Freitag, 28.05.2010

NBA - Western Conference Finals, 5. Spiel

Artest - der Mann des Spiels

Eine nervenaufreibende Partie - und ein Ende, wie es spannender nicht hätte sein können: Nicht Kobe Bryant entschied das Spiel für die Los Angeles Lakers, sondern Ron Artest. Dabei hatten auch die Phoenix Suns alle Chancen.

Ron Artest spielt seit 2009 für die Los Angeles Lakers
© Getty
Ron Artest spielt seit 2009 für die Los Angeles Lakers

Los Angeles Lakers - Phoenix Suns 103:101

Was für eine Serie. Mühsam haben sich die Suns wieder herangekämpft, doch nach dem fünften Spiel haben die Lakers wieder die Nase vorn und können mit einem Sieg in der nächsten Partie den Sack zu machen.

Doch überlegen waren die Lakers nicht: 103:101 endete das Spiel. Zwei mickrige Punkte fehlten, die die Suns auf Wolke sieben befördert und die Lakers mächtig unter Druck gesetzt hätten.

Dabei dominierten die Suns den Beginn: Die ersten fünf Punkte macht Steve Nash, erst nach knapp zwei Minuten gelingt es den Lakers, durch einen Wurf von Kobe Bryant zum Spielstand von 2:5 aufzuschließen.

Bis 1:21 Minuten vor Schluss des ersten Viertels führen die Suns - dann macht Derek Fisher einen Korbleger - und die Lakers reißen das Spiel an sich.

Drei Dreier in 64 Sekunden

Im zweiten Viertel ziehen die Lakers dank eines überragenden Kobe Bryant von dannen: Innerhalb von 64 Sekunden verwandelt er drei Dreier. Drei! Statt sieben Punkte liegen die Suns nun plötzlich 16 Zähler zurück.

In den letzten drei Minuten des vorletzten Viertels greifen die Suns auf Bewährtes zurück und setzen auf die Bank. Bereits in der vierten Partie spielten die Reservisten fulminant auf und sicherten den Sieg.

Das Konzept geht auch diesmal auf: Channing Frye, Jared Dudley und Leandro Barbosa legen eine 13:4-Aufholjagd hin und bringen die Suns bis auf 72:78 heran.

5:22 Minuten vor Ende des Spiels liegen die Suns noch sieben Punkte zurück, doch dann entzünden sie ein wahres Feuerwerk: Dudley behält die Nerven an der Linie und versenkt beide Freiwürfe, Amare Stoudemire steuert vier Zähler bei, Steve Nash macht völlig entfesselt gar neun Punkte.

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Nervenaufreibende drei Sekunden

Drei Sekunden vor Schluss steht es 101:98 für die Lakers. Dann der Paukenschlag: Jason Richardson verwandelt einen Dreier: Gleichstand. Eine Sekunde später verpatzt Kobe Bryant einen Drei-Punkte-Wurf, doch mit der Schlusssirene trifft Ron Artest.

Ausgerechnet Artest: Im ganzen Spiel macht er nur vier Punkte, hat eine magere Feldquote von 2 von 9, doch den wichtigsten aller Würfe trifft er - effektiv muss man halt sein.

"Das bedeutet ihm viel. Gerade emotional ist es für ihn eine große Sache", sagt Bryant anschließend.

Viertes Double-Double in Folge

Topscorer Bryant schrammte nur knapp an einem Triple-Double vorbei: 30 Punkte, 11 Rebounds und 9 Assists. Allerdings sackte er sein viertes Double-Double in Folge ein.

Auch Fisher (22, 6 von 6 Freiwürfe) und Pau Gasol (21 Punkte, 9 Rebounds, 5 Assists) trugen ihren Teil zum Sieg bei.

Auf Seiten der Suns überzeugte Nash (29 Punkte, 11 Assists). Amare Stoudemire, der im dritten Spiel sagenhafte 42 Punkte machte, kam diesmal nur auf 19 Zähler.

Enttäuschend auch Reservist Leandro Barbosa, der diesmal nur zwei Punkte beisteuerte. Von der Bank waren nur Frye und Dudley eine echte Bank: Frye machte wie in der letzten Partie 14 Punkte (3 von 8 Dreiern), Dudley sammelte zehn Zähler.

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