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Golden State Warriors - Los Angeles Lakers 115:118 OT

Lakers siegen bei Nash-Comeback

Von Max Marbeiter
Sonntag, 23.12.2012 | 08:18 Uhr
Steve Nash (M.) hatte beim Comeback direkt großen Anteil am Erfolg der Lakers
© Getty
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Steve Nash war zurück und schon gewannen die Los Angeles Lakers (13-14) auch ihr viertes Spiel in Folge - Season High. Die Golden State Warriors waren beim 115:118 bereits bis auf 14 Punkte davongezogen, mussten sich am Ende aber in der Overtime geschlagen geben.

Nur drei Mal hatten die Warriors in elf Spielen in der Oracle Arena verloren. Dass es gegen die Lakers dennoch nicht zum Sieg reichte, lag mit Sicherheit zuletzt an Jarrett Jack. Der Point Guard legte von der Bank kommend sensationelle Quoten auf (13/19), verteilte den Ball (11 Assists) und war am Ende Golden States Topscorer (29 Punkte). Während David Lee ein Double-Double auflegte (20 Punkte, 11 Rebounds), hatten Stephen Curry (8/23) und Klay Thompson (6/16) arge Probleme mit ihrem Wurf.

Topscorer der Partie war allerdings einmal mehr Kobe Bryant (34 Punkte), wenngleich die Black Mamba sehr schwach aus dem Feld schoss (16/41) und viele unnötig schwere Würfe nahm. Steve Nash erzielte bei seinem Comeback 12 Punkte und verteilte 9 Assists.

Die Reaktionen:

Steve Nash (Lakers): "Nach sieben Wochen Pause 40 Minuten zu spielen, ist mehr, als ich erwarten konnte. Ich hatte einen guten Rhythmus und habe mich gut gefühlt. Mal sehen, wie es sich am Sonntag anfühlen wird. Ich weiß, dass ich Schmerzen haben werde, aber daran bin ich gewöhnt."

Kobe Bryant (Lakers) über das Zusammenspiel mit Steve Nash: "Es ist einfach, so einfach, sogar mehr als einfach. Es passt einfach gut, wenn zwei Jungs, die gegensätzliche Dinge machen können, gemeinsam auf dem Feld stehen. Wenn ich einen Rebound hole, versuche ich, den Ball direkt in seine Hände zu legen. Denn ich weiß, dass ich dann einen einfachen Wurf bekommen werde."

Mark Jackson (Warriors): "Das verdirbt uns nicht die Vorfreude auf Weihnachten. Wir sind glücklich mit unserer derzeitigen Situation und wir sind glücklich mit dem Weg, den wir eingeschlagen haben."

Der Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Bei den Warriors läuft es in dieser Saison. Also dürfen Stephen Curry, Klay Thompson, Harrison Barnes, David Lee und Festus Ezeli erneut von Beginn an ran.

In Los Angeles hat das Warten ein Ende. Steve Nash ist zurück. Der Point Guard startet neben Kobe Bryant, Darius Morris, Pau Gasol und Dwight Howard.

5.: Wilder Beginn! Beide Mannschaften schießen noch unglaublich schwach aus dem Feld (Warriors 2/6, Lakers 2/8) und leisten sich immer wieder unnötige Fouls und noch unnötigere Ballverluste. Jetzt trifft Thompson allerdings den Mid-Range-Jumper - 7:4 Warriors!

7.: Kaum sieben Minuten sind gespielt, da steigt Dwight Howards Frustlevel schon gewaltig. Nach seinem zweiten Foul leistet sich der Center auch noch ein Technisches und muss erst mal auf die Bank. Kurz darauf setzt Kobe Bryant zum Fadeaway an. AIRBALL! Wie gesagt: Wilder Beginn!

12.: Bryant trifft den Baseline-Fadeaway. Auf der anderen Seite bedient Jack erst Barnes mit einem sensationelle Pass, schmeißt beim nächsten Angriff allerdings leichtsinnig den Ball weg. Hill sagt "Danke" und trifft den Layup. Damit haben die Lakers nach Turnovern bereits 15 Punkte erzielt.

16.: Jarrett Jack meldet sich zu Wort! Erst trifft der Guard den offenen Dreier, dann entscheidet er sich nach Landrys Steal gegen Howard im Break für Risiko. Pull-up-Jumper aus der Mitteldistanz. Drin!

21.: Jack ist absolut on fire! Mit einem Pull-up-Jumper gegen Steve Nash macht er bereits seine Punkte 17 und 18 - bei einer Quote von 8/11. Curry vergibt im Anschluss, doch die Lakers vergessen ausgerechnet Thompson an der Dreierlinie. Der lässt sich natürlich nicht zwei Mal bitten - 52:49 Warriors!

32.: Bei Thompson läuft heute nicht viel zusammen. Erneut vergibt der Shooting Guard einen Dreier, schnappt sich seinen eigenen Rebound, nur um dann auch noch den Floater danebenzusetzen. Auch Barnes scheitert, ebenso wie Meeks auf der Gegenseite. Doch Gasol schnappt sich den Abpraller und trifft mit Foul. And One!

