Donnerstag, 12.01.2012

NBA-Schlaglichter

Miami verliert OT-Drama in L.A.

Die Miami Heat kassieren bei den Los Angeles Clippers ihre zweite Overtime-Niederlage innerhalb von nur zwei Tagen. Die Los Angeles Lakers fügen den Utah Jazz angeführt vom einmal mehr aufdrehenden Kobe Bryant in der Overtime die erste Heimpleite zu - und die New York Knicks stoppen den Run der Philadelphia 76ers. Und das mit Defense!

LeBron in der Crunchtime? Das war mal wieder nichts...
© Getty
LeBron in der Crunchtime? Das war mal wieder nichts...

Los Angeles Clippers (5-3) - Miami Heat (8-3) 95:89 OT

Es war der helle Wahnsinn, welche Intensität in diesem Spiel drin war. Einen Tag nach der OT-Niederlage bei den Warriors haben die Heat erneut in der Verlängerung verloren. Und sie haben es sich selbst zuzuschreiben.

In den letzten 12,5 Minuten des Spiels brachte Miami nur ein mickriges Field Goal zustande - ein Dreier von Mario Chalmers. Das Kuriose daran: Miami hätte das Spiel dennoch gewinnen können bzw. sogar müssen. Man hätte nur die Freiwürfe treffen müssen.

Die Heat setzten als Team unglaubliche 14 Freiwürfe daneben (20/34). Und das lag allen voran an LeBron James, der nur 9 seiner 17 Freiwürfe traf und gerade in der Crunchtime von der Linie versagte. James (auch nur 7/19 FG) lieferte 23 Punkte, 13 Rebounds (200. Double-Double seiner Karriere). Dazu sammelte er 7 Assists (aber auch 6 Turnover).

Und er foulte er in der letzten Minute der regulären Spielzeit Chauncey Billups beim Dreierversuch, was der überragende Freiwerfer dankend annahm und die Clippers zwischenzeitlich mit 86:84 in Führung brachte. Danach verwandelte James zweimal nur 1/2 von der Linie, so ging es in die Overtime, in der James und Wade ohne Field Goal blieben (0/6).

Dwayne Wade leistete sich ebenfalls Fehlwürfe von der Linie (5/8) und machte kein sonderlich gutes Spiel in der Offense (17 Punkte, 6/17 FG). Chris Bosh kam auf 16 Punkte und 11 Rebounds, Mario Chalmers steuerte 18 Zähler bei.

Chris Paul war mit 27 Punkten und 11 Assists der beste Mann bei den Clippers. Unterstützung kam von Blake Griffin (20 Punkte, 12 Rebounds) und Caron Butler (20 Zähler). Heimlicher Star des Spiels war aber DeAndre Jordan (6 Blocks!). Heat-Coach Erik Spoelstra wurde fünf Sekunden vor Ende noch von den Refs ejectet.

Utah Jazz (6-4) - Los Angeles Lakers (8-4) 87:90 OT

Erster Auswärtssieg für die Lakers. Erste Heimpleite für die Jazz. Utah hatte nach einem schwachen Saisonstart inklusive böser Klatsche bei den Lakers heimlich, still und leise eine 5-Spiele-Siegesserie gestartet. Auch wenn die nun beendet ist, bewiesen die Jazz gegen die Lakers, dass man mit ihnen rechnen muss.

Vor allem zu Hause in der EnergySolutions Arena. Utah hatte in einer dramatischen Schlussphase die Chance zum Sieg. Gordon Hayward zog in Richtung Zone und gab den Ball weiter an Al Jefferson, der 1,9 Sekunden vor Ende der Overtime mit einem kurzen Jumper den Sieg hätte markieren können. Wenn da nicht Andrew Bynum gewesen wäre.

