SPOX-Meinung zum Lakers-Aus

Selbst verlieren kann Dallas besser

Von Haruka Gruber
Montag, 09.05.2011 | 16:07 Uhr
Andrew Bynum zog sich nach dem Frustfoul sein Trikot aus. Warum? Man weiß es nicht...
© Imago
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Die Los Angeles Lakers erlebten bei den Dallas Mavericks ein Desaster - und erwiesen sich als eines Champions unwürdig. Andrew Bynum und Lamar Odom folgen ihren niederen Gelüsten und sind uneinsichtig. Ein Kommentar von Haruka Gruber zum peinlichen Schauspiel.

Der Tweet war Zeugnis des unerschütterlichen Selbstbewusstseins - oder der anmaßenden Überheblickeit.

"Ich habe mit meinen Kumpels aus Golden State die Blaupause entwickelt, wie man die Mavs schlägt: 'Schubst sie herum'", ließ Lakers-Swingman Matt Barnes vor dem Conference-Halbfinale über Twitter wissen, erfreut ob der Aussicht, nicht auf die unbequemen Portland Trail Blazers, sondern auf das vermeintlich größte Loser-Team der NBA-Moderne zu treffen.

Was jedoch folgte, war eine der größten Demütigungen aller Zeiten. Die Mavs wurden nicht herumgeschubst, vielmehr bestraften sie die in Eitelkeit verblendeten Lakers für ihre Hybris - und lehrten, was das Basketball-Mantra "Respect for the game" wirklich bedeutet.

So desaströs Spiel vier verlief: In der NBA kommt es durchaus vor, dass ein Favorit eine Auswärtspartie mit 36 Punkten verliert. Insbesondere wenn kein Spieler zu überzeugen weiß und die gegnerischen Scharfschützen wiederum, einer Armada gleich, Dreier regnen lässt, als ob es kein Morgen gäbe. Es passiert nicht oft, aber es passiert.

Blog von fortsport: Das Ende der Lakers-Dynastie

Bynum und Odom sorgen für Tiefpunkt

Doch die Art und Weise, wie sich der amtierende Meister aus den Playoffs verabschiedete, ist wohl einzigartig. Der 0-4-Sweep mag peinlich gewesen sein und für den zurücktretenden Phil Jackson einen bitteren Abschied bedeuten, für Scham sorgte jedoch erst das Verhalten einiger Spieler.

Wie passt Andrew Bynums brutaler Ellenbogencheck gegen den 30 Zentimeter kleineren und 50 Kilogramm leichteren J.J. Barea zum Leitsatz der "Lakers-Pride"?

Wo war der Stolz eines Champions, als Lamar Odom seinen niederen Gelüsten folgte, Dirk Nowitzki an der Mittellinie rüde umrempelte und wie Bynum kurz darauf des Platzes verwiesen wurde?

"Irgendjemanden gefoult"

Man hätte ihnen zu Gute halten können, dass die Handlungen angesichts der Chancenlosigkeit einer Überreaktion entsprangen.

Nach dem Spielende äußerten sie sich jedoch derart arrogant und uneinsichtig, dass man nur zu einem Schluss kommen kann: Die Lakers haben nichts anderes als das Ausscheiden verdient.

Lamar, warum bist du Nowitzki so angegangen? "Ich habe mich geschämt, aber das Foul hatte nichts zu bedeuten."

Andrew, und was war bei dir? "Ich bin von mir selbst nicht enttäuscht. Es war nur so: Wir wurden als Team bloßgestellt, deswegen habe ich irgendjemanden gefoult." Kein Entschuldigung, keine Selbstkritik, nichts.

Mavs mit Katastrophen-Erfahrung

Dass die Tätlichkeiten bereits in Spiel 2 ihren Anfang nahmen, als Ron Artest wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff Barea per Clothesline niederstreckte und für die folgende Partie gesperrt wurde, vervollständigt das unwürdige Auftreten der Lakers.

Dallas überragte in jeder Facette: Nicht nur basketballerisch, sondern eben auch charakterlich. In den letzten Jahren erlebten die Mavs ähnlich große Katastrophen wie nun L.A. - aber sie ertrugen den Spott und die Häme mit einer gewissen Demut und flüchteten sich nicht in Albernheiten.

Oder anders formuliert: Selbst verlieren kann Dallas besser.

NBA: Die Ergebnisse der Playoffs im Überblick

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