Donnerstag, 27.12.2012

Denver Nuggets - Los Angeles Lakers 126:114

Nuggets beenden Siegesserie der Lakers

Die Denver Nuggets (16-14) haben den Aufwärtstrend der Los Angeles Lakers (14-15) vorerst gestoppt. Nach fünf Siegen in Folge kassierten Kobe Bryant und Co. in Denver eine 114:126-Niederlage. Bryant war einmal mehr überragend, Mann des Abends wurde aber Nuggets-Bankspieler Corey Brewer.

Für dieses Foul wurde Dwight Howard in Denver ejectet
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Für dieses Foul wurde Dwight Howard in Denver ejectet

Bryant lieferte mit 40 Punkten (13/24 FG, 5/9 Dreier, 9/11 FT) und 6 Assists eines seiner typischen Monster-Games ab, es reichte aber aufgrund der katastrophalen Defense der Lakers nicht zum Sieg. Für Bryant war es das zehnte Spiel in Serie mit mindestens 30 Punkten. Aber: Erzielt er in dieser Saison 40 Punkte, können die Lakers kein Spiel gewinnen (0-4).

Schlaglichter: Knicks-Sieg mit dem Buzzer!

Pau Gasol verbuchte 19 Punkte (7/11 FG), 6 Rebounds, 4 Assists und 2 Blocks, Steve Nash sammelte 15 Punkte (6/8 FG) und 8 Assists, Dwight Howard stand bei 12 Punkten (4/6 FG, 4/9 FT) und 7 Rebounds, als er im dritten Viertel nach einem harten Foul an Kenneth Faried ejectet wurde.

Topscorer der Nuggets war Bankspieler Corey Brewer mit 27 Punkten (9/16 FG). Faried (21 Punkte, 15 Rebounds), Ty Lawson (17 Punkte, 14 Assists) und Andre Iguodala (17 Punkte, 11 Rebounds, dazu 7 Assists, 3 Steals, 2 Blocks) legten jeweils Double-Doubles auf, Danilo Gallinari steuerte 19 Punkte zum Sieg bei.

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Reaktionen:

Kobe Bryant (L.A. Lakers): "Heute schien es so, als ob wir einfach einen Schritt zu langsam waren. Wir sahen alt aus. Sie haben mit viel Energie gespielt, mit viel jugendlichem Elan. Wir waren irgendwie in einem niedrigeren Gang."

Dwight Howard (L.A. Lakers): "Man sollte nicht dafür bestraft werden, dass man jemanden hart foult. Es war nicht meine Absicht, jemanden zu verletzen. Es war einfach nur ein hartes Foul. Ich wurde schon härter gefoult und es ist nichts passiert."

Kenneth Faried (Denver): "Er hat meine Augen gesehen. Ich wollte nicht zurückziehen, ich wollte keinen Floater versuchen. Ich wollte über ihn drüber dunken, das hat er gesehen. Deshalb war seine Hand direkt in meinem Gesicht."

Corey Brewer (Denver): "Es war einer dieser Abende, an dem du ein paar Würfe triffst und der Korb für dich dann richtig groß wird."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Alles wie erwartet. Die Nuggets starten wie gewohnt mit Lawson, Iguodala, Gallinari, Faried und Koufos. D'Antonis erste Fünf besteht erneut aus Nash, Morris, Bryant, Gasol und Howard.

6.: Die Big Men der Nuggets haben ihren Spaß! Koufos und Faried hatten schon gute Aktionen - und jetzt funktioniert innerhalb kürzester Zeit zweimal die Lawson-to-McGee-Combo. Slam-Dunk! Nash und Howard schauen sich angesäuert gegenseitig an. 11:2-Run der Nuggets. 16:9 Denver.

12.: Denver ackert und ackert, die Folge ist ein Offensiv-Rebound nach dem anderen und am Ende macht Faried das Ding rein. Unglaubliches Viertel des Power Forwards: 11 Punkte, 9 Rebounds (davon 5 offensiv!). 29:26 Nuggets.

16.: Erst Koufos mit dem schönen Dreipunktspiel, dann packt Brewer im Fastbreak den Monster-Slam aus! Gasol hatte zuvor den Ball verloren, als er Gallinari auf den Fuß gestanden und weggerutscht ist. Da hätte er sich auch übel verletzen können, Glück gehabt. 40:32 Denver.

20.: Gasol läuft hier plötzlich heiß und haut sogar zwei Dreier in Folge rein! Die letzten 10 Lakers-Punkte gehen auf sein Konto - nur noch 49:48 Nuggets. Schlecht für L.A.: Nash sitzt mit 3 Fouls auf der Bank.

24.: Crazy und sehr wild, was da phasenweise auf dem Feld passiert. Die Lakers schmeißen dreimal in Serie den Ball weg, aber die Nuggets treffen gerade nichts mehr. Howard dann per Layup mit den letzten Punkten der Halbzeit. 57:54 Denver. Faried steht bei 13 Punkten und 11 Rebounds, Bryant mit 15 Zählern bei den Lakers.

29.: Iguodala, der gerade schon den Dreier getroffen hat, penetriert diesmal und findet den freien Gallinari in der Ecke - Gallo for threeee! 14:2-Run der Nuggets und schon beträgt der Vorsprung 13 Punkte. 73:60. Timeout D'Antoni.

33.: Die Lakers hatten sich nach der Faried-Domination offensichtlich vorgenommen, ihn in Halbzeit zwei härter anzufassen, aber das war jetzt zu viel des Guten. Faried rollt zum Korb ab, Howard geht nur auf den Mann, hat die Hände in Farieds Gesicht und räumt ihn ab. Flagrant 2! Eine regelgerechte Entscheidung. Heißt: Howard fliegt! 79:72 Nuggets.

