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Miami klaut Chicago das Heimrecht

Von SPOX
Donnerstag, 19.05.2011 | 07:32 Uhr
Das Duell der Arbeitstiere: Udonis Haslem (r.) gegen Chicagos Taj Gibson
© Getty
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Auch Spiel 2 um die Krone des Ostens war zäh. Am Ende sorgte das verbesserte Superstar-Duo LeBron James/Dwyane Wade und den "Warrior" Udonis Haslem für die Entscheidung zugunsten der Miami Heat. Bulls-Topzugang Carlos Boozer enttäuschte kolossal.

Chicago Bulls - Miami Heat 75:85 - Serie: 1-1

LeBron James kündigte bereits im Vorfeld an, dass sich die Zuschauer auf eine von Defensive und Zähigkeit geprägte Serie einstellen müssten. Er hat vollkommen recht. Nachdem die Bulls Spiel 1 dank einer überragenden Teamverteidigung für sich entschieden hatten, kopierten die Heat das Erfolgsrezept und gewannen Spiel 2 in Chicago mit 85:75. Damit hat Miami in der Best-of-seven-Serie zum 1-1 ausgeglichen und den Heimvorteil geklaut.

Entscheidende Faktoren waren neben der starken Defense die Steigerung der beiden Superstars James und Dwyane Wade. Nachdem beide in Spiel 1 noch enttäuscht hatten, gelangen James 29 Punkte (12/21), 10 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals bei 5 Ballverlusten. Wade lieferte 24 Punkte (8/16), 9 Rebounds und 2 Blocks.

"Die Serie hat jetzt erst begonnen. Es steht 1-1 und wir sind sehr froh über den Auswärtserfolg. Aber es hat erst begonnen", sagte James, der den Bulls in den letzten 4:27 Minuten 9 Punkte einschenkte und damit den Sieg sicherte.

Da war es zu verschmerzen, dass der dritte im Bunde, Chris Bosh, nach seiner 30-Punkte-Performance zum Auftakt mit 10 Punkten (4/8) abtauchte - auch, weil nach langer Verletzungspause der X-Faktor der Heat seinen ersten großen Auftritt nach langer Zeit hatte.

Arbeitstier Udonis Haslem spielte zum ersten Mal seit Mitte November mehr als 15 Minuten und lieferte Miami in 23 Minuten 13 Zähler (5/10), 5 Rebounds und eine Menge Energie. "Er ist ein absoluter Champion, ein Warrior, ein Krieger", lobte Coach Erik Spoelstra, der davon sprach, dass sich beide Teams eine "Straßenschlacht" geliefert hätten. Alleine im letzten Viertel gab es insgesamt nur 24 Punkte (14:10 Miami).

Die Bulls gestalteten die ersten zweieinhalb Viertel ausgeglichen, doch dann übernahm Miami durch einen 10:0-Run auf 65:56 das Kommando. Chicagos Spiel hatte ein großes Problem: Abgesehen von Taj Gibson, der im letzten Viertel alle seine 8 Punkte (4/7) erzielte und eine am Ende erfolglose Aufholjagd zum 73:73 startete, erreichte keiner Normalform.

"Wir spielten offensiv ohne Energie und defensiv ohne Energie und das Resultat war nicht gut", so Bulls-Coach Tom Thibodeau.

MVP Derrick Rose zeichnete für 21 Punkte verantwortlich, brauchte dafür aber auch 23 Würfe bei lediglich 7 Treffern. Seine weiteren Werte: 8 Assists, 6 Rebounds, 0/3 von der Dreierlinie. Auch Luol Deng konnte seine bisher vorzüglichen Playoff-Eindrücke nicht bestätigen, machte bei schwacher Wurfquote (5/15) nur 13 Zähler und hatte anders als in Spiel 1 wesentlich mehr Mühe mit der Verteidigung von James.

Das alles wäre womöglich zu kompensieren gewesen, wenn Chicagos Top-Zugang Carlos Boozer nicht zum wiederholten Male enttäuscht hätte. Der Power Forward traf nur 3/10 für 7 Punkte und war entsprechend keine Hilfe für Frontcourt-Partner Joakim Noah (9 Punkte, 8 Rebounds).

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