross. "Er verdient jede Sekunde auf diesem Parkett. Besonders in der Defense", erklärte Coach Dwane Casey.

Der 21-jährige Rookie scorte 7 seiner 13 Punkte im abschließenden Viertel, gleich vier davon mit sehenswerten Dunks. "Er wirft solide, verteidigt großartig und ist unglaublich athletisch. Das sollte ihn zu einem guten Defender machen", lobte J.J. Redick. Von Orlandos Bank aus machte der Shooting Guard 9 Zähler, scheiterte jedoch per Dreier Sekunden vor dem Ende.

Daran die Pleite festzumachen, wäre ob der Turnover schlicht falsch. Gleich 18 Ballverluste produzierten die Magic, schenkten so den Raptors 17 Punkte. Da half auch die starke Performance von Arron Afflalo (26 Punkte, 5 Assists) nichts.

"Wir wollten aggressiv sein", zeichnete Jacque Vaughn den Gameplan nach: "Meine Spieler haben in der Offensive mehrere Dinge versucht." Für die Raptors, die Rookie-Center Jonas Valanciunas nach 7:31 Minuten aufgrund eines gebrochenen Fingers verloren, zu wenig.

Golden State Warriors (18-9) - Charlotte Bobcats (7-19) 115:100

Die Bobcats befinden sich weiterhin im Sturzflug. Gegen die Warriors setzte es schon die 14. Niederlage in Serie. "Sie haben die richtigen Dinge gemacht, uns aus dem Konzept gebracht," begründete Kemba Walker (16 Punkte), der es gemeinsam mit Gerald Henderson auf 39 Zähler brachte. Ein anderes Duo wusste jedoch mehr zu überzeugen.

Stephen Curry verwandelte acht Dreier - Career-High für den 24-Jährigen. Currys 27 Punkte garnierte David Lee mit weiteren 23. Dazu sammelte der Power Forward je elf Rebounds sowie Assists und vollendete damit sein Triple-Double. "Wie jedes Jahr zeigt er gute Leistungen. Stef war erneut spektakulär. Sie sind meine Leader, machen tolle Arbeit und geben die Richtung vor", betont Coach Mark Jackson.

Gegenüber Mike Dunlap musste neidlos anerkennen: "Wir sind nicht das erste Team, welches Probleme mit ihrer Präsenz hat. Die Beiden kann man nur schwer verteidigen." Charlotte steckt damit weiter im Tabellenkeller der Eastern Conference, während Golden State Platz fünf im Westen absichern konnte.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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