Mittwoch, 04.01.2012

NBA-Schlaglichter

Kobe und Bynum schießen die Rockets ab

Dank eines treffsicheren Kobe Bryant und Andrew Bynum, der das erste 20-20-Spiel seiner NBA-Karriere hinlegte, besiegten die Los Angeles Lakers die Houston Rockets. Kyle Lowry verpasste nur knapp ein Triple Double. Die Portland Trail Blazers eroberten dank eines Sieges bei den Oklahoma City Thunder die Tabellenspitze im Westen und Luol Deng führte die Chicago Bulls mit einem Korbleger zum Sieg gegen die Atlanta Hawks.

Premiere für Andrew Bynum: Er hatte gegen Houston das erste 20-20-Spiel seiner Karriere
© Getty
Premiere für Andrew Bynum: Er hatte gegen Houston das erste 20-20-Spiel seiner Karriere

Los Angeles Lakers (4-3) - Houston Rockets (2-3) 108:99

Lakers-Superstar Kobe Bryant präsentierte sich vergangene Nacht mit 14/29 treffsicherer als zuletzt und dominierte mit 37 Zählern die Partie. Starke 8 Rebounds und 6 Assists standen zudem am Ende auch auf seinem Konto. Die Black Mamba drehte vor allem in den letzten fünf Minuten groß auf und erzielte sieben Punkte in Serie.

Dafür, dass sein Team Houston den Schneid abkaufte, war aber nicht er allein verantwortlich. Center Andrew Bynum legte das erste 20-20-Spiel seiner NBA-Karriere hin (21 Punkte, 22 Rebounds) und machte seinen Gegenspielern Jordan Hill und Samuel Dalembert das Leben zu Hölle. Sein Frontcourt-Kollege Pau Gasol, der in der Offseason fast im Zuge des Chris Paul-Trades zu den Rockets gewechselt wäre, kam auf 14 Zähler und 8 Rebounds.

"Ich bekomme den Ball mittlerweile sehr viel öfter, von daher ist es einfacher, selbstbewusst zu sein. Ich arbeite täglich schon vor den Trainingseinheiten an mir und es zahlt sich aus", verriet Bynum, wieso es derzeit bei ihm so gut läuft. Auch Kobe war voll des Lobes: "Wir alle wissen, wieviel Talent er hat und er arbeitet wirklich an sich. Was ich an ihm mag, ist, dass er eine Maschine in sich hat und dominieren will. Er hat die Ambition, ein Großer zu sein."

Eine Riesenleistung zeigte auf der Gegenseite auch Kyle Lowry. Der Rockets-Spielmacher bewies einmal mehr, dass er zu den besseren Point Guards der NBA zählt. Mit 22 Punkten war er nicht nur Topscorer seines Teams, sondern schrammte mit weiteren 10 Rebounds und 9 Assists nur haarscharf an einem Triple Double vorbei. Einziges Manko: für seine acht verwandelten Körbe aus dem Spiel brauchte er 19 Versuche.

Kein Wunder, denn die Lakers-Defense war vor allem im Schlussviertel pures Gold wert: zwischen der 38. und 44. Minute ließen sie keinen einzigen gegnerischen Korb zu. Die Differenz bei den Trefferquoten (52,6 zu 42,7 Prozent aus dem Feld über die gesamte Partie) sprechen eine deutliche Sprache. Neben Lowry überzeugte bei Houston vor allem Luis Scola, der 20 Punkte sammelte und dazu 5 Rebounds abgriff.

Oklahoma City Thunder (5-2) - Portland Trail Blazers (4-1) 93:103

Einen Tag nach der Pleite gegen die Dallas Mavericks musste Oklahoma City die zweite Niederlage der Saison hinnehmen. Angeführt vom erneut groß aufspielenden LaMarcus Aldridge (30 Punkte, 8 Rebounds), fuhr Portland den vierten Sieg im fünften Spiel ein und eroberte als einziges Team der Western Conference mit erst einer Niederlage die Tabellenspitze.

Vor allem in der zweiten Hälfte glänzten die Blazers durch starke Defense und hielten die Thunder bei mickrigen 40 Punkten sowie einer Trefferquote von 34 Prozent (13/38). "Wenn wir jede Nacht so spielen, oder es zumindest versuchen", werden wir eine gute Saison haben", so Portlands Spielmacher Raymond Felton (12 Punkte, 7 Assists).

Auch Wes Matthews, der 16 Punkte, 6 Rebounds und 4 Steals sammelte, war begeistert: "Du kannst Brandon Roy nicht ersetzen, mit allem, was er für diese Organisation und die Gemeinde getan hat. Aber wir haben eine Menge Spieler, die spielen können und es auch wirklich wollen."

