Die 5 Herausforderer der Lakers und Heat

Mit Teamgeist, Starpower und geballter Erfahrung

Von Philipp Dornhegge
Freitag, 16.07.2010 | 12:55 Uhr
Kaum ein Team ist so erfahren wie Pierce' Celtics, kaum eins so talentiert wie Durants Thunder
© Getty
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Nationals @ Padres
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Cardinals @ Pirates
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Blue Jays @ Rays
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Twins @ White Sox
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Marlins @ Phillies
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Blue Jays @ Rays
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Indians @ Yankees
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Indians @ Yankees
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Marlins @ Nationals
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Blue Jays @ Orioles

Ob Oklahomas Homogenität, Yao Mings individuelle Klasse oder Bostons Abgezocktheit: Es gibt viele Wege, um ganz vorne mitzuspielen. Und das Traumfinale zwischen L.A. und Miami zu verhindern.

Die Free-Agent-Periode ist keine zwei Wochen alt, aber es hat sich schon viel getan in der NBA. Die Verhältnisse haben sich - nicht zuletzt wegen Miamis Verpflichtungen von LeBron James und Chris Bosh - nachhaltig verschoben.

Viele Experten sehen die Heat schon jetzt als großen Meisterschaftsfavoriten, andere wittern eine dadurch besonders motivierte Lakers-Truppe. Die meisten jedenfalls sind sich einig, dass die Finals 2011 nur Miami Heat gegen die L.A. Lakers lauten können.

Aber nicht so schnell: Gerade in Florida steht erst die halbe Mannschaft für die Saison, andere Teams machen sich auch deshalb berechtigte Hoffnungen, selbst ganz vorne mitspielen zu können. SPOX stellt - in beliebiger Reihenfolge - die fünf Teams vor, die Bryant oder Wade/James/Bosh am meisten Kopfschmerzen bereiten dürften.

Oklahoma City Thunder: Ein gescheites Boxout in den letzten Sekunden hat Oklahoma City gefehlt, um die Lakers in Runde eins der vergangenen Playoffs in ein siebtes Spiel zu zwingen. Das zeigt, wie weit das junge Team von Coach Scott Brooks schon gekommen ist. Die erste Playofferfahrung wird Russell Westbrook, Jeff Green und Co. weiterhelfen, den nächsten Schritt zu machen.

CenterPower ForwardSmall ForwardShooting GuardPoint Guard
Nenad KrsticJeff GreenKevin DurantThabo SefoloshaRussell Westbrook
Nick CollisonSerge IbakaMorris PetersonJames HardenEric Maynor
B.J. MullensD.J. WhiteDaequan CookKyle Weaver

Das Gerüst des Teams steht, die völlig unspektakuläre Vertragsverlängerung von Kevin Durant hat auch dem letzten Fan gezeigt, dass bei den Thunder etwas Längerfristiges wächst. Entwickelt sich Backup-Point-Guard Eric Maynor so weiter wie erwartet, dann ist Oklahoma City auf praktisch jeder Position doppelt und sehr ordentlich besetzt. Einzig die Center-Position mit Nenad Krstic fällt etwas ab. Tolle Aussichten für Tibor Pleiß, der wohl 2011 zu dem Team stoßen wird, das ihn im Draft wählte.

Fazit: Irgendwann in den nächsten drei Jahren wird Oklahoma City den Titel gewinnen. Es gibt aktuell keinen Grund, warum dieses toptalentierte und homogene Team in fast gleicher Besetzung nicht noch jahrelang ganz vorne mitspielen sollte.

Houston Rockets: Die Rockets haben eigentlich gar nichts gemacht - und sind trotzdem ein echter Titelkandidat. Weil die Defense stimmt, weil die Teamchemie perfekt ist - und weil Yao Ming zurück ist! Der Chinese, der die gesamte letzte Saison mit einem Fußbruch verpasste, hat sich bewusst Zeit gelassen, um seine Verletzung zu kurieren.

CenterPower ForwardSmall ForwardShooting GuardPoint Guard
Yao MingLuis ScolaTrevor ArizaKevin MartinAaron Brooks
Chuck HayesJordan HillShane BattierChase BudingerKyle Lowry
David AndersenPatrick Patterson
Jared JeffriesJermaine Taylor

Jetzt will er wieder angreifen, und mit Yao ist der zweimalige Meister in der Tat nur schwer zu stoppen. Der Centerriese muss eigentlich immer gedoppelt werden, und wenn das passiert, hat Houston mit Aaron Brooks, Kevin Martin, Trevor Ariza und Shane Battier Leute, die enorm treffsicher von außen sind.

Die Restricted Free Agents Kyle Lowry und Luis Scola werden gehalten, das kündigte Manager Daryl Morey schon an. Was fehlt, ist ein echter zweiter Star. Morey lässt sich kaum in die Karten schauen, aber bei der Vielzahl an ordentlichen Rollenspielern, die er hat, könnte er locker zwei oder drei Gute gegen einen sehr Guten traden.

Fazit: Alles hängt von Yao ab. Bleibt der chinesische Star gesund, kann Houston ganz vorne mitmischen. Verletzt er sich erneut, sind die Rockets nicht besser als im Vorjahr.

