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NBA-Schlaglichter

43-Punkte-Anthony verdirbt Rose-Comeback

Von SPOX
Montag, 09.04.2012 | 11:00 Uhr
Derrick Rose von den Chicago Bulls ist amtierender Most Valuable Player
© Getty
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Es hätte ein tolles Comeback werden können: Nach zwölf Spielen Pause lief Derrick Rose für die Chicago Bulls gegen die New York Knicks auf. Sein Comeback war gut - aber einer war besser: Carmelo Anthony zerlegte die Bulls mit insgesamt 43 Punkten. Die Miami Heat holen gegenüber den Bulls auf. Ein Debütant bei den Detroit Pistons war überwältigt.

New York Knicks (29-27) - Chicago Bulls (43-14) 100:99 OT

Derrick Rose hat sich sein Comeback nach zwölf Spielen Verletzungspause (Leiste) sicher anders vorgestellt. Der amtierende Most Valuable Player spielte ordentlich auf (29 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists). Aber es gab an diesem Abend in New York einen Spieler, der einfach besser war: Carmelo Anthony! Der 27-jährige Small Forward der Knicks erzielte eindrucksvolle 43 Punkte.

"Diese Leistung war Spitze! Overtime, Ostersonntag, jeder schaut zuhause in seinem Garten zu. Das war eine meiner besten Leistungen", sagt Anthony selber am Ende des Knüllerspiels. Der gebürtige New Yorker stellte dem Primus der Eastern Conference ein Beinchen. Und vielleicht kommt es in den Playoffs ja zum Wiedersehen mit den Bulls - die Knicks sind derzeit Siebter.

"Wir haben die Chance, gegen diese Spieler nochmal in den Playoffs zu spielen, wenn wir weiter so spielen wie heute. Das war ein großartiges Statement von uns und wir haben es heute einfach erzwungen", sagte Anthony.

Dabei war der Start schon fulminant genug: Mit 31:19 endete das erste Quarter für die Knicks. Die Bulls kämpften sich im Laufe der Partie aber wieder ran und hätten kurz vor dem finalen Buzzer alles entscheiden können: Ausgerechnet Rose verfehlte zwei Freiwürfe bei 19 Sekunden auf der Uhr und drei Punkte Vorsprung. Die Knicks retteten sich noch in die Overtime - und da trumpfte Anthony groß auf.

8,2 Sekunden auf der Uhr und der 2,03 Meter große Spieler setzte zum Dreier an - drin! Die Knicks lagen plötzlich vorne und gewannen die heiße Partie im Madison Square Garden dramatisch.

"Es ist taff. Es ist definitiv taff. Wenn du ein Spiel verlierst, ist es sehr schwer, vor allem für uns. Es tut immer weh, egal wie und gegen wen wir verlieren. Aber die Knicks haben großartig gespielt. Sie haben so viel getroffen und nicht aufgegeben, als wir in Führung gegangen sind. Sie haben immer gekämpft", sagte Rückkehrer Rose.

Ein Rückschlag für die Bulls auf dem Weg zum ersten Platz in der Eastern Conference? "Wir sollten mit allem eigentlich klar kommen. Wir müssen jetzt nur die richtigen Dinge machen: Turnovers vermeiden, einfach spielen", sagt Chicago-Coach Tom Thibodeau. Und weiter: "Wir müssen den Ball abschirmen, den Ball laufen lassen, schnelle Entscheidungen treffen, den ersten freien Mann anspielen, den Kampf annehmen, uns den Platz freikämpfen. Einfach."

Miami Heat (40-15) - Detroit Pistons (21-35) 98:75

Durch die unerwartete Niederlage Chicagos rücken die Miami Heat den Bulls auf die Fersen. Denn Miami siegte in der AmericanAirlines Arena souverän gegen die Detroit Pistons. Und dabei stach neben LeBron James ein Spieler heraus, der seit Mitte Januar mal wieder länger auf dem Court stehen und mitspielen durfte: James Jones.