Mit ihrer Defense setzten die Trail Blazers vor allem OKC-Superstar Kevin Durant zu: Er kam zwar auf 19 Punkte, verwandelte aber nur 8 von 26 Würfen und 1 von 7 Dreiern. Stärkste Thunder-Akteure waren James Harden (23 Punkte, 6 Assists), der für den erkrankten Thabo Sefolosha zum sechsten Mal in seiner NBA-Karriere in der Starting Five stand, und Russell Westbrook (22 Punkte, 6 Rebounds, 8 Assists).

Chicago Bulls (5-1) - Atlanta Hawks (4-2) 76:74

Einen Tag, nachdem sie den Heat die erste Saisonniederlage beibrachten, mussten die Hawks ihre zweite einstecken. Vorjahres-MVP Derrick Rose (30 Punkte, 7 Assists) hatte daran mit einer starken Vorstellung im Schlussviertel zwar großen Anteil, den entscheidenden Korb erzielte aber ein anderer Bulls-Spieler: Luol Deng (21 Punkte, 8 Rebounds) machte die Sache 3,7 Sekunden vor Schluss nach Zuspiel von Joakim Noah per Korbleger klar.

"Am Ende des Trainings fahren wir jedes Mal diesen Spielzug", erklärte der Small Forward anschließend. "Joakim hat einen großartigen Pass gespielt. Wir hatten im Gefühl, dass beide Verteidiger sich auf Derrick konzentrieren würden." Kein Wunder, so sah der Plan schließlich ursprünglich aus: "Wir haben offensichtlich versucht, den Ball zu Derrick zu bringen", verriet Coach Tom Thibodeau. "Sie haben es gut verstanden, unsere erste und zweite Option abzumelden."

Entsprechend ärgerte sich auch Atlantas Center Al Horford (16 Punkte, 7 Rebounds) nach der Schlusssirene: "Wir haben alle vermutet, dass sie den Ball zu Rose bringen. Wir wollten ihm eine Falle stellen. Das war ein großartiger Spielzug ihres Coaches, den Druck von Rose zu nehmen und über Deng zu gehen. Das hatten wir nicht erwartet." Josh Smith war mit 15 Punkten, 14 Rebounds und 2 Blocks gut drauf, Joe Johnson (10 Punkte, 3/17) fehlte hingegen nicht nur beim Buzzer Beater das glückliche Händchen.

"Wir haben nicht mehr mit der gleichen Intensität verteidigt wie in den ersten drei Vierteln", ärgerte sich Hawks-Coach Larry Drew über die Vorstellung seiner Truppe im letzten Durchgang. "Wir haben unsere Freiwürfe in der entscheidenden Phase nicht mehr getroffen. Wenn du die auswärts nicht rein machst, kannst du auch nicht erwarten, zu gewinnen." Am Ende standen miese 56 Prozent (14/25) von der Linie.

Memphis Grizzlies (2-3) - Sacramento Kings (2-4) 113:96

Topscorer: Rudy Gay (23), Sam Young (20) - Jimmer Fredette (17), Isaiah Thomas (15)

Toprebounder: Marc Gasol (15), Rudy Gay (8) - J.J. Hickson (10), DeMarcus Cousins (8)

Topassistgeber: Mike Conley (7), Jeremy Pargo, Marc Gasol (beide 3) - Tyreke Evans (4), Isaiah Thomas (4)

DeMarcus Cousins, der von den Kings aufgrund einer Trade-Forderung für das Spiel gegen New Orleans aus dem Kader geflogen war, stand wieder im Team. Von der Bank kommend, spielte der Big Man 22 Minuten und holte 4 Punkte (1/5). Coach Paul Westphal sagte vor der Partie, die Situation sei nach wie vor nicht gelöst, Cousins müsse konstant Reife und den Willen zeigen, am gleichen Strang zu ziehen wie seine Teamkollegen.

Utah Jazz (3-3) - Milwaukee Bucks (2-3) 85:73

Topscorer: Al Jefferson (26), Paul Millsap (13) - Drew Gooden (24), Stephen Jackson (16)

Toprebounder: Paul Millsap (12), Al Jefferson (10) - Drew Gooden (12), Ersan Ilyasova (8)

Topassistgeber: Earl Watson (8), Devin Harris, Alec Burks (beide 6) - Brandon jennings (6), Stephen Jackson (5)

Bucks-Center Andrew Bogut verpasste die Partie aufgrund von persönlichen Gründen. Genauere Informationen zu seinem Fehlen stehen noch aus.

