Montag, 10.05.2010

NBA-Playoff-Schlaglichter

Rondo macht James nass - Suns sweepen Spurs

Sweep! Mit einem halbblinden Steve Nash gewinnen die Phoenix Suns auch Spiel 4 gegen Dallas-Bezwinger San Antonio und ziehen ins Finale der Western Conference ein. Die Celtics gleichen in der Serie gegen die Cleveland Cavaliers aus. Spielmacher Rajon Rondo stellte dabei den großen LeBron James locker in den Schatten.

Rajon Rondo spielt seit 2006 für die Boston Celtics
© Getty
Rajon Rondo spielt seit 2006 für die Boston Celtics

Boston Celtics - Cleveland Cavaliers 97:87

Der Mann des Spiels? Nein, nicht LeBron James, sondern Rajon Rondo. Die Startphase gehörte allerdings zunächst den Cavs: Nach zwei Minuten führten sie bereits mit 7:0 - Grund genug für die Celtics, eine Auszeit zu nehmen.

Anschließend trat Rondo (9/21 aus dem Feld) auf den Plan und ackerte, was das Zeug hielt. Am Ende standen das 2-2 in der Serie gegen Cleveland und sein viertes Triple-Double in Playoffspielen zu Buche: 29 Punkte, 18 Rebounds und 13 Assists.

Mit vier Triple-Doubles in den ersten 50 Postseason-Spielen reiht er sich am Ende einer illustren Gesellschaft ein: Magic Johnson (13), Oscar Robertson (8) und Jason Kidd (6). "Rondo machte definitiv den Unterschied aus", musste James anerkennen.

Schon in der ersten Halbzeit gelangen Bostons Point Guard 18 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists, so dass die Celtics den anfänglichen Rückstand bis zur Pause in eine 54:45-Führung drehen konnten. Auch Kevin Garnett (18) spielte stark und steuerte in den ersten beiden Vierteln 12 Punkte, vier Rebounds und einen Assist bei.

Ins Schlussviertel startete Boston mit einer knappen 74:72-Führung, baute sie aber durch Korbleger von Rondo und Glen Davis um weitere vier Punkte aus.

Die Cavs kämpften sich noch einmal bis auf 84:86 heran, doch dann war wieder Rondo-Time: Assist für Paul Pierce (9) zum 90:85 und ein lockerer Korb aus Nahdistanz zum 92:85. 94 Sekunden vor dem Ende war die Sache gelaufen.

Cavs Superstar James (7/18) musste sich am Ende mit für seine Verhältnisse mageren 22 Punkten zufrieden geben - nur ein Zähler mehr, als er im Startviertel des dritten Spiels gesammelt hatte. Außerdem traf er keinen seiner fünf Dreierversuche. Shaquille O'Neal mauserte sich mit 17 Punkten zum zweitbesten Werfer der Cavaliers.

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San Antonio Spurs - Phoenix Suns 101:107

Die Suns sind weiter! Mit dem vierten Sieg im vierten Spiel hat sich Phoenix in das Conference-Finale katapultiert. Nach vier Playoff-Pleiten gegen die Spurs seit 2003 gelang nun die Revanche.

Und das, obwohl Steve Nash mehr als gehandicapt war: Im dritten Viertel kollidierte er mit Tim Duncan (17 P., 7/14), der ihn aus Versehen mit dem Ellbogen am Auge erwischte.

Mit sechs Stichen musste Nash an der Augenbraue genäht werden und verließ dafür das Feld. Nur, um kurze Zeit später wiederzukehren und 10 seiner 20 Punkte zu machen. "Ich konnte gar nichts sehen", gab Nash anschließend zu.

Erinnerungen wurden wach an das Conference-Halbfinale 2007, als Nash mit Tony Parker zusammenprallte und sich an der Nase verletzte. Damals verloren die Suns. Diesmal nicht.

Nach dem ersten Viertel lagen die Suns noch sechs Punkte zurück, kämpften sich aber heran, und führten zu Beginn des Schlussviertels beim Stand von 72:71 mit einem Pünktchen.

Nash verwandelte im Schlussviertel halbblind einen wichtigen Dreier, der die Suns nach einem 77:77-Gleichstand wieder in Führung brachte. Und die gaben sie nicht mehr ab.

26 Sekunden vor Schluss wurde es noch einmal spannend, als die Spurs sich durch einen Freiwurf von George Hill auf 101:103 herankämpften, doch verwandelten Grant Hill und Jason Richardson alle vier Freiwürfe, während Manu Ginobili (15 P., 2/11) und Tim Duncan an ihren Dreierversuchen scheiterten.

Bester Werfer der Suns war Amare Stoudemire mit 29 Punkten (10/17). Phoenix trifft im Finale der Western Conference voraussichtlich auf den Titelverteidiger aus L.A. Die Lakers führen gegen die Utah Jazz mit 3-0.

NBA: Ergebnisse der Playoffs im Überblick

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