Dienstag, 17.01.2012

NBA-Schlaglichter

New York und Boston weiter in der Krise

Im Nordosten der USA herrscht Krisenstimmung - zumindest in der NBA. Die New York Knicks und die Boston Celtics kassieren gegen die Orlando Magic und Oklahoma City Thunder die nächsten Pleiten. Beide sogar vor heimischen Publikum. Die L.A. Clippers siegen auch ohne Chris Paul souverän, weil sie sich auf einen 35-jährigen Veteran verlassen können.

Dwight Howard beim Hook Shot gegen Tyson Chandler und Josh Harrellson (No. 55)
© Getty
Dwight Howard beim Hook Shot gegen Tyson Chandler und Josh Harrellson (No. 55)

New York Knicks (6-7) - Orlando Magic (9-3) 93:102

Carmelo Anthony hat sich unlängst zur aktuellen Knicks-Krise geäußert und gemeint, das Team habe derzeit einfach nicht das nötige Selbstvertrauen. Die neuerliche Niederlage gegen die Magic dürfte sicherlich auch nicht für Besserung gesorgt haben.

Melo, der die letzte Partie aufgrund eines verstauchten rechten Knöchels verpasste, war mit 33 Punkten, 8 Rebounds und 5 Assists mal wieder New Yorks Bester, traf aber gerade mal 9 seiner 27 Würfe aus dem Feld. Defensiv konzentrierten sich die Knicks voll auf Dwight Howard und hielten diesen mit Double Teams bei 8 Punkten und 10 Rebounds, zudem zwangen sie ihn zu jeweils 6 Turnovers und Fouls.

Der Grund, weshalb sie trotzdem nicht den Sieg einfuhren? Dwights Frontcourt-Partner Ryan Anderson. Der treffsichere Forward profitierte davon, dass die Gegenspieler sich weniger auf ihn fokussierten und ballerte satte 7 Dreier bei 13 Würfen von Außen durch den Ring. Insgesamt holte er 30 Punkte - ein neuer persönlicher Karrierebestwert - und schnappte sich 7 Rebounds.

"Dwight wurde gedoppelt und teilweise sogar von drei Mann gedeckt", kommentierte Anderson anschließend. "Er versteht es großartig, die Beherrschung zu bewahren, geduldig zu bleiben, die Jungs auf dem Flügel zu finden. Wir halten den Ball in Bewegung und bekommen offene Würfe. Das verdanken wir ihm."

Orlando konzentrierte sich einmal mehr auf sein Inside-Out-Spiel, insgesamt fielen 17 von 35 Dreierversuchen. Neben Anderson lief auch J.J. Redick heiß: Der Shooting Guard erzielte 21 Zähler (8/12). Die Magic können derzeit äußerst zufrieden mit sich sein.

Aller Querelen um Howards Wechselabsichten zum Trotz verloren sie während ihres Vier-Spiele-Road-Trips kein einziges und stehen aktuell auf Rang drei im Osten. Der Center hat derweil bekannt gegeben, neben den Mavericks, Lakers und Nets nun auch die Los Angeles Clippers auf seiner Wunschliste zu haben.

Bei den Knicks, die die dritte Niederlage in Folge kassierten, erzielten Toney Douglas und Rookie-Guard Iman Shumpert jeweils 12 Punkte, Amare Stoudemire stand aufgrund von Foulproblemen gerade mal 22 Minuten auf dem Parkett und erzielte 8 seiner insgesamt 10 Zähler im Schlussviertel.

"Wir machen derzeit einfach unsere Würfe nicht. Es wirkt so, als könnten wir mit dem Ball nicht mal den Ozean treffen. Keiner von uns", ärgerte sich Anthony über die Wurfquote von 41,1 Prozent (Orlando: 50,7). Wir stoppen sie in der Defensive, können aber auf der anderen Seite nicht punkten. Ich weiß einfach nicht, woran es liegt."

Boston Celtics (4-8) - Oklahoma City Thunder (12-2) 88:97

Auch die Krise der Celtics wird immer schlimmer. Gegen Oklahoma City setzte es die fünfte Niederlage am Stück. Die Celtics präsentierten sich aber keinesfalls schlecht. "Keiner von uns will verlieren. Das ist frustrierend", sagte Paul Pierce. "Aber ich denke wir machen nicht alles falsch. Es sind Kleinigkeiten, die uns momentan fehlen", so der Forward weiter.

Die Thunder hingegen werden immer stärker. Nerven bewiesen sie insbesondere in der Crunch-Time und entschieden das enge Spiel zu ihren Gunsten. Zu Beginn des vierten Viertels lagen die Celtics mit zehn Punkten hinten, doch sie schafften es, den Abstand auf zwei Zähler zu reduzieren.

4:42 Minuten vor Schluss vergrößerte OKC-Superstar Kevin Durant mit einem Dreier den Vorsprung wieder auf fünf Punkte zum zwischenzeitlichen 81:76. Dann drehten die Thunder mit vier Dreiern in Folge richtig auf. Russell Westbrook sowie Thabo Sefolosha versenkten jeweils zwei, die für die endgültige Entscheidung sorgten.

"Die Celtics haben am Ende versucht, Kevin zu doppeln, da hatte ich natürlich mehr Platz und habe versucht meine offenen Würfe zu treffen", so Westbrook, der mit 26 Punkten, 7 Rebounds und 4 Assists zweitbester Werfer des Spiels war. Topscorer Kevin Durant hatte am Ende 28 Punkte und 7 Rebounds, Sefolosha überzeugte mit 19 Punkten auf Seiten der Thunder.

