Montag, 02.01.2012

NBA-Schlaglichter

Chris Paul trifft aus allen Lagen

Chris Paul und Blake Griffin verpassen den Portland Trail Blazers die erste Saisonniederlage und bringen die Los Angeles Clippers nach zwei verlorenen Spielen in Folge wieder auf Kurs. Die Chicago Bulls zerstören die Memphis Grizzlies und Rajon Rondo holt gegen die Washington Wizards ein Triple-Double. DeMarcus Cousins wird von den Sacramento Kings aus dem Kader gestrichen, weil er einen Trade fordert.

Clippers-Point Guard Chris Paul zog nicht nur in dieser Szene gegen LaMarcus Aldridge zum Korb
© Getty
Clippers-Point Guard Chris Paul zog nicht nur in dieser Szene gegen LaMarcus Aldridge zum Korb

Los Angeles Clippers (2-2) - Portland Trail Blazers (3-1) 93:88

Einfach unfassbar, dieser Chris Paul: Noch 4:51 sind zu spielen im Schlussviertel, der Clippers-Spielmacher dribbelt hinter der Dreierlinie. Gegenspieler Raymond Felton (12 Punkte, 8 Assists) klebt an ihm wie eine Klette, die Shotclock ist auf 1,1 Sekunden runter. Was macht der Kerl? Ein kurzer Schritt zur Seite, Paul hebt ab, hängt kurz in der Luft und lässt einen ganz krummen Wurf bei 0,7 Sekunden los. Der wird doch nicht... doch, tut er! Die Kugel springt ans Brett und geht von dort allen Ernstes durch den Ring. L.A. führt mit 84:77.

Vor der Partie gegen das bis dahin ungeschlagene Portland hatten die Clippers zwei Spiele in Folge verloren und standen bei 1-2. Paul und Blake Griffin, der mit 20 Punkten Topscorer der Partie war und zudem 10 Rebounds abgriff, ließen einmal mehr erahnen, was in Zukunft beim "anderen Team aus Los Angeles" möglich ist. Auch die beim Blockbuster-Trade versprochene "Lob City"-Show bekamen die Fans im Staples Center geboten - allerdings nicht durch CP3.

Griffin zog bei einem Fastbreak lässig am schwachen Gerald Wallace (0 Punkte, 0-5 in 30 Minuten) vorbei und passte raus auf Randy Foye (8 Punkte). Der Guard reagierte blitzschnell und schickte einen perfekten Lob in die Zone. Während Wes Matthews (12 Punkte, 4 Rebounds) unter dem Zuspiel hindurch segelte, hob in seinem Rücken Griffin ab, nahm den Ball mit beiden Händen mit und hämmerte einen wuchtigen Slam Dunk in den Korb. Eine überragende Szene.

Aber auch Paul hatte mehr zu bieten als seinen eigenwilligen Dreier: Im dritten Viertel schnappte er Felton den Ball aus den Händen, dribbelte über den ganzen Korb und versenkte einen Layup. Auch die letzten beiden Punkte aus dem Spiel gehörten ihm, nachdem er an LaMarcus Aldridge (19 Punkte, 9 Rebounds) vorbei zum Korb zog und den Ball reinlegte. Am Ende kam der Point Guard auf 17 Punkte, 7 Assists und 2 Steals.

"Es ist mir wichtig, das Spiel zu kontrollieren", so Paul. "Wenn die letzten zwei, drei Minuten anbrechen, geht es darum, die Partie, Zeit und den Spielstand im Griff zu haben." Neben den beiden Superstars überzeugten bei den Clippers auch Ex-Maverick Caron Butler (19 Punkte, 5 Rebounds) und Backup-Guard Mo Williams (13 Punkte, 8 Assists). Bei den Trail Blazers ragte der sechste Mann vom Dienst, Jamal Crawford mit 23 Punkten, 4 Rebounds und 4 Assists von der Bank heraus.

Chicago Bulls (4-1) - Memphis Grizzlies (1-3) 104:64

Erinnert sich noch jemand an den sensationellen Playoff-Lauf der Grizzlies im Frühjahr? Angesichts der brutalen Klatsche, die sich das Team in Chicago einfing, konnte man diese starken Auftritte glatt vergessen. Im Schlussviertel schraubten die Bulls angesichts der deutlichen Führung das Tempo runter und gönnten ihrer Bank die Garbage Time. Das Ergebnis: 20:20 in den letzten 12 Minuten, die vorherigen drei Viertel gingen alle deutlich an die Heimmannschaft.

Im dritten Viertel fingen die Zuschauer sogar an, Publikumsliebling Brian Scalabrine zu fordern. Der Edelbackup holte letztlich 1 Assist und 1 Block in sechs Minuten. Sogar noch etwas beeindruckender war die Vorstellung von Carlos Boozer, der 17 Zähler und 11 Rebounds in nur 24 Minuten sammelte. Derrick Rose holte 16 Punkte und 6 Assists, Ronnie Brewer (17 Punkte, 7 Rebounds, 5 Assists) war ebenfalls stark aufgelegt.

Zudem glänzte Luol Deng (11 Punkte, 7 Rebounds, 2 Blocks) einmal mehr mit starker Defense. "Er gibt uns, was immer das Team gerade braucht", lobte Bulls-Coach Tom Thibodeau seinen Small Forward. "Er hat uns zu einem sehr guten Start verholfen mit seiner Defense und dadurch, dass er den Ball nach vorne treibt."