Cleveland Cavaliers (3-2) - Charlotte Bobcats (1-4) 115:101

Topscorer: Kyrie Irving (20), Antawn Jamison (19) - D.J. Augustin (26), Corey Magette (21)

Toprebounder: Tristan Thompson (9), Antawn Jamison (6) - Corey Magette (8), D.J. White, Gerald Henderson (beide 7)

Topassistgeber: Ramon Sessions (9), Kyrie Irving (6) - D.J. Augustin (9)

Der überraschend starke Saisonstart der Cavs geht weiter. Top-Pick Kyrie Irving führte sein Team mit 20 Punkten (8/10) und 6 Assists zum dritten Sieg im fünften Spiel. Sein Rookie-Kollege Tristan Thompson, an vierter Stelle gewählt, brachte es, vond er Bank kommend, auf 16 Punkte, 9 Rebounds und 2 Blocks in 24 Minuten. Charlottes Top-Ten-Picks Kemba Walker (2 Punkte, 1/6, 0 Assists) und Bismack Biyombo (8 Punkte, 5 Rebounds, 2 Blocks) spielten deutlich weniger auffällig.

NBA: Der komplette Spielplan

Die 10 am meisten gehassten NBA-Spieler
Das Forbes-Magazin hat die zehn am meisten gehassten NBA-Spieler ermittelt. Es sind zwei Kardashian-"Opfer" dabei und drei Heat-Jungs
© spox
1/11
Das Forbes-Magazin hat die zehn am meisten gehassten NBA-Spieler ermittelt. Es sind zwei Kardashian-"Opfer" dabei und drei Heat-Jungs
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler.html
Platz 10: Lamar Odom (Dallas Mavericks). Keine Sorge, Dirk Nowitzki ist neben dem Ehemann von Khloe Kardashian nur Staffage
© spox
2/11
Platz 10: Lamar Odom (Dallas Mavericks). Keine Sorge, Dirk Nowitzki ist neben dem Ehemann von Khloe Kardashian nur Staffage
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=2.html
Platz 9: Dwyane Wade (Miami Heat). Es geht um den Herrn links im Bild. Er ist aber nicht der einzige der "Big Three" in diesem Ranking
© spox
3/11
Platz 9: Dwyane Wade (Miami Heat). Es geht um den Herrn links im Bild. Er ist aber nicht der einzige der "Big Three" in diesem Ranking
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=3.html
Platz 8: Paul Pierce (Boston Celtics).
© spox
4/11
Platz 8: Paul Pierce (Boston Celtics).
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=4.html
Platz 7: Carmelo Anthony (New York Knicks).
© spox
5/11
Platz 7: Carmelo Anthony (New York Knicks).
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=5.html
Platz 6: Chris Bosh (Miami Heat). Das zweite Mitglied der "Big Three"
© spox
6/11
Platz 6: Chris Bosh (Miami Heat). Das zweite Mitglied der "Big Three"
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=6.html
Platz 5: Metta World Peace (Los Angeles Lakers). Ob der neue friedliche Name das Rüpel-Image von Ron Artest etwas aufpolieren kann?
© spox
7/11
Platz 5: Metta World Peace (Los Angeles Lakers). Ob der neue friedliche Name das Rüpel-Image von Ron Artest etwas aufpolieren kann?
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=7.html
Platz 4: Tony Parker (San Antonio Spurs). Er hat sich von TV-Star Eva Longoria scheiden lassen
© spox
8/11
Platz 4: Tony Parker (San Antonio Spurs). Er hat sich von TV-Star Eva Longoria scheiden lassen
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=8.html
Platz 3: Kobe Bryant (Los Angeles Lakers). Seine Frau hat gerade die Scheidung eingereicht
© spox
9/11
Platz 3: Kobe Bryant (Los Angeles Lakers). Seine Frau hat gerade die Scheidung eingereicht
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=9.html
Platz 2: LeBron James (Miami Heat) hat sich als dritter Teil der "Big Three" durch seinen Abgang aus Cleveland extrem unbeliebt gemacht
© spox
10/11
Platz 2: LeBron James (Miami Heat) hat sich als dritter Teil der "Big Three" durch seinen Abgang aus Cleveland extrem unbeliebt gemacht
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=10.html
Platz 1: Kris Humphries (New Jersey Nets). Der am meisten gehasste NBA-Spieler ist eindeutig Opfer der Scheidung von TV-Star Kim Kardashian
© spox
11/11
Platz 1: Kris Humphries (New Jersey Nets). Der am meisten gehasste NBA-Spieler ist eindeutig Opfer der Scheidung von TV-Star Kim Kardashian
/de/sport/diashows/1112/us-sport/nba-ranking-am-meisten-gehasste-spieler,seite=11.html
 

SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Reift Harrison Barnes in Dallas zum All-Star?

Ja
Nein
Frühestens 2017

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.