Bei den Celtics war Pierce bester Werfer mit 24 Punkten. Vier Starter punkteten zweistellig, Kevin Garnett und Jermaine O'Neal verbuchten sogar jeweils ein Double-Double mit je 12 Punkten und 12 beziehungsweise 11 Rebounds. Zum Sieg reichte die ansprechende Leistung gegen starke Thunder, die den siebten Sieg in Folge feierten, trotzdem nicht.

Los Angeles Clippers (7-3) - New Jersey Nets (3-11) 101:91

Ohne ihren vermeintlich besten Spieler Chris Paul, der verletzungsbedingt fehlte, legten die Clippers die Verantwortung in Chauncey Billups' Hände. Und die Clippers bekamen genau das, was sie sich erhofften, als sie in der Trade-Phase den 35-jährigen Finals-MVP von 2004 verpflichteten.

Billups machte 9 seiner 20 Punkte in den letzten vier Minuten, nachdem die Clippers einen 18 Punkte-Vorsprung wieder hergaben.

"Das haben wir am Ende echt gut gemacht. Wir hätten es zwar nicht so spannend machen müssen, weil wir so souverän führten, aber ein Sieg ist ein Sieg und wir nehmen diese wie sie kommen", sagte Power Forward Balke Griffin, der mit 23 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double verbuchte und bester Werfer seines Teams war.

Alle Starter der Clippers punkteten zweistellig. Pauls Vertreter in der Starting-Five, Randy Foye, hatte am Ende 13 Punkte und 10 Assists. Bei den Nets war MarShon Brooks mit 19 Zählern und 8 Rebounds bester Akteur.

Die anderen Spiele

Philadelphia 76ers (10-3) - Milwaukee Bucks (4-8) 94:82

Topscorer: Jrue Holiday (24), Andre Iguodala (21) - Andrew Bogut (20), Tobias Harris (12)

Toprebounder: Spencer Hawes (10), Andre Iguodala (7) - Andrew Bogut (11), Stephen Jackson (9)

Topassistgeber: Lou Williams (6), Jrue Holiday (5) - Andrew Bogut, Stephen Jackson (beide 4)

Washington Wizards (1-12) - Houston Rockets (6-7) 106:114

Topscorer: John Wall (38), Jordan Crawford (17) - Kevin Martin (25), Samuel Dalembert (20)

Toprebounder: Andray Blatche (12), JaVale McGee (10) - Chandler Parsons (8), Samuel Dalembert (7)

Topassistgeber: John Wall (8), Jordan Crawford (4) - Kevin Martin (8), Kyle Lowry (6)

Charlotte Bobcats (3-11) - Cleveland Cavaliers (6-6) 94:102

Topscorer: D.J. Augustin (24), Gerald Henderson (17) - Kyrie Irving (25), Antawn Jamison (20)

Toprebounder: Byron Mullens (12), Kemba Walker, D.J. White, Derrick Brown (alle 5) - Anderson Varejao (12), Antawn Jamison, Omri Casspi (beide 7)

Topassistgeber: D.J. Augustin (8), Kemba Walker (4) - Ramon Sessions (9), Kyrie Irving (7)

New Orleans Hornets (3-10) - Portland Trail Blazers (8-5) 77:84

Topscorer: Jarrett Jack (21), Emeka Okafor, Chris Kaman (beide 12) - LaMarcus Aldridge (22), Nicolas Batum (19)

Toprebounder: Emeka Okafor (10), Chris Kaman (6) - LaMarcus Aldridge (9), Gerald Wallace, Kurt Thomas (beide 7)

Topassistgeber: Greivis Vasquez (6), Jarrett Jack (4) - Raymond Felton (12), Jamal Crawford (7)

Memphis Grizzlies (6-6) - Chicago Bulls (12-3) 102:86

Topscorer: Rudy Gay (24), Mike Conley (20) - Luol Deng (20), C.J. Watson (17)

Toprebounder: Marreese Speights (12), Marc Gasol (10) - Carlos Boozer (7), Luol Deng, Ömer Asik (beide 6)

Topassistgeber: Mike Conley (8), Rudy Gay (5) - Luol Deng, C.J. Watson (beide 3)

Atlanta Hawks (10-4) - Toronto Raptors (4-10) 93:84

Topscorer: Josh Smith (28), Joe Johnson (27) - Leandro Barbosa (22), Amir Johnson, Jose Calderon (beide 13)

Toprebounder: Josh Smith (15), Marvin Williams, Joe Johnson (beide 5) - Ed Davis (11), Amir Johnson (10)

Topassistgeber: Jeff Teague, Joe Johnson (beide 6) - Jose Calderon (11), Gary Forbes (3)

Minnesota Timberwolves (5-8) - Sacramento Kings (4-10) 99:86

Topscorer: Kevin Love (33), Luke Ridnour (25) - Marcus Thornton, Jason Thompson, Francisco Garcia (alle 12)

Toprebounder: Kevin Love (11), Ricky Rubio (8) - Tyreke Evans (8), Donte Greene (6)

Topassistgeber: Luke Ridnour (9), Ricky Rubio (8) - Tyreke Evans (10), John Salmons, Marcus Thornton (beide 3)

NBA: Der komplette NBA-Spielplan

NBA: Nowitzki & Co. im Weißen Haus
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Noch mal ein Foto fürs Album: Nowitzki und Obama mit Dallas-Trikot. Nächstes Jahr wolle er aber die Bulls begrüßen, lachte der Präsident
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Und endlich lacht auch mal der Präsident! Dallas Mavericks - NBA-Champions 2011!
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