Dienstag, 17.04.2012

NBA-Schlaglichter

LeBron James: The Human Crunchtime

Die Los Angeles Clippers bringen sich mit einem klaren Sieg gegen die Oklahoma City Thunder schon mal in Playoff-Stimmung. LeBron James macht die letzten 17 Punkte für die Miami Heat. Die Denver Nuggets haben Eier.

LeBron James (r.) ließ sich von nichts und niemandem aufhalten
© Getty
LeBron James (r.) ließ sich von nichts und niemandem aufhalten

Los Angeles Clippers (38-23) - Oklahoma City Thunder (44-17) 92:77

77 Punkte - so wenige haben die Thunder die ganze Saison über noch nicht erzielt. Und das in einem Statement-Game mit Blick auf die Playoffs im Westen. Da gleichzeitig die San Antonio Spurs bei den Golden State Warriors gewonnen haben, sind die Thunder kurz vor Ende der Regular Season den ersten Platz in der Tabelle los.

Ganz anders die Clippers. Sie haben durch den klaren Sieg nicht nur ihren vierten Platz und damit das Heimrecht für die erste Playoff-Runde gefestigt, sie machen auch noch einmal richtig Druck auf den drittplatzierten Stadtrivalen, die Lakers. Nur noch ein Spiel trennt die beiden.

Dass die Clippers angeführt von Blake Griffin (17 Punkte, 11 Rebounds) das Top-Spiel so klar gewinnen würden, war zur Halbzeit beim besten Willen nicht abzusehen. Denn zu dem Zeitpunkt führte OKC noch mit 52:43. Von da an ging aber überhaupt nichts mehr.

Zum Ende des dritten Viertels hatten die Clippers die Partie ausgeglichen (66:66), danach zogen sie mehr oder weniger ohne Gegenwehr davon. Griffins obligatorische krachende Monster-Dunks durften in dieser Phase natürlich auch nicht fehlen.

Bester Scorer bei den Thunder war Kevin Durant mit 24 Punkten. Russell Westbrook kam nicht über magere 9 Punkte hinaus.

Houston Rockets (32-29) - Denver Nuggets (34-27) 102:105

Wer wissen möchte, wie man die wirklich entscheidenden Spiele im wirklich entscheidenden Moment gewinnt, der sollte sich vertrauensvoll an die Nuggets wenden - und sich gleichzeitig bloß von den Rockets fernhalten.

Bis Sonntag lagen beide Teams im Kampf um die letzten Playoff-Tickets im Westen noch gleichauf. Dann spielten sie zweimal im direkten Duell gegeneinander - und jetzt liegt Denver sogar noch vor den Dallas Mavericks auf Platz sechs, Houston ist nur noch Neunter hinter Phoenix und droht die Playoffs komplett zu verpassen.

"Wir lassen uns die Sache durch die Finger gleiten", mahnte Chandler Parsons (21 Punkte) seine Rockets. "Wir können es uns nicht erlauben, so zu spielen." Parsons war es, der den letzten Dreier mit auslaufender Uhr verwarf und damit die Chance verpasste, sein Team in die Overtime zu retten. Houston hat nun vier Heimspiele in Folge verloren und steht am Mittwoch in Dallas schon vor einem Must-Win-Game.

Für Denver hat sich dagegen die Lage in den letzten beiden Tagen entscheidend verbessert. "Wir hatten eine Menge Chancen, dieses Spiel aufzugeben, aber wir haben es nicht getan", sagte Coach George Karl. "Das ist ein großer Sieg für uns."

Topscorer für die Nuggets waren Aaron Afflalo (26 Punkte) und Ty Lawson (25 Punkte). Für die Rockets punktete neben Parsons Goran Dragic (21 Punkte) am besten.

Dallas Mavericks verlieren Triple-Overtime-Drama

New Jersey Nets (22-40) - Miami Heat (43-17) 98:101

Da soll noch mal einer sagen, LeBron James wäre kein Crunchtime-Player. Wie um all seine Kritiker Lügen zu strafen, zog James im letzten Viertel in New Jersey eine unglaubliche Show ab und erzielte die letzten 17 (!) Punkte seines Teams im Alleingang.

Die Nets führten im dritten Viertel schon mit 13 Punkten und hatten auch die Beginn des letzten Abschnitts noch ein Polster von 9 Zählern (79:70).