Bynum räumte Jefferson ab und sicherte so den Lakers-Sieg. Es war einer von insgesamt fünf Blocks von Bynum, dazu kamen 12 Punkte und 9 Rebounds. Kobe Bryant legte einen Tag nach seiner 48-Punkte-Gala gegen Phoenix noch einmal 40 Punkte nach. 2007 hatte Bryant zum letzten Mal an zwei Tagen nacheinander die 40-Punkte-Marke geknackt, damals erzielte er sogar 60 und 50 Zähler!

Pau Gasol lieferte ein Double-Double (14 Punkte, 11 Rebounds) und er traf vor allem einen ganz wichtigen Dreier in der Verlängerung. Es war sein erster der Saison.

"Pau hat die Dreier im Training gut getroffen und Coach Brown hat mich angehalten, ihm an der Dreipunktelinie zu vertrauen. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich den Pass machen soll, aber dann dachte ich: 'Was zur Hölle?'. Ihr denkt, dass Tebow ständig betet? Als der Ball Paus Hand verlassen hat, habe ich bestimmt 30 Mal das Ave Maria aufgesagt", meinte Bryant.

Während Jefferson eine Off-Night hatte (5/17), überzeugten bei Utah Paul Millsap (29 Punkte, 9 Rebounds) und Josh Howard (18 Zähler).

New York Knicks (6-4) - Philadelphia 76ers (7-3) 85:79

D-E-F-E-N-S-E! Die Knicks-Fans, die auch in den letzten Jahren im Madison Square Garden dabei waren, können sich nur verwundert die Augen reiben. Sie sehen etwas, das sie seit Jahren nicht gesehen haben. Echte Defense.

Wieder einmal lief es in der Offense nicht richtig, aber wieder einmal konnten die Knicks ein Spiel über die Defense gewinnen. In ihrer aktuellen Siegesserie von vier Spielen haben die Knicks pro Partie nur 85,5 Punkte zugelassen. New York beendete mit dem Sieg auch die Sechs-Spiele-Siegesserie der 76ers.

"Philly ist im Moment eines der heißesten Teams der Liga. Dass wir sie bei nur 79 Punkten gehalten haben, ist eine große Sache für uns", meinte Carmelo Anthony, der mit 27 Punkten Topscorer der Knicks war und dazu 9 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals lieferte.

Amare Stoudemire verbuchte mit 20 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double, Rookie Josh Harrellson steuerte von der Bank kommend 13 wichtige Zähler zum Sieg bei. Die Story des Abends war aber die Knicks-Defense. "Ich bin einfach begeistert, wie unsere Defense im Moment spielt, weil ich weiß, dass die Offense von Coach D'Antoni früher oder später sowieso in die Gänge kommen wird", meinte Center Tyson Chandler (13 Rebounds).

Andre Iguodala und Evan Turner waren mit jeweils 16 Zählern die besten Werfer der 76ers, die auf Starting-Center Spencer Hawes (Rücken) verzichten mussten, von Beginn an einem Rückstand hinterher liefen und mit bis zu 17 Punkten in Rückstand lagen. Philly hätte nach Oklahoma City das zweite Team werden können, das in einer back-to-back-to-back-Situation alle drei Spiele gewinnt.

Indiana Pacers (7-3) - Atlanta Hawks (7-4) 96:84

Topscorer: Danny Granger (24), David West, Roy Hibbert (beide 12) - Josh Smith (16), Joe Johnson (15)

Toprebounder: Roy Hibbert (11), Paul George (6) - Josh Smith, Zaza Pachulia (beide 7)

Topassistgeber: Darren Collison (6) - Josh Smith, Joe Johnson, Jeff Teague (alle 3)

Toronto Raptors (4-7) - Sacramento Kings (4-7) 91:98

Topscorer: Leandro Barbosa (24), Jose Calderon, DeMar DeRozan (beide 13) - Tyreke Evans (29), DeMarcus Cousins (21)

Toprebounder: Andrea Bargnani (10), Amir Johnson, Jose Calderon, Ed Davis (alle 6) - DeMarcus Cousins (19), J.J. Hickson (9)

Topassistgeber: Jose Calderon (10) - Isaiah Thomas (6)

