Mittwoch, 10.11.2010

NBA-Schlaglichter

Pacers-Wahnsinn im dritten Viertel

Die Indiana Pacers drehen im dritten Viertel völlig durch und knacken beinahe einen NBA-Rekord. Die Miami Heat verlieren trotz starker Superstars gegen die Comeback-Könige der Utah Jazz. Die New Orleans Hornets hören nicht auf, Spiele zu gewinnen.

Josh McRoberts verwarf einen 26-Footer - sonst hätten die Pacers einen NBA-Rekord geknackt
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Josh McRoberts verwarf einen 26-Footer - sonst hätten die Pacers einen NBA-Rekord geknackt

Indiana Pacers (3-3) - Denver Nuggets (4-4) 144:113

Unglaublich, was sich da im dritten Viertel in Indianapolis abspielte. Die Pacers trafen einfach alles. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. 20 Versuche, 20 Treffer, 54 Punkte in einem Viertel - oder in einem Wort: perfekt. Bis Josh McRoberts (2 Punkte, 10 Rebounds, 5 Assists) 1,9 Sekunden vor dem Ende seinen Versuch aus 26 Fuß daneben setzte und damit einen Rekord für die Ewigkeit ruinierte. "Ich hatte doch keine Ahnung!", entschuldigte er sich anschließend. "Hätte ich es gewusst, hätte ich den Ball an Mike (Dunleavy) abgegeben." Denn der war mit 31 Punkten bester Werfer der Pacers.

Doch auch mit dem Fehlwurf sind die 54 Punkte in einem Viertel eine der besten Leistungen der NBA-Geschichte. Nur drei Teams konnten jemals mehr Punkte erzielen - die Suns, Warriors (beide 57) sowie die Buffalo Braves im Jahr 1972 (58). "An dieses Viertel wird man sich dennoch noch lange erinnern", sagte Pacers-Coach Jim O'Brien.

Dabei verteilten die Pacers ihre 144 Punkte auf viele Schultern. Oder anders ausgedrückt: jeder durfte mal ran: Neben Darren Collison (29 Punkte, 3 Rebounds, 6 Assists), Danny Granger (19 Punkte, 3 Rebounds, 5 Assists) und Roy Hibbert (17 Punkte, 6 Rebounds, 2 Assits) waren auch Tyler Hansbrough (20 Punkte, 9 Rebounds, 3 Assists) und Brandon Rush (16 Punkte, 7 Rebounds, 2 Assists) von der Bank extrem stark.

Miami Heat (5-3) - Utah Jazz (4-3) 114:116 OT

39 Punke von Dwyane Wade, ein Triple-Double von LeBron James, eine zwischenzeitliche 22-Punkte-Führung für Miami: und am Ende gewinnt doch Utah. Was für ein verrücktes Spiel in der AmericanAirlines Arena! Die Jazz sind die neuen Comeback-Kings der NBA.

Über weite Strecken sah Utah wie der sichere Verlierer aus, bevor die Jazz zum zweiten Monster-Comeback innerhalb weniger Tage ansetzten. Bereits am Samstag hatten sie gegen die Clippers einen 18-Punkte-Rückstand aufgeholt, nur um jetzt noch eins drauf zu setzen. Bester Mann auf dem Feld: Paul Millsap mit unglaublichen 46 Punkten - elf davon in den letzten 28 Sekunden der regulären Spielzeit - und neun Rebounds.

"Der Mann war on fire", musste selbst Wade (39 Punkte, 6 Rebounds, 1 Assist) eingestehen, der neben James (20 Punkte, 11 Rebounds, 14 Assists) bester Heat-Spieler war. "Wir dagegen sind am Ende wohl etwas in Panik geraten." In der Tat, denn James und Co. verpassten in der Overtime gleich fünf Würfe, die ihnen den Ausgleich oder die Führung gebracht hätten. Schlusspunkt: Der misslungene Buzzer-Beater von Eddie House.