36.: Die Warriors können die Uhr runterspielen, doch Curry zieht früh in die Zone und trifft den Layup. Gut sechs Sekunden bleiben den Lakers, um Viertel Nummer drei mit einem Erfolg abzuschließen. Bryant dribbelt den Spalding jedoch ins Aus - 87:74 Warriors

41.: Nach starkem Bodenpass von Howard bringt Kobe die Lakers bis auf zwei Punkte heran, begeht dann allerdings sein fünftes Foul. Zudem sieht Jack die Zeit für Big Plays gekommen. Erst trifft er selbst den langen Zweier über Nash, dann bedient er aus dem Drive heraus Barnes in der Ecke - 95:88 Warriors!

45.: JARRETT JACK! Meeks bringt die Lakers von draußen erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in Führung - Jack findet's gar nicht so spektakulär und trifft ebenfalls von Downtown. Den Floater im Anschluss vergibt er zwar, doch Barnes ist für den Put-back-Dunk zur Stelle - 102:98 Warriors!

48.: Nach Pick-and-Roll mit Nash findet Howard World Peace an der Dreierlinie. Drin! Und wieder hat Jack die passende Antwort und trifft den langen Zweier zum Ausgleich. Bryant hat mit der Schlusssirene die Chance zum Sieg, vergibt jedoch. Overtime!

50.: Nash hat nichts verlernt! Nach Currys Dreier bringt der Kanadier die Lakers per Fadeaway wieder mit drei Punkten in Führung.

Der Star des Spiels: Jarrett Jack. Klar, die Warriors haben verloren, Kobe Bryant hat wichtige Würfe getroffen und Nash ein starkes Comeback hingelegt. Was Jack aber ablieferte, war schlicht sensationell. Als Curry und Thompson Probleme mit ihrem Wurf hatten und die Warriors überhastet viele Bälle wegschmissen, brachte er Ruhe und Treffsicherheit ins Spiel und hatte auch in der Crunchtime meist die richtige Antwort auf Lakers-Punkte parat. Das Resultat: 29 Punkte (13/19), 11 Assists und nur 1 Turnover.

Der Flop des Spiels: Klay Thompson. Der Shooter fand über das komplette Spiel nie seinen Rhythmus. Hin und wieder fiel der Wurf, eine Quote von 6/16 ist bei seinen Fähigkeiten jedoch einfach zu wenig. Zudem vergab er in der Overtime im Fast-Break überhastet den möglichen Ausgleich.

Analyse: Endlich war Steve Nash zurück - und mit ihm das Pick-and-Roll. Direkt in den ersten Minuten wurde deutlich, wo die Reise der Lakers-Offense in Zukunft hinführen könnte. Speziell Pau Gasol profitierte zu Beginn ein ums andere Mal. Allerdings vermochte selbst Nash nicht, das unglaublich wilde Spiel der ersten Minuten zu beruhigen. Beide Mannschaften leisteten sich dumme Fouls und gingen unheimlich sorglos mit dem Ball um.

Dazu hatten die Schiedsrichter beschlossen, diesmal nicht allzu viel durchgehen zu lassen. Regelmäßig schallte ein Foulpfiff durch die Oracle Arena (10 Fouls nach nicht einmal sieben Minuten) - mit ein Grund, weshalb zunächst noch nicht abzusehen war, wie gut das Duo Nash/Howard in Zukunft funktionieren könnte. Der Center kassierte früh zwei Fouls, kam zurück, kassierte noch mal zwei Fouls und fand sich deshalb zu großen Teilen auf der Bank wieder.

In Viertel Nummer zwei bekamen die Warriors ihr Turnover-Problem (7 Ballverluste nach 7 Minuten) dann zusehends in den Griff - bitter nötig, hatten die Lakers im ersten Abschnitt doch 15 Punkte aus Ballverlusten der Gastgeber erzielt. Speziell Jarrett Jack tat Golden States Offense merklich gut. Jack verteilte den Ball, Punkte selbst und traf viele gute Entscheidungen.

Auch die Schussauswahl zeigte sich leicht verbessert, wenngleich Golden State weiterhin viele unnötig frühe Würfe nahm. Speziell Stephen Curry (8/23 für 20 Punkte) und Klay Thompson (6/16 für 18 Punkte) erwischten nicht ihre besten Shooting-Abende. Dass die Warriors dennoch zeitweise bis auf 14 Punkte davonzogen, lag in erster Linie an Jack und David Lee (20 Punkte, 11 Rebounds).

Und dennoch gewannen die Lakers. Die Gründe: Kobe Bryant, die Schützen, Dwight Howard, Steve Nash und das High Pick-and-Roll. Bryant schoss zwar schwach aus dem Feld (16/41) stellte am Ende aber einmal mehr seine Clutch-Fähigkeiten unter Beweis. Die Schützen, gerade Metta World Peace (7/13, 20 Punkte), nutzten den Raum.

Den größten Anteil dürfte aber das Duo Nash/Howard gehabt haben, das zum Ende hin doch noch länger gemeinsam auf dem Court stehen durfte. Gegen das High Pick-and-Roll der beiden hatten die Warriors kaum Mittel. Auch wenn Howard nicht selbst abschloss, so fand er doch immer wieder den freien Mann. Zudem veränderte der Center durch seine Zonenpräsenz immer wieder die Würfe der Warriors. Nash beruhigte das Spiel in der entscheidenden Phase merklich, verlieh der Lakers-Offense Struktur und traf noch dazu den entscheidenden Wurf.

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