Dienstag, 17.08.2010

NBA: News und Gerüchte

Medien: Anthonys Abgang beschlossene Sache

Der Nuggets-Star soll keine Lust mehr auf Denver haben. Eine Vertragsverlängerung wäre nur Mittel zum Zweck. Zwei andere NBA-Stars haben derweil Ärger mit der Polizei.

Carmelo Anthony ist in New York geboren und aufgewachsen. Am College spielte er für Syracuse
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Carmelo Anthony ist in New York geboren und aufgewachsen. Am College spielte er für Syracuse

Glaubt man den aktuellsten Meldungen aus Denver, dann ist der Abgang von Carmelo Anthony von den Nuggets schon ausgemacht. Ein "ESPN"-Informant erklärte, dass der Small Forward zwar darüber nachdenke, die angebotene Vertragsverlängerung bei seinem jetzigen Klub zu unterschreiben. Aber nur, wenn man ihm einen Trade spätestens im Sommer 2011 zusichern würde.

Unterschreibt Anthony nicht, wird das Nuggets-Management ohnehin einen Trade in Erwägung ziehen, damit das Team seinen Star nach der Saison nicht ohne Gegenwert ziehen lassen muss. Der 26-Jährige will unbedingt weg, und sein bevorzugtes Ziel sollen die New York Knicks sein. Trade-Gerüchte in dieser Richtung waren schon vor einigen Wochen laut geworden.

Nuggets-Besitzer Stan Kroenke soll sich der Situation nach Aussagen des Informanten spätestens seit Anthony's Hochzeitsfeier im Juli bewusst sein, weil dort einige Gäste ziemlich klare Andeutungen machten.

Sollte es mit dem Wechsel in die geliebte Heimat klappen, könnte er dort neben Knicks-Neuzugang Amare Stoudemire vielleicht ein weiteres prominentes Gesicht antreffen: Denn mit Tony Parker träumt der Finals-MVP von 2007 im nächsten Jahr von einem Wechsel nach New York. Als Parker am Wochenende bei einem Fußball-Spiel im Big Apple weilte, sagte Ehefrau Eva Longoria auf die Frage, ob ihr Mann nach New York wechseln wolle, gegenüber der "New York Post" kurz und knapp mit: "Ja."

Lance Stephenson verprügelt Freundin: Die Indiana Pacers scheinen mit ihren Spielern kein Glück zu haben. Man denke nur an das sogenannte "Detroit Melee" 2004, als Ron Artest sich mit Zuschauern prügelte. Oder an Stephen Jackson, der mehr als einmal mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Oder an Draftpick Shawne Williams, der hoch gehandelt wurde, aber nie auch nur annähernd sein Potenzial abrufen konnte und schon im College im Drogen in Kontakt gekommen war.

Nun, Lance Stephenson könnte der nächste Reinfall der Pacers sein. Der Forward wurde im Draft an 40. Stelle gewählt, wird vielleicht aber eine ganze Weile warten müssen, ehe er sein erstes NBA-Spiel machen kann. Stephenson wurde verhaftet, weil er seine Freundin nach einem Streit die Treppe in ihrem Appartement herunter schubste und anschließend ihren Kopf mit Gewalt auf die unterste Stufe schlug.

Zwei Freundinnen von Jasmine Williams wurden offenbar Zeugen der Tat, bei der sich das Opfer Kopf- und Nackenverletzungen und vielleicht sogar ernsthafte Schäden am Nacken zuzog. Der 19-Jährige wurde zunächst nur verhört, anschließend aber gegen Kaution wieder entlassen. Am 19. Oktober muss Stephenson vor Gericht erscheinen.