Saison 2010/2011: NBA-Players to watch
Danilo Gallinari ist ein exzellenter Scharfschütze. Christian Schwarzer vergleicht ihn schon mit Dirk Nowitzki. Neben Amare Stoudemire könnte er weiter aufblühen
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Danilo Gallinari ist ein exzellenter Scharfschütze. Christian Schwarzer vergleicht ihn schon mit Dirk Nowitzki. Neben Amare Stoudemire könnte er weiter aufblühen
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D.J. Augustin beerbt bei den Charlotte Bobcats Raymond Felton als Starting-Point-Guard. Viele Experten trauen ihm eine Leistungsexplosion zu
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Eric Gordon gewann mit dem Team USA die Weltmeisterschaft. Durch den Einsatz von Blake Griffin könnte der Shooting Guard mehr Platz für seinen exzellenten Wurf bekommen
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Eric Gordon gewann mit dem Team USA die Weltmeisterschaft. Durch den Einsatz von Blake Griffin könnte der Shooting Guard mehr Platz für seinen exzellenten Wurf bekommen
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Mit 2,4 Blocks und 6,9 Rebounds in durchschnittlich 20 Minuten deutete JaVale McGee (l.) in der Preseason schon an, zu was er in der Lage ist
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Mit 2,4 Blocks und 6,9 Rebounds in durchschnittlich 20 Minuten deutete JaVale McGee (l.) in der Preseason schon an, zu was er in der Lage ist
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Nach dem Abgang von LeBron James suchen die Cleveland Cavaliers einen neuen Superstar. Power Forward J.J. Hickson (r.) hat viel Potenzial
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Nach dem Abgang von LeBron James suchen die Cleveland Cavaliers einen neuen Superstar. Power Forward J.J. Hickson (r.) hat viel Potenzial
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Das dritte Jahr ist in der Regel das, in dem viele Center einen Leistungssprung vollziehen. Roy Hibbert von den Indiana Pacers hat alle Veranlagungen dafür
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Das dritte Jahr ist in der Regel das, in dem viele Center einen Leistungssprung vollziehen. Roy Hibbert von den Indiana Pacers hat alle Veranlagungen dafür
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Point Guard Jrue Holiday soll der neue Floor General in Philadelphia werden. Mit 11,6 Punkten, 5,3 Assists und 6,4 Rebounds zeigte er in der Preseason schon sein Können
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Point Guard Jrue Holiday soll der neue Floor General in Philadelphia werden. Mit 11,6 Punkten, 5,3 Assists und 6,4 Rebounds zeigte er in der Preseason schon sein Können
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Al Jefferson ist weg und Kevin Love damit der unumstrittene Leader im Timberwolves-Frontcourt. Die durchschnittlich 11 Rebounds aus der letzten Saison könnte er toppen
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DeJuan Blair überzeugte schon in seiner Rookie-Saison. Da Tim Duncan viel Schonzeit braucht, könnte Blair die Spielzeit nutzen und weiter auf sich aufmerksam machen
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Linas Kleiza (r.) ist zurück aus Europa und greift bei den Toronto Raptors an. Die suchen nach dem Abgang von Chris Bosh einen neuen Anführer
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Nicolas Batum hatte bisher viel mit Verletzungen zu kämpfen. Nun ist er fit und überragte mit 19 Punkten und 11 Rebounds gleich im ersten Saisonspiel der Trail Blazers
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Nicolas Batum hatte bisher viel mit Verletzungen zu kämpfen. Nun ist er fit und überragte mit 19 Punkten und 11 Rebounds gleich im ersten Saisonspiel der Trail Blazers
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Der Israeli Omri Casspi überraschte in der letzten Saison schon die NBA-Welt. In seinem zweiten Jahr steht er vor einem weiteren Sprung nach vorne
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Der Israeli Omri Casspi überraschte in der letzten Saison schon die NBA-Welt. In seinem zweiten Jahr steht er vor einem weiteren Sprung nach vorne
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Reggie Williams kam in der letzten Saison aus der D-League zu den Warriors und machte gleich mal durchschnittlich 15,2 Punkte in nur 24 Spielen
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Terrence Williams (l.) ist spektakulär und vielseitig. Die Nets werden sicher nicht wieder so schlecht spielen. Eine passende Kombination für gute Leistungen
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Will Bynum verbesserte sich bisher in jedem Jahr. Ein Ende der Entwicklung scheint nicht in Sicht. Der Guard könnte den Pistons noch viel Freude bereiten
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New Orleans Hornets (7-0) - Los Angeles Clippers (1-7) 101:82

Die New Orleans Hornets hören einfach nicht auf, Spiele zu gewinnen, und haben ihren Franchise-Rekord mit ihrem siebten Sieg in Folge weiter ausgebaut. Gegen harmlose Los Angeles Clippers war der Erfolg allerdings auch nie wirklich in Gefahr. Dabei waren es dieses Mal gar nicht die eigentlichen Stars, die überragten. Top-Scorer des Spiels war Willie Green, der von der Bank 19 Punkte beisteuerte und 70 Prozent seiner Würfe im Korb unterbrachte.

