Dienstag, 24.04.2012

NBA-Schlaglichter

Spurs die Nr. 1 - World Peace nimmt Stellung

Die San Antonio Spurs haben durch ihren Sieg gegen die Portland Trail Blazers den ersten Platz in der Western Conference sicher. Die Philadelphia 76ers haben die Playoffs erreicht. Die Charlotte Bobcats durchleben schlaflose Nächte. Metta World Peace meldet sich nach seinem Brutalo-Foul gegen James Harden zu Wort.

Tim Duncan (r.) hat mit seinen San Antonio Spurs das Heimrecht in den Playoffs sicher
© Getty
Tim Duncan (r.) hat mit seinen San Antonio Spurs das Heimrecht in den Playoffs sicher

Neues von Harden und World Peace: Noch ist keine Entscheidung über die Höhe des Strafmaßes für den brutalen Ellbogencheck von Metta World Peace gegen James Harden gefallen. World Peace hat sich aber immerhin via Twitter zu dem Vorfall geäußert.

Er schrieb: "Habe mir gerade die Zeitlupe noch mal angesehen. Oh, mein Jubel nach dem Dunk war wirklich zu heftig. Ich habe ihn nicht einmal gesehen. Sieht böse aus. Hoffe, James ist okay!"

Ob Harden wirklich okay ist und in den Playoffs wieder für die Oklahoma City Thunder spielen kann, müssen zahlreiche Untersuchungen seiner Gehirnerschütterung zeigen. Im Moment wird er mit dem Verletztenstatus "Day to Day" geführt.

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San Antonio Spurs (48-16) - Portland Trail Blazers (28-37) 124:89

Jetzt ist es offiziell: Die Spurs haben den ersten Platz in der Western Conference sicher und sind damit für die Playoffs an Nummer eins gesetzt. Heimrecht bis in die Conference Finals ist ihnen damit schon jetzt sicher.

Wie um zu unterstreichen, dass gegen sie im Moment kein Kraut gewachsen ist, fegten die Spurs bei ihrem achten Sieg in Folge die Blazers geradezu aus der Halle. Tim Duncan (18 Punkte, 8 Rebounds) und Daniel Green (18 Punkte) waren die Topscorer für San Antonio.

Zumindest für Duncan könnte es das letzte Spiel der Regular Season gewesen sein, denn in seinem Alter wird er die Pause in den bedeutungslosen letzten Partien bis zum Playoff-Start gut gebrauchen können. "Es ist doch klar, dass wir nicht wollen, dass sich in den letzten Spielen noch jemand bei einer dummen Aktion verletzt", deutete Duncan seine Pause selbst an.

Er und seine Kollegen wollen ab dem Wochenende voll da sein, um eine ähnliche Blamage wie 2011 zu vermeiden. Auch damals gingen die Spurs als Nummer eins in die Playoffs und scheiterten in der ersten Runde an den Memphis Grizzlies.

"Es ist toll, wieder topgesetzt zu sein, aber wir selbst haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass ganz schnell jemand auftauchen und dich rauswerfen kann", warnte Duncan.

Dieser jemand sind diesmal entweder die Utah Jazz oder die Phoenix Suns.

New Jersey Nets (22-43) - Philadelphia 76ers (34-30) 87:105

Die 76ers sind dabei! Zum zweiten Mal in Folge hat das Team aus Philly die Playoffs erreicht. Der Sieg bei den Nets in deren letztem Heimspiel in New Jersey entledigte die 76ers aller Sorgen. "Die Erleichterung ist riesig", sagte Elton Brand (15 Punkte). "Die Saison war einer Achterbahnfahrt, aber jetzt können wir erst einmal durchatmen."

Die 76ers waren sehr gut in die Saison gestartet, nur um dann total abzubauen und fast schon alles zu verspielen. Erst ein Endspurt hat sie zurück ins Playoff-Rennen gebracht. Durch den Sieg in New Jersey ersparen sie sich ein Endspiel um die Playoff-Teilnahme gegen die Milwaukee Bucks, die nun endgültig aus dem Rennen sind.