NBA: Die besten Spieler aller Zeiten
Scottie Pippen wurde in die Hall of Fame aufgenommen - und Michael Jordan himself hielt die Rede
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Ein emotionaler Karl Malone wurde ebenfalls in die Ruhmeshalle aufgenommen
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Das komplette Dream Team befindet sich jetzt auch dort, wo es hingehört
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Der Größte überhaupt? Michael Air Jordan (r.) gewann zwischen 1991 und 1998 sechs NBA-Titel mit den Chicago Bulls. 2009 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen
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Superstars unter sich: Julius Erving (l.) machte sich nicht nur durch atemberaubende Dunkings einen Namen. Kareem-Abdul Jabbar wurde sechs Mal MVP einer Regular Season
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Point Guard Earvin Magic Johnson (l.) feierte mit den Los Angeles Lakers in den 80er-Jahren fünf Meistertitel. Er wurde außerdem neun Mal ins All-NBA First Team gewählt
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Center Hakeem Olajuwon (M.) erzielte als einer von acht Spielern über 20.000 Punkte in der NBA. 1994 und 1995 wurde er Champion mit den Houston Rockets
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Eine lebende Legende: Center Bill Russell gewann mit den Boston Celtics elf Meisterschaften und hält damit bis heute den Rekord
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John Stockton (l.) ist einer der besten Passgeber aller Zeiten. In Seiner Karriere brachte er es in 1.504 Partien auf überragende 15.806 Assists
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Jerry West sagte über ihn: "Er war einer der spektakulärsten Shooter, die der Basketball je gesehen hat". Elgin Baylor (#22) stand zwischen 1959-69 zehn Mal im All-NBA First Team
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Er spielte zwischen 1981 und 1994 für die Detroit Pistons und wurde als Anführer der "Bad Boys" zwei Mal Champion: Isiah Thomas (r.)
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Pistol Pete Maravich (#44) war ein herausragender Distanzschütze. Er spielte von 1970-80 für die Atlanta Hawks und wurde 1987 in die Hall of Fame aufgenommen
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Shaquille O'Neal (l.) und Kobe Bryant gewannen nicht nur drei Meisterschaften zusammen: 2009 teilten sie sich auch den MVP-Titel beim All-Star-Game in Phoenix
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Center Wilt Chamberlain (#13) war in seiner Zeit kaum zu stoppen. Er erzielte in seiner Karriere im Schnitt überragende 30,1 Punkte und wurde zwei Mal Champion
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Spektakuläre Dunkings waren sein Markenzeichen: Dominique Wilkins. The Human Highlight Film erzielte über 25.000 Punkte und ist Mitglied der Hall of Fame
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Er gewann nie eine Meisterschaft, trotzdem ist Karl Malone einer der größten Spieler aller Zeiten: Mit 36.928 Punkten liegt er in der ewigen Scorer-Liste der NBA auf Rang zwei
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Ist nicht nur in New York eine Legende: Patrick Ewing (#33). Sein Trikot wurde retired, seine Nummer wird bei den Knicks also nie mehr vergeben
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Shooting Guard George Gervin (#44) in Aktion. Der Iceman war stolze vier Mal Topscorer einer NBA-Saison. Er spielte für die San Antonio Spurs und Chicago Bulls
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Larry Bird spielte 13 Jahre lang für Boston in der NBA und war einer der großen Stars in den 80er-Jahren. Insgesamt gewann er mit den Celtics drei Meistertitel
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The Twin Towers, Tim Duncan (l.) und David Robinson, bildeten für die San Antonio Spurs mehrere Jahre ein Traumduo unter den Brettern der Liga
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Moses Malone war zwischen 1974 und 1995 (!) erst in der ABA, später in der NBA aktiv und gehört mit insgesamt 27.409 Punkten zu den erfolgreichsten Spielern überhaupt
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Seiner Silhouette ist das heutige NBA-Logo nachempfunden: Jerry West (r.) wurde nie MVP, trotzdem ist er einer der besten Shooting Guards aller Zeiten
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Was für eine Ästhetik: Oscar Robertson (#1) schaffte 61/62 etwas Einmaliges. Er schloss die Saison mit einem durchschnittlich zweifachen Punktewert in drei stat. Kategorien ab
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Clyde Drexler (r.) erreichte als 24. Spieler der Liga-Geschichte die 20.000-Punkte-Marke. Insgesamt zehn Mal nahm der Guard an einem All-Star-Game teil
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Small Forward Scottie Pippen (r.) lief in den 90er-Jahren zu großer Form auf. An der Seite von Michael Jordan wurde er sechsfacher Meister mit den Chicago Bulls
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Defensivspezialist Kevin McHale spielte zwischen 1980 und 1993 für die Boston Celtics. Zusammen mit Larry Bird holte er drei Titel, seit 1999 ist er ein Hall-of-Famer
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McGrady will es allen zeigen: Wer Tracy McGrady schon abgeschrieben hat, wird sich im Verlauf der Saison noch umschauen. Sagt zumindest McGrady selbst. Nach seiner Unterschrift bei den Detroit Pistons ist der 31-Jährige schon ganz heiß auf die neue Spielzeit: "Ich bin ja nicht 45 oder 35, sondern gerade einmal 31", so McGrady. "Niemand hat mir mein Talent geklaut. Ich habe immer noch viel zu bieten." Warum der ehemlige Topscorer der NBA das nicht schon in der Vorsaison zeigen konnte, ist doch ganz klar: "Ich war nach meiner Verletzung noch nicht da, wo ich hätte sein sollen", erklärt McGrady weiter. "Mein Knie jetzt im Vergleich zum Vorjahr ist ein Unterschied wie Tag und Nacht."

