NBA-Schlaglichter

Typisch Lakers: Gegner unterschätzt

Von SPOX
Mittwoch, 22.12.2010 | 07:36 Uhr
2007 hatte Earl Boykins (l.) letztmals so viele Punkte erzielt wie im Spiel gegen die L.A. Lakers
© Getty
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Die L.A. Lakers versauen sich Weihnachten mit einer müden Vorstellung gegen die Milwaukee Bucks. Ein Zwerg schießt den Champion ab. Die Sacramento Kings erleben derweil gegen die Golden State Warriors einen Kollaps epischen Ausmaßes. Oklahoma City stürzt die Charlotte Bobcats noch tiefer in die Krise, die Chicago Bulls prügeln die Philadelphia 76ers aus der Halle.

L.A. Lakers (21-8) - Milwaukee Bucks (11-16) 79:98

Vor der Partie warnte Kobe Bryant noch: "Lasst uns sicher gehen, das wir uns Weihnachten nicht mit einer Pleite gegen Milwaukee versauen." Nun, das war wohl nichts. Zwei Minuten vor Schluss war der Superstar so stinksauer über die Performance seines Teams, dass er sich nach einem Offensivfoul zu Hasstiraden gegen die Schiedsrichter hinreißen ließ und disqualifiziert wurde.

Da war die Partie allerdings schon entschieden, denn Milwaukee machte auch ohne seinen Star-Point-Guard Brandon Jennings (Fußbruch) einen sehr guten Eindruck in der Offensive. Die Story des Jahres für die Bucks: Earl Boykins. Jennings' Backup ist ein winzig kleiner Mann - mit einem riesengroßen Herz.

Der 34-Jährige markierte 22 Punkte gegen die Lakers, allein 13 davon im letzten Viertel. So viele hatte er seit über drei Jahren nicht mehr gemacht. Auch in der Defense wussten die Bucks zu überzeugen, gegen allerdings auch völlig indisponierte Gastgeber, die in den letzten Minuten von ihren eigenen Fans ausgebuht wurden.

Nicht unbedingt die Art und Weise, wie man sich auf das Christmas Game gegen die Miami Heat am 25. Dezember vorbereiten wollte.

Sacramento Kings (5-20) - Golden State Warriors (9-18) 109:117 OT

Den Kollaps der Kings in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit episch zu nennen, würde nicht annähernd das beschreiben, was in der ARCO Arena an diesem Abend abging. 25 Sekunden waren noch auf der Uhr, Sacramento hatten den Ball und eine 98:93-Führung im Rücken. Eine scheinbar komfortable Situation.

Doch plötzlich wirft Francisco Garcia mit 12 Sekunden auf der Shotclock einen unmotivierten Dreier und bringt die ganze Halle zum Verzweifeln. Im Gegenzug foult Beno Udrih (Career-High 34 Punkte) Reggie Williams (24) beim Dreier und schickt ihn an die Linie. Der wiederum versemmelt den ersten Versuch, was DeMarcus Cousins zu einer Würgegeste verleitet, mit der er Williams zeigen will, dass er ein Loser ist.

Golden States Lefty trifft den zweiten und verhaut auch den dritten, nur: Die Warriors holen sich den Rebound. Zwei Sekunden später foult Carl Landry (22 Punkte, 10 Rebounds) Dorell Wright (17) beim Dreier. Unfassbar. Es entwickelt sich ein Freiwurffestival, an dessen Ende erneut Williams an der Linie steht.

Mit dem zweiten Versuch kann er sein Team drei Sekunden vor Schluss auf zwei Punkte ranbringen. Williams trifft wieder nicht, aber ausgerechnet Cousins gleitet der Ball durch die Hände ins Aus. Golden State wirft ein, findet an der Birne Vladimir Radmanovic (15) - und der schießt sein Team mit der Schlusssirene per Dreier in die Overtime.

Dort haben die Gäste dann leichtes Spiel: Sacramento steht völlig neben sich, Topscorer Monta Ellis (36) nutzt das eiskalt aus und sichert seinem Team einen nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. Die Kings kassieren die mit Abstand bitterste Niederlage eines NBA-Teams in dieser Saison. Und einer der großen Loser ist DeMarcus Cousins.

Charlotte Bobcats (9-19) - Oklahoma City Thunder (20-9) 81:99

Die überflüssige Pleite im letzten Spiel gegen Phoenix ist vergessen, Oklahoma City ist wieder in der Spur und hat sechs von sieben Spielen gewonnen. Zwar dauerte es etwas, bis die junge Truppe auf Coach Scott Brooks hörte und ihre Defensivstärke in die Waagschale warf.

Aber immerhin hören die Jungs überhaupt noch auf ihren Trainer. Wenn man sich die Bobcats anschaut, scheint es bei denen ganz anders zu sein. "Wir machen immer die gleichen Fehler", ist Larry Brown völlig am Ende mit seiner Geduld. "Wir stehen rum, halten den Ball zu lange und verursachen Turnover.

Wir nehmen schlechte Würfe. Und wenn man gegen diese athletische Mannschaft spielt, dann werden aus Fehlern sofort Dunks für den Gegner." Die Bobcats sind so schlecht, dass Besitzer Michael Jordan schon keine Lust mehr hat, sich die Spiele seines Teams live anzutun.

Im desaströsen Schlussviertel dauerte es sage und schreibe 9 Minuten und 8 Sekunden, bis Charlotte sein erstes Field Goal erzielte. Thunder-Superstar Kevin Durant war zu dem Zeitpunkt schon heiß. Der Topscorer der Liga kam auf 32 Zähler, vier weitere Spieler punkteten zweistellig.

Chicago Bulls (17-9) - Philadelphia 76ers (11-17) 121:76

"Da gibt's nicht viel, was ich kritisieren könnte." Passiert auch nicht oft, dass ein Coach derart zufrieden ist wie Tom Thibodeau an diesem Abend mit seinen Bulls. Die Sixers machten einen bemitleidenswerten Eindruck und wurden förmlich überrannt von einem Gastgeber, der überhaupt nicht zum Spaßen aufgelegt war.

"Wir waren von der ersten Minute an richtig drin", freute sich Carlos Boozer (16 Punkte, 11 Rebounds, einer von sechs Bulls-Akteuren mit zweistelliger Punktzahl.

Aus der Sicht von Elton Brand hörte sich das so an: "Sie haben uns kräftig den Hintern versohlt. Wir konnten nichts tun. Die haben uns auseinander genommen, wie sie wollten."

Memphis Grizzlies (12-17) - New Jersey Nets (9-20) 94:101

Wenn diese Nets jetzt auch noch anfangen, auswärts zu gewinnen, dann geht da doch was in New Jersey. Nach zehn Pleiten in Folge können Brook Lopez (26 Punkte) und Co. endlich mal wieder auf des Gegners Platz jubeln und haben nun seit dem Trade mit den Lakers und Rockets drei von vier Spielen gewonnen.

Neuzugang Sasha Vujacic kam von der Bank und erzielte 16 Zähler. Dem gegenteiligen Trend folgt derzeit Memphis. Die Grizzlies haben drei Mal in Serie verloren und sind weit weg von der Form der letzten Saison. Selbst ganz offene Würfe wollten gegen die keinesfalls Furcht einflößende Nets-Defense fallen (39,8 Prozent aus dem Feld).

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