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Nächste Pleite: In Miami wird es düster

Von SPOX
Donnerstag, 25.11.2010 | 08:21 Uhr
Kein Durchkommen: Dwyane Wade steckt mit Miami im Niemandsland der Tabelle fest
© Getty
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Die Superstars sind ratlos, Coach Erik Spoelstra steht unter Druck: Jetzt mischt sich sogar US-Präsident Barack Obama bei den Miami Heat ein. Wegen der Krise gibt es sogar Streit zwischen den Trainer-Stars Stan Van Gundy und Phil Jackson.

Orlando Magic (10-4) - Miami Heat (8-7) 104:95

Willkommen im Tal der Verlierer! Dass Miami Startschwierigkeiten bekommen könnte, wurde von einigen erwartet. Dass die Heat aber nach 15 Spielen bereits 7 Niederlagen auf dem Konto haben, ist die negative Sensation der Saison. Im Florida-Derby setzte es bei den Magic die dritte Pleite in Folge.

Vor dem Spiel meldete sich sogar Präsident Barack Obama zu Wort und kommentierte die Heat-Krise wie folgt: "Es dauert seine Zeit, bis das Team zueinander findet."

Orlando nutzte die bekannten Schwächen der Heat auf der Center- und Point-Guard-Position aus, am Ende waren nicht aus Zufall Center Dwight Howard (24 Punkte, 18 Rebounds) und Spielmacher Jameer Nelson (17 Punkte, 14 Assists) die überragenden Spieler der Partie.

Bei Miami hingegen wird es langsam düster. LeBron James (25 Punkte) und Chris Bosh (21) zeigten immerhin ordentliche Leistungen, aber Dwyane Wade (18, 6/21) kämpft nach wie vor mit seiner Wurfauswahl. Vom restlichen Kader kam wenig bis nichts. Neuverpflichtung Erick Dampier wurde noch nicht eingesetzt.

"Ich wünschte, ich hätte eine Lösung", sagte Wade. Verantwortlich für die Lösungen wäre eigentlich der in der Kritik stehende Erik Spoelstra, über dessen Ablösung als Headcoach unlängst Lakers-Trainer Phil Jackson öffentlich spekulierte - was wiederum Orlandos Stan Van Gundy ärgert.

So seien Jacksons Kommentare "unangebracht" und "ignorant".

"Phil hat doch keine Ahnung, wie die Situation in Miami ist", sagte Van Gundy, der nach dem Spiel auch einen Kommentar für Obama übrig hatte - diesmal jedoch im Spaß: "Ich weiß, dass ein Tag viele Stunden hat, aber ich wäre glücklicher, wenn er sich mehr um die Arbeitslosigkeit als um die NBA kümmern würde."

Minnesota Timberwolves (4-12) - San Antonio Spurs (13-1) 109:113 OT

Berti Vogts dürfte sich bestätigt fühlen: Es gibt keine Zwerge im Sport, nicht einmal in der NBA. Mit viel Mühe und nur mit Hilfe der Overtime kämpfte Ligaprimus San Antonio die kriselnden Wolves nieder.

Lange sah es sogar nach einer Pleite in der regulären Spielzeit aus, aber ein 35:24-Endspurt im letzten Viertel brachte den Spurs erst die Verlängerung und danach den 13. Saisonsieg. "Ich dachte, wir könnten das Spiel nie gewinnen", sagte Spurs-Topscorer Manu Ginobili (26), nachdem die Wolves bereits mit 21 Punkten davongeeilt waren.

Aber Minnesota reichten am Ende nicht einmal das erneute Monster-Double-Double von Kevin Love (32 Punkte, 22 Rebounds) oder Darko Milicics 22 Zähler zum Überraschungscoup.

Boston Celtics (11-4) - New Jersey Nets (5-10) 89:83

Den alten "Diesel", "Big Aristotele" oder "Big Daddy" werden wir wohl nie wieder sehen, aber seine Leistung gegen New Jersey war eine schöne Erinnerung daran, wie dominant Shaquille O'Neal früher gewesen ist.

Zwar ist der 38-Jährige weit über seinem Zenit, dennoch war er gegen New Jersey (Topscorer: Devin Harris, 20) ein Muster an Effizienz und stellte Jungspund Brook Lopez (16 Punkte, 5/14) in den Schatten.