Entsprechend bedient waren anschließend die Grizzlies, bei denen kein Starter zweistellig punktete und die Wurfquote bei grottigen 31,0 Prozent lag. "Das war ein heftiger Rückschritt", ärgerte sich Rudy Gay (5 Punkte, 2-12). "Das ist die NBA. Wir hätten das Spiel nicht dermaßen aus der Hand geben dürfen. Wir sind alle professionelle Athleten und müssen einfach mehr zeigen als das."

Washington Wizards (0-4) - Boston Celtics (2-3) 86:94

Washington erlebte vergangene Nacht die Rajon Rondo-Show. Bei der weiterhin sieglosen Franchise aus der US-Hauptstadt stellte der Celtics-Spielmacher einmal mehr seine Qualitäten unter Beweis und erzielte mit 18 Punkten, 14 Assists und 11 Rebounds das achte Triple-Double seiner Karriere.

Das Erstaunlichste dabei: Seinem Coach fiel erst nach der Schlusssirene beim Blick auf die Statistiken auf, wie stark sein Point Guard tatsächlich war. "Mir war bewusst, dass er großartig spielt", so Doc Rivers, "er hatte eine dieser Nächte - wie auch vergangene Saison immer mal wieder - wo er das Spiel bestimmt hat."

Neben Rondo war auch Kevin Garnett (24 Punkte, 9 Rebounds) Gold wert für Boston, das nach drei Niederlagen zum Saisonstart nun den zweiten Sieg in Folge einfuhr. Dabei war der Sieg niemals in Gefahr. Sie übernahmen bereits während der ersten 3 Minuten die Führung und bauten sie zwischenzeitlich auf 19 Zähler aus. Während der zweiten Hälfte lagen sie immer mit mindestens 7 Punkten vorne.

Größter Lichtblick bei den Wizards war John Wall, der nach zuletzt schwachen Wurfleistungen 6 von 13 Würfen für 19 Punkte versenkte und zudem 8 Assists sowie 7 Rebounds sammelte. Nick Young sammelte 18 Zähler, Center JaVale McGee 16 sowie 14 Rebounds und 5 Blocks.

Miami Heat (5-0) - Charlotte Bobcats (1-3) 129:90

Topscorer: Chris Bosh (24), Dwyane Wade (22) - D.J. White (21), Kemba Walker (17)

Toprebounder: Chris Bosh (10), LeBron James, Udonis Haslem (beide 9) - Derrick Brown (7), Bismack Biyombo (6)

Topassistgeber: Norris Cole (9), Dwyane Wade (6) - D.J. Augustin (7), Kemba Walker (4)

Denver Nuggets (3-2) - Los Angeles Lakers (3-3) 99:90

Topscorer: Danilo Gallinari (20), Ty Lawson (17) - Pau Gasol (20), Andrew Bynum (18)

Toprebounder: Al Harrington (11), Chris Anderson (9) - Andrew Bynum (16), Pau Gasol (11)

Topassistgeber: Ty Lawson (10), Andre Miller (7) - Kobe Bryant, Derek Fisher (beide 4)

Kobe Bryant knackte während der Niederlage in Denver die 28.000-Punkte-Karrieremarke. Im Rahmen der Partie wurde berichtet, dass die Lakers nach dem gescheiterten Chris Paul-Trade den Minnesota Timberwolves Pau Gasol im Tausch gegen Kevin Love angeboten haben sollen.

Cleveland Cavaliers (2-2) - New Jersey Nets (1-4) 98:82

Topscorer: Antawn Jamison (23), Daniel Gibson (19) - Deron Williams (16), Anthony Morrow (15)

Toprebounder: Anderson Varejao (11), Tristan Thompson (6) - Mehmet Okur (8), Kris Humphries (5)

Topassistgeber: Ramon Sessions (8), Kyrie Irving, Omri Casspi (beide 4) - Deron Williams (5), Sundiata Gaines (4)

Orlando Magic (4-1) - Toronto Raptors (1-3) 102:96

Topscorer: Ryan Anderson (24), J.J. Redick (21) - Andrea Bargnani (28), Jose Calderon (18)

Toprebounder: Dwight Howard (15), Ryan Anderson, Jason Richardson (beide 5) - Andrea Bargnani (7), DeMar DeRozan, Jamaal Magloire (beide 6)

Topassistgeber: Hedo Turkoglu (7), Jameer Nelson (4) - Jose Calderon (13), James Johnson (4)

Sacramento Kings (2-3) - New Orleans Hornets (2-2) 96:80

Topscorer: Tyreke Evans (27), Marcus Thornton (25) - Trevor Ariza (17), Chris Kaman (14)

Toprebounder: Chuck Hayes (10), J.J. Hickson (9) - Chris Kaman (15), Emeka Okafor (12)

Topassistgeber: Jimmer Fredette (5) - Jarrett Jack, Greivis Vasquez (beide 8)

Sacramento-Center DeMarcus Cousins forderte im Vorfeld sein Team auf, ihn zu traden. Daraufhin strichen die Kings ihn für die Partie gegen die Hornets aus dem Kader. "Im besten Interesse für die Zukunft unseres Teams haben das Management und ich ihm gesagt, er soll zuhause bleiben", erklärte Coach Paul Westphal in einem Statement auf der Kings-Homepage. Bereits im Vorfeld des 2010er Drafts gab es Bedenken hinsichtlich des Charakters des Big Man. Ansonsten wäre er wohl nicht erst an fünfter Stelle gewählt worden.

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