"Ich bin sehr stolz auf die Jungs", sagte 76ers-Coach Doug Collins. "Als ich eine Minute vor Schluss auf die Anzeigetafel geschaut und gewusst habe, dass wir in den Playoffs sind, war das ein sehr befriedigendes Gefühl."

Die 76ers, bei denen neben Brand auch Jrue Holiday und Thaddeus Young 15 Punkte erzielten, werden in den letzten Regular-Season-Spielen eventuell einige Starter schonen, obwohl es gegen die New York Knicks noch um Platz sieben im Osten und die Frage geht, wer gegen Chicago und wer gegen Miami antreten muss.

Für die Nets ging unterdessen eine Ära zu Ende. Sie werden in der kommenden Saison nach Brooklyn umziehen und absolvierten ihr letztes Heimspiel im Prudential Center. "Ich bin aufgeregt", sagte Topscorer MarShon Brooks (18 Punkte). "Ich bin zwar ein bisschen traurig, dass wir New Jersey verlassen, aber ich bin bereit für Brooklyn."

Washington Wizards (18-46) - Charlotte Bobcats (7-57) 101:73

Noch zwei Spiele fehlen den Bobcats, dann sind sie offiziell das schlechteste NBA-Team aller Zeiten. Nach der 21. (!) Niederlage in Folge fehlen noch zwei weitere Pleiten in den verbleibenden Spielen, um prozentual die mieseste Bilanz der Geschichte einzufahren.

Ein Horrorszenario. "Diese Niederlagen fressen dich auf. Ich kann nachts nicht schlafen, weil ich mir Gedanken mache, wie wir den Karren aus dem Dreck ziehen können", sagte Bobcats-Coach Paul Silas. "Das ist alles sehr hart für mich und ich habe so etwas noch nie erlebt."

Es liegt nicht am Willen der Spieler, dass sie seit dem 17. März nicht mehr gewonnen haben. Sie können auf den zweifelhaften Platz in den Geschichtsbüchern gerne verzichten. "Wir wollen nicht das schlechteste Team der NBA-Geschichte sein. Das haben wir alle in den kommenden beiden Spielen im Hinterkopf", sagte D.J. Augustin (15 Punkte), der zweitbeste Bobcats-Scorer nach Gerald Henderson (19 Punkte).

Die Wizards sind zwar immer noch das zweitschlechteste Team in dieser Saison, aber nach dem vierten Sieg in Folge sieht es danach aus, als könnten sie mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen. So viele Spiele hintereinander haben sie seit Dezember 2007 nicht mehr gewonnen. Topscorer gegen die Bobcats war Neuzugang Nene mit 18 Punkten. John Wall glänzte mit 16 Punkten und 14 Assists.

Memphis Grizzlies (40-25) - Cleveland Cavaliers (21-43) 109:101

Topscorer: Speights, Gasol (beide 17), Gay (15) - Irving (25), Jamison (17)

Toprebounder: Speights (10), Allen (8) - Jamison, Thompson (beide 9)

Topassistgeber: Mayo (5), Gay (4) - Irving (4), Jamison, Parker (beide 3)

Die Grizzlies liegen nur noch ein halbes Spiel hinter den Los Angeles Clippers. Die beiden kämpfen um die Plätze vier und fünf im Westen und damit um das Heimrecht im direkten Playoff-Duell. Tony Allen stellte mit 8 Steals einen Franchise-Rekord für die Grizzlies auf.

Indiana Pacers (42-23) - Detroit Pistons (24-41) 103:97

Topscorer: George (27), West (20) - Monroe (18), Knight (16)

Toprebounder: George (10), Barbosa (9) - Monroe (12), Maxiell (7)

Topassistgeber: Price (6), George, Collison (beide 4) - Bynum (5), Knight (4)

Milwaukee Bucks (31-33) - Toronto Raptors (22-43) 92:86

Topscorer: Jennings (25), Ilyasova (19) - J. Johnson (22), Kleiza, Forbes (beide 15)

Toprebounder: Ilyasova (15), Dunleavy (7) - J. Johnson (13), Davis (11)

Topassistgeber: Ellis, Jennings (beide 5) - Uzoh, Forbes (beide 5)

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