Dazu scheint Jerryd Bayless jetzt auch endgültig in New Orleans angekommen zu sein. Mit 15 Punkten und neun Assists half er den Hornets zum Sieg. "Du konntest ihm in den letzten Spielen die Frustration ansehen, weil nichts so funktioniert hat, wie er wollte. Deswegen war ich auch sehr glücklich, ihn wieder so gut spielen zu sehen, weil wir so etwas für die Saison gebrauchen können", freute sich Superstar Chris Paul (13 Punkte, 8 Assists) über das starke Match seines Backups.

Die Los Angeles Clippers dagegen sind weiter von der Rolle und mittlerweile auch wieder vom Verletzungspech geplagt. Shooting Guard Eric Gordon trat mit einer Schulterverletzung gar nicht erst an, Center Chris Kaman verstauchte sich gleich zu Beginn des Spiels den Knöchel. Dafür drehte aber Rookie Al-Farouq Aminu auf und führte die Clippers mit 20 Punkte und acht Rebounds an.

Los Angeles Lakers (8-0) - Minnesota Timberwolves (1-7) 99:94

Gewohntes Bild in Los Angeles: Während die Clippers Spiel um Spiel verlieren, sind die Lakers weiter nicht zu schlagen. Dabei hielten die Minnesota Timberwolves lange Zeit sogar ganz gut mit und brachten den haushohen Favoriten an den Rande einer Niederlage. Doch letztendlich drehte Kobe Bryant (33 Punkte, 6 Rebounds) einfach mal auf. Acht Spiele, acht Siege - das schafften die Lakers zuvor nur zweimal in der Franchise-Geschichte.

"Jeder erwartet von uns einen Blowout an jedem Abend, aber das geht nicht immer. Es war heute einfach ein unangenehmes Spiel. Wir hatten heute einfach keinen Rhythmus", sagte Small Forward Matt Barnes angesichts des knappen Endergebnisses.

Dass die Wolves lange im Spiel blieben, lag vor allem an ihrem Power Forward: Kevin Love, die Rebound-Maschine. Der 22-Jährige war mit 23 Punkten nicht nur Top-Scorer seines Teams, ganz nebenbei angelte er sich auch 24 Rebounds (davon 11 Offensiv-Boards) und stellte einen neuen Karriererekord auf.

Milwaukee Bucks (3-5) - New York Knicks (3-4) 107:80

Deftige Auswärtspleite für die New York Knicks, die in dieser Saison noch nicht so richtig in Tritt kommen. Gegen die Milwaukee Bucks war das Spiel eigentlich schon zur Halbzeit entschieden. Nach einem wahnsinnigen ersten Viertel führten die Bucks nach 12 Minuten bereits mit 41:19. Top-Scorer Brandon Jennings (19 Punkte, 6 Assists) hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Punkte auf seinem Konto und betonte nach dem Spiel: "Ich wusste, dass ich heute einfach aggressiver auftreten musste. Wenn du auf die Knicks triffst, dann spielst du gegen ein Team, das rausgeht und rennt. Aber sie haben Probleme in der Defensive und die mussten wir ausnutzen."

Amare Stoudemire (19 Punkte, 4 Rebounds) lieferte sich im dritten Viertel noch eine kleine Rangelei mit Bucks-Center Andrew Bogut (10 Punkte, 3 Rebounds) und wurde mit einem technischen Foul belegt. Stoudemire meinte, Bogut hätte ihn geschlagen, doch der spielte nach dem Spiel alles runter: "Ich habe einfach nur versucht, die New York Knicks zu schlagen. Der Rest ist jetzt schon Geschichte."

New Jersey Nets (2-5) - Cleveland Cavaliers (4-3) 91:93

Top-Scorer: Travis Outlaw (27), Devin Harris (18) - J.J. Hickson (18), Antawn Jamison, Ramon Sessions (je 15)

Top-Rebounder: Troy Murphy (11), Brook Lopez (8) - J.J. Hickson (10), Antawn Jamison (8)

Top-Assistgeber: Devin Harris (6), Jordan Farmar (5) - Mo Williams (7), Ramon Sessions (5)

Portland Trail Blazers (6-3) - Detroit Pistons (2-6) 100:78

Top-Scorer: LaMarcus Aldridge (19), Nicolas Batum (17) - Rodney Stuckey (17), Austin Daye (15)

Top-Rebounder: LaMarcus Aldridge (17), Marcus Camby (8) - Austin Daye (8), Ben Wallace (6)

Top-Assistgeber: Marcus Camby (6), Andre Miller, Armon Johnson (je 4) - Richard Hamilton (4), Tracy McGrady (3)

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