Doch dann kamen die unglaublichen 4:48 letzten Minuten des LeBron James. Er nahm in Abwesenheit des angeschlagenen Dwyane Wade jeden Ball an sich und machte die Punkte, wie er wollte. 51 Sekunden vor Schluss brachte er die Heat zum allerersten Mal im gesamten Spiel in Führung. Am Ende feierte James 37 Punkte und einen Sieg, den die Heat eigentlich gar nicht mehr hätten holen dürfen.

"Wir waren in der Lage, uns in die Partie zu beißen und nicht locker zu lassen. Und dieser Kerl mit der Nummer 6 auf dem Trikot hat ganz okay gespielt", scherzte Coach Erik Spoelstra. "Im Ernst: LeBron war sensationell. So spielt ein MVP!"

"MVP"-Rufe hallten sogar durch die gegnerische Halle in New Jersey. Selbst die Nets-Fans konnten sich der Aura von James an diesem Abend nicht entziehen. Dabei waren die 29 Punkte von Kris Humphries und 24 Punkte von MarShon Brooks auch nicht ganz schlecht.

Bei den Heat überzeugte neben James vor allem Chris Bosh mit 22 Punkten und 15 Rebounds.

Charlotte Bobcats (7-53) - New Orleans Hornets (19-42) 67:75

Topscorer: Henderson (27), Walker (14) - Vasquez (20), Landry (14), Belinelli (13)

Toprebounder: Mullens (10), Biyombo (9) - Landry (12), Ayon (8)

Topassistgeber: Brown, Walker (beide 3) - Vasquez (6), Thomas (3)

Geht es erbärmlicher? Wohl kaum! Mit der 17. Pleite in Folge haben die Bobcats einen neuen Franchise-Rekord aufgestellt. Verlieren sie auch ihre letzten Spiele, werden sie die schlechteste Winning-Percentage der NBA-Geschichte haben - trotz der verkürzten Saison. Nach drei Vierteln stand es übrigens 47:47. Zu dem Zeitpunkt bestand noch die realistische Chance, dass in dem Spiel die wenigsten Punkte aller Zeiten erzielt werden (119). Doch im vierten Viertel rafften sich beide Teams wenigstens noch ein bisschen auf.

Golden State Warriors (22-38) - San Antonio Spurs (43-16) 99:120

Topscorer: Robinson (30), Thompson (29) - Neal (17), Splitter (15), Duncan (13)

Toprebounder: Tyler (10), Thompson (8) - Diaw (9), Splitter (8)

Topassistgeber: Robinson (7), Thompson (5) - Parker, Neal (beide 5)

Phoenix Suns (32-29) - Portland Trail Blazers (28-34) 125:107

Topscorer: Gortat (20), Frye (19), Dudley (18) - Hickson, Crawford (beide 22)

Toprebounder: Gortat (10), Frye, Morris (beide 6) - Hickson (8)

Topassistgeber: Nash (13) - Flynn (6), Smith (5)

Chicago Bulls (46-15) - Washington Wizards (15-46) 84:87

Topscorer: Hamilton (22), Watson (17), Boozer (16) - Seraphin (21), Wall (16)

Toprebounder: Boozer (13), Noah (11) - Seraphin (13), Cook (8)

Topassistgeber: Watson (8), Hamilton (5) - Crawford (6), Wall (5)

Toronto Raptors (22-40) - Atlanta Hawks (36-25) 87:109

Topscorer: DeRozan (22), A. Johnson (18) - I. Johnson (21), Teague (19), J. Johnson (18)

Toprebounder: Uzoh (10), Alabi (9) - Smith (9), I. Johnson (8)

Topassistgeber: Uzoh (8), J. Johnson - Teague (10), Smith, McGrady (beide 4)

Orlando Magic (36-25) - Philadelphia 76ers (31-29) 113:100

Topscorer: Anderson (26), Redick (18), Richardson (17) - Holiday (18), Iguodala, Young, Williams (alle 15)

Toprebounder: Anderson (16), Clark (11) - Iguodala (8), Hawes (6)

Topassistgeber: Nelson (13), Redick (4) - Hawes (9), Holiday (8)

Indiana Pacers (39-22) - Minnesota Timberwolves (25-37) 111:88

Topscorer: West (22), Granger (19), George (18) - Barea (14), Beasley, Williams (beide 13)

Toprebounder: Hibbert (11), West (10) - Williams (10), Webster (6)

Topassistgeber: Granger (5), West, Hill (beide 4) - Barea (9)

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