Utah Jazz: Carlos Boozer ist weg, na und? Utah holt mit Al Jefferson erstklassigen Ersatz, der vielleicht sogar besser ist als Boozer. Der Mann aus Minnesota ist ein ordentlicher Shotblocker und dürfte vor allem in punkto Teamgeist ein Gewinn sein. Dank der Verpflichtung dürfte auch Deron Williams wieder zufrieden sein, der sein Team in der letzten Saison auf dem absteigenden Ast wähnte.

CenterPower ForwardSmall ForwardShooting GuardPoint Guard
Al JeffersonPaul MillsapC.J. MilesRaja Bell
Deron Williams
Mehmet OkurAndrei KirilenkoGordon HaywardOthyus JeffersSundiata Gaines
Kyrylo FesenkoJeremy EvansRonnie Price

Kyle Korver ist sicher ein Verlust, auf der anderen Seite kommt mit Rookie Gordon Hayward ein klasse Youngster, der einfach perfekt zu Utah passt. Restricted Free Agent Wes Matthews geht nach Portland, dafür kommt mit Raja Bell ein erfahrener und defensivstarker Shooting Guard als Ersatz, den auch die Lakers haben wollten.

Im Lowpost hoffen die Fans auf die vollständige Genesung von Mehmet Okur, der sich im Vorjahr die Achillessehne riss. Und wenn Okur eine Weile brauchen sollte: Kyrylo Fesenko genießt in Utah inzwischen großes Vertrauen.

Fazit: Wer nach Boozers Abgang den Untergang der Utah Jazz kommen sah, hat sich getäuscht. Das Team aus dem Mormonenstaat ist besser als im Vorjahr, und hat mit Coach Jerry Sloan immer noch einen der besten Coaches der Liga an der Seitenlinie.

Boston Celtics: Die entscheidenden Neuigkeiten für den Rekordmeister sind die, dass Paul Pierce und Ray Allen weiter in Boston spielen. Dazu kommt mit Jermaine O'Neal ein Center, der mal All-Star-Niveau hatte, im letzten Jahr aber ohne Zweifel zu den schlechtesten Spielern der Playoffs gehörte.

CenterPower ForwardSmall ForwardShooting GuardPoint Guard
Kendrick PerkinsKevin GarnettPaul PierceRay AllenRajon Rondo
Jermaine O'NealGlen DavisLuke HarangodyAvery BradleyNate Robinson
Rasheed WallaceBrian ScalabrineTony GaffneyMarquis DanielsOliver Lafayette

Die Celtics konnten sich hautnah davon überzeugen, als O'Neal für Miami in Runde eins gut vier Punkte im Schnitt verbuchte. Aber der Mann hat zwei Pluspunkte auf seiner Seite: Fit ist er ein exzellenter Verteidiger und eine gute Lowpost-Option, zudem ist er ein guter Kumpel von Rasheed Wallace - und könnte diesen überreden, doch noch ein Jahr weiterzumachen.

Der Verlust von Tony Allen (wechselt nach Memphis) ist nicht zu unterschätzen, dafür steht aber die Vertragsverlängerung mit Nate Robinson bevor. Und die Rookies Avery Bradley und Luke Harangody sind reifer für die NBA, als viele Scouts vor dem Draft wahrhaben wollten.

Fazit: Boston ist alt, aber mindestens ein Jahr haben die Routiniers noch gute Chancen, den 18. Titel für die Celtics einzufahren.

Chicago Bulls: Seit Jahren waren die Bulls auf der Suche nach einer echten Scoring-Option für den Lowpost, jetzt ist sie endlich da: Carlos Boozer heuert für 76 Millionen Dollar in der Windy City an und bringt aus Utah auch gleich Kyle Korver mit, einen der besten Scharfschützen der Liga.

CenterPower ForwardSmall ForwardShooting GuardPoint Guard
Joakim NoahCarlos BoozerLuol DengKyle KorverDerrick Rose
Brad MillerTaj GibsonJames Johnson
Omer Asik

Gepaart mit Super-Point-Guard Derrick Rose und dem vor allem defensiv bärenstarken Center Joakim Noah ergibt das eine schlagkräftige Truppe. Zumal der sechsmalige Meister mit James Johnson und Taj Gibson auch noch viel versprechende Rollenspieler hat.

Brad Miller soll zudem möglichst gehalten werden. Wenn die Orlando Magic dann noch darauf verzichten, das Angebot an Restricted Free Agent J.J.Redick zu matchen, dann wird aus Chicago endgültig ein echter Meisterschaftskandidat.

Allerdings ist man auf den Flügelpositionen noch etwas dünn besetzt, vor allem, wenn Luol Deng tatsächlich noch abgegeben wird. Interesse besteht angeblich an Ronnie Brewer und Tracy McGrady. Die Free Agents Flip Murray, Acie Law und Jannero Pargo sind Optionen als Rose-Backups.

Fazit: Miami hat die Stars, aber die beste Mischung hat Chicago. Die Bulls können verteidigen und haben offensiv jede Menge Waffen, die gut aufeinander abgestimmt sind.

Honorable Mentions: Orlando Magic (Matt Barnes und Redick wären herbe Verluste, Vince Carter baut weiter ab), Portland Trail Blazers (gutes Team, aber viel zu verletzungsanfällig), Atlanta Hawks (Rookie Jordan Crawford ist ein guter Mann, der Joe Johnson Verschnaufpausen geben kann, Shaquille O'Neal könnte helfen, die körperlichen Nachteile unter dem Korb zu egalisieren), Dallas Mavericks (tiefer Kader, aber es fehlt der zweite Star neben Dirk Nowitzki)

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