Shaq traf 9 seiner 10 Würfe, verwandelte sogar über die Hälfte seiner Freiwürfe (7/13), holte 11 Rebounds und war mit 25 Punkten bester Punktesammler des Spiels. In Abwesenheit des weiter verletzten Rajon Rondo trafen auch Paul Pierce (18) und Ray Allen (15) zweistellig.

Phoenix Suns (7-8) - Chicago Bulls (8-5) 115:123 2OT

Wie viele Big Shots kann man an einem Abend eigentlich verwandeln? Erst rettet Derrick Rose seine Bulls mit zwei Freiwürfen in die Verlängerung, dann erzwingt er mit einem Korbleger die zweite Verlängerung, nur um dort die ersten 5 Punkte für das am Ende siegreiche Chicago zu erzielen.

Dabei hatten die Bulls in den ersten 48 Minuten kein einziges Mal geführt und im zweiten Viertel zwischenzeitlich 23 Punkte hinten gelegen. Phoenix verließ sich vor allem auf das Forward-Duo Grant Hill (27 Punkte) und Hakim Warrick (23), der von der Bank kam. Auf Seiten der Bulls traten neben Rose (35 Punkte) vor allem Luol Deng (26) und Kyle Korver (24) in Erscheinung.

Cleveland Cavaliers (6-8) - Milwaukee Bucks (5-9) 83:81

Das ist wohl einer noch richtig sauer: Alles deutete auf eine Verlängerung hin, aber Cavs-Spielmacher Mo Williams hatte was dagegen und drückte mit der Schlusssirene Gegenspieler Brandon Jennings den Gamewinner ins Gesicht.

Dessen Reaktion: "Was soll ich dazu sagen, außer, dass es einfach nur Glück war."

Williams (25 Punkte), der die letzten 8 Cavs-Zähler erzielte, sollte es egal sein, immerhin gelang ihm endlich der erste Spiel entscheidende Buzzerbeater für Cleveland, nachdem früher immer ein gewisser LeBron James dafür verantwortlich zeichnete.

Für Milwaukee der Topscorer: Keyon Dooling (18), der für den weiterhin formschwachen Jennings (3 Punkte, 1/10) in die Bresche springen musste.

Utah Jazz (11-5) - New Orleans Hornets (11-3) 105:87

Topscorer: Deron Williams (26), Al Jefferson (23) - Chris Paul (17), David West (15)

Toprebounder: Jefferson (10), Paul Millsap (7) - Emeka Okafor (10), West (5)

Topassistgeber: Williams (11), Millsap, Earl Watson, Ronnie Price (je 3) - Paul (9), Trevor Ariza (2)

Charlotte Bobcats (5-10) - New York Knicks (8-8) 95:99

Topscorer: Tyrus Thomas (26), Stephen Jackson (18) - Raymond Felton (23), Wilson Chandler (21)

Toprebounder: Thomas (11), Jackson, Gerald Wallace (je 8) - Landry Fields (10), Chandler (8)

Topassistgeber: D.J. Augustin (7), Boris Diaw (5) - Felton (13), Toney Douglas (4)

Toronto Raptors (6-9) - Philadelphia 76ers (3-12) 106:90

Topscorer: Andrea Bargnani (24), Jose Calderon (16) - Andre Iguodala (17), Thaddeus Young (14)

Toprebounder: Reggie Evans (22), Bargnani, Amir Johnson (je 5) - Iguodala (8), Jrue Holiday (7)

Topassistgeber: Calderon (9), Johnson (4) - Iguodala, Holiday (je 6)

Memphis Grizzlies (6-9) - Detroit Pistons (5-10) 105:84

Topscorer: Zach Randolph (21), Rudy Gay (17) - Rodney Stuckey (17), Rip Hamilton (12)

Toprebounder: Randolph (21), Gay, Marc Gasol, Sam Young, Darrell Arthur (je 6) - Greg Monroe (8), Ben Wallace (6)

Topassistgeber: Mike Conley (7), Greivis Vasquez (5) - Tracy McGrady (4), Will Bynum, Monroe (je 2)

Houston Rockets (4-10) - Golden State Warriors (7-8) 111:101

Topscorer: Kevin Martin (25), Luis Scola (24) - Dorell Wright (24), Stephen Curry (21)

Toprebounder: Scola (12), Chuck Hayes, Kyle Lowry (je 7) - Andris Biedrins (10), Wright (8)

Topassistgeber: Lowry (10), Hayes (5) - Curry (6), Wright (4)

Verletzungen, Chemie und Bosh: Gründe für Miamis Misere

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