Ariza hatte Stress mit Brooks: Vor ein paar Tagen wurde Trevor Ariza von den Houston Rockets nach New Orleans getradet. Jetzt sickerte durch, was der Grund dafür gewesen sein könnte. Oder zumindest einer der Gründe: Wie der "Boston Globe" berichtet, sind Ariza und Teamkollege Aaron Brooks überhaupt nicht miteinander ausgekommen. Und da Point Guard Brooks einer der Schlüsselspieler der Rockets ist, musste Ariza weichen.

Haslem unter Druck: Miami-Heat-Big-Man Udonis Haslem wurde am Wochenende von der Polizei mit 20 Gramm Marihuana im Auto erwischt und verhaftet. Haslems Anwalt erklärte, dass sein Mandant völlig durch den Wind sei, weil er überhaupt nichts damit zu tun habe. Einem Freund von ihm, der mit im Auto saß, gehörten die Drogen. Dieser Freund hat den Verstoß inzwischen zugegeben, weshalb Haslem auf einen Freispruch hofft. Allerdings: Offenbar hat der zuständige Police Officer das Marihuana durch das offene Fenster riechen können. Und wie es die Gesetze in Florida wollen, ist der Fahrer in einem solchen Falle automatisch mitverantwortlich. Armer Udonis Haslem.

Bobcats finanziell auf gutem Weg: Das "Charlotte Business Journal" berichtet, dass die Franchise in der vergangenen Saison die Zahl der Sponsoren von 50 auf 90 aufstocken konnte und die Ticketverkäufe für die kommende Spielzeit vorzüglich liefen. Eine Playoff-Teilnahme und ein neuer Besitzer namens Michael Jordan machen's möglich. Allerdings, so das Journal weiter, seien die Bobcats immer noch weit davon entfernt, ein profitables Unternehmen zu sein. Charlotte ist eben nicht New York oder L.A.

Robinson unterschreibt: Die Orlando Magic haben ihren Draftpick Stanley Robinson unter Vertrag genommen. Der Superathlet der University Connecticut wurde im Draft an der 59. Stelle gezogen. Um es letztlich auch in den Kader für die Saison zu schaffen, wird Robinson im Trainingscamp aber richtig für Furore sorgen müssen, glaubt die "Orlando Pinstriped Post".

Tibor Pleiß: "Die Lakers wollten mich unbedingt"

Philipp Dornhegge

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