New Orleans Hornets (3-7) - Oklahoma City Thunder (10-2) 85:95

Topscorer: Chris Kaman, Carl Landry (beide 17) - Kevin Durant (29), Russell Westbrook (22)

Toprebounder: Chris Kaman, Al-Farouq Aminu (beide 9) - Kevin Durant (10), Serge Ibaka (6)

Topassistgeber: Jarrett Jack (8) - Russell Westbrook (7)

5. Thunder-Sieg in den letzten 6 Tagen!

Chicago Bulls (10-2) - Washington Wizards (1-9) 78:64

Topscorer: John Lucas (25), Kyle Korver (14) - Jordan Crawford (14), John Wall (11)

Toprebounder: Luol Deng (15), Ömer Asik (14) - JaVale McGee (14), Trevor Booker (10)

Topassistgeber: John Lucas (8) - John Wall (8)

MVP Derrick Rose fehlte wegen einer Zehenverletzung, aber kein Problem für die Bulls. John Lucas III kam so zu seinem ersten Start seiner Karriere und lieferte in 46 Minuten 25 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists. Krass: Die Bulls haben in ihren ersten vier Heimspielen im Schnitt nur 67,5 Punkte zugelassen. Das hat in der Shot-Clock-Ära (seit 1954/55) noch kein Team geschafft.

San Antonio Spurs (7-4) - Houston Rockets (3-7) 101:95 OT

Topscorer: Tony Parker (28), Tim Duncan (17) - Kyle Lowry (22), Luis Scola (20)

Toprebounder: Tim Duncan (11), Kawhi Leonard (8) - Jordan Hill (8), Patrick Patterson (7)

Topassistgeber: Tony Parker (8), Tim Duncan (5) - Kyle Lowry (7)

Denver Nuggets (7-4) - New Jersey Nets (2-9) 123:115

Topscorer: Danilo Gallinari (22), Arron Afflalo, Corey Brewer (beide 19) - Jordan Farmar (26), Anthony Morrow (23)

Toprebounder: Nene (9), Chris Andersen (6) - Kris Humphries (9), Anthony Morrow (4)

Topassistgeber: Andre Miller (12), Rudy Fernandez (8) - Deron Williams (13)

Verrücktes Spiel. Die Nets mit 20 Dreiern (20/35), reichte aber trotzdem nicht.

Portland Trail Blazers (7-3) - Orlando Magic (7-3) 104:107

Topscorer: Jamal Crawford (24), LaMarcus Aldridge (23) - J.J. Redick (17), Hedo Turkoglu, Ryan Anderson, Jameer Nelson (alle 16)

Toprebounder: LaMarcus Aldridge (8), Gerald Wallace, Marcus Camby, Nicolas Batum (alle 4) - Dwight Howard (13), Ryan Anderson (9)

Topassistgeber: Raymond Felton (8), Jamal Crawford, Gerald Wallace (beide 5) - Hedo Turkoglu (6), Jameer Nelson (5)

NBA: Der komplette Spielplan

NBA: Nowitzki & Co. im Weißen Haus
Da putzt man sich schon mal raus! Die Dallas Mavericks waren am 9. Januar beim US-Präsidenten Barack Obama zu Besuch
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Und alle hatten richtig Spaß! Ob Mavericks-Besitzer Mark Cuban (3.v.r.) oder Coach Rick Carlisle (2.v.l.)
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Danach hatte der Finals-MVP eine Überraschung für Obama: Ein Dallas-Trikot! Neues Nachthemd, oder?
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Cuban setzt das amerikanische Siegerlächeln auf - Obama denkt eigentlich nur noch an sein Trikot
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Noch mal ein Foto fürs Album: Nowitzki und Obama mit Dallas-Trikot. Nächstes Jahr wolle er aber die Bulls begrüßen, lachte der Präsident
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Und endlich lacht auch mal der Präsident! Dallas Mavericks - NBA-Champions 2011!
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