36.: Brewer! Immer wieder Brewer! Mit dem Buzzer trifft der Swingman den Running-Three-Pointer, in den letzten 4:26 Minuten hat Brewer 12 Punkte erzielt. Beide Teams halten weiter nichts von Defense, Denver gewinnt das Viertel 39:33 und führt mit 9 (96:87).

43.: Bryant mal wieder mit einer One-Man-Show bei den Lakers, aber es bringt alles nichts, weil sie die Nuggets nicht ansatzweise stoppen können. Gallinari ist von Downtown erfolgreich, Lawson legt den nächsten Layup rein. 113:102 Denver.

46.: Die Lakers kommen noch mal auf 7 heran, aber dann verlegt World Peace den leichten Korbleger, Gallinari trifft den nächsten Big-Time-Dreier und Faried baut den Vorsprung wieder auf 12 Punkte aus. 118:106 Nuggets. Lawson kontrolliert jetzt überragend das Spiel und sammelt Assist nach Assist.

Der Star des Spiels: Corey Brewer. Es war ein Abend, an den sich der Forward noch lange erinnern wird. Brewers Leistung war in einem Wort: sensationell. 27 Punkte (Einstellung seiner Karrierebestleistung) in nur 24 Minuten, 6/7 von Downtown, dazu viele starke Plays in der Defense - Brewer war vor allem in Halbzeit zwei komplett in the zone. Er war aber nicht alleine. Lawson war ein starker Floor General, Faried arbeitete wie bekloppt am Brett, Gallinari traf 24 Stunden nach seiner miserablen Vorstellung bei den Clippers diesmal ganz wichtige Würfe - und Iguodala glänzte mit einem famosen All-Around-Game. Ganze starke Teamleistung der Nuggets.

Der Flop des Spiels: Metta World Peace. Bryants Scoring, Nashs Comeback und Gasols Verbesserung schön und gut, aber der Hauptfaktor für die Siegesserie der Lakers war vielleicht sogar die Performance von World Peace. Er hat nicht nur klaglos seine neue Bankrolle akzeptiert und gibt sich laut seinen Teamkollegen als extrem lautstarker Leader, er war zuletzt auch auf dem Feld überragend. In Offense und Defense. World Peace lieferte im Lakers-Run im Schnitt 17,8 Punkte, 8,2 Rebounds und 2,6 Steals. In Denver ging aber jetzt wenig zusammen (10 Punkte, 4/13), vor allem der in dieser Saison so sichere Dreier fiel nicht (1/7). Am Schluss foulte er noch aus. Auch schwach: Howard.

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Analyse: Trotz der jüngsten Siegesserie war vor dem Spiel in Denver klar, dass bei aller Freude über die verbesserte Struktur in der Offense die Defense der Lakers ein Sorgenkind bleibt. Was sich nach dem Spiel brutal bestätigt hat. Beide Teams hatten mit einer ansprechenden Verteidigung wenig zu tun, aber was die Lakers veranstalteten, war unterirdisch. Dabei hatte die Defense im Christmas-Kracher gegen die Knicks im letzten Viertel (nur 16 Punkte zugelassen) noch richtig gut ausgesehen.

Die Nuggets nahmen L.A. mit ihrem Pick-and-Roll-Play auseinander - und die Perimeter-Defense der Lakers war dazu besonders schlimm. Denver ist eines der schlechtesten Dreier-Teams der Liga (32 Prozent), gegen die Lakers schossen Brewer und Co. am Ende aber 12/22 von Downtown.

Die Lakers, das Nummer-eins-Rebounding-Team der NBA, wurden außerdem an den Boards dominiert und gaben 20 Offensiv-Rebounds ab (führten zu 25 Second-Chance-Points), alleine 9 davon gingen auf das Konto von Faried.

Es bleibt jede Menge Arbeit für Mike D'Antoni. Darius Morris bekam einmal mehr den Start an der Seite von Nash im Backcourt, war aber einmal mehr komplett ineffektiv (0 Punkte, 3 Turnover in 7 Minuten) - er kann nicht die Lösung sein. Für die Lakers stehen jetzt Heimspiele gegen Portland und Philadelphia auf dem Programm, ehe ein Showdown mit den nicht zu stoppenden Clippers winkt.

Denver bewies mit seiner Leistung, warum man mit dem Team von George Karl auf alle Fälle rechnen muss. Keine Mannschaft erzielt in der NBA so viele Points in the Paint (55,8), gegen die Lakers waren es jetzt zur Pause schon wieder 40 Zähler. In der zweiten Halbzeit fielen dann die Dreier, aber die Stärke in der Zone (58:38-Punkte gegen L.A.) ist eines der großen Merkmale der Nuggets.

Denver wird in den kommenden Wochen im Westen weiter nach oben klettern. Warum? Wenn die Nuggets den Dezember mit noch zwei Spielen in Dallas und Memphis überstanden und dann unglaubliche 22 ihrer ersten 32 Spiele auswärts absolviert haben, wird der Spielplan einfacher. 15 der dann folgenden 18 Spiele finden im Pepsi Center statt - und zuhause steht die Bilanz der Nuggets bei 9-1.

Der NBA-Spielplan im Überblick

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1990: Detroit Pistons (4-1 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Isiah Thomas
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1990: Detroit Pistons (4-1 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Isiah Thomas
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1998: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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Florian Regelmann

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Ein Monster-Game von Bryant reicht nicht, weil die Lakers grauenvoll verteidigen. Howard fliegt dazu vom Feld. Bei den Nuggets dreht ein Bankspieler ganz groß auf.

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