In 23 Minuten erzielte der Small Forward 18 Punkte - alle per Dreier. Durch den starken Auftritt von Jones fiel das Fehlen von Dwyane Wade kaum ins Gewicht. Zum elften Mal in dieser Saison mussten die Heat ohne ihren Shooting Guard auskommen. Er laboriert an einer Knöchelverletzung. "Andere spielen groß auf, wenn er fehlt. Wir haben einen starken Kader. Wenn einer mal fehlt, kommt ein anderer für ihn rein", sagte James.

Auf Seiten der Pistons gab es allerdings auch einen Spieler, der unter großer Beobachtung stand: Brandon Knight (16 Punkte, 5 Rebounds). Der Rookie lief zum ersten Mal für die Pistons auf - und das in seine Geburtsstadt Miami! 500 Freunde bzw. Familienmitglieder waren vor Ort, um Knight zu unterstützen. Der Debütant sagte nach dem Spiel: "Ich danke euch für euren Support. Es ist ein Segen. Ich kann nicht oft genug sagen, wie dankbar ich bin."

Basketball gespielt wurde übrigens auch noch: Zur Leistung Miamis bleibt aber wohl nur zu sagen: "Sie haben uns gründlich ausgespielt." (O-Ton Pistons-Trainer Lawrence Frank).

Boston Celtics (32-24) - Philadelphia 76ers (29-27) 103:79

Die Celtics sind weiter on fire. Nachdem sie in der Nacht zuvor schon die Indiana Pacers bezwangen, wurden jetzt die Philadelphia 76ers problemlos im heimischen TD Garden besiegt. Der dritte oder vierte Platz in der Eastern Conference ist für die Celtics also durchaus machbar in der momentanen Verfassung. Vor allem die Defense funktioniert. Wie die Pacers erreichten auch die Sixers nicht einmal die 80-Punkte-Marke.

Als Wendepunkt muss man wohl die herbe Niederlage bei den Chicago Bulls vor einer Woche bezeichnen. "Diese Mannschaft bringt es auf ein neues Level. Sie lassen dich einfach schlecht aussehen. Das haben sie gegen Miami gezeigt, gegen Indianapolis und jetzt gegen uns. Ich will nicht gegen sie in den Playoffs spielen", so Philly-Coach Doug Collins.

In einer ähnlichen Ausgangsposition war Boston übrigens vor zwei Spielzeiten. Und da spielten sich die Celtics bis ins NBA-Finale. In sieben dramatischen Spielen unterlagen sie dort den L.A. Lakers.

New Yersey Nets (21-37) - Cleveland Cavaliers (18-36) 122:117 OT

Topscorer: Green (32), Morrow (24) - Jamison (34), Hudson (26)

Toprebounder: Huphries (11), Shelden Williams (10) - Thompson (15), Gee (11)

Topassistgeber: Deron Williams (10), Humphries (3) - Sloan (14), Gee (5)

San Antonia Spurs (40-14) - Utah Jazz (29-28) 114:104

Topscorer: Parker (28), Ginbobli (23) - Jefferson (19), Harris (18)

Toprebounder: Duncan (16), Splitter (7) - Favors (12), Jefferson (10)

Topassistgeber: Green (5), Duncan, Parker (beide 3) - Harris (6), Jefferson (4)

Oklahoma City Thunder (41-15) - Toronto Raptors (20-37) 91:75

Topscorer: Durant (23), Harden (17) - Calderon (19), DeRozan (16)

Toprebounder: Collison (9), Westbrook, Ibaka (beide 6) - Gray (10), James Johnson (7)

Topassistgeber: Westbrook (6), Collison, Harden (beide 4) - Calderon (6), DeRozan (4)

Sacramento Kings (19-38) - Houston Rockets (31-25) 87:104

Topscorer: Williams (21), Fredette (17) - Lee (25), Dragic, Budinger (beide 15)

Toprebounder: Whiteside (10), Williams, Cousins (beide 8) - Dalembert, Pattersno (beide 10), Scola (8)

Topassistgeber: Thomas (6), Fredette (4) - Dragic (9), Lowry (7)

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