Sonntag, 08.04.2012

NBA-Schlaglichter

Howard findet die richtige Antwort - L.A. verliert

In Philadelphia findet Dwight Howard nach dem Chaos der letzten Tage die richtige Antwort auf dem Platz. Die Lakers müssen nach 138 Spielen in Folge auf ihren Star Kobe Bryant verzichten und kassieren eine bittere Pleite. Außerdem zeigt sich Boston in Playoff-Verfassung.

Dwight Howard griff sich gegen die LA Clippers 22 Bälle vom Brett
© Getty
Dwight Howard griff sich gegen die LA Clippers 22 Bälle vom Brett

Philadelphia 76ers (29-26) - Orlando Magic (33-23) 82:88

Nach dem Chaos unter der Woche um Dwight Howard und Coach Van Gundy sorgten die Orlando Magic und allen voran Howard selbst beim 88:82-Sieg gegen die Philadelphia 76ers endlich wieder für sportliche Schlagzeilen. Im Vorfeld der Partie forderte Howard öffentlich die Entlassung seines Trainers.

Der Superman gab all seinen Kritikern auf dieses Verhalten die richtige Antwort und führte mit 20 Punkten, sechs Assists und starken 22 Rebounds sein Team zum 33. Sieg in dieser Saison. Tatkräftige Unterstützung erhielt Howard, der zum neunten Mal in dieser Season mehr als 20 Punkte und Rebounds sammelte, von J.J. Redick der elf seiner 19 Punkte im vierten Viertel erzielte. Ebenfalls in starker Verfassung zeigte sich erneut Glen Davis, der mit 23 Punkten gleichzeitig der Topscorer seines Teams war.

Spät im vierten Viertel übernahmen die Magic die Kontrolle im Spiel. Nachdem Philadelphia zwischenzeitlich sogar einen Zehn-Punkte-Rückstand wettmachte und 73:72 in Führung ging, erzielte Redick 3:21 Minuten vor dem Ende einen wichtigen Dreier zum 82:76 - die Magic gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand.

Der Gegner aus Philadelphia steckt dagegen weiterhin in der Krise und muss nun ernsthaft um die Playoff-Teilnahme bangen. Die 76ers verloren neun ihrer letzten 13 Spiele. Noch erschreckender ist, dass kein einziger Spieler der Starting Five gegen Orlando zweistellig Punkten konnte. Thaddeus Young mit 20, Jodie Meeks mit 16 und Lou Williams mit 15 Punkten kamen alle von der Bank.

Phoenix Suns (29-27) - Los Angeles Lakers (35-22) 125:105

Nach 138 Spielen in Folge mussten die Los Angeles Lakers zum ersten Mal wieder auf Kobe Bryant (Schienbeinverletzung) verzichten und prompt kassierte das Team von Mike Brown eine deftige 125:105-Niederlage gegen die Phoenix Suns.

Dabei halfen den Lakers auch nicht die guten Leistungen von Pau Gasol (30 Punkte, 13 Rebounds) sowie Andrew Bynum, der 23 Punkte und 18 Rebounds beisteuerte. Den Unterschied machte eindeutig die Tiefe im Spiel der Suns, bei denen insgesamt sieben Spieler zweistellig punkteten. In ganz starker Verfassung zeigten sich vor allem die Ersatzspieler von Phoenix, die das Duell der Bänke mit 58:10 für sich entschieden.

Bei den Suns waren Shannon Brown, der auf 24 Punkte kam und Michael Redd mit 23 Punkten die Topscorer. Vor allem Brown, der vor der Saison von Los Angeles nach Phoenix wechselte, war richtig heiß und versenkte in der entscheidenden Phase im dritten Viertel acht von zwölf Würfen.

Indiana Pacers (34-22) - Boston Celtics (31-24) 72:86

Der Veteran Paul Pierce führte die Boston Celtics mit 24 Punkten zu einem 86:72-Sieg über die Indiana Pacers und sorgte dafür, dass sein Team rechtzeitig für die Playoffs in Fahrt kommt.

Schon früh im Spiel sorgte Boston für klare Verhältnisse und konnte vor allem ein schwaches zweites Viertel der Pacers (drei von 19) zur 43:33-Halbzeitführung nutzen und gab diese zu keinem Zeitpunkt mehr ab. Die Celtics bestimmten das Tempo, verteidigten taff und trafen die Würfe im richtigen Moment. Ray Allen steuerte wichtige 19 Punkte bei, Garnett kam auf 15 Punkte und Rajon Rondo verteilte 12 Assists.

Die Pacers mussten nach vier Siegen in Serie wieder die erste Niederlage hinnehmen und kamen nach fünf Spielen in Folge, in denen sie über 100 Punkte erzielten, lediglich auf 78 Zähler. Bei der insgesamt enttäuschenden Leistung, mit einer Wurfquote von 35 Prozent, waren Danny Granger mit 20 Punkten und David West mit 16 Punkten noch die besten Scorer auf Seiten der Celtics.

New Orleans Hornets (15-41) - Minnesota Timberwolves (25-32) 99:90

Topscorer: Smith (26), Kaman (21) - Love (29), Beasley (20)

Toprebounder: Smith, Kaman (beide 10) - Love (12), Beasley (7)

Topassistgeber: Vasquez (10), Belinelli (4) - Barea (7), Lee (4)

Charlotte Bobcats (7-47) - Atlanta Hawks (34-23) 96:116

Topscorer: Higgins (22), Mullens (17) - Joe Johnson (18), Ivan Johnson (17)

Toprebounder: Biyombo, White (beide 5) - Pachulia (16), Ivan Johnson (6)

Topassistgeber: Walker (6), White, Higgins (beide 3) - Pargo (9), Teague (5)

Milwaukee Bucks (28-28) - Portland Trail Blazers (27-30) 116:94

Topscorer: Jennings, Udrih (beide 21) - Alridge (21), Matthews (14)

Toprebounder: Ilyasova (12), Gooden (8) - Przybilla (10), Hickson (5)

Topassistgeber: Ellis (7), Udrih (6) - Felton (10), Alridge, Crawford (beide 3)

Golden State Warriors (22-33) - Denver Nuggets (30-26) 112:97

Topscorer: Rush (20), Lee (17) - Lawson (21), Harrington (19)

Toprebounder: Lee (9), Tyler (8) - Miller, McGee (beide 6)

Topassistgeber: Jenkins (8), Robinson (7) - Lawon (6), Miller (4)

Los Angeles Clippers (34-22) - Sacramento Kings (19-37) 109:94

Topscorer: Griffin (27), Foye (25) - Cousins (15), Evans, Outlaw (beide 14)

Toprebounder: Griffin (14), Paul, Evans (beide 5) - Cousins (20), Greene (5)

Topassistgeber: Paul (15), Bledsoe (9) - Williams (9), Cousins, Thomas, Outlaw (alle 2)

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