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NBA: LeBron James öffnet sich

Rückkehr nach Cleveland? "Nicht unmöglich"

Von SPOX
Mittwoch, 23.11.2011 | 14:06 Uhr
LeBron James vertreibt sich die Zeit während des Lockouts mit Ausflügen nach England
© Getty
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LeBron James gibt auf einer Promo-Tour in London dem "Guardian" sein erstes großes Interview seit langer Zeit. Der Superstar der Miami Heat spricht offen über die Kritik an seiner Person, sein Verhältnis zu Cleveland, die Finals-Pleite gegen Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks sowie seine Liebe zum FC Liverpool.

LeBron James...

... über eine mögliche Rückkehr nach Cleveland:

"Es ist nicht unmöglich. Ich liebe die Stadt immer noch. Ich habe so viele großartige Erinnerungen an all diese Fans, es ist also nicht unmöglich."

... rechtfertigt seinen Wechsel nach Miami:

"Als Magic von den Lakers gedraftet wurde, hatte er Kareem an seiner Seite. James Worthy war dann noch Teil des Teams, genauso wie Jamaal Wilkes und Bob McAdoo, er hatte also vier Hall of Famer in seinem Team. Im Fall von Jordan waren die Bulls in der Lage, Scottie Pippen zu draften, dann kam noch Horace Grant dazu, zwei großartige Spieler. Und dann haben sie auch noch Dennis Rodman bekommen, ein weiterer Hall of Famer. Das Team wurde für Jordan gebaut. Das Gleiche gilt für Larry Bird. Er hatte Kevin McHale, Robert Parish, Danny Ainge - alles großartige Spieler. Bill Walton ist auch noch zu den Celtics gegangen. Ich kenne mich aus mit der Geschichte. Einzelne Spieler stehen zwar viel im Rampenlicht, aber es gab nie einen Spieler, der es alleine geschafft hätte. Wir können bis zu Oscar Robertson zurückgehen, als er Saison für Saison im Schnitt Triple-Doubles abgeliefert hat. Erst als er sich mit Kareem zusammen getan hat, konnte er eine Championship gewinnen. Und das Gleiche gilt für Jerry West. Nicht viele Menschen wissen, dass Jerry West neun Mal in den Finals stand und die ersten acht Mal immer verloren hat. Er hat den Titel in seinem neunten Versuch gewonnen."

... über die Finals-Pleite:

"Ich hatte ein paar Monate daran zu knabbern. Es war definitiv herzzerreißend, für mich persönlich, für mein Team, für unsere Franchise und für unsere Stadt. Man versucht einfach, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Solche Enttäuschungen machen einen stärker. Ich glaube wirklich, dass ich deswegen jetzt schon ein besserer Spieler geworden bin. Und auch ein besserer Mensch."

... über Lehren, die er aus der Finals-Pleite gezogen hat:

"Einfach sich noch mehr zu fokussieren. Es hat mir geholfen, mein Spiel kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ich habe gelernt, dass man alles nie zu positiv sehen sollte, aber auch nie zu negativ. Das hat uns unser Coach immer wieder gepredigt. Wir hatten es auch einfach mit einem großartigen Team zu tun. Ich denke, dass nicht genügend Leute den Mavs den Respekt gezollt haben, den sie verdienen. Alle wollten nur über uns schreiben und haben dabei oft die Dallas Mavericks vergessen. Aber das ist ein sehr gutes Team. Mit Dirk Nowitzki und Jason Kidd haben sie zwei Hall of Famer."

... über "The Decision":

"Mir ging es einfach darum, Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns. Mir ging es um diese Millionen von Dollar, die ich bekommen und sofort weitergegeben habe, um Turnhallen zu bauen, oder Bibliotheken. Um den Kids Computer bereit zu stellen. Einfach um ihnen dabei zu helfen, ihren Traum zu erfüllen, was auch immer er sein mag. Das war die ganze Motivation, die ich bei der Sache hatte. Manchmal fühlt man sich von Leuten, die Sachen über einen schreiben, nicht wertgeschätzt, aber tief im Inneren stört es mich nicht, wenn ich das Lächeln im Gesicht dieser Kinder sehe."

... darüber, ob er im Nachhinein etwas anders gemacht hätte?

"Ich hätte das Ganze definitiv besser machen können, was diese TV-Geschichte angeht. Und was die ganze Vorgeschichte vor der Verkündung angeht. Ich habe viele Menschen damit verletzt, bei denen entschuldige ich mich. Auf der anderen Seite bleibe ich dabei, dass man nie Angst davor haben sollte, das zu tun, woran man glaubt. Das ist eine einfache Wahrheit."

... über sein Egoisten-Image:

"Es ist manchmal schon hart, wenn man so viele negative Sachen über einen liest. Dass man egoistisch und selbstsüchtig sei oder dass die Art und Weise, wie man spielt, falsch sei. Aber für mich hat es immer nur eine Art und Weise gegeben, wie ich Basketball spiele: für das Team. Was anderes kenne ich nicht. Ich war schon immer ein uneigennütziger Typ."

... über die Zukunft in Miami:

"Wir freuen uns auf die Zukunft. Es war ermutigend zu sehen, was wir in unserem ersten Jahr bereits geschafft haben. Wir kannten uns noch nicht so gut und sind trotzdem bis in die Finals gekommen. Man konnte es richtig fühlen, wie wir im Lauf der Saison immer enger zusammengerückt sind. Aber das Resultat am Ende hat uns auch gezeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben."

... über seine Liebe zum FC Liverpool, an dem er Anteile besitzt:

"Wenn ich kann, versuche ich die Spiele live zu verfolgen. Wegen des Zeitunterschieds geht das nicht immer, aber wenn ich etwas verpasse, checke ich die Ergebnisse auf ESPN. Manchmal bekomme ich auch Nachrichten von Freunden: 'Hey, dein Team hat gewonnen. Liverpool rules.' So in der Art. Es gibt Teams, wie die Dallas Cowboys oder New York Yankees, wenn man deren Logos sieht, egal, wo es auf der Welt auch sein mag, dann weiß jeder sofort Bescheid. Liverpool gehört für mich in